Für eine Renaissance der klassischen Kultur

Dialog der Zivilisationen

Renaissance der klassischen Kultur

Für eine Renaissance der klassischen Kultur

Von Helga Zepp-LaRouche

Was ist nur aus unserer Welt geworden? Top-Banker warnen vor dem „Weltuntergang“, was sie aber nicht daran hindert, gleichzeitig zweistellige Millionenbeträge an Boni in die Tasche stecken – so als ob das Totenhemd Taschen hätte. Politiker würden ihre Großmutter verkaufen, um „die Märkte“ zu beruhigen, während sie das Gemeinwohl, auf das sie ihren Amtseid geschworen haben, aus ihrem Wortschatz gestrichen haben. Regierungschefs, die in ihren eigenen Staaten soeben Demokratie und Verfassung erfolgreich ausgemerzt haben, sind unter dem Vorwand der Sorge um die Demokratie und Menschenrechte bereit, von einer „humanitären Intervention“ zur nächsten schnurstracks zur thermonuklearen Apokalypse  voranzumarschieren.


Helga-Zepp-LaRouche
Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des internationalen Schiller-Instituts ist weltweit als „Seidenstraßen-Lady“ bekannt, weil sie sich seit Jahrzehnten für die friedliche Zusammenarbeit zwischen souveränen Nationen einsetzt.

 
 


Ein musikalischer Dialog klassischer Kulturen

Ein Höhepunkt der Berliner Konferenz war das Konzert am Abend des 12. Juli „Die Schönheit der kulturellen Vielfalt“ mit professionellen Musikern sowie Mitgliedern und Freunden des Schiller-Instituts aus vielen Ländern im Alter von 25 bis 90 Jahren. Das einstündige Konzert begann und endete mit dem vereinten europäischen Chor des Schiller-Instituts. Das Programm schlug einen Bogen von einem Satz aus Haydns Schöpfung mit schönen Harmonien zu den Worten „Und eine neue Welt entspringt auf Gottes Wort“ bis zum Abschluss mit zwei Freiheitsliedern, dem Spiritual Oh, Freedom und dem berühmten Volkslied Die Gedanken sind frei.

Der Ibykus ist wieder da!


Nach einer Unterbrechung von 14 Jahren sind wir hocherfreut, unsere Kulturzeitschrift Ibykus wieder neu herausgeben zu können, die bereits 25 Jahre lang von 1981 bis 2006 erschienen war. Damit bieten wir unseren Lesern ein Magazin, das sich mit den Prinzipien der klassischen Kunst auseinandersetzt und die Hochphasen der Kultur in den verschiedenen Epochen der Universalgeschichte behandelt – also auch in sehr unterschiedlichen Kulturkreisen.

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Offener Brief an klassische Künstler überall auf der Welt! von Lynn Yen, Direktorin des Revival of Classical Culture

Beethoven-Jahr

Resolution zum Beethoven-Jahr

Das großartige Menschenbild, das mit den dichterischen Werken von Dante, Petrarca, Lessing oder Schiller oder den erhabenen und großen Kompositionen von Bach, Mozart, Verdi, Beethoven, Schubert, Schumann oder Brahms verbunden ist, ist immer noch ein Bezugspunkt für die Art und Weise, wie wir uns als Gesellschaft definieren. Aber wenn wir die Rolle der Künstler in der Gegenwartskultur betrachten und Schillers Maßstab anlegen, der da heißt:

„Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben,
Bewahret sie!
Sie sinkt mit euch! Mit euch wird sie sich heben!“

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Von der Unfähigkeit, Musik zu komponieren

Ein Offener Brief von Helga Zepp-LaRouche an die Klassikliebhaber Deutschlands im Beethoven-Jahr: Die Grenze des Zumutbaren ist endgültig überschritten!

In einem vielbeachteten Appell erklärte Helga Zepp-Larouche, Vorsitzende des internationalen Schiller-Institutes, daß die Zerstörung der Oper „Fidelio“ von L. van Beethoven  in einer Aufführung in Darmstadt einem Dammbruch gleichkomme.

Hier wurde nicht nur durch die Regie der Sinn der Oper , sondern sogar  auch die Musik entstellt.

„Die Grenze des Zumutbaren ist endgültig überschritten“, erklärte Frau Zepp- LaRouche.

Wenn dieser Zerstörung nicht Einhalt geboten würde, wird sich die ganze Welt über den „Eurotrash“ lustig machen, wie dieses Genre inzwischen in vielen Ländern genannt wird.

Dieser Appell erregte schon international Aufsehen, wie z.B. in den USA, Italien und Holland.

Wir bitten Sie, den nachfolgenden Appell zu unterstützen, zu veröffenlichten und zu verbreiten.

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Große Schönheit hören: Beethoven und Helen Keller

Beethoven beginnt 1799 zu erkennen, daß etwas mit seinem Gehör nicht stimmt. Es sieht so aus, als würde er vielleicht taub werden. So versucht er in den Jahren 1799-1800 zu verstehen, was los ist. 1802 schreibt er dann, er habe sich damit abgefunden, daß er vielleicht nie geheilt wird. Er hat noch die Hoffnung, daß er eines Tages irgendwie geheilt werden könnte, aber letztendlich, sagt er, ist es, wie es ist.

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New Yorker Chor des Schiller-Instituts widmet Konzert dem „Geist der Elbe“

Der New Yorker Chor des Schiller-Instituts strahlte am 25. April ein erhebendes Konzert aus, das von Jen Pearl wie folgt eingeleitet wurde:

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Schöne Seelen

Musikalischer Dialog der Kulturen

„Musikalischer Dialog der Kulturen“ Konzert in Berlin — 25. Juni 2016


mehr Aufführungen

Verdi-Stimmung

Die Schönheit, sagt Friedrich Schiller, ist Freiheit in der Erscheinung. Aus diesem Begriff der Schönheit, die jeder großen Kunst innewohnt, ist die Kulturarbeit des Schiller-Instituts hervorgegangen.

Ausschlaggebend dafür war die Kampagne für die Rückkehr zur musikalischen (Verdi-) Stimmung c’ = 256 Hz, die Hunderte Opernsänger wie z.B. Renata Tebaldi, Piero Cappuccilli, Christa Ludwig, Peter Schreier, Birgit Nilsson, Mirella Freni, Alfredo Kraus, Montserrat Caballe und  Placido Domingo ab 1986 unterstützt haben. Die zentrale These dieser Kampagne war die Verteidigung der klassischen Tradition im Bereich des Belcanto-Gesangs, denn, wie Giuseppe Verdi im Februar 1884 selbst schrieb, hätte er am liebsten eine einzige Stimmung für die gesamte Musikwelt,  wodurch aufgrund der tieferen Stimmung die Klangfülle edler, voller, majestätischer und nicht so schrill wie bei einer hohen Stimmung wird. Nicht zufällig nahm sich Giuseppe Verdi gerade die Dramen Schillers zum Thema einiger seiner schönsten Opern. Und es ist ebensowenig ein Zufall, daß er für die Stimmung von c’=256 Hz und damit  für die korrekte Interpretation der klassischen Werke kämpfte.

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Placido Domingo befürwortet nachdrücklich die Initiative für die „Verdi-Stimmung“; hier hält er das „Handbuch“ des Schiller-Instituts bei einer Pressekonferenz am 12. Februar 1996 vor die laufenden Fernsehkameras.

Die Kampagne für die Verdi-Stimmung mündete am 9. April 1988 in ein internationales Musiksymposium des Schiller-
Instituts in Mailand, auf dem der Unterschied zwischen der heute üblichen Stimmung von a’=440 Hz (in Wien bis zu 448 Hz) und der natürlichen Verdi-Stimmung eindeutig demonstriert wurde. Wichtig dabei war auch zu zeigen, daß die Form der menschlichen Kreativität, wie man sie in den Naturwissenschaften findet, dieselbe ist, wie sie in der Komposition klassischer Polyphonie zum Tragen kommt.Daß Musik und Wissenschaft denselben Gesetzen unterliegen, wird beim Problem des verschobenen Registerwechsels oder Passagios nicht nur für die Singstimme sehr deutlich, sondern auch für den Instrumentenbau.

Das in der berühmten Stradivari – „Il cremonese“ – enthaltene Volumen hat die höchste Resonanz bei einem c’=256 Hz, eine Stimmung, die von den Italienern als „wissenschaftliche Stimmung“ bezeichnet wird. Veränderungen im Geigenbau, die eine höhere Stimmung erzielen, führen, so das Internationale Institut für Geigenbau in Cremona, zu Schäden in der Klangfarbe und Interpretation. In diesem Sinne unterstützte der Primarius des renommierten Amadeus-Steichquartetts, Norbert Brainin, die Arbeit von Lyndon und Helga Zepp-LaRouche, indem er in den 90er Jahren nicht nur zahlreiche Meisterklassen mit dem Schiller-Institut zum Thema klassische Motivführung und Stimmung gab, sondern auch selbst viele Konzerte veranstaltete.

Zur dieser Zeit nahmen auch andere große Künstler wie der Bariton William Warfield, die Pianistin Sylvia Olden Lee und die Fisk Jubilee Singers Teil an dieser wachsenden Bewegung für die Wiederbelebung der klassischen Kunst. Sie brachten die tiefe Tradition der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA mit und sahen die Anstrengungen des Schiller-Instituts als Fortsetzung ihres Kampfes für Gerechtigkeit und Freiheit.

Ab den Jahren 2000-2001 wurde diese Arbeit durch die Chöre der LaRouche-Jugendbewegung u.a. in den USA, Frankreich und Deutschland aufgegriffen. Ausgewählte Stücke des klassischen Repertoires wurden auf zahlreichen Konferenzen des Schiller-Instituts aufgeführt – einschließlich Johann Sebastian Bachs Jesu Meine Freude, Magnificat und die h-Moll-Messe, Mozarts Requiem sowie den vierten Satz aus Beethovens Neunter Symphonie und seine Chorfantasie. Die Stimmbildung der Chöre wird durch das Engagement von Opernsängern wie Antonella Banaudi begleitet, die in der Tradition des Belcanto singen und unterrichten.

Die Idee des Schiller-Instituts, ein neues Paradigma zu schaffen, das menschliche Kreativität verständlich macht und diese im sozialen Prozeß zu vermitteln, ist für die Kunst genauso wie für unsere gefährdete Gesellschaft unerläßlich. Wie Lyndon H. LaRouche sagt, kann dieser Wertewandel aber nur mit einer spezifischen Gefühlsqualität einhergehen, die im Neuen Testament als „Agape“, „Caritas“ oder „Liebe zur Menschheit“ bezeichnet wird, und die im krassen Gegensatz zu den „erotischen“ Impulsen der heutigen „Kunst“ steht. Die Teilhabe an Schönheit kann man in allen Künsten erleben, sei es in der Malerei, Architektur, Dichtung oder im Schauspiel, und hat in der klassischen Form zum Besten beigetragen, was die menschliche Zivilisation in der Vergangenheit hervorgebracht hat.

Es ist nicht draußen, da sucht es der Tor,
Es ist in dir, du bringst es ewig hervor.

Friedrich Schiller, Die Worte des Wahns

„Die klassische Revolution: Rückkehr zur Verdi-Stimmung“


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