{"id":3684,"date":"2013-07-04T20:08:13","date_gmt":"2013-07-04T18:08:13","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?post_type=portfolio_cpt&#038;p=3684"},"modified":"2013-07-06T15:46:23","modified_gmt":"2013-07-06T13:46:23","slug":"helga-zepp-larouche-eine-vision-der-hoffnung-fur-die-menschheit","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/helga-zepp-larouche-eine-vision-der-hoffnung-fur-die-menschheit\/","title":{"rendered":"Helga Zepp-LaRouche: Eine Vision der Hoffnung f\u00fcr die Menschheit"},"content":{"rendered":"<h3><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/themes\/schiller\/images\/icons\/301.png\" class=\"shortcode-icon \" alt=\"\"> Im Wortlaut<\/h3>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr die Einleitung, und vielen Dank f\u00fcr die Begr\u00fc\u00dfung.<\/p>\n<p>Ich denke, wir alle sind uns der Tatsache bewu\u00dft, da\u00df wir uns derzeit inmitten eines Weltdramas befinden, das so gigantisch ist, da\u00df es selbst f\u00fcr Shakespeare oder Schiller heute eine Herausforderung w\u00e4re, etwas auf die B\u00fchne zu bringen, das gr\u00f6\u00dfer als der gegenw\u00e4rtige welthistorische Moment w\u00e4re. Denn wenn man sich die Weltlage betrachtet, in der Gesamtheit all dessen, was vor sich geht, dann ist das unglaublich. Wir stehen vor einer Explosion des Finanzsystems, da\u00df, wenn sie eintritt &#8211; was jederzeit geschehen k\u00f6nnte -, alle vorherigen Finanzkrisen dagegen wie \u201epeanuts\u201c aussehen w\u00fcrden, einschlie\u00dflich der Gro\u00dfen Depression der 1930er Jahre.<\/p>\n<p>Das Finanzsystem k\u00f6nnte sich \u00fcber Nacht in Luft aufl\u00f6sen, was ein Vorstandschef einer gro\u00dfen Consultingfirma mit einer Supernova verglichen hat, d.h., wenn ein Stern an sein Ende kommt und in einem gewaltigen Ausbruch von Licht und Energie vergeht.<\/p>\n<p>Die Finanzoligarchie, die dieses gegenw\u00e4rtige Finanzsystem beherrscht, plant nichts weniger als eine Weltdiktatur. Es besteht die klare Absicht, alle \u00dcberbleibsel der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t zu beseitigen. In Europa ist ihnen das schon sehr weitgehend gelungen, und in auch den Vereinigten Staaten ist die Verfassung beinahe weg, wenn nicht gar in ihr Gegenteil verkehrt.<\/p>\n<p>Diese Kreise wollen alle Errungenschaften des V\u00f6lkerrechts f\u00fcr die Menschen beseitigen und haben das auch schon weitgehend erreicht. Sie wollen zu einer Feudalordnung zur\u00fcckkehren, die auf einer Bev\u00f6lkerungsdichte beruht, die mit einer Feudalordnung einhergeht &#8211; und das bedeutet eine dramatische Reduzierung der Weltbev\u00f6lkerung, von sieben auf eine Milliarde oder, wer wei\u00df, auch gar keine Menschen mehr.<\/p>\n<p>Sie riskieren die Existenz der Zivilisation, indem sie mit einem thermonuklearen Krieg spielen und verfolgen eine Politik der Regimewechsel gegen jedes Land auf der Welt, das nicht bereit ist, sich dieser Weltordnung zu unterwerfen.<\/p>\n<p>Deshalb sehen wir eine Politik, die die Zivilisation im besten Fall in ein neues Finsteres Zeitalter st\u00fcrzen und auf Generationen hinaus Not und Elend bringen w\u00fcrden, oder wir erleben, schlimmstenfalls, die v\u00f6llige Ausl\u00f6schung der Menschheit, was alle Werke und kreativen Leistungen aller unserer Vorfahren vernichten w\u00fcrde, und selbst die Erinnerung daran w\u00fcrde ausgel\u00f6scht.<\/p>\n<h4>Die Alternative: das Ende der Oligarchie<\/h4>\n<p>Auf der anderen Seite haben wir das Potential, der Oligarchie ein- f\u00fcr allemal ein Ende zu bereiten, und das Versprechen des gro\u00dfen amerikanischen Pr\u00e4sidenten John Quincy Adams zu erf\u00fcllen: eine Allianz vollkommen souver\u00e4ner Nationalstaaten auf dem Globus. Wir k\u00f6nnten durch Entwicklung einen Friedensproze\u00df zwischen den Nationen in Gang setzen und Armut und Elend f\u00fcr Milliarden Menschen, die jetzt darunter leiden, beseitigen &#8211; endg\u00fcltig! Und das w\u00e4re in sehr kurzer Zeit m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten also eine neue \u00c4ra der Geschichte der menschlichen Zivilisation einleiten, die ebenso dramatisch anders sein k\u00f6nnte wie die Wende vom Mittelalter zur Neuzeit, die von dem gro\u00dfen Denker Nikolaus von Kues eingeleitet wurde, der das Fundament f\u00fcr die moderne Zeit legte.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten also bewu\u00dft eine neue \u00c4ra der Menschheit in Gang setzen, in der wir dieses unw\u00fcrdige oligarchische System hinter uns lassen und die Identit\u00e4t der Menschheit auf die wahre Natur des Menschen gr\u00fcnden, n\u00e4mlich die Kreativit\u00e4t, und eine Zivilisation schaffen, in der die Menschen erwachsen sind. Sie w\u00e4ren geeint durch die gemeinsamen Ziele der Menschheit, und w\u00fcrde aufh\u00f6ren, nach einem n\u00e4rrischen, virtuellen Geld zu gieren, das sich sowie bald in Luft aufl\u00f6sen wird.<\/p>\n<p>Nun, um zu dieser zweiten Version beizutragen, zum besseren Ausgang der gegenw\u00e4rtigen Geschichte, haben wir diese Konferenzen des Schiller-Instituts eingeleitet und nat\u00fcrlich auch einen Kampf in aller Welt. Aber es ist sehr klar, was immer wir in Europa oder anderen Teilen der Welt tun: die Entscheidung dar\u00fcber, in welche Richtung wir an dieser historischen Weggabelung gehen, liegt bei den Vereinigten Staaten. Denn die Vereinigten Staaten sind es, die die Macht dazu haben; sie sind ein gro\u00dfes Land. Als ich von Washington nach Kalifornien reiste, erinnerte ich mich daran, da\u00df es wirklich ein sehr gro\u00dfes Land ist! Und es hat gewaltige Reicht\u00fcmer, die Ihnen, wenn Sie nicht reisen, vielleicht nicht so bewu\u00dft sind.<\/p>\n<p>Es ist ein gro\u00dfartiges Land, und es hat gewaltige Leistungen in der Weltgeschichte vollbracht. Aber ich kann Ihnen versichern, da\u00df das nicht das Bild der Vereinigten Staaten ist, das die Menschen in aller Welt sehen. Denn das Erbe von drei Bush-Administrationen und mehr als einer Obama-Administration hat das Bild der Vereinigten Staaten verzerrt, und die Menschen vergessen die gro\u00dfartige Tradition der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<h4>Amerika mu\u00df wieder Amerika werden<\/h4>\n<p>Lassen Sie uns also einen heiligen Eid schw\u00f6ren, das gro\u00dfartige Amerika wiederherzustellen und die Vereinigten Staaten nach all den Jahren der Zerst\u00f6rung seit der Ermordung John F. Kennedys wiederaufzubauen.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten m\u00fcssen wieder das werden, was sie einmal waren, mit den Gr\u00fcnderv\u00e4tern, mit Alexander Hamilton, John Quincy Adams, Lincoln, Roosevelt, Martin Luther King und John F. Kennedy. Sie m\u00fcssen wieder f\u00fcr die ganze Welt zum Leuchtturm der Hoffnung und zum Tempel der Freiheit werden. Sie m\u00fcssen das werden, was die Gr\u00fcnderv\u00e4ter inspirierte &#8211; ein Ort, an den alle republikanischen Kr\u00e4fte der Welt gehen wollen. Sie m\u00fcssen wieder werden, was sie unter Franklin D. Roosevelt waren &#8211; ein Befreier der Welt vom Faschismus. Sie m\u00fcssen wieder das Bild der Hoffnung werden, wie es John F. Kennedy und die Mondlandung verk\u00f6rperten, die eine ganze Generation optimistischer Kinder schuf, die glaubten, da\u00df alles m\u00f6glich ist, wenn man auf Wissenschaft und Technik setzt.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen wieder den kulturellen Optimismus haben, der mit der Idee verbunden ist, da\u00df die Menschheit in der Lage ist, den Weltraum zu erforschen und zu besiedeln, und da\u00df wir, indem wir ein anderes Gro\u00dfprojekt Kennedys, die Nordamerikanische Wasser- und Stromallianz (NAWAPA), verwirklichen, die Zivilisierung und die Kolonisierung des Westens weiterf\u00fchren k\u00f6nnen, die mit der Zeit Teddy Roosevelts aufh\u00f6rte und von der schon Abraham Lincoln gesagt hatte, da\u00df die Infrastrukturentwicklung die Gesellschaft durch Modernisierung und Urbanisierung vertiefe, anstelle einer blo\u00df horizontalen Expansion. Und deshalb brauchen wir gro\u00dfe Infrastrukturprojekte in der Tradition der TVA, als Stufen auf dem Weg zur Realisierung der Weltlandbr\u00fccke und des Wiederaufbaus der Weltwirtschaft.<\/p>\n<h4>Die gr\u00f6\u00dfte Hoffung: Der Kampf f\u00fcr Glass-Steagall<\/h4>\n<p>Aber die hoffnungsvollste Bewegung, die wir derzeit in Richtung der zweiten Option sehen, von der ich gesprochen habe, ist der Kampf f\u00fcr die Wiedereinf\u00fchrung des Glass-Steagall-Gesetzes in den Vereinigten Staaten, die der absolut unverzichtbare erste Schritt ist. Denn wir stehen vor der Gefahr eines neuen Faschismus, und wir haben im Grunde nur dann eine Chance, wenn wir zu dieser Glass-Steagall-Tradition zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Nun, Glass-Steagall ist eines der Dinge, die den Vereinigten Staaten geh\u00f6ren, und alle Europ\u00e4er sagen uns: \u201eDas ist eine amerikanische Sache, wir haben diese Tradition nicht, wir haben Universalbanken.\u201c Das stimmt zwar nicht ganz, aber ich denke, Glass-Steagall geh\u00f6rt wirklich den Amerikanern, in der gleichen Weise wie die amerikanische Verfassung und die Erkl\u00e4rung der Unabh\u00e4ngigkeit, an denen sich die gro\u00dfen Denker und Pr\u00e4sidenten stets orientiert haben, so, wie Abraham Lincoln und Martin Luther King zur Verfassung zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen also heute Glass-Steagall wiederbeleben, denn das war in den 1930er Jahren der Unterschied, als Europa in Richtung des Faschismus ging, w\u00e4hrend Franklin Roosevelt der Gefahr des Faschismus ein Ende setzte, indem er Glass-Steagall einf\u00fchrte und die Trennung der Banken durchsetzte.<\/p>\n<p>Er f\u00fcgte noch die Pecora-Kommission hinzu und zitierte diese Bankiers vor Anh\u00f6rungen, und die meisten oder jedenfalls viele von ihnen gingen ins Gef\u00e4ngnis, wie das Pecora in seinem Buch <i>Wall Street under Oath<\/i> (\u201eDie Wall Street unter Eid\u201c), so begeisternd beschrieben hat.<\/p>\n<h4>Die Beseitigung des Roosevelt-Erbes<\/h4>\n<p>Die US-Bev\u00f6lkerung hat, im Gegensatz zur den Europ\u00e4ern, in ihrem Ged\u00e4chtnis gewisserma\u00dfen die kollektive, genetische Erinnerung daran, da\u00df man mit der Politik von Glass-Steagall das Land aus der Depression f\u00fchren kann. Das sieht man schon daran, wie lange es gedauert hat, Roosevelts Ma\u00dfnahmen r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen, was leider schon gleich mit Truman begann, der sich mit Churchill verb\u00fcndete und das Erbe Roosevelts, der den Faschismus besiegt hatte, wirklich verraten hat, und dann von Nixon fortgesetzt wurde, der 1971 das Bretton-Woods-System beseitigte. Das, wie mein Ehemann Lyndon LaRouche damals in prophetischer Weise erkannt hat, w\u00fcrde entweder zu der Gefahr einer neuen Depression und eines neuen Faschismus f\u00fchren, oder in Richtung einer neuen Weltordnung.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Akt der Beseitigung des Roosevelt-Erbes war das, was die Trilaterale Kommission 1976 mit ihrer Politik der \u201ekontrollierten Desintegration der Weltwirtschaft\u201c getan hat, was der Grund daf\u00fcr ist, da\u00df die hoffnungsvolle Entwicklung vieler L\u00e4nder der Dritten Welt abgebrochen wurde. \u201eNiemals wieder ein neues Japan\u201c, lautete der Slogan dieser Leute &#8211; wobei \u201eJapan\u201c daf\u00fcr steht, ein feudales Land auf der Grundlage der Methoden des Amerikanischen Systems innerhalb weniger Jahre in ein hochentwickeltes Industrieland zu verwandeln.<\/p>\n<p>Dann kam 1984 Alan Greenspan, der damals f\u00fcr J.P. Morgan arbeitete und bereits darauf hinarbeitete, Glass-Steagall zu beseitigen &#8211; zusammen mit Herrn [William] Dudley, der gegenw\u00e4rtig Chef der New Yorker Fed ist. 1987 wurde Alan Greenspan Chef der Federal Reserve und begann, Glass-Steagall zur\u00fcckzufahren, indem er den Banken mehr Befugnisse gab, zu spekulieren.<\/p>\n<p>1999 wurde dann Glass-Steagall aufgehoben. Seit jener Zeit gab es eine Orgie der Deregulierung in den Vereinigten Staaten und in Europa, und es entwickelte sich eine weltweite Kasinowirtschaft. Schritt f\u00fcr Schritt wurde das Finanzsystem in ein Monstrum verwandelt! Nun, diese Formulierung, \u201eMonstrum\u201c, stammt nicht von mir, sondern von Horst K\u00f6hler, dem fr\u00fcheren deutschen Bundespr\u00e4sidenten, der zeitweise Direktor des Weltw\u00e4hrungsfonds war. Und wir haben es mit einem Monstrum zu tun.<\/p>\n<h4>Ein betr\u00fcgerisches System<\/h4>\n<p>John Perkins, der das autobiographische Buch \u201eBekenntnisse eines Economic Hit Man\u201c verfa\u00dft hat, beschrieb darin, mit welchen Methoden dieses System gegen\u00fcber der Dritten Welt vorging. Und wenn man sich die umfangreiche Liste der Verbrechen ansieht, die das Bankensystem schon seit sehr langer Zeit begeht, dann sieht man, da\u00df es schon vor sehr langer Zeit aufgeh\u00f6rt hat, ein Diener der Industrie zu sein, was das Bankensystem sein sollte, und da\u00df sie nicht im Interesse des Gemeinwohls arbeiten, wie es in der Pr\u00e4ambel der Verfassung gefordert wird, sondern sie haben ihre Kunden immer wieder betrogen.<\/p>\n<p>Im Libor-Skandal haben die \u201eToo-big-to-fail\u201c-Banken, die sogenannten \u201eG-SIFIS\u201c &#8211; die global systemisch bedeutenden Finanzinstitute -, ihre Kunden jahrzehntelang um dreistellige Milliardenbetr\u00e4ge betrogen. Sie haben ihre Kunden beschwindelt, indem sie ihnen, wie Goldman Sachs und viele andere, wertlose Papiere verkauften; sie haben, wie Goldman Sachs, die B\u00fccher frisiert, um Griechenland in den Euro zu holen. Die Hong Kong und Shanghai Banking Corp. hat 85% der mexikanischen Drogengelder gewaschen und dabei 80 Mrd.$\u00a0 Profit gemacht &#8211; und mu\u00dfte daf\u00fcr eine Strafe von 1,9 Mrd.$ bezahlen, was sie von Anfang an in ihre Berechnungen als Betriebskosten einkalkuliert hatten und was nicht mehr ist als eine milde R\u00fcge.<\/p>\n<p>Viktor Iwanow, der russische Drogenbek\u00e4mpfungszar, und Antonio Maria Costa, der Drogenbek\u00e4mpfungszar der UN, haben beide wiederholt darauf hingewiesen, da\u00df das gesamte Bankensystem schon l\u00e4ngst bankrott w\u00e4re ohne den Zuflu\u00df aus der Geldw\u00e4sche des internationalen Drogenhandels.<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte diese Liste noch weiterf\u00fchren, aber ich wollte blo\u00df andeuten, womit wir es zu tun haben, n\u00e4mlich nicht mit Bankiers oder einem Bankensystem, das gewisserma\u00dfen legitim oder nett ist, sondern mit einem System, das als System kriminell geworden ist. Im Madoff-Skandal beschwindelte der fr\u00fchere Vorsitzende der NASDAQ-B\u00f6rse seine Kunden in einem Ponzi-Kettenbrief-Schwindel um 50 Mrd.$.<\/p>\n<p>Seit der Deregulierung des Systems habe ich wiederholt darauf hingewiesen, da\u00df das gesamte internationale Finanzsystem nichts weiter ist als ein solcher gigantischer Ponzi-Schwindel. Sie haben durch Gl\u00fcckspiele vors\u00e4tzlich Blasen aufgebaut und den Geiz und die Profitgier der Menschen ausgen\u00fctzt; sie haben immer wieder kleine Investoren hineingelockt und diese betrogen, und ein gigantisches System f\u00fcr den Transfer von Besitz von den Armen zu den Reichen aufgebaut. Sie schufen Finanzblasen: die New-Economy-Blase &#8211; die sogenannte dot.com-Blase &#8211; die im M\u00e4rz 2000 platzte, bei der einfach mal 13 Billionen Dollar beseitigt wurden und eine Menge Menschen betrogen wurden. Dann platzte im Juli 2007 die Blase der nachrangigen Hypotheken. Wiederum hatte mein Ehemann eine Woche zuvor gewarnt, da\u00df es dazu kommen w\u00fcrde, und da\u00df man danach die Desintegration des Weltfinanzsystems erleben w\u00fcrde &#8211; und er lag <i>vollkommen<\/i> richtig.<\/p>\n<h4>Das Bail-out-Instrument<\/h4>\n<p>Als dann am 15. September 2008 Lehman Brothers kollabierte, l\u00f6ste dies kurzfristig eine Schockwelle aus, die um die Welt lief. Und sie erfanden das sogenannte \u201eBail-out-Instrument\u201c, was im wesentlichen eine Methode war, um private Spielschulden in Staatsschulden zu verwandeln, f\u00fcr die der Steuerzahler bezahlen mu\u00dfte. Das war verbunden mit der brutalen Austerit\u00e4t der Troika &#8211; IWF, EZB und EU-Kommission. Sie zerst\u00f6rten etwa 30% der Realwirtschaft in Griechenland, Spanien, Italien, Portugal, und ruinierten die Gesundheitssysteme, sie steigerten die Selbstmordraten &#8211; allein in Griechenland haben sich innerhalb eines Jahres mehr als 1000 Menschen aus Verzweiflung umgebracht, und das sind Zahlen von 2010. In Griechenland sind heute 64,2% der jungen Menschen arbeitslos, und in Spanien 60%! Diese L\u00e4nder werden in L\u00e4nder der Dritten Welt verwandelt.<\/p>\n<p>Dies wurde von den Vereinten Nationen als \u201eMenschenrechtsverletzung\u201c eingestuft. Manuel Alegre [aus Portugal] sagte, was die EU derzeit mache, verwandle ganz Europa in ein Konzentrationslager, wo diejenigen, die noch nicht zur Schlachtbank gef\u00fchrt werden, nicht dar\u00fcber jubeln sollten, denn sie werden die n\u00e4chsten sein.<\/p>\n<p>Es ist also ein gro\u00dfer Fehler, zu meinen, da\u00df all das Sie nicht betrifft. Denn in den Vereinigten Staaten gibt es bereits solche Bereiche wie Griechenland. Sehen Sie sich Detroit an: Detroit war einmal die viertgr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes, sie hatte in den sechziger Jahren das h\u00f6chste Pro-Kopf-Einkommen, und sie hat seit den 60er Jahren 63% seiner Bev\u00f6lkerung verloren. 40% der Stra\u00dfenlaternen funktionieren nicht, 60% der Kinder leben in Armut, weniger als 50% der Menschen, die dort leben, haben Arbeit, 47% der Bev\u00f6lkerung in Detroit sind funktionelle Analphabeten. Die Mordrate ist elfmal so hoch wie in New York, und nur 10% der Verbrechen werden aufgekl\u00e4rt, weil die Polizei so stark verkleinert wurde.<\/p>\n<p>Das Bail-out-Instrument, das seit f\u00fcnf Jahren angewendet wurde und mit dem 24-30 Billionen an Geld in das Finanzsystem gepumpt wurden, um es am Leben zu erhalten, ist an seinem sicheren Ende angekommen, denn wir stehen nun unmittelbar vor einer Hyperinflation. Deshalb hat Bernanke jetzt angek\u00fcndigt, da\u00df er das Quantitative Easing bremsen wird, was sofort zu einer extremen Volatilit\u00e4t der M\u00e4rkte f\u00fchrte: die \u201eaufstrebenden M\u00e4rkte\u201c sind kollabiert, und die M\u00e4rkte reagierten mit extremer Nervosit\u00e4t.<\/p>\n<p>Nun, wenn man sich den permanenten Bail-out-Fonds anschaut, der in Europa geschaffen wurde, den ESM: dieser hat blo\u00dfe 500 Mrd Euro, und die <i>Financial Times <\/i>brachte gerade erst einen Kommentar von Wolfgang M\u00fcnchau, in dem er sagte, das sei l\u00e4cherlich, denn diesem Bail-out-Fonds stehen 2,5 Billionen Euro an faulen Schulden allein in den europ\u00e4ischen Banken gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ische Krise kehrt also gerade voll zur\u00fcck. \u00a0Italien wird schon bald ein neues Paket brauchen, ebenso Spanien, Portugal, Griechenland und Zypern, und das n\u00e4chste gro\u00dfe Land wird dann Frankreich sein. Das ist also mit den normalen Mitteln gar nicht zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<h4>Forderung nach Bankendiktatur<\/h4>\n<p>J.P. Morgan hat k\u00fcrzlich ein Forschungspapier mit dem Titel \u201eDie Anpassung der Eurozone &#8211; ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte des Wegs\u201c ver\u00f6ffentlicht,<sup>1<\/sup> was soviel hei\u00dft wie: Der halbe Weg zu einer Bankendiktatur ist geschafft, es gibt keine nationale Souver\u00e4nit\u00e4t mehr. Aber das Hindernis sei immer noch das politische Erbe der L\u00e4nder der s\u00fcdlichen Peripherie &#8211; damit sind Griechenland, Italien, Spanien etc. gemeint -, die immer noch Verfassungen haben, die in der Nachkriegszeit gemacht wurden und deshalb antifaschistische Richtlinien enthalten. Und damit m\u00fcsse man brechen<i>, <\/i>weil die politischen Systeme dieser L\u00e4nder immer noch typischerweise solche Aspekte enthalten wie \u201eschwache Exekutivorgane; schwache Zentralstaaten im Verh\u00e4ltnis zu den Regionen; verfassungsm\u00e4\u00dfiger Schutz von Arbeitnehmerrechten; konsensbildende Systeme, die politische Klientelwirtschaft beg\u00fcnstigen; und das Recht auf Protest, wenn es zu unwillkommenen Ver\u00e4nderungen des politischen Status Quo kommt\u201c &#8211; also das Recht, gegen eine ungerechte Politik zu demonstrieren.<\/p>\n<p>Sie schreiben weiter: \u201eDie M\u00e4ngel dieses politischen Erbes wurden durch die Krise aufgedeckt. Die L\u00e4nder an der Peripherie waren nur teilweise erfolgreich beim Erstellen von fiskalischen und wirtschaftlichen Reformagenden, weil die Regierungen durch Verfassungen (Portugal), m\u00e4chtige Regionen (Spanien) oder das Aufkommen populistischer Parteien (Italien und Griechenland) daran gehindert wurden.\u201c<\/p>\n<p>Das ist unglaublich! Wenn man das, was sie hier schreiben, aus dem Bankiersjargon \u00fcbersetzt, dann sagen sie, wenn die Menschen demonstrieren, um ihre Arbeit zu behalten: \u201eDas mu\u00df aufh\u00f6ren. Die Rechte der Gewerkschaften m\u00fcssen weg, die Menschenrechte m\u00fcssen weg, die Demokratie mu\u00df weg.\u201c Und ich kann Ihnen versichern, da\u00df ein gro\u00dfer Teil davon in Europa bereits beseitigt wurde!<\/p>\n<h4>Nach dem Bail-out: der Bail-in<\/h4>\n<p>Die Bank f\u00fcr internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ging bei ihrem Jahrestreffen in diesem Monat, am 23. Juni, im Grunde noch einen Schritt weiter und sagte, das Quantitative Easing m\u00fcsse gestoppt werden. Statt dessen sollte man brutale Austerit\u00e4t mit einer Bail-in-Politik kombinieren. Nun, am Bail-in-Instrument hat der Finanzstabilit\u00e4tsrat, der in den R\u00e4umlichkeiten der BIZ in Basel in der Schweiz angesiedelt ist, schon seit 2009 gearbeitet. Und die Linie, mit der man das anpreist, ist: \u201eOh, wir sollten keine Bail-out-Pakete mehr haben, der Steuerzahler sollte nicht l\u00e4nger bezahlen, sondern die Banken selbst, die Aktion\u00e4re, die Reichen sollten bezahlen.\u201c<\/p>\n<p>Das ist offensichtlich eine Menge Unsinn, denn wenn man sich genauer anschaut, was beim Bail-in, der sogenannten \u201eZypern-Schablone\u201c geschieht, wurde an dem Punkt, als klar war, da\u00df Zypern den Punkt der Zahlungsunf\u00e4higkeit erreicht hatte, bei den beiden gr\u00f6\u00dften Banken einen \u201eHaarschnitt\u201c von 60% vorgenommen, und in den drei Monaten, seit dies geschah, ist die Realwirtschaft in Zypern <i>um 70%<\/i> geschrumpft! Dieses Land liegt am Boden &#8211; Bankrotte, Arbeitslosigkeit. Schon jetzt ist die Lebenserwartung von 80 auf 75 Jahre zur\u00fcckgegangen. Zypern wird praktisch abgeschafft! Unter dem gegenw\u00e4rtigen Regime hat Zypern <i>keinerlei<\/i> Chance, wieder auf die Beine zu kommen!<\/p>\n<p>Die EU-Kommission, die zusammen mit dem Finanzstabilit\u00e4tsrat eine Richtlinie f\u00fcr den Bail-in ausgearbeitet hat, gibt selbst zu, da\u00df dieses Gesetz von der ISDA verfa\u00dft wurde, der International Swaps and Derivatives Association, und wenn man nachschaut, was das ist, dann besteht sie aus den 28 \u201eToo-big-to-fail\u201c-Banken! Sie haben also ein Gesetz verfa\u00dft, das die Politiker umsetzen sollen, und der Bail-in bedeutet einfach, da\u00df es eine Hierarchie von Gl\u00e4ubigern geben wird, die bezahlen m\u00fcssen, aber die Derivate werden davon ausgenommen. Denn, wie sie in ihrer Erkl\u00e4rung schreiben, einige Leute w\u00fcrden zwar f\u00e4lschlicherweise meinen, da\u00df Derivate eine normale Form von Kapital seien, und deshalb glauben, da\u00df sie aus Gr\u00fcnden der Fairne\u00df ebenfalls einem \u201eHaarschnitt\u201c unterzogen werden sollten, aber das sei nicht so, und deshalb sollte man die Derivate ausnehmen. Stattdessen sollen die Halter von Anleihen, die Aktion\u00e4re, die Leute, die Guthaben haben, allesamt einen Beitrag leisten.<\/p>\n<p>Nun, die EU-Finanzminister haben diesem Entwurf der EU-Kommission diese Woche zugestimmt, und nun wird er dem Europ\u00e4ischen Parlament zugeleitet, wo er noch in diesem Jahr zur Abstimmung kommen soll. Das soll dann der erste Schritt zu einer Bankenunion sein, in der die Europ\u00e4ische Zentralbank die Bankaufsicht w\u00e4re und der Europ\u00e4ische Stabilit\u00e4ts-Mechanismus mit der grenz\u00fcberschreitenden Abwicklungsbeh\u00f6rde zu einer einzigen Institution zusammengefa\u00dft werden soll.<\/p>\n<p>Das bedeutet, da\u00df beispielsweise die deutschen Sparkassen bezahlen m\u00fc\u00dften &#8211; und damit auch die Leute, die in diesen Banken kleine Guthaben haben -, wenn eine gro\u00dfe franz\u00f6sische Bank pleite geht, und das wird schon ziemlich bald geschehen, da sind wir absolut sicher.<\/p>\n<p>Jetzt hat das belgische Magazin <i>Express<\/i> gerade berichtet, da\u00df sich die EU-Finanzminister bei ihrem Treffen, das in dieser Woche (am 26. Juni) stattfand, vor allem auf ein Papier der einflu\u00dfreichen Boston Consulting Group (BCG) &#8211; das ist die zweitgr\u00f6\u00dfte Management-Consulting-Firma der Welt &#8211; gest\u00fctzt haben,<sup>2<\/sup> ein Papier vom September 2011, das praktisch ein Plan ist, einen gro\u00dfen Teil der Finanzwerte mit einem Schlag zu beseitigen. Sie schreiben im wesentlichen, da\u00df das Finanzsystem so \u00fcberschuldet ist, da\u00df man einen drastischen Haarschnitt durchf\u00fchren m\u00fcsse &#8211; rund 34% in Europa insgesamt, 26% in den Vereinigten Staaten, 27% in Gro\u00dfbritannien, 47% in Griechenland, 56% in Spanien und 57% in Portugal.<\/p>\n<h4>Austerit\u00e4t ist V\u00f6lkermord<\/h4>\n<p>Aber wenn man das tut, dann bringt man &#8211; in den hochindustrialisierten Teilen Europas ebenso wie in den landwirtschaftlichen Regionen &#8211; sofort <i>massenweise Menschen um<\/i>. Denn das geht einher mit den K\u00fcrzungen im Gesundheitssystem, den K\u00fcrzungen bei den Renten und der Zerst\u00f6rung der Realwirtschaft.<\/p>\n<p>Dann sagen sie in dem Papier der Boston Consulting Group, es m\u00fcsse eine \u201eklare Verpflichtung der EU-Regierungen geben, etwas in der dringenden Frage der altersbedingten Ausgabensteigerungen zu tun.\u201c Nun, was bedeutet das? Wie Sie wissen, haben wir, beispielsweise in Deutschland, eine demographische Entwicklung, in der jetzt viele Menschen das Rentenalter \u00fcberschritten haben, und nur eine sehr geringe Geburtenrate. Dadurch entsteht ein gewisses Problem &#8211; das man aber leicht l\u00f6sen k\u00f6nnte: Wenn man 3% Wirtschaftswachstum h\u00e4tte, kann man das problemlos l\u00f6sen. Aber wenn man Nullwachstum oder negatives Wachstum hat, wie wir es im Moment haben, dann geht es eher um eine Euthanasie im Stil der Nazis, indem sie die Renten und die Sozialversicherung beseitigen, das Rentenalter anheben &#8211; was vielleicht f\u00fcr einige Leute in Ordnung ist, weil sie weiterarbeiten wollen, aber bei Menschen, die hart gearbeitet haben und kaputt sind, wenn sie das Rentenalter erreichen, verk\u00fcrzt das deren Leben! Und genau das ist die Absicht.<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahme, dieser pl\u00f6tzliche Haarschnitt, w\u00fcrde die Hebelwirkung der Fremdfinanzierung umkehren, und, wie sie sagen, \u201esoziale Unruhen riskieren\u201c. Tats\u00e4chlich w\u00fcrde das eine soziale Explosion ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Nun, Sch\u00e4uble, der deutsche Finanzminister, hat bei dem j\u00fcngsten Treffen eine 8%ige K\u00fcrzung f\u00fcr alle vorgeschlagen, was zur\u00fcckgewiesen wurde. Aber die BCG sagt, nur eine K\u00fcrzung um 30% und mehr \u00f6ffne den Weg aus der Krise.<\/p>\n<p>Nun, das halte ich f\u00fcr <i>vollkommen<\/i> verr\u00fcckt, denn es w\u00fcrde zu einem Massensterben in Europa und in den Vereinigten Staaten f\u00fchren. Und es w\u00fcrde das fundamentale Problem nicht l\u00f6sen, n\u00e4mlich die 1,4 Billiarden an ausstehenden Derivatkontrakten, die der ISDA zufolge von dem Haarschnitt ausgenommen werden sollen. Es w\u00fcrde die Menschen umbringen, und die virtuellen Werte der Spekulanten erhalten.<\/p>\n<p>Nun, f\u00fchrende Vertreter der EU-Kommission diskutierten k\u00fcrzlich in einem privaten Kreis &#8211; und wir haben das von sehr zuverl\u00e4ssigen Leuten erfahren, die an diesen Gespr\u00e4chen beteiligt waren &#8211; da\u00df man die Lebenserwartung leider auf 66 Jahre reduzieren m\u00fcsse, weil man die Renten nicht bezahlen k\u00f6nne. In Europa wird momentan auch davon gesprochen, da\u00df die nationalen Haushalte noch in diesem Jahr weitere etwa 100 Milliarden in diesen europ\u00e4ischen Fonds, der geschaffen werden soll, einzahlen m\u00fc\u00dften.<\/p>\n<h4>Die L\u00f6sung: Glass-Steagall und Kreditsystem<\/h4>\n<p>Die Bail-in-Politik w\u00fcrde alles zerst\u00f6ren, was gut ist &#8211; die Realwirtschaft, die L\u00f6hne, die Renten, die Sozialsysteme &#8211; und wertlose spekulative Titel am Leben erhalten. Deshalb m\u00fcssen wir dagegen absolut auf den Kriegspfad gehen und sagen: \u201eKeinen weiteren Bail-out, und keinen Bail-in!\u201c Wir m\u00fcssen diesen Raubzug gegen den Teil der Wirtschaft, der immer noch produktiv ist, aufhalten, und alles stoppen, was das System des Giftm\u00fclls f\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Deshalb hat Lyndon LaRouche k\u00fcrzlich gefordert, da\u00df die Vereinigten Staaten alle unbezahlbaren Schulden von den gro\u00dfen Londoner und europ\u00e4ischen Banken zur\u00fcckzufordern. Das mu\u00df vorbeugend geschehen, bevor diese Bail-in-Politik eingef\u00fchrt ist, es mu\u00df jetzt geschehen. Es w\u00e4re so etwas wie eine sofortige Nachschu\u00dfforderung auf diese Schulden, und dann w\u00fcrde der v\u00f6llige Bankrott dieser Banken und ihrer amerikanischen Partner offensichtlich.<\/p>\n<p>Dem mu\u00df offensichtlich sofort die Wiedereinf\u00fchrung von Glass-Steagall durch den US-Kongre\u00df folgen, und dann k\u00f6nnte man so etwas wie die Resolution Trust Corp. schaffen, die man in der Sparkassenkrise einsetzte. Glass-Steagall w\u00fcrde dann die Banken aufspalten: Man w\u00fcrde die Gesch\u00e4ftsbanken unter staatlichen Schutz stellen, und die Investmentbanken m\u00fc\u00dften sich dann selbst helfen, ohne Gelder der Steuerzahler, ohne Bail-outs, und wenn ihre B\u00fccher dann zeigen, da\u00df sie in roten Zahlen sind, dann haben sie Pech gehabt und m\u00fcssen Insolvenz anmelden.<\/p>\n<p>Dem mu\u00df nat\u00fcrlich ein Kreditsystem folgen, das sofort das Wachstum wiederherstellt und f\u00fcr produktive Vollbesch\u00e4ftigung sorgt. Dann mu\u00df, wie wir schon seit einiger Zeit ausgearbeitet haben und wie Sie noch h\u00f6ren werden, NAWAPA [die Nordamerikanische Wasser- und Stromallianz] sofort zum Motor der US-Wirtschaft werden und sechs Millionen Arbeitspl\u00e4tze schaffen. Und das ist nur der Anfang.<\/p>\n<h4>Vorbild f\u00fcr das Bail-in: der Versailler Vertrag<\/h4>\n<p>Aber betrachten wir kurz die Geschichte, womit wir es hier zu tun haben. Denn der Bail-in-Plan von BIZ, EU-Kommission und JPMorgan ist faktisch eine Wiederholung dessen, was der Versailler Vertrag nach dem Ersten Weltkrieg mit Deutschland machte &#8211; nur wollen sie diesmal den Versailler Vertrag auf die ganze Welt anwenden.<\/p>\n<p>Am Ende des Ersten Weltkriegs verk\u00fcndeten die Alliierten, Deutschland sei allein schuld am Ersten Weltkrieg, was heute kein ehrlicher Historiker mehr behauptet und was v\u00f6llig absurd ist, wenn man die Rolle der Briten bei der Manipulation des geopolitischen Schachbretts betrachtet. Das begann mit der Entlassung von Bismarck als Kanzler, nachdem Bismarck Deutschland aus einem Feudalstaat in eine hochindustrialisierte Nation verwandelt hatte, auf der Grundlage des Amerikanischen Systems! Denn Bismarck \u00e4nderte seine Politik vollkommen, nachdem er Henry C. Careys Theorien kennengelernt hatte, und fing an, den Freihandel abzulehnen und setzte statt dessen auf Protektionismus.<\/p>\n<p>Daraus entwickelte sich der Bau der Transsibirischen Eisenbahn zwischen Deutschland, Ru\u00dfland und anderen Teilen Europas, und deshalb erfanden die Briten &#8211; Mackinder, Milner und Haushofer -die Theorie der Geopolitik, die im Grunde besagt, da\u00df derjenige, der das \u201eeurasische Herzland\u201c beherrscht, den Planeten beherrschen werde. Und das sei ein Nachteil f\u00fcr die L\u00e4nder am Atlantik.<\/p>\n<p>Die Rolle der Briten bei der Bereitung der B\u00fchne f\u00fcr den Ersten Weltkrieg ist wohldokumentiert, und Sie k\u00f6nnen das in unseren Publikationen finden.<\/p>\n<p>Nun, der Versailler Vertrag erlegte Deutschland die gesamten Kriegskosten auf, das waren damals 169 Mrd. Goldmark, 295% des deutschen Wirtschaftsprodukts. Wenn man es auf die amerikanischen Zahlen f\u00fcr 2012 \u00fcbertr\u00e4gt, wo das BIP 15 Billionen Dollar betrug, dann entspr\u00e4che das 44,25 Billionen Dollar, die die USA bezahlen m\u00fc\u00dften, \u00fcber drei Generationen. Diese Zahlungen wurden von Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Belgien und Italien gefordert, die wiederum bei der Londoner City und der Wall Street verschuldet waren.<\/p>\n<p>Eine der Banken, die das vermittelt hatten, war J.P. Morgan Jr. &#8211; John Pierpont Morgan junior -, und nach Aussage der Bank selbst spielte diese Bank eine bedeutende Rolle bei der Finanzierung des Siegs der Alliierten. So finanzierte sie beispielsweise im September 1915 eine anglo-franz\u00f6sische Anleihe von 500 Mio.$, was die gr\u00f6\u00dfte Anleihe war, die die Wall Street bis dahin vergeben hatte, und sie wurde dazu benutzt, Waffen zu kaufen, bei denen J.P. Morgan auch als US-Kommission\u00e4r wirkte.<\/p>\n<p>Es war nat\u00fcrlich v\u00f6llig ausgeschlossen, da\u00df die deutsche Wirtschaft dies bezahlen konnte. Wie man wei\u00df, begann die Reichsbank, Geld zu drucken, und im Fr\u00fchjahr 1923, als der franz\u00f6sische Premierminister Poincar\u00e9 und der belgische K\u00f6nig mehr Geld von Deutschland forderten und Deutschland nicht bezahlen konnte, besetzten sie das Rheinland und konfiszierten die Kohle direkt. Dann explodierte zwischen dem Fr\u00fchjahr und November 1923 die Hyperinflation, und die ganze Wirtschaft kam zum Stillstand, als die Menschen schlie\u00dflich ihre Reichsmark vor 12 Uhr mittags in Schubkarren brachten, weil dann die n\u00e4chste Preisanhebung festgesetzt wurde und das Geld nichts mehr wert war.<\/p>\n<p>An diesem Punkt bestimmten die Alliierten zehn Banken aus f\u00fcnf L\u00e4ndern unter der F\u00fchrung von Charles Dawes, einem von J.P. Morgan ausgew\u00e4hlten Banker, der von Owen Young unterst\u00fctzt wurde, einem weiteren Bankier von J.P. Morgan, und 1924 wurde in London der Dawes-Plan unterzeichnet. Er sah den Abzug der franz\u00f6sischen und belgischen Truppen vor, die Reduzierung der j\u00e4hrlichen Zahlungen und eine Reform der Reichsbank.<\/p>\n<p>Und die Alliierten beschlossen, in der Reichsbank als Direktor Hjalmar Schacht einzusetzen. Er war ein Vorstandsmitglied der Dresdener Bank und Gr\u00fcnder der Deutschen Demokratischen Partei. Hjalmar Schacht arbeitete sehr eng mit J.P. Morgan zusammen, und sie legten eine Anleihe von 800 Millionen Reichsmark auf, die angeblich zur Entwicklung von Industrie und Infrastruktur eingesetzt werden sollten, um Deutschland in die Lage zu versetzen, mehr Reparationen zu bezahlen. In Wirklichkeit flossen diese Gelder zum gro\u00dfen Teil in finanzielle Netzwerke, das mit J.P. Morgan verbunden war \u2013 IG Farben und andre \u2013 die Hitlers Finanziers wurden.<\/p>\n<p>Die Verhandlungen \u00fcber die Umsetzung begannen im Februar 1929 zwischen Schacht und J.P. Morgan, der f\u00fcr die Vereinigten Staaten verhandelte, aber dann kam der gro\u00dfe Krach an der Wall Street vom Oktober 1929, und niemand konnte mehr irgendwelche Kredite vergeben. An diesem Punkt wurde in Deutschland unter Kanzler Br\u00fcning einer extremen Austerit\u00e4tspolitik unterworfen, die dazu f\u00fchrte, da\u00df die Arbeitslosigkeit von 1,5 Millionen auf 6 Millionen anwuchs, und ohne die Hitler nicht in der Lage gewesen w\u00e4re, die Macht zu ergreifen. Und nat\u00fcrlich wurde Hitler von einigen Bankiers aus London und New York finanziert \u2013 Leuten wie Montagu Norman, Averell Harriman, Prescott Bush. Es gab eine gro\u00dfe Affinit\u00e4t zur American Eugenics Society, die schon in den 1920er Jahren mit den Nazis zusammengearbeitet hatte, weil deren Rassenpolitik ihr gefiel.<\/p>\n<p>Diese Kreise waren auch an einem Putschversuch gegen Franklin Roosevelt beteiligt und versuchten, Generalmajor Smedley Butler zu einem Putsch gegen Roosevelt zu \u00fcberreden, was aber nicht funktionierte, weil dieser dies dem US-Kongre\u00df und den Medien enth\u00fcllte.<\/p>\n<h4>\u201eEin Umfeld wie in den 1930er Jahren\u201c<\/h4>\n<p>Damit also haben wir es zu tun, und offensichtlich, wie sie selbst zugeben, indem sie auf die 1930er Jahre verweisen, sehen sich solche Leute wie die Boston Consulting Group und andere in dieser Tradition.<\/p>\n<p>Die Lehre, die hieraus also zu ziehen ist, ist, da\u00df die Kombination von Schulden-Tyrannei und\u00a0 Schachtscher \u00d6konomie Faschismus ausbr\u00fctet. So wie die BCG schreibt: \u201eDie Programme, die wir beschreiben, w\u00e4ren drastisch und sie w\u00e4ren unpopul\u00e4r. Je l\u00e4nger die Politiker und Banker abwarten, desto notwendiger werden die Reaktionen sein, die in diesem Papier beschrieben werden. Leider wird, um einen Konsens \u00fcber solche harten Ma\u00dfnahmen zu erreichen, m\u00f6glicherweise ein Umfeld n\u00f6tig sein, wie wir es zuletzt in den 1930er Jahren gesehen haben.\u201c Nun, das ist die Politik, auf die sich die EU-Finanzminister mit ihrem &#8222;bail-in&#8220; soeben geeinigt haben: \u00a0Faschismus.<\/p>\n<p>1971 f\u00fchrte Lyndon LaRouche eine ber\u00fchmte Debatte am Queens College in New York mit Abba Lerner, und er brachte Abba Lerner zu dem Eingest\u00e4ndnis: \u201eWenn die Menschen Hjalmar Schacht akzeptiert h\u00e4tten, dann w\u00e4re Hitler nicht notwendig gewesen.\u201c Nun haben die EU-Finanzminister gerade Schacht akzeptiert.<\/p>\n<p>Die transatlantische Welt steckt in einer Schuldenfalle wie beim Versailler Vertrag. Die Milliarden, die Deutschland bezahlen mu\u00dfte, entsprechen den Billiarden an ausstehenden Derivaten, die sich derzeit auf 1,4 Billiarden belaufen. Und wenn man das um die H\u00e4lfte reduziert &#8211; denn das ist die Menge, die bei den Derivatkontrakten an die Gegenpartei flie\u00dft &#8211; dann w\u00e4re das immer noch eine Summe von 700 oder 800 Billionen, im Vergleich zu den mageren 500 Milliarden Euro im Europ\u00e4ischen Stabilit\u00e4ts-Mechanismus!<\/p>\n<p>Damit macht die Versailler Bail-in-Politik die Welt faktisch zur Geisel der Vergangenheit. Und wie Sie wissen, hat dies zum Zweiten Weltkrieg, zur Hyperinflation und zur Gro\u00dfen Depression gef\u00fchrt. Heute, das kann ich Ihnen versichern, w\u00fcrde das zum Dritten Weltkrieg f\u00fchren &#8211; nur viel schneller. Denn wenn Sie sich die Lage in Syrien und im Iran anschauen: das ist schon jetzt ein wahres Pulverfa\u00df, und noch ein weiterer Schritt, dann w\u00fcrde sie in eine Eskalation eintreten, die nicht mehr aufzuhalten ist.<\/p>\n<p>Es wurde k\u00fcrzlich ein offizielles Papier von der US-Luftwaffe vorgelegt, indem ganz offen gesagt wird, da\u00df die bisherige NATO-Strategie der gegenseitig garantierten Vernichtung (mutally assured destruction, MAD) nicht mehr gelte. Diese besagt, da\u00df man Atomwaffen nicht einsetzen kann, weil das hei\u00dfen w\u00fcrde, da\u00df dann jeder jeden vernichtet und nichts \u00fcbrig bleibt. Jetzt, so argumentieren sie, es seien neue Technologien entwickelt worden, und diese w\u00fcrden erlauben, das Nukleararsenal des Gegners ohne nuklearen Fallout auszuschalten.<\/p>\n<p>Damit geht man von MAD zum schieren Wahnsinn \u00fcber!<\/p>\n<h4>Die heilige Mission der Vereinigten Staaten<\/h4>\n<p>Nun, die Glass-Steagall-Politik und das, was Roosevelt getan hat, haben gezeigt, wie wir aus der Depression wieder herauskommen k\u00f6nnen. Lyn hat gestern abend in seinem Internetforum, das Sie sich alle anschauen sollten,<sup>3<\/sup> eine nationale Kampagne f\u00fcr das wirkliche Glass-Steagall gefordert, f\u00fcr das, was es wirklich bedeutet: Was sind die Prinzipien eines Kreditsystems, was ist das Menschenbild, mit dem es verbunden ist? Und ich denke, wir m\u00fcssen uns in den Vereinigten Staaten zu einer heiligen Mission verpflichten, Glass-Steagall durchzusetzen. Denn die Vereinigten Staaten k\u00f6nnen das! Denn sie haben noch das kostbare Gut der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t, auch wenn sie in Gefahr ist. Aber es gibt die Pr\u00e4ambel der Verfassung, es gibt die Erkl\u00e4rung der Unabh\u00e4ngigkeit, und das ist ein sehr, sehr kostbares Gut.<\/p>\n<p>Denn wenn Sie die Evolution des souver\u00e4nen Nationalstaats betrachten &#8211; das war verbunden mit enormen K\u00e4mpfen. Es war offensichtlich nichts, was es vorher schon gab, denn im Mittelalter existierten imperiale Strukturen, das Papsttum und die Kaiser, und sie bildeten ein universelles System, in dem es keine Staaten gab. Es waren also enorme K\u00e4mpfe notwendig, um zu den ersten souver\u00e4nen Nationalstaaten zu gelangen, die zuerst in England von Heinrich VII Tudor, und in Frankreich von Ludwig XI. und in Sizilien von Friedrich II. von Hohenstaufen geschaffen wurden.<\/p>\n<p>Aber dazu brauchte man Nikolaus von Kues und seine \u00e4u\u00dferst wichtige, bahnbrechende Schrift <i>De<\/i> <i>Concordantia Catholica<\/i>, in der er zum ersten Mal das repr\u00e4sentative System entwickelte, einschlie\u00dflich der Idee, da\u00df vor dem Gesetz alle gleich sind. Und er definierte, da\u00df Regierungen nur legitim sind mit der Zustimmung der Regierten. Ich denke, da\u00df man sich darauf wieder berufen mu\u00df.<\/p>\n<p>Nikolaus sagte, da\u00df diese Zustimmung der Regierten dazu, da\u00df sie regiert werden, ein Menschenrecht ist &#8211; nicht blo\u00df f\u00fcr Deutschland, sondern f\u00fcr alle Menschen auf der Welt. Er sagte, selbst in so weit entfernten L\u00e4ndern wie \u00c4thiopien sollten die Menschen das gleiche Recht haben. Es hat das also als ein universelles Prinzip definiert.<\/p>\n<p>Er sagte auch, da\u00df alle legitime Autorit\u00e4t auf der gew\u00e4hlten Konkordanz und der freiwilligen Unterordnung der Regierten beruht, aufgrund der Tatsache, da\u00df alle Menschen mit gleichen nat\u00fcrlichen Rechten und mit einem g\u00f6ttlichen Samen ausgestattet sind , so da\u00df alle Autorit\u00e4t, die ebenso wie der Mensch von Gott kommt, als g\u00f6ttlich betrachtet wird, wenn sie aus der Zustimmung der Regierten resultiert. Und deshalb ist ein System der Gleichheit vor dem Gesetz, das repr\u00e4sentative System, in dem die Repr\u00e4sentanten f\u00fcr die Rechte der Regierten k\u00e4mpfen m\u00fcssen, der einzige Weg, wie die unver\u00e4u\u00dferlichen Rechte aller Individuen gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dies wurde also 1433 von Nikolaus von Kues geschrieben, und es dauerte genau 343 Jahre, bevor es in der amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung realisiert wurde.<\/p>\n<p>In Europa haben wir einige Verfassungen, die sich dem ann\u00e4hern, aber niemals in einer so m\u00e4chtigen Form, wie es die amerikanische Verfassung tut. Und wir haben bereits alle nationale Souver\u00e4nit\u00e4t an die EU-Diktatur verloren.<\/p>\n<p>Das erlegt Ihnen &#8211; dem amerikanischen Volk und dem US-Kongre\u00df &#8211; eine ganz besondere Verantwortung auf, denn Sie sind die Vertreter genau dieses repr\u00e4sentativen Systems. Lassen Sie uns also eine leidenschaftliche Kampagne organisieren f\u00fcr das, was wir 1945 gesagt haben: \u201eNie wieder!\u201c Ich appelliere an Sie, das amerikanische Volk, die Welt erneut vor dem Faschismus zu retten.<\/p>\n<p>Wir haben ein Weltdrama, aber es spielt sich nicht auf der B\u00fchne ab, sondern in der wirklichen Geschichte, und wir, unsere Organisation, sind die Hauptdarsteller. Stellen wir also sicher, da\u00df es nicht als eine Trag\u00f6die endet, sondern der Beginn eines neuen Paradigmas ist, einer zweiten Amerikanischen Revolution und einer neuen Renaissance f\u00fcr die gesamte Menschheit. [Applaus]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/em><\/p>\n<p>2. JPMorgan, Europe Economic Research Group, \u201eThe Euro-Area Adjustment &#8211; About Halfway There\u201c, <i>http:\/\/<\/i><i>culturaliberta.files.wordpress.com\/2013\/06\/jpm-the-euro-area-adjustment-about-halfway-there.pdf.<\/i><\/p>\n<p>2. David Rhodes und Daniel Stelter, \u201eBack to Mesopotamia? The Looming Threat Of Debt Restructuring\u201d, <i>https:\/\/www.bcgperspectives.com\/content\/articles\/management_two_speed_economy_back_to_mesopotamia\/<\/i><\/p>\n<p>3. Das Video finden Sie im englischen Original auf der Internetseite des LaRouche-Aktionskomitees, unter <i>http:\/\/larouchepac.com\/node\/27158<\/i>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Wortlaut Vielen Dank f\u00fcr die Einleitung, und vielen Dank f\u00fcr die Begr\u00fc\u00dfung. 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