{"id":52020,"date":"2019-02-13T22:14:48","date_gmt":"2019-02-13T21:14:48","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2019\/02\/13\/lyndon-h-larouche-jr-1922-2019-a-talent-well-spent\/"},"modified":"2019-02-14T19:42:22","modified_gmt":"2019-02-14T18:42:22","slug":"lyndon-h-larouche-jr-1922-2019-a-talent-well-spent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/blog\/2019\/02\/13\/lyndon-h-larouche-jr-1922-2019-a-talent-well-spent\/","title":{"rendered":"Lyndon H. LaRouche jr. (1922-2019): Ein wohlgenutztes Talent"},"content":{"rendered":"<p>Lyndon H. LaRouche jr., Philosoph, Wissenschaftler, Dichter, Staatsmann und \u00d6konom, ist am Dienstag, dem 12. Februar, im Alter von 96 Jahren verstorben. Es war der Geburtstag von Abraham Lincoln, einem amerikanischen Pr\u00e4sidenten, den Lyndon LaRouche sehr geliebt und in seinen Schriften gew\u00fcrdigt hat.<\/p>\n<p>Diejenigen, die Lyndon LaRouche gekannt und geliebt haben, wissen, da\u00df die Menschheit mit seinem Tod einen gro\u00dfen Verlust erlitten hat, und wir widmen uns heute von Neuem der Aufgabe, seine gro\u00dfen Ideen, f\u00fcr die die Geschichte ihn wertsch\u00e4tzen wird, in die Realit\u00e4t umzusetzen. F\u00fcr diejenigen, die ihn nicht kennen oder erst k\u00fcrzlich auf seine Ideen gesto\u00dfen sind, gibt es keine bessere Einf\u00fchrung zu dieser einzigartigen Pers\u00f6nlichkeit als LaRouche selbst. Auf einer Konferenz 1988 \u00e4u\u00dferte er sich \u00fcber das Leben hier auf der Erde &#8211; inmitten einer politischen Verfolgung, die in auff\u00e4lliger Weise der Hetzjagd \u00e4hnelt, die heute in den Vereinigten Staaten gegen einen amerikanischen Pr\u00e4sidenten betrieben wird:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"1988 Food For Peace\" width=\"860\" height=\"645\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/UjYMNMSPZ3s?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"toggle-box\"><button class=\"toggle-title\" onclick=\"var d=document.getElementById('toggle-6a3eb7888327e');d.style.display=d.style.display==='none'?'block':'none';\">Deutsche \u00dcbersetzung der Rede hier<\/button><div class=\"toggle-content\" id=\"toggle-6a3eb7888327e\" style=\"display:none;\"><\/p>\n<p>\u201eEs gibt keinen Teil der Gesellschaft, keine W\u00e4hlergruppe, der nicht die gleichen Interessen h\u00e4tte. Kein Volk in keiner Nation hat in dieser Frage andere Interessen als das irgendeiner anderen Nation. Wir sprechen von der Zukunft von Hunderten von Milliarden noch nicht geborener Seelen, ohne deren Erfolg unser Leben nichts bedeutet. Das ist das gemeinsame Interesse, das uns alle eint, in dieser Frage, in dieser gemeinsamen Sache gibt es f\u00fcr uns alle keinen Unterschied.<\/p>\n<p>So sollten wir k\u00e4mpfen, mit Liebe zur Menschheit, indem wir vor allem an diese Hunderte von Milliarden von Seelen denken, die noch darauf warten, geboren zu werden, und gleichzeitig auch an diejenigen aus der Vergangenheit, deren Martyrium und anderen Opfern wir unser Potential zu verdanken haben und denen wir es schuldig sind, selbst etwas an die Zukunft weiterzugeben. Und wir denken an unser Leben nicht als etwas, das wir nur von einem Moment zum n\u00e4chsten leben, sondern als ein sehr kleines St\u00fcck Erfahrung, mit einem Anfang und nicht viel sp\u00e4ter einem Ende. Und wir denken an unser Leben nicht als etwas, das zum Vergn\u00fcgen gelebt wird, sondern als die Gelegenheit, einen Zweck zu erf\u00fcllen &#8211; einen Zweck, der sich in dem widerspiegelt, was wir diesen Hunderten von Milliarden von Seelen hinterlassen, die darauf warten, geboren zu werden.<\/p>\n<p>So da\u00df wir, sollte unser sterbliches Leben verfr\u00fcht enden, wir es aber so gef\u00fchrt haben, da\u00df es der Sache dieser noch ungeborenen Hunderten von Milliarden von Seelen gedient hat, mit Freude in den Tod gehen k\u00f6nnen, weil wir unser Leben abgeschlossen, es erf\u00fcllt haben. M\u00f6glicherweise wurde uns die Chance verweigert, es ein wenig mehr zu erf\u00fcllen, aber wir haben es trotzdem erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Lebensfreude, die wahre Lebensfreude bezieht sich auf das, was das Neue Testament im 1. Korintherbrief 13 auf Griechisch <em>agap\u0113<\/em>, auf Lateinisch <em>caritas<\/em> und auf Deutsch <em>Liebe<\/em> nennt: die Qualit\u00e4t von agap\u0113, von N\u00e4chstenliebe, von heiliger Liebe vereint uns als Individuen mit Hunderten von Milliarden ungeborener Seelen, f\u00fcr deren Liebe wir unser Leben geben und dies mit einem L\u00e4cheln tun k\u00f6nnen, weil wir wissen, da\u00df sie uns in gewisser Weise auch lieben, obwohl sie noch gar nicht geboren sind. Das verleiht uns ein Gef\u00fchl f\u00fcr die wahre Bedeutung unseres Lebens, wahre Freude, als Mensch leben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen miteinander im Sinne dieser Haltung gegen\u00fcber der historischen Menschheit zusammenarbeiten &#8211; einer Menschheit, die wie eine gro\u00dfe Familie ist, die den fr\u00fcheren Generationen Dank schuldet, und deren heutige Generation den zuk\u00fcnftigen Generationen etwas schuldig ist. Die Liebe, die diese Familie vereint, ist in ihren Werken der praktische Ausdruck des Glaubens, aus dem wir die Zuversicht und die Kraft beziehen, diesen Krieg zu f\u00fchren und zu gewinnen.<\/p>\n<p>Wenn wir das k\u00f6nnen, bin ich sicher, da\u00df wir gewinnen werden. Ich verstehe besser als die meisten die Naturgesetze und das Naturrecht im allgemeinen, und so unergr\u00fcndliche Begriffe wie die absolute Zeit und \u00e4hnliches. Und ich kann vielleicht besser als die meisten verstehen, wie sich der Glaube im praktischen Handeln so ausdr\u00fcckt, da\u00df der Erfolg gesichert ist. Als einzelne Individuen sind wir klein, aber wenn wir wissen, da\u00df wir in diesem Sinne vereint sind, dann wissen wir, da\u00df das, was jeder von uns als Individuum tut, etwas zum Bl\u00fchen und Gedeihen bringt.<\/p>\n<p>In diesem schrecklichen Moment der Menschheit besteht das Risiko, da\u00df wir die Zivilisation verlieren; die Zivilisation, wie wir sie seit Jahrhunderten kennen, droht uns in den n\u00e4chsten zwei oder vielleicht zehn Jahren verloren zu gehen. Aber gleichzeitig besteht auch die M\u00f6glichkeit einer heroischen L\u00f6sung f\u00fcr diese Krise, wenn wir zu Generationen werden, die in unserer Zeit <em>den Kelch von Gethsemane annehmen<\/em> und so in der Nachahmung Christi zur <em>Ursache<\/em> der Rettung zuk\u00fcnftiger Seelen werden.\u201c<\/p>\n<p><\/div><\/div>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter, nachdem er ins Gef\u00e4ngnis geworfen worden war, schrieb LaRouche am 17. Januar 1990 anl\u00e4\u00dflich des Geburtstags von Martin Luther King:<\/p>\n<p>\u201eDiejenigen von uns, die sich in Gethsemane wiederfinden &#8211; ein Gethsemane, wo uns gesagt wird, wir m\u00fc\u00dften mit Blick auf den gekreuzigten Christus eine F\u00fchrungsrolle \u00fcbernehmen -, erleben oft etwas, was die meisten Menschen leider nicht erleben. Wir neigen dazu, die Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten.<\/p>\n<p>Bevor ich darzulegen versuche, wie ich die j\u00fcngste Periode und die unmittelbar vor uns liegende Zeit sehe, sollte ich versuchen, meinen Standpunkt zu vermitteln, einen Standpunkt, von dem ich wei\u00df, da\u00df er in gewissem Ma\u00dfe ganz \u00e4hnlich von allen geteilt wird, die nach Gethsemane gegangen sind und mit dem Kreuz vor Augen gesagt haben: ,Er hat es getan, und jetzt wird mir aufgetragen, da\u00df auch ich seinem Weg folgen mu\u00df.\u2019<\/p>\n<p>Wenn ich dies jemandem zu erkl\u00e4ren versuche, der das noch nicht erlebt hat, gebe ich oft den Rat: Stellen Sie sich eine Zeit 50 Jahre nach Ihrem Tod vor. Stellen Sie sich vor, Sie k\u00f6nnten dann, 50 Jahre sp\u00e4ter, wieder zu Bewu\u00dftsein kommen und auf die Gesamtheit Ihres sterblichen Lebens, von seinem Anfang bis zu seinem Ende, zur\u00fcckblicken. Und anstatt Ihr sterbliches Leben als eine Folge von Einzelerfahrungen zu sehen, betrachten Sie es als eine Einheit. Sie stellen sich in Bezug auf Ihr sterbliches Leben die Frage: ,War dieses Leben im Gesamtplan des Universums und der Existenz der Menschheit notwendig, war es notwendig, da\u00df ich geboren wurde, um dieses Leben zu f\u00fchren, die ganze Summe von Jahren zwischen Geburt und Tod? Habe ich etwas getan oder bedeutete mein Leben etwas, das f\u00fcr die gegenw\u00e4rtigen Generationen und implizit f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Generationen nach mir einen positiven Nutzen darstellt?\u2019 Wenn ja, h\u00e4tte ich dieses Leben mit Freude durchlaufen m\u00fcssen, weil ich wu\u00dfte, da\u00df jeder Moment f\u00fcr die gesamte Menschheit wertvoll war, denn das, was ich durchlebt habe, war etwas, was die gesamte Menschheit brauchte, etwas, was f\u00fcr die ganze Menschheit von Nutzen war.\u201c<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, im Januar 2004, sprach LaRouche \u00fcber Martin Luther Kings einzigartiges Genie:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Talladega Excerpt\" width=\"860\" height=\"484\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/-H562TCv6HA?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"toggle-box\"><button class=\"toggle-title\" onclick=\"var d=document.getElementById('toggle-6a3eb788832e2');d.style.display=d.style.display==='none'?'block':'none';\">Deutsche \u00dcbersetzung der Rede<\/button><div class=\"toggle-content\" id=\"toggle-6a3eb788832e2\" style=\"display:none;\"><\/p>\n<p>\u201eWir alle sind sterblich. Und damit wir in uns die Leidenschaft erwecken k\u00f6nnen, die uns treibt, in unserem Leben Gutes zu tun, m\u00fcssen wir verstehen, da\u00df unser Leben, f\u00fcr das wir unser Talent ausgeben, etwas f\u00fcr kommende Generationen bedeuten wird. Die besten Menschen denken wie Moses an das Gute, das geschehen wird, wenn sie selbst nicht mehr da sein werden, um es zu genie\u00dfen. Das ist die Vorstellung von Unsterblichkeit. Das ist der Grund, warum Eltern f\u00fcr ihre Kinder Opfer bringen. Das ist der Grund, warum die Gemeinschaft f\u00fcr die Bildung, f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten ihrer Kinder, Opfer bringen mu\u00df. Man geht durch den Schmerz von Leid und Not, aber man wei\u00df, da\u00df man ein Ziel hat, da\u00df das eigene Leben etwas bedeuten wird, da\u00df man mit einem L\u00e4cheln auf den Lippen sterben kann: Du hast den Tod besiegt. Du hast dein Talent weise genutzt &#8211; dein Leben bedeutet, da\u00df es die kommenden Generationen besser haben werden.\u201c<\/p>\n<p><\/div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lyndon H. LaRouche jr., Philosoph, Wissenschaftler, Dichter, Staatsmann und \u00d6konom, ist am Dienstag, dem 12. Februar, im Alter von 96 Jahren verstorben. Es war der Geburtstag von Abraham Lincoln, einem amerikanischen Pr\u00e4sidenten, den Lyndon LaRouche sehr geliebt und in seinen Schriften gew\u00fcrdigt hat. 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