{"id":47326,"date":"2018-07-15T22:18:21","date_gmt":"2018-07-15T20:18:21","guid":{"rendered":"http:\/\/schillerinstitute.com\/?p=47326\/"},"modified":"2018-07-25T16:23:36","modified_gmt":"2018-07-25T14:23:36","slug":"helga-zepp-larouche-spricht-bei-konferenz-des-mandela-instituts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/ru\/blog\/2018\/07\/15\/helga-zepp-larouche-spricht-bei-konferenz-des-mandela-instituts\/","title":{"rendered":"Helga Zepp-LaRouche spricht bei Konferenz des Mandela-Instituts"},"content":{"rendered":"<p class=\"vor\">Bei den \u201eAfrikanischen Wirtschafts- und Konsulartagen\u201c in Paris sprach die Vorsitzende des Schiller-Instituts \u00fcber das Thema \u201ePartnerschaft, inklusives Wachstum und Infrastruktur in Afrika\u201c.<\/p>\n<p>Die Vorsitzende des internationalen Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, war am 6. Juli Gastrednerin bei den Afrikanischen Wirtschafts- und Konsulartagen des Mandela-Instituts in Paris. Sie war eingeladen worden, \u00fcber das Thema \u201ePartnerschaft, inklusives Wachstum und Infrastruktur in Afrika\u201c zu sprechen, nachdem sie letzten Monat ihren Appell an die Europ\u00e4ische Union ver\u00f6ffentlicht hatte, dem positiven Beispiel des Gipfeltreffens der Pr\u00e4sidenten Trump und Kim in Singapur zu folgen und den EU-Gipfel einem umfassenden europ\u00e4ischen Plan zur wirtschaftlichen Entwicklung Afrikas zu widmen. Ihr Aufruf \u201eGeschichte wird jetzt in Asien geschrieben: EU-Gipfel mu\u00df dem Beispiel von Singapur folgen!\u201c\u00a0 fand in afrikanischen Netzwerken in Frankreich und ganz Europa gro\u00dfe Verbreitung.<\/p>\n<p>In der ersten Konferenzsitzung war der \u201eGeist von Singapur\u201c sp\u00fcrbar, als die Botschafterin Eritreas \u00fcber das Ende des langen Krieges gegen \u00c4thiopien sprach und die gro\u00dfen wirtschaftlichen Chancen f\u00fcr Zusammenarbeit in der Region um die Freihandelszone in Dschibuti beschrieb. \u00c4thiopien und Eritrea haben gerade ein historisches Abkommen \u00fcber Frieden und Zusammenarbeit geschlossen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend zeichnete der Vizebotschafter und Generalbevollm\u00e4chtigte der Pariser Botschaft Ghanas, Bonaventure Adjavor, das Bild einer neuen \u00c4ra f\u00fcr Afrika \u2013 ein neues Zeitalter der eigenen Verarbeitung von Rohstoffen, anstatt sie nur zu exportieren. Als Beispiel nannte er den Kakao: Ghana und die Elfenbeink\u00fcste erzeugen zusammen mehr als 80% der Kakaobohnen weltweit, aber diese werden ausschlie\u00dflich exportiert. Dabei lassen sich daraus viele wertvolle Produkte herstellen, wie K\u00f6rperlotion, alkoholische Getr\u00e4nke, Schokolade u.a., und die Regierung von Pr\u00e4sident Akufo-Addo will das nun systematisch f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Akufo-Addo ist ber\u00fchmt f\u00fcr seinen selbstbewu\u00dften Auftritt im vergangenen Dezember, kurz nach seinem Amtsantritt bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Macron, als dieser Ghana besuchte. Akufo sagte, Afrika \u201ekann seine Politik nicht l\u00e4nger&#8230; auf der Grundlage davon machen, was die westliche Welt oder Frankreich oder die Europ\u00e4ische Union uns gerade geben kann&#8230; Wir m\u00fcssen von dieser Haltung der Abh\u00e4ngigkeit wegkommen&#8230; Unsere Sorge sollte sein, was wir in diesem 21. Jahrhundert tun m\u00fcssen, damit Afrika nicht mehr nur h\u00f6flich den Hut aufh\u00e4lt&#8230;, dann werden wir einen befreienden Faktor f\u00fcr uns sp\u00fcren.\u201c<\/p>\n<p>Danach sprach Helga Zepp-LaRouche, sie definierte in ihrer Rede die langfristigen Perspektiven f\u00fcr Afrika und die Welt. Sie stellte die weltweit verbreitete Studie der LaRouche-Bewegung \u201eDie Neue Seidenstra\u00dfe wird zur Weltlandbr\u00fccke\u201c vor und erw\u00e4hnte einige der konkreten Projekte in Afrika im Rahmen der Dynamik der G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative, wie die neue Hochgeschwindigkeits-Eisenbahn in \u00c4thiopien, ebenso weitere vom Schiller-Institut vorgeschlagene oder unterst\u00fctzte Projekte, insbesondere Transaqua (siehe dazu die Rede von Mohammed Bila in dieser Ausgabe) und die Anbindung Afrikas an die Weltlandbr\u00fccke durch einen Tunnel oder eine Br\u00fccke zwischen Spanien und Marokko und\/oder Sizilien und Tunesien.<\/p>\n<p>Die Zuh\u00f6rer \u2013 die 40 Teilnehmer im Saal und auf dem Podium waren Vertreter von Institutionen wie der Internationalen Organisation der Frankophonie, Juristen, Unternehmer, Werbefachleute u.a. \u2013 waren beeindruckt von Zepp-LaRouches optimistischer Zukunftsvision f\u00fcr Afrika, besonders als sie die Bilder von \u201eAfrika bei Nacht heute und 2050\u201c zeigte \u2013 heute ein dunkler Kontinent, weil es fast nirgends elektrischen Strom gibt, und 2050 ein weithin hell erleuchteter, bl\u00fchender Erdteil (siehe Abbildung 2 der Rede von Hussein Askary in dieser Ausgabe).<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Redner war der Pr\u00e4sident des \u201eEffizienz-Klubs\u201c, einem Netzwerk von Afrikanern in Europa, das sich f\u00fcr panafrikanischen Wirtschaftsaufbau einsetzt. Es will erreichen, da\u00df Afrika weniger abh\u00e4ngig von dem Geld wird, das in Europa lebende Afrikaner nach Hause schicken, nur damit ihre Familien \u00fcber die Runden kommen. Statt dessen m\u00f6chten sie insbesondere erreichen, da\u00df in ganz Afrika ein wirtschaftlicher Mittelstand geschaffen wird.<\/p>\n<p>Hochinteressant war auch die abschlie\u00dfende Konferenzsitzung, in der ein Redner die Wirtschaftspolitik Alexander Hamiltons als Vorbild f\u00fcr den Aufbau von Industrie in Afrika herausstellte. Er erw\u00e4hnte auch, wie Colbert Huygens und Cassini nach Frankreich holte, um eine hochkar\u00e4tige wissenschaftliche Akademie aufzubauen, und betonte, Afrika sollte es heute \u00e4hnlich machen.<\/p>\n<p>Die Delegation des Schiller-Instituts hatte auch das Gl\u00fcck, die Tochter von Amadou Hamp\u00e2t\u00e9 B\u00e2 (1900-91), dem herausragenden Schriftsteller und Ethnologen aus Mali, kennenzulernen. B\u00e2 sammelte sein Leben lang die m\u00fcndlichen historischen \u00dcberlieferungen Westafrikas und verfa\u00dfte lesenswerte Schriften und eine Autobiographie. \u00c4hnlich wie Cheikh Anta Diop ist Hamp\u00e2t\u00e9 B\u00e2 besonders f\u00fcr Europ\u00e4er ein sehr wichtiger afrikanischer Denker, um zu verstehen, da\u00df Afrika eine sehr alte Zivilisation ist.<\/p>\n<p>Das Mandela-Institut arbeitet f\u00fcr den Aufstieg Afrikas und f\u00fcr Frieden durch \u201eintellektuelle Diplomatie\u201c. Es versorgt Politiker, die internationale Gemeinschaft, private Akteure und die Zivilgesellschaft mit seinen vision\u00e4ren Zukunftsvorschl\u00e4gen, dabei will es vor allem das Denken und die Institutionen in den afrikanischen L\u00e4ndern beeinflussen. Zu seinen Arbeitsbereichen geh\u00f6ren u.a. Sicherheit und Entwicklung, Rohstoffe, Demokratie afrikanischer Pr\u00e4gung, Energie und Umwelt. Das nach Nelson Mandela benannte Institut vergibt jedes Jahr einen Mandela-Preis an Personen oder Institutionen, die sich beim Einsatz f\u00fcr Afrika und f\u00fcr Frieden im Geiste des Panafrikanismus hervorgetan haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei den \u201eAfrikanischen Wirtschafts- und Konsulartagen\u201c in Paris sprach die Vorsitzende des Schiller-Instituts \u00fcber das Thema \u201ePartnerschaft, inklusives Wachstum und Infrastruktur in Afrika\u201c. Die Vorsitzende des internationalen Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, war am 6. Juli Gastrednerin bei den Afrikanischen Wirtschafts- und Konsulartagen des Mandela-Instituts in Paris. 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