{"id":3621,"date":"2013-05-30T11:36:51","date_gmt":"2013-05-30T09:36:51","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?post_type=portfolio_cpt&#038;p=3621"},"modified":"2013-05-30T11:36:51","modified_gmt":"2013-05-30T09:36:51","slug":"andrej-fursow-die-gegenwartige-weltkrise-ihre-soziale-natur","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/andrej-fursow-die-gegenwartige-weltkrise-ihre-soziale-natur\/","title":{"rendered":"Andrej Fursow: Die gegenw\u00e4rtige Weltkrise: ihre soziale Natur"},"content":{"rendered":"<h3><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/themes\/schiller\/images\/icons\/301.png\" class=\"shortcode-icon \" alt=\"\"> Im Wortlaut<\/h3>\n<p>Liebe Kollegen, zuallererst m\u00f6chte ich den Organisatoren dieser Konferenz danken, die mich eingeladen haben, hier zu sprechen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte meine Rede mit einem Zitat des lupenreinen britischen Imperialisten Winston Churchill beginnen, der 1940 in einem Brief schrieb, da\u00df \u201eGro\u00dfbritannien nicht gegen Hitler und noch nicht einmal gegen den Nationalsozialismus k\u00e4mpft, sondern gegen den Geist des deutschen Volkes, gegen den Geist Schillers, so da\u00df dieser Geist niemals wiedergeboren werde.\u201c<\/p>\n<p>Aber jetzt sind wir hier auf dieser vom Schiller-Institut organisierten Konferenz, und das ist unsere asymmetrische Antwort auf das Britische Empire. [Applaus].<\/p>\n<p>Ich denke, am Ende unseres letzten Panels sind wir alle m\u00fcde, so da\u00df ich mich kurz fassen m\u00f6chte. Krise ist zum Kodewort unserer Zeit geworden. Doch die Frage ist: Welche Art von Krise? Es hei\u00dft, es sei eine Finanzkrise, eine Krise des Staates, eine Krise der Bildung &#8211; d.h. eine Krise von allem. Aber was hei\u00dft das, sich in einer Krise von allem zu befinden? Eine Krise von allem bedeutet eine Systemkrise. Es ist eine Krise des Sozialsystems, und das Sozialsystem ist der Kapitalismus.<\/p>\n<p>Somit haben wir vor allem eine Krise des Kapitalismus, und nur in zweiter Linie eine Krise der Zivilisation, der Menschheit. Doch was ist der Kapitalismus? Descartes pflegte zu sagen: \u201eMan definiere den Sinn der Worte.\u201c Meine Arbeitsdefinition lautet, da\u00df der Kapitalismus ein kompliziertes institutionelles System ist, welches das Kapital in seinem eigenen langfristigen und holistischen Interesse begrenzt und f\u00fcr seine r\u00e4umliche Ausbreitung sorgt und so die Krise und die Ausbeutung externalisiert.<\/p>\n<h3>Kapitalismus: ein expansives System<\/h3>\n<p>Das letzte Element ist wichtig, denn der Kapitalismus ist, wie das Sklavensystem der Antike, ein expansives System. Als sich die globale Profitrate im Laufe der Entwicklung des Kapitalismus verringerte, hat sich das Kapital gew\u00f6hnlich Teile bekannter Kapitalbereiche einverleibt und in kapitalistische Randzonen umgewandelt: Zonen der Rohstoffgewinnung und der Billigarbeit. Doch als 1991 das sozialistische Lager, einschlie\u00dflich der UdSSR, zerfiel und in Ru\u00dfland eine Art Gangsterkapitalismus begann, verschwanden die nichtkapitalistischen Zonen. Heute ist der Kapitalismus \u00fcberall. Er umfa\u00dft den gesamten Globus. Ein vollst\u00e4ndiger Sieg.<\/p>\n<p>Aber jeder Erwerb ist ein Verlust, denn jetzt gibt es keine Expansionsm\u00f6glichkeit mehr. Die Intensivierung des Kapitalismus steht auf der Tagesordnung.<\/p>\n<p>Das Problem ist, da\u00df der Kapitalismus grunds\u00e4tzlich ein extensiv aufgebautes System ist. Zahlreiche Institutionen &#8211; der Nationalstaat, die Zivilgesellschaft, die Politik und die Breitenbildung &#8211; begrenzen die M\u00f6glichkeit des Kapitals, den Kern des Systems genauso oder in gleichem Umfang wie in der Peripherie auszubeuten. Die von mir erw\u00e4hnten Institutionen externalisieren die Ausbeutung, etwa vergleichbar mit Solons Reformen im antiken Athen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte das Ausma\u00df der Ausbeutung in den sogenannten hochentwickelten L\u00e4ndern nicht herunterspielen, doch daf\u00fcr gibt es eine Grenze, oder genauer gesagt, diese Grenze gab es in der Zeit von 1945 bis 1975. Nicht zuf\u00e4llig nannten die Franzosen diese Zeit \u201edie glorreichen 30 Jahre\u201c. Ich sage \u201egab\u201c, denn seit den 80er Jahren demontieren die vorherrschenden Gruppen der kapitalistischen Klasse diese gesch\u00fctzten Institutionen, deren Summe bzw. deren System den normalen und soliden Kapitalismus oder seine Grundpfeiler bilden.<\/p>\n<p>In den letzten 30 Jahren erleben wir die Aufl\u00f6sung des Nationalstaates, die Verdr\u00e4ngung der Zivilgesellschaft, die Entpolitisierung des politischen Bereichs und die gezielte Primitivisierung und Schw\u00e4chung der Breitenbildung, besonders auch der Hochschulausbildung. In Amerika fand dies in den 70er und 80er Jahren statt; in Ru\u00dfland erleben wir dies heute. Aber dank der sozialistischen Fundamente haben jene, die unsere Bildung zu zerst\u00f6ren suchen, nur teilweise Erfolg. Dieser Kahlschlag ist das Wesen der sogenannten neoliberalen Revolution oder vielmehr Gegenrevolution, denn sie l\u00e4uft der Haupttendenz der 30 Nachkriegsjahre, aber auch der gesamten europ\u00e4ischen Geschichtsperiode seit der Renaissance zuwider.<\/p>\n<h3>Bewu\u00dfter Gegenfortschritt<\/h3>\n<p>Es ist nicht nur ein R\u00fcckschritt; es ist Gegenfortschritt und zwar bewu\u00dfter Gegenfortschritt.<\/p>\n<p>Wir leben seit 30 Jahren in der Krise. Und diese Krise, die neoliberale Konterrevolution, ist menschengemacht. Sie ist bzw. war k\u00fcnstlich, denn offenbar scheint die Krise seit Anfang des 21. Jahrhunderts ihren Herren, den Gebietern des Krisenrings, aus den H\u00e4nden zu gleiten. Das l\u00e4\u00dft sich indirekt an den Konflikten verschiedener Teile der globalen Elite, an den Aktivit\u00e4ten ihrer geschlossenen Organisationen und an den \u00c4u\u00dferungen hoher Amtstr\u00e4ger erkennen. Es gen\u00fcgt, sich daran zu erinnern, was Christine Lagarde auf dem Treffen von IWF und Weltbank im Oktober in Tokio sagte und was die Kernaussage des Managements von Morgan Stanley in einem Bericht vom Juni letzten Jahres gewesen ist.<\/p>\n<p>Das ma\u00dfgebliche Dokument der neoliberalen Gegenrevolution war der Bericht \u201eKrise der Demokratie\u201c, der 1975 auf Betreiben der Trilateralen Kommission von Samuel P. Huntington, Brian J. Crozier und Joji Watanuki geschrieben wurde. Das Dokument ist sehr aufschlu\u00dfreich. Die Autoren schrieben, da\u00df das einzige Heilmittel f\u00fcr die \u00dcbel der Demokratie nicht ein Mehr an Demokratie, sondern die Schw\u00e4chung der Demokratie w\u00e4re. In dem Bericht hei\u00dft es, da\u00df ein demokratisches politisches System gew\u00f6hnlich nur wirksam funktionieren k\u00f6nne, wenn einige Personen und Gruppen ein gewisses Ma\u00df an Apathie und Nichtmitwirkung zeigten. Damit waren die Mittelklasse und die Oberschicht der Arbeiterklasse gemeint.<\/p>\n<p>Die demokratische Belebung, so hie\u00df es in dem Bericht, sei eine allgemeine Herausforderung f\u00fcr die bestehenden \u00f6ffentlichen und privaten Obrigkeitsstrukturen, und die Hauptschlu\u00dffolgerung bestand darin, da\u00df der Einflu\u00df der \u00d6ffentlichkeit verringert werden m\u00fcsse. Dieses Dokument war somit in Wirklichkeit eine Reaktion auf den Aufstieg der Mittelschicht und der Arbeiterklasse aufgrund der Industrialisierung in den 30 Nachkriegsjahren.<\/p>\n<h3>Entindustrialisierung, Entrationalisierung und Entv\u00f6lkerung<\/h3>\n<p>Die L\u00f6sung war ganz einfach: Deindustrialisierung &#8211; die Deindustrialisierung des nordamerikanischen Kerngebiets und eine Offensive gegen die Mittelschicht und die Arbeiterklasse. Ausdruck davon waren Thatcherismus und Reaganomics.<\/p>\n<p>Die Deindustrialisierung des Westens, die in den 1980er Jahren begann, war ideologisch seit langer Zeit &#8211; seit den 1860er bis 1880er Jahren in Gro\u00dfbritannien &#8211; in Vorbereitung. In den 1950er und 1960er Jahren kam noch die Umweltbewegung dazu. Die Umweltbewegung der 60er Jahre wurde von der Rockefeller Foundation organisiert und ebnete der sp\u00e4teren Deindustrialisierung den Weg.<\/p>\n<p>Die gleiche Rolle kam der Jugendkultur und verschiedenen Minderheitsbewegungen und nat\u00fcrlich der Entrationalisierung des Denkens und Verhaltens zu. In den 80er Jahren erlebten wir den Aufstieg irrationaler Kulte, die Verschlechterung der Breitenbildung, und an die Stelle von Science Fiction trat reine Phantasie. Die Harry-Potter-Serie ist ein sehr bezeichnendes Beispiel daf\u00fcr, wie die Zukunft aussehen soll, ein Abbild der Realit\u00e4t, in der es keine Demokratie mehr, sondern nur noch eine Hierarchie gibt, in der Macht nicht auf rationalen Entscheidungen, sondern auf Magie beruht.<\/p>\n<p>Die neoliberale Gegenrevolution, mit der die Einkommen zugunsten vorherrschender Gruppierungen und zu ungunsten der Mittelschicht und der Arbeiterklasse umverteilt wurden, war Teil eines viel gr\u00f6\u00dferen geo-historischen Projekts oder Komplotts, wenn man so will: Des Projekts, die Geschichte anzuhalten. Die Umverteilung der Einkommen und die Entdemokratisierung der Gesellschaft verlangten eine zivilisatorische Kehrtwende, die ich die drei E\u2019s nennen will: Entindustrialisierung, Entrationalisierung und Entv\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Letztere spielt nicht nur vom wirtschaftlichen Standpunkt oder vom Standpunkt der Ressourcen eine wichtige Rolle. Es ist viel leichter, 2 Mrd. Menschen zu kontrollieren, anstatt 7 oder 8 Mrd. Das Entv\u00f6lkerungsprojekt wird von den gleichen Strukturen finanziert, die bereits die Umweltbewegung u.a. finanziert haben.<\/p>\n<p>Die neoliberale Gegenrevolution war eine eigenst\u00e4ndige Krise, aber sie war als gelenkte Krise gedacht. Doch Anfang des 21. Jahrhunderts scheint der Proze\u00df, wie ich schon sagte, au\u00dfer Kontrolle geraten zu sein. Hegel pflegte solche Situationen als Perfidie der Geschichte zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Es gibt somit eine doppelte Krise: Eine menschengemachte und geplante, und dann eine neue, chaotische Krise.<\/p>\n<h3>Die Schw\u00e4chen der Sozialwissenschaft<\/h3>\n<p>Um mit der Krise umzugehen, braucht man Willen und Vernunft bzw. zuerst Vernunft, um zu verstehen, und zweitens den Willen, um die Vernunft wirksam werden zu lassen. In unserem Fall ist die Vernunft die Sozialwissenschaft, aber das Problem besteht darin, da\u00df die Sozialwissenschaft in ihrem jetzigen Zustand f\u00fcr die Herausforderungen unserer Epoche nicht hinreichend ist. Der Hauptvertreter der Sozialwissenschaft ist der Fachmann, der immer mehr \u00fcber immer weniger wei\u00df. Und es gibt eine Enttheoretisierung des Wissens. Wissen verkommt immer mehr zu empirischen, statistischen Fallstudien ohne Theorie, ohne wissenschaftliche Vorstellungskraft usw.<\/p>\n<p>Erstens, die fachliche Verflechtung von \u00d6konomie, Soziologie und Politologie &#8211; unser Erbe aus dem 19. Jahrhundert &#8211; erfa\u00dft eigentlich nicht die soziale Realit\u00e4t als Ganze, sondern nur Teile davon. Die analytische Grundeinheit der Soziologie ist die Zivilgesellschaft, aber wenn diese schrumpft, hei\u00dft das, da\u00df die soziologische Wissenschaft uns immer weniger sagen kann \u00fcber die Welt, die wir verlassen, und \u00fcber die Welt, in die wir hineingehen.<\/p>\n<p>Fernand Braudel sagte einmal: \u201eDer Kapitalismus ist der Feind des Marktes.\u201c Der Kapitalismus schwanke vielmehr zwischen Monopol und Markt, und jetzt sieht man, da\u00df die transnationale Monopolbildung den Markt verdr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte Sie an eine Forschungsarbeit von Andy Coghlan und Debora MacKenzie erinnern, die im Oktober 2011 auf der Webseite des\u00a0<i>New Scientist<\/i>\u00a0ver\u00f6ffentlicht wurde. Diese Forschergruppe zeigte, da\u00df 147 Firmen, ein Prozent aller Unternehmen, 40% der Weltwirtschaft kontrollieren. Das ist sehr aufschlu\u00dfreich, denn es bedeutet, da\u00df die moderne Wirtschaft, deren analytische Grundeinheit der Markt ist, mehr verdeckt als sie zeigt. Die Politik und der Nationalstaat werden immer schw\u00e4cher, was bedeutet, da\u00df die politische Wissenschaft mit ihren analytischen Grundeinheiten Politik und Staat die realen Machtbeziehungen besonders auf globaler Ebene nicht nur nicht angemessen konzeptionalisieren, sondern noch nicht einmal richtig abbilden kann.<\/p>\n<p>Zweitens gibt es mit der politischen Wissenschaft noch ein weiteres ernstes Problem. Wirkliche Macht ist gew\u00f6hnlich eine geheime oder halbgeheime Schattenmacht. Die herk\u00f6mmliche politische Wissenschaft verf\u00fcgt weder \u00fcber die Konzepte noch \u00fcber die Methoden, um diese Art Macht zu analysieren. Je demokratischer die Fassade der westlichen Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert wurde, um so weniger reale Macht hatte sie. Die Macht wanderte in geschlossene Clubs, supranationale Strukturen usw. ab.<\/p>\n<p>Was ich hier sage, ist banal und trivial, aber die politische Wissenschaft in ihrem jetzigen Zustand kann die realen Machtverh\u00e4ltnisse nicht analysieren. Integriert man diese Strukturen als analytische Einheiten in die herk\u00f6mmliche politische Wissenschaft, wird diese gesprengt.<\/p>\n<h3>Eine neue Sozialwissenschaft<\/h3>\n<p>Deswegen brauchen wir eine neue Sozialwissenschaft, um die reale Welt zu studieren, und nicht das, was die vermeintliche Fachwelt als real definiert. Eine neue Sozialwissenschaft mit neuen Fachbereichen, neuen Konzepten und einem gesellschaftlichen R\u00fcckhalt, mit dem ein neuer Typ von Wissenschaftlern entstehen kann, hat die besten Chancen, das 21. Jahrhundert zu gewinnen oder zumindest die Versuche zu vereiteln, uns von unserem europ\u00e4ischen Erbe abzuschneiden.<\/p>\n<p>Offensichtlich l\u00e4\u00dft sich eine neue Wissenschaft nur durch neuartige Strukturen schaffen. Welche Organisationen analysieren die heutige Realit\u00e4t? Das sind vor allem wissenschaftliche Organisationen und die Analyseabteilungen der Geheimdienste, aber beide stecken in einer tiefen Krise. Wir erleben heute eine Krise sowohl der wissenschaftlichen Organisationen als auch der Analyseabteilungen der Geheimdienste.<\/p>\n<p>Die Wissenschaft scheint nicht f\u00e4hig zu sein, gro\u00dfe Informationsmengen zu verarbeiten, und f\u00fchlt sich unbeholfen, Informationsstr\u00f6me zu analysieren. Die L\u00fccke zwischen Informationsstr\u00f6men, besonders professionellen Str\u00f6men, und dem Durchschnittsniveau eines gew\u00f6hnlichen Wissenschaftlers wird gr\u00f6\u00dfer. Statt Wissenschaftlern haben wir, wie ich schon sagte, Fachleute, die immer mehr \u00fcber immer weniger wissen. Das Gesamtbild erinnert einen an die Lage der Scholastik am Ende des 15. Jahrhunderts: Die Verengung der Forschung auf Fallstudien und keine universelle Sprache zwischen den verschiedenen Wissensbereichen.<\/p>\n<p>Was die Analyseabteilungen der Geheimdienste angeht, so scheinen sie unf\u00e4hig zu sein, in einer Welt zu arbeiten, in der fast alle wichtigen Informationen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sind. Dadurch ver\u00e4ndert sich ihr gesamtes Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Es m\u00fcssen deshalb grunds\u00e4tzlich neue Strukturen geschaffen werden. Darin m\u00fcssen die besten Seiten wissenschaftlicher Strukturen und die geheimer Organisationen miteinander verbunden werden. Letztere m\u00fcssen die reale und nicht eine imagin\u00e4re Welt analysieren, wobei sie auch auf indirekte Hinweise achten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Sozialwissenschaft vernachl\u00e4ssigt gew\u00f6hnlich indirekte Hinweise, die jedoch sehr wichtig sind. Wie die Wissenschaft m\u00fcssen sie sich gleichzeitig auf die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten und Regelm\u00e4\u00dfigkeiten von Massenprozessen konzentrieren. Solche Strukturen d\u00fcrfen nicht blo\u00df analytische Einheiten, sondern m\u00fcssen auch organisatorische Waffen im Kampf um die Zukunft sein.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df sehr gut, da\u00df es einfacher ist, diese Dinge auszusprechen, als solche Organisationen tats\u00e4chlich zu schaffen, aber man mu\u00df es versuchen. Vielen Dank.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Wortlaut Liebe Kollegen, zuallererst m\u00f6chte ich den Organisatoren dieser Konferenz danken, die mich eingeladen haben, hier zu sprechen. 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