Konferenz: Im Geiste Schillers und Beethovens: Alle Menschen werden Brüder!

Das 40-jährige Bestehen des Schiller-Instituts feiern

Vorläufiges Konferenzprogramm des Schiller-Instituts

Samstag, 7. Dezember

Panel 1 (15:00–18:30 Uhr): „Die strategische Krise: Neuer und letzter Weltkrieg oder ein neues Paradigma der einen Menschheit?“

Moderator: Dennis Speed (USA), Schiller-Institut: Begrüßung und Einführung

Hauptrednerin: Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Gründerin des Schiller-Instituts: „Die Menschheit muß an erster Stelle stehen!

Dmitri Trenin (Russland), Professor, Akademischer Leiter des Instituts für Weltmilitärwirtschaft und -strategie an der Hochschule für Wirtschaft (Moskau): „Die Abschreckung, die den Kalten Krieg ,kalt‘ hielt, funktioniert nicht mehr“

S.E. Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Präsident von Guyana: „Das Bewußtsein für die Atomkriegsgefahr hinkt weit hinter der tatsächlichen Gefahr her“

S.E. Ján Čarnogurský (Slowakei), ehemaliger Premierminister der Slowakei: Ein neuer und letzter Krieg – oder ein neues Paradigma der vereinten Menschheit?

Prof. Zhang Weiwei (China), Professor für Internationale Beziehungen, Fudan Universität, China: Drei Strukturen und ein Schlüsselfaktor

Botschafter Chas W. Freeman, Jr. (USA), ehemaliger stellvertretender US-Verteidigungsminister für internationale Sicherheitsangelegenheiten, 1993–1994: „Es gibt keine von der Diplomatie unterstützte Vision für den Frieden“

Scott Ritter (U.S.), ehemaliger UN-Waffeninspektor im Irak: „Die Atomwaffen liegen jetzt auf dem Tisch“

Oberst (a.D.) Larry Wilkerson, (USA) ehemaliger Stabschef des US-Außenministers: „Unser Bluff ist aufgeflogen“

Botschafter Hossein Mousavian (Iran), ehemaliger Botschafter des Iran in Deutschland: Atomfragen im Iran und die zweite Trump-Administration

Diskussion

Panel 2 (19:00-22:00 Uhr): „Die großen Projekte zur Überwindung der Migrantenkrise; Die neuen, hochwertigen Produktivkräfte; Eine neue gerechte Weltwirtschaftsordnung“

Moderator: Stephan Ossenkopp (Deutschland), Schiller-Institut: Begrüßung und Einführung

Grundsatzrede: Dennis Small (USA), Leiter des Ibero-Amerika-Referats, Schiller-Institut

Dr. Alexander K. Bobrov (Russland), außerordentlicher Professor am Fachbereich für Diplomatie, MGIMO-Universität, Moskau

S.E. Prof. Dr. Manuel Hassassian (Palästina), palästinensischer Botschafter in Dänemark

Chandra Muzaffar (Malaysia), Gründer und Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST)

Michael Limburg (Deutschland), Diplom-Ingenieur, Vizepräsident des EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)

Prof. Glenn Diesen (Norwegen), Professor und Autor

Dr. Bedabrata Pain (Indien), Filmregisseur; ehemaliger leitender NASA-Forscher „Deja vu, Where Past Meets the Future“; Joe Maxwell (USA), Mitbegründer von Farm Action, ehemaliger Vizegouverneur von Missouri; Mike Callicrate (USA), Eigentümer von Ranch Foods Direct & Callicrate Cattle Co; Robert Baker (USA) Schiller-Institut Landwirtschaftskommission

Diskussion

Sonntag, 8. Dezember

Panel 3 (15:00–18:00 Uhr): „Die wissenschaftlichen Triebkräfte der physischen Wirtschaft heute“

Moderator: Jason Ross (USA), Wissenschaftsberater des Schiller-Instituts: Begrüßung und Einführung

Hauptredner: Jacques Cheminade (Frankreich), ehemaliger Präsidentschaftskandidat, Präsident von Solidarité et Progrès: Wissenschaft als Motor für das neue Paradigma der physischen Ökonomie

I.E. Naledi Pandor (Südafrika), ehemalige Ministerin für Internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Südafrika; „Wie sollte der Süden reagieren?“

Theodore Postol (USA), emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und nationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology

Michele Geraci (Italien), ehemaliger Staatssekretär im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung: „Entwicklungskorridore senken die Netto-Transportkosten auf Null“

Sergey Pulinets (Russland), Forschungsleiter, Weltraumforschungsinstitut, Russische Akademie der Wissenschaften, Moskau

Jürgen Schöttle (Deutschland), Diplom-Ingenieur, Kraftwerksbau

Brian Harvey (Irland), Raumfahrthistoriker

Diskussion

Panel 4 (19:00–22:00 Uhr): „Die Schönheit der Kulturen der Welt: Ein Dialog zwischen den Zivilisationen“

Moderator: Harley Schlanger (USA), Schiller-Institut: Begrüßung und Einführung

Hauptrednerin: Diane Sare (USA), ehemalige Kandidatin für den US-Senat aus New York, Präsidentin der LaRouche-Organisation

Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Gründerin, Schiller-Institut

William Ferguson (USA), Schiller-Institut

Paul Gallagher (USA), Schiller-Institut

John Sigerson (USA), Musikdirektor, Schiller-Institut

Liliana Gorini (Italien), Vorsitzende von Movisol, und Sebastiano Brusco (Italien), Pianist

Nader Majd (Iran/USA), Musiker, Zentrum für persische Kultur, Vienna, USA

Diskussion


Die gemeldete Entscheidung der Regierung des scheidenden Präsidenten Biden, der Ukraine die Nutzung amerikanischer ballistischer ATACMS-Raketen für Angriffe auf russisches Territorium zu gestatten, beginnend mit dem Ziel der Region Kursk, bringt die Welt in unmittelbare Gefahr, möglicherweise nur noch wenige Tage von einer strategischen, unaufhaltsamen Eskalation entfernt zu sein. Da diese Raketen, wie die deutschen Taurus- und die britischen Storm-Shadow-Raketen, technisch nicht von den Ukrainern bedient werden können, sondern von Spezialisten aus NATO-Ländern unterstützt werden müssen, bedeutet dies, dass wir uns in dem Moment, in dem sie eingesetzt werden, in einem vollständigen Krieg der NATO gegen Russland befinden.

Als Reaktion auf genau solche Eskalationen, einschließlich des Einsatzes immer leistungsfähigerer Waffen durch die Nationen des kollektiven Westens in der Ukraine, kündigte der russische Präsident Putin im September 2024 an, dass er Änderungen an der „Nukleardoktrin“ Moskaus vorschlagen werde, um den möglichen Einsatz von Atomwaffen als Reaktion auf einen Angriff, der eine kritische Bedrohung für die Souveränität Russlands darstellt, einzubeziehen, einschließlich Angriffe eines nicht-nuklearen Staates, wenn dieser von einem nuklearen Staat unterstützt wird. Putin erklärte diese Änderung auf folgende, sehr präzise Weise:

„… Die aktualisierte Version des Dokuments [Grundprinzipien] soll  eine Aggression gegen Russland durch einen beliebigen nichtnuklearen  Staat, an der jedoch ein beliebiger Nuklearstaat beteiligt ist oder die  von einem solchen unterstützt wird, als gemeinsamen Angriff gegen die  Russische Föderation betrachten…

Wir werden eine solche  Möglichkeit in Betracht ziehen, sobald wir zuverlässige Informationen  über einen massiven Einsatz von Luft- und Weltraumangriffswaffen und  deren Überschreiten unserer Staatsgrenze erhalten.“

Er fügte hinzu:

„Ich meine strategische und taktische Flugzeuge, Marschflugkörper, unbemannte Luftfahrzeuge, Hyperschallflugzeuge und andere Flugzeuge. Wir behalten uns das Recht vor, im Falle einer Aggression Atomwaffen einzusetzen … auch dann, wenn der Feind mit konventionellen Waffen eine kritische Bedrohung für unsere Souveränität darstellt.“

Die weithin berichtete Ankündigung der ATACMS-Entscheidung der Biden-Regierung überschreitet eindeutig diese rote Linie. Dennoch ignorieren westliche Politiker und sogenannte Militärexperten die russische Warnung weiterhin und reden ständig davon, dass „Russland blufft“, „Russland militärisch besiegt“ werden könne usw. In einer Art Wahnvorstellung ignorieren sie die Tatsache, dass Russland derzeit die stärkste Atommacht ist und daher nicht auf dem Schlachtfeld besiegt werden kann. Was stattdessen sehr wohl kurzfristig passieren kann, ist, dass alles Leben auf dem Planeten in einem globalen thermonuklearen Krieg vernichtet werden könnte.

Gleichzeitig eskaliert die Krise in Südwestasien. Die Militäraktion Israels in Gaza, die vom Internationalen Gerichtshof (IGH) und vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) als andauernder Völkermord bezeichnet wurde, hat zu einer Hungerkatastrophe geführt, die das Leben von 400.000 Palästinensern bedroht. Die internationale Gemeinschaft hat im Wesentlichen tatenlos zugesehen. Der Libanon erlebt nun ein ähnliches Schicksal. Wenn dieser Krieg auf den Iran übergreifen und dessen Nuklearanlagen ins Visier nehmen würde, würde dieser Krieg schnell größere Mächte mit hineinziehen. Wir stünden dann auch hier an der Schwelle zu einem globalen Atomkrieg.

Die zuvor vorherrschende unipolare Welt ist zerfallen, und der Versuch, die Entstehung einer multipolaren Welt zu verhindern, ist zwecklos. Das ist der Hauptgrund für die strategische Krise.

Im Oktober dieses Jahres fand in Kasan, Russland, das jährliche Gipfeltreffen der BRICS-Staaten statt, an dem die neun BRICS-Mitgliedstaaten und 13 neue Partnerstaaten (sowie weitere Gäste) teilnahmen, die 4,7 Milliarden Menschen oder 57 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren. Diese Länder sind entschlossen, 500 Jahre Kolonialismus zu überwinden und eine neue gerechte Weltwirtschaftsordnung, neue Entwicklungsplattformen sowie ein neues Kreditsystem und einen neuen Handelsmechanismus zu etablieren, um nicht länger Rohstoff exportierende Länder zu sein, die gesamte Wertschöpfungskette in ihren eigenen Ländern zu entwickeln und Armut und Unterentwicklung für immer zu überwinden.

Warum freuen sich die Mächte im Westen nicht über diese fantastische Perspektive? Weil der Westen eine tiefgreifende kulturelle Krise durchlebt, der Westen ist vom Weg abgekommen; und weil das westliche Finanzsystem unter einer tödlichen Spekulationsblase von 2 Billiarden Dollar leidet, die einen globalen Völkermord fordert.

Wenn wir das Übel der Geopolitik nicht überwinden, das im 20. Jahrhundert zu zwei Weltkriegen geführt hat, besteht die Gefahr, dass sich die Welt in zwei getrennte Blöcke teilt: eine globale NATO auf der einen Seite und eine globale BRICS-Plus-Mehrheit auf der anderen Seite. In diesem Fall werden wir nicht nur mit wirtschaftlichem Chaos konfrontiert sein, sondern auch mit der unmittelbaren Gefahr eines globalen nuklearen Flächenbrands.

Die offensichtliche und einfache Möglichkeit, die Gefahr eines Krieges und einer Konfrontation zu überwinden, besteht darin, die Länder des kollektiven Westens – die europäischen Nationen und sogar die USA – davon zu überzeugen, die Konfrontation zu beenden und eine Form der Zusammenarbeit mit dieser wachsenden globalen Mehrheit zu finden. Wenn der Westen mit den BRICS-Staaten zusammenarbeiten und dem globalen Süden bei der Industrialisierung helfen würde, könnten wir nicht nur den geopolitischen Wettbewerb stoppen, sondern auch die Flüchtlingskrise auf die einzig mögliche menschliche Weise überwinden: indem wir Bedingungen schaffen, unter denen die Menschen, die jetzt Flüchtlinge sind, die Perspektive haben, sich am Aufbau ihrer eigenen Heimatländer zu beteiligen.

Anstatt Millionen von Menschen dazu zu verdammen, sich auf einen Todesmarsch durch die Sahara zu begeben, um dann in Massengräbern im Mittelmeer zu ertrinken oder in Flüchtlingslagern zu landen, die Papst Franziskus als Konzentrationslager bezeichnet hat, oder viele Länder zu durchqueren und dabei Hunger, Drogenbanden und Terrorismus ausgesetzt zu sein, um dann an der mexikanisch-amerikanischen Grenze zurückgeschoben zu werden, müssen wir ihnen helfen, ihre Nationen zu industrialisieren.

Wir fordern die Vereinten Nationen oder die BRICS auf, einen funktionierenden Dialog zwischen den BRICS und den Ländern des Westens zu initiieren (da die G20 diese dringende Herausforderung vernachlässigt) und ihre Absicht zu erklären, kurzfristig 1,5 bis 2 Milliarden neue produktive Arbeitsplätze in den Ländern des globalen Südens zu schaffen und bis 2050 insgesamt 3 Milliarden neue produktive Arbeitsplätze zu schaffen. Eine solche Ankündigung, gefolgt von konkreten Schritten zur Sicherstellung der vollständigen Elektrifizierung aller Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sowie dem sofortigen Beginn der Umsetzung bahnbrechender Infrastruktur- und anderer Entwicklungsprojekte, wäre eine starke Botschaft, um ein Zeitalter der Hoffnung einzuläuten.

Der Bau des größten Tiefwasserhafens in Lateinamerika, des Hafens von Chancay in Peru, mit der Aussicht auf den Bau einer bi-ozeanischen Eisenbahn, die den Atlantik und den Pazifik verbindet, ist ein solches Projekt, ebenso der Bau des Grand Inga Dam und das Transaqua-Projekt, die zur Bewässerung und Industrialisierung mehrerer Länder im Herzen Afrikas beitragen werden.

Um die Gefahr eines Krieges endgültig zu überwinden, müssen wir eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur schaffen, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten berücksichtigt. Dies sollte in der Tradition des Westfälischen Friedens geschehen, der 150 Jahre Religionskriege in Europa beendete, weil die Kriegsparteien erkannten, dass es niemanden mehr geben würde, der am Leben bliebe, wenn die Kämpfe fortgesetzt würden. Wieviel mehr gilt das im Zeitalter der thermonuklearen Waffen!

Um der Menschheit eine solche neue Architektur vorzustellen, plant das Schiller-Institut, am 7. und 8. Dezember eine internationale Online-Konferenz mit führenden Vertretern und Experten des kollektiven Westens und des globalen Südens einzuberufen, um die Prinzipien zu erörtern, auf denen eine solche neue Architektur basieren muss. Wir werden auch ein Beispiel für den Dialog der Kulturen und Zivilisationen geben, mit wunderschönen Beispielen großer Kunst aus verschiedenen Nationen, um den Weg zu einer Zivilisation aufzuzeigen, die nicht auf Hass, sondern auf Liebe basiert.

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