{"id":82196,"date":"2021-11-21T02:00:24","date_gmt":"2021-11-21T07:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=82196"},"modified":"2021-11-21T02:00:26","modified_gmt":"2021-11-21T07:00:26","slug":"cgtn-interviewt-helga-zepp-larouche-zum-8-jahrestag-der-belt-and-road-initiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/blog\/2021\/11\/21\/cgtn-interviewt-helga-zepp-larouche-zum-8-jahrestag-der-belt-and-road-initiative\/","title":{"rendered":"CGTN interviewt Helga Zepp-LaRouche zum 8. Jahrestag der Belt and Road Initiative"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Chinas Auslandsfernsehsender CGTN f\u00fchrte zwei Interviews mit der Vorsitzenden des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, anl\u00e4\u00dflich des achtj\u00e4hrigen Bestehens der Belt and Road Initiative; das erste in der Sendung \u201eDialogue Weekend\u201c und das zweite in \u201eGlobal Business\u201d.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Dialogue Weekend<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Moderator LI QIUYUAN:<\/strong> Willkommen zu dieser Ausgabe des <em>Dialog Weekend<\/em>, ich bin Li Quiyuan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Herbst 2013 verk\u00fcndete der chinesische Pr\u00e4sident Xi Jinping bei seinem Besuch in Kasachstan und Indonesien den Plan zum Bau des Seidenstra\u00dfen-Wirtschaftsg\u00fcrtels und der maritimen Seidenstra\u00dfe des 21. Jahrhunderts, auch bekannt als Belt and Road Initiative. Wie l\u00e4uft das Projekt nach acht Jahren und wie hat es allen Beteiligten geholfen? Und welche Hindernisse wurden beim Bau \u00fcberwunden? Um die letzten acht Jahre des BRI Revue passieren zu lassen, freue ich mich, von Prof. John Gong von der University of International Business and Economics und von Frau Helga Zepp-LaRouche, Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin des Schiller-Instituts, begleitet zu werden. Sch\u00f6n, Sie beide zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte mit Professor Gong anfangen. Kl\u00e4ren Sie uns ein wenig auf: Warum wurde der Vorschlag \u00fcberhaupt gemacht und was war die urspr\u00fcngliche Idee dahinter? Und warum hat der Pr\u00e4sident dies ausgerechnet w\u00e4hrend einer Auslandsreise angek\u00fcndigt? Und wo stehen wir jetzt acht Jahre sp\u00e4ter?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>PROF. JOHN GONG:<\/strong> Das ist eine lange Frage, aber lassen Sie mich zun\u00e4chst sagen, was die Belt and Road Initiative <em>nicht <\/em><em>ist<\/em>: Sie ist kein geopolitisches Spiel, sie ist kein geostrategisches Spiel, sie hat nicht das Ziel, Einflu\u00dfsph\u00e4ren auszuweiten. Sie hat haupts\u00e4chlich wirtschaftliche Ziele. Es gibt mehrere Gr\u00fcnde, warum China diese Initiative gestartet hat. Ich denke, der breitere Kontext ist, da\u00df in dieser Zeit damals chinesische Unternehmen damit begannen, nach \u00dcbersee zu expandieren, eine globale Lieferkette aufzubauen, und in diesem Verlauf entdeckten chinesische Unternehmen schnell, da\u00df es in den Hauptm\u00e4rkten, auf die sie abzielten, sprich den Entwicklungsl\u00e4nder, weitgehend an Infrastrukturen wie Eisenbahnen, Hafenanlagen, Stromnetzen, Telekommunikationsnetzen fehlte \u2013 all das brauchen die chinesischen Unternehmen, um auf diesen M\u00e4rkten richtig zu agieren. Und der Ausbau der Basisinfrastruktur in diesen L\u00e4ndern ist f\u00fcr beide Seiten von Vorteil. Damals gab es auch Zugang zu den grundlegenden Baumaterialien wie Zement, Stahl und solchen Dingen. Wir sprechen von einer Zeit 2012-13.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte auch erw\u00e4hnen, da\u00df damals Chinas Devisenreserven auf einem Allzeithoch waren. Die Devisenreserven, die sich haupts\u00e4chlich in den USA befanden, betrugen ungef\u00e4hr 4 Billionen Dollar, angelegt in Schatzwechsel und Anleihen der amerikanischen Regierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All diese Gr\u00fcnde zusammen f\u00fchrten zu der ganz nat\u00fcrlichen Entwicklung, dieses Geld, diese \u00dcberkapazit\u00e4ten und die F\u00e4higkeiten chinesischer Unternehmen zum Aufbau von Infrastrukturen zu nutzen, um den Entwicklungsl\u00e4ndern bei der Umsetzung dieser Projekte zu helfen. Und ich denke, dies ist der breitere Kontext. Die Entwicklung funktioniert in beide Richtungen, und sie kommt insbesondere den Gastl\u00e4ndern zugute, in denen die chinesischen Unternehmen t\u00e4tig sind und diese Infrastrukturprojekte gebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>LI:<\/strong> Helga, wie beurteilen Sie die Fortschritte, die in den letzten acht Jahren bei dieser Initiative gemacht wurden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>HELGA ZEPP-LAROUCHE: I<\/strong>ch denke, es ist das beeindruckendste Infrastrukturprojekt in der Geschichte der gesamten Menschheit. Und China hat den Entwicklungsl\u00e4ndern erstmals die Chance gegeben, Armut und Unterentwicklung zu \u00fcberwinden. Man mu\u00df sich nur die Fortschritte anschauen: Ganz neu ist jetzt das Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt China-Laos, das ist fantastisch. Es wird auch nach Thailand und dar\u00fcber hinaus erweitert. Bald wird das noch nicht so entwickelte Land Laos \u00fcber ein Hochgeschwindigkeitsbahnsystem verf\u00fcgen, von dem Europa und die USA nur tr\u00e4umen k\u00f6nnen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann gibt es den Vertrag f\u00fcr den China-Pakistan-Wirtschaftskorridor (CPEC) und viele weitere Projekte in Zentralasien und in Afrika. Ich denke, auf diese Weise hat sich die strategische Lage sehr stark verschoben, indem zum ersten Mal in all diesen L\u00e4nder die Unterentwicklung \u00fcberwunden wurde. Ich denke also, da\u00df es trotz aller Widerst\u00e4nde ein gro\u00dfer Erfolg ist&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>LI: <\/strong>Helga, sind Sie der Meinung, da\u00df die BRI gro\u00dfe Chancen f\u00fcr Unternehmen und die beteiligten L\u00e4nder bietet? K\u00f6nnten sie von einer reibungsloseren und effizienteren globalen Handelsinfrastruktur profitieren?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>ZEPP-LAROUCHE: <\/strong>Ja, nat\u00fcrlich. Alle L\u00e4nder Asiens, viele in Afrika, sogar in Europa \u2013 Portugal, Italien, Spanien, Griechenland, die 16+1-L\u00e4nder in Osteuropa \u2013 sind bereits an Bord der BRI. Aber auch einige der sogenannten fortgeschrittenen L\u00e4nder wie Deutschland w\u00fcrden sehr davon profitieren, wenn sie aufh\u00f6ren w\u00fcrden, in geopolitischen Vorurteilen zu denken. Sie k\u00f6nnten sich zum Beispiel jetzt mit China bei der Entwicklung Afghanistans zusammenschlie\u00dfen, denn das Land leidet unter der schlimmsten humanit\u00e4ren Krise der Welt und mu\u00df dringend in die Belt and Road Initiative integriert werden, wenn es jemals Stabilit\u00e4t erreichen will. So macht sich Deutschland zum Beispiel gro\u00dfe Sorgen um die Fl\u00fcchtlingskrise, und die EU will deswegen eine Mauer um die Au\u00dfengrenzen bauen \u2013 wie der alte <em>Limes <\/em><em>i<\/em>m R\u00f6mischen Reich. Ich denke, die europ\u00e4ischen L\u00e4nder und hoffentlich auch die Vereinigten Staaten sollten sich lieber zusammentun, um Afghanistan wieder aufzubauen; sie haben eine moralische Verpflichtung dazu, weil die NATO-Staaten 20 Jahre lang Afghanistan besetzt und das Land als v\u00f6lligen Tr\u00fcmmerhaufen verlassen haben. Das gleiche gilt f\u00fcr Haiti, Syrien und Jemen; all diese anderen L\u00e4nder befinden sich in einem schlechten Zustand. Wenn Deutschland und Europa mit China und den Belt and Road-L\u00e4ndern zusammenarbeiten w\u00fcrden, um S\u00fcdwestasien und Afrika zu entwickeln, g\u00e4be es kein Fl\u00fcchtlingsproblem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen sehr, sehr dringend umdenken, denn es bietet sich derzeit ein enormer Moment in der Geschichte. Das westliche Finanzsystem ist nicht in guter Verfassung, es gibt Anzeichen einer Hyperinflation, die Lieferketten sind ein Problem. Ich denke also, wir brauchen ein Umdenken. Das Schiller-Institut veranstaltet viele Konferenzen und Aktivit\u00e4ten, um die Industriel\u00e4nder davon zu \u00fcberzeugen, da\u00df es in ihrem dringenden Eigeninteresse liegt, mit der BRI zusammenzuarbeiten und eine positive Rolle in der Geschichte zu spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>LI:<\/strong> Helga, vielen Dank, da\u00df Sie sich die Zeit genommen haben, mit uns zu sprechen. Wir sch\u00e4tzen Ihre Perspektive.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Global Business<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Moderator: <\/strong>Um mehr \u00fcber die Belt and Road Initiative zu erfahren, m\u00f6chte ich Helga Zepp-LaRouche, Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin des Schiller-Instituts in Wiesbaden befragen. Willkommen in der Sendung. Pr\u00e4sident Xi Jinping sagt, da\u00df es bei der BRI darum geht, die gr\u00f6\u00dfte gemeinsame Basis f\u00fcr alle zu finden. Es ist interessant, dies mit dem zu vergleichen, was wir oft aus dem Westen h\u00f6ren, da\u00df man n\u00e4mlich nur mit gleichgesinnten L\u00e4ndern zusammenarbeiten will. Hier geht es darum, mit allen L\u00e4ndern, gro\u00dfen und kleinen, zusammenzuarbeiten, um den gr\u00f6\u00dften gemeinsamen Nenner zu finden. Helga, wie wichtig ist Ihrer Meinung nach die BRI in diesen unsicheren Zeiten, um den wirtschaftlichen Kuchen f\u00fcr alle wachsen zu lassen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>HELGA ZEPP-LAROUCHE:<\/strong> Ich denke, die BRI ist derzeit die wichtigste strategische Initiative auf dem Planeten. Sie sprechen von \u201eunsicheren Zeiten\u201c; ich denke, diese Unsicherheiten zeigen sich zum Beispiel in Form einer hyperinflation\u00e4ren Tendenz \u2013 die Energie- und Lebensmittelpreise schnellen in die H\u00f6he, und wir k\u00f6nnten tats\u00e4chlich auf einen hyperinflation\u00e4ren Zusammenbruch des gesamten Systems zusteuern. In einem solchen Moment kann die \u201eG\u00fcrtel und Stra\u00dfe\u201c-Initiative, die sich vor allem auf die realwirtschaftliche Seite der Wirtschaft konzentriert, tats\u00e4chlich zum wichtigsten Retter f\u00fcr die Weltwirtschaft insgesamt werden. Daher denke ich, da\u00df die Belt and Road Initiative die wichtigste Initiative auf dem Planeten ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Moderator:<\/strong> Ein gro\u00dfes Thema, \u00fcber das wir alle \u00f6ffentlich und privat reden, ist der Klimawandel. Inwiefern f\u00f6rdert die Belt and Road Initiative Ihrer Meinung nach eine nachhaltige und gr\u00fcne Entwicklung, insbesondere f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder, die mehr Hilfe bei diesem gr\u00fcnen \u00dcbergang ben\u00f6tigen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>ZEPP-LAROUCHE: <\/strong>Wissen Sie, auf dem COP26-Gipfel in Glasgow wurde sehr deutlich, da\u00df hinter der Klimapolitik auch der malthusianische Versuch steckt, die Entwicklungsl\u00e4nder an der Entwicklung zu hindern. Das hat Indien sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, auch Indonesien und Nigeria, die alle nicht dem Programm von Glasgow zustimmten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">China bietet anderseits insbesondere eine Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie an, die eine sehr hohe Energieflu\u00dfdichte aufweist. Daher denke ich, da\u00df die Rolle Chinas und der BRI-Staaten, die alle in Richtung der F\u00f6rderung der Kernenergie, auch f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder, gehen, eine sehr, sehr wichtige Alternative zur malthusianischen Politik darstellt, die von den Finanzzentren in London und der Wall Street ausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>MODERATOR: <\/strong>Derwirtschaftliche Kuchen sollte also f\u00fcr alle wachsen&#8230; Im Rahmen der BRI gibt es auch die Gesundheitsseidenstra\u00dfe, und \u00fcber diese hilft China den BRI-Partnerl\u00e4ndern, indem es medizinisches Wissen \u00fcber das Coronavirus teilt und auch medizinische Hilfe leistet, wie in den letzten beiden Jahre geschehen. Hilfe wird meiner Meinung nach ein wichtiger Bestandteil der zuk\u00fcnftigen BRI-Kooperation sein. Wie sehen Sie die Entwicklung dieses Bereichs der Initiative nach der Pandemie?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>ZEPP-LAROUCHE:<\/strong> Es ist ganz klar, dass China gerade vielen afrikanischen L\u00e4ndern beim Aufbau einer Impfstoffproduktion hilft, damit sie selbst Impfstoffe entwickeln k\u00f6nnen. Bereits seit Ausbruch der Pandemie sage ich, da\u00df sie nur beendet werden wird, wenn wir ein Weltgesundheitssystem aufbauen \u2013 ein modernes Gesundheitssystem in jedem einzelnen Land. Die Vorstellung, nur die reichen L\u00e4nder mit Impfstoffen und modernen Krankenh\u00e4usern zu versorgen, funktioniert nicht, denn dann bleiben die armen L\u00e4nder zur\u00fcck, und dann wird ein mutiertes Virus zur\u00fcckkommen und die gesamte Menschheit treffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen in jedem einzelnen Land sehr gro\u00dfen Wert auf ein modernes Gesundheitssystem legen, das hei\u00dft u.a. moderne Krankenh\u00e4user. China hat in Wuhan bewiesen, da\u00df man in zwei Wochen ein modernes Krankenhaus bauen kann, und daf\u00fcr brauchen die Entwicklungsl\u00e4nder Ermutigung und Hilfe. Sie brauchen Energie, sie brauchen sauberes Wasser. Ich denke, die dringendsten L\u00e4nder sind derzeit Afghanistan, Haiti, Syrien und der Jemen: Diese L\u00e4nder brauchen dringend internationale Zusammenarbeit, um ein modernes Gesundheitssystem aufzubauen, wenn sie \u00fcberleben sollen. Ich habe in diesem Zusammenhang eine \u201eOperation Ibn Sina\u201c vorgeschlagen, benannt nach dem gro\u00dfen Universaldenker aus der Region Afghanistans im 10. Jahrhundert. Und das k\u00f6nnte die Speerspitze f\u00fcr den Aufbau eines Gesundheitssystems in jedem Land der islamischen Welt, aber auch f\u00fcr alle anderen Entwicklungsl\u00e4nder werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>MODERATOR: <\/strong>Wenn wir \u00fcber das Schlie\u00dfen von L\u00fccken sprechen, die Schlie\u00dfung der Energie- und der gr\u00fcnen Entwicklungsl\u00fccke, was ist mit der digitalen Konnektivit\u00e4tsl\u00fccke? Die digitalen Konnektivit\u00e4tsvorteile, die die BRI in der Zukunft bietet, k\u00f6nnten enorm sein, um insbesondere Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder in die digitale Sph\u00e4re zu bringen. W\u00e4hrend der Pandemie haben wir beobachtet, da\u00df sich die Digitalisierung beschleunigt. Wie wird die BRI Ihrer Meinung nach die digitale Konnektivit\u00e4t f\u00f6rdern und dazu beitragen, die digitale Kluft zwischen Entwicklungsl\u00e4ndern und fortgeschrittenen Volkswirtschaften zu verringern?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>ZEPP-LAROUCHE:<\/strong> Der Umstand, da\u00df China so viel besser mit der Pandemie umgehen konnte als fast jedes andere Land der Welt, hat damit zu tun, da\u00df der Gesundheitssektor weitgehend digitalisiert ist und die Kontaktverfolgung in den Smart Cities integriert ist. Ich denke, das ist die Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Westen gibt es Widerstand dagegen, weil es dort einen entscheidenden Unterschied gibt: In China vertraut die Bev\u00f6lkerung gr\u00f6\u00dftenteils der Regierung und denkt, da\u00df die getroffenen Ma\u00dfnahmen dem Gemeinwohl dienen. In Westeuropa oder auch in den USA herrscht ein tiefes Mi\u00dftrauen zwischen der Bev\u00f6lkerung und der Regierung, und deshalb gibt es viel Widerstand. Aber wenn man sich jetzt Deutschland oder viele europ\u00e4ische L\u00e4nder anschaut, so explodiert die Pandemie wieder. Ein Grund daf\u00fcr ist, da\u00df dort noch immer Faxger\u00e4te und andere archaische Mittel eingesetzt werden, um den Pandemieverlauf zu verfolgen. Wenn Europa eine Digitalisierung wie China h\u00e4tte, w\u00e4ren wir viel besser aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke, das ist eindeutig der richtige Weg, und hoffentlich beginnen die Leute, ihre Vorurteile zu \u00fcberdenken und zu korrigieren, die nicht auf Fakten beruhen. Zum Beispiel hat der US-Senat gerade einen strategischen Beschlu\u00df gefa\u00dft, mit dem mehrere hundert Millionen Dollar j\u00e4hrlich zur Verf\u00fcgung gestellt werden, um dem sogenannten \u201eEinflu\u00df\u201c Chinas entgegenzuwirken! Wenn dieses Geld f\u00fcr den Bau von Krankenh\u00e4usern und den Aufbau einer echten Infrastruktur zum Wohle der Menschen ausgegeben werden w\u00fcrde, w\u00fcrde das Image der Vereinigten Staaten viel mehr gewinnen als durch solche Ma\u00dfnahmen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch hier kann ich nur hoffen, da\u00df ein Umdenken stattfindet und viele der verbreiteten Vorurteile auf dem M\u00fcll landen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Moderator: <\/strong>Ja, anstatt Billionen von Dollar f\u00fcr endlose Kriege in fremden L\u00e4ndern auszugeben, denke ich definitiv, da\u00df das Geld besser f\u00fcr die Zusammenarbeit mit anderen L\u00e4ndern verwendet wird&#8230; Vielen Dank, da\u00df Sie Ihre Gedanken mit uns teilen, Helga. Das war Helga Zepp-LaRouche, Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin des Schiller-Instituts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chinas Auslandsfernsehsender CGTN f\u00fchrte zwei Interviews mit der Vorsitzenden des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, anl\u00e4\u00dflich des achtj\u00e4hrigen Bestehens der Belt and Road Initiative; das erste in der Sendung \u201eDialogue Weekend\u201c und das zweite in \u201eGlobal Business\u201d. Dialogue Weekend Moderator LI QIUYUAN: Willkommen zu dieser Ausgabe des Dialog Weekend, ich bin Li Quiyuan. 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