{"id":36023,"date":"2016-06-29T15:14:25","date_gmt":"2016-06-29T13:14:25","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/de\/media\/h-e-hamid-sidig-greeting\/"},"modified":"2016-07-18T11:48:05","modified_gmt":"2016-07-18T09:48:05","slug":"h-e-hamid-sidig-greeting","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/h-e-hamid-sidig-greeting\/","title":{"rendered":"H.E. Hamid Sidig: \u201eDie internationale Gemeinschaft verschlie\u00dft ihre Augen\u201c"},"content":{"rendered":"<div class=\"title-big\"><h2 class=\"title-big-title\">H.E. Hamid Sidig<\/h2><\/div>\n<hr class=\"shortcode-hr\">\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"H.E. Hamid Sidig \u2014  \u201eDIE INTERNATIONALE GEMEINSCHAFT VERSCHLIESST IHRE AUGEN\u201c\" width=\"860\" height=\"484\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Mdim9EQgJFo?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u201eDie internationale Gemeinschaft verschlie\u00dft ihre Augen\u201c<\/h3>\n<p>Sehr geehrte Frau Zepp-LaRouche, verehrte Kollegen und Freunde,<\/p>\n<p>ich m\u00f6chte meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, Teil dieser sehr wichtigen Veranstaltung zu sein. In den letzten 30 Jahren hat das Schiller-Institut eine bedeutende Rolle dabei gespielt, die internationale Diskussion \u00fcber die gro\u00dfen Fragen zu f\u00f6rdern, die die Zukunft der Welt gestalten.<\/p>\n<p>Seit der Antike war die Seidenstra\u00dfe ein Symbol f\u00fcr eine Arterie des Handels, die Asien und Europa miteinander verbindet und Wohlstand und kulturellen Austausch zum Nutzen aller beteiligten L\u00e4nder schafft. Unsere heutige Konferenz hofft, an diese gro\u00dfe antike Tradition anzukn\u00fcpfen, indem sie Wissenschaftler und Politiker zusammenbringt, um eine Neue Seidenstra\u00dfe zu entwickeln und den Proze\u00df des Heilens und der Regeneration dieser sehr wichtigen Region Zentralasien zu beginnen.<\/p>\n<p>Unsere Vision ist es, ein sicheres und friedliches Leben in unserer Region zu schaffen und damit Tausenden von Fl\u00fcchtlingen zu erlauben, in ihre Heimat zur\u00fcckzukehren und ihre Gemeinden wiederaufzubauen. (Applaus.) Diese Konferenz soll die M\u00f6glichkeiten betrachten, wie wir eine solche Zukunft gestalten k\u00f6nnen: eine Zukunft auf der Grundlage wirtschaftlicher, sozialer, politischer und kultureller Kooperation, die Eurasien jene Stabilit\u00e4t und Prosperit\u00e4t bringt, die so dringend notwendig ist.<\/p>\n<p>Wir sollten dabei die h\u00f6chst wichtige Frage der Sicherheit und der Beherbergung von Elementen, die die ganze Region destabilisieren, nicht vergessen. Ich meine, diese Leute &#8211; und die L\u00e4nder, die Terroristen und Aufst\u00e4ndischen im Namen der Religion beherbergen &#8211; sind ein Faktor der Instabilit\u00e4t in dieser Region. Und das Tun solcher L\u00e4nder sollte aufgedeckt werden.<\/p>\n<p>Ich glaube, da\u00df wir Infrastruktur und Wege aufbauen sollten, um diese Vision u.a. durch die Ankurbelung des Handels zu verwirklichen. Auf der praktischen Ebene m\u00fcssen wir neue Eisenbahnen bauen, darunter auch Hochgeschwindigkeitsbahnen, und neue Quellen gr\u00fcner und sicherer Energie ins Auge fassen, neue Technologien und Erfindungen erforschen, insbesondere im IT-Sektor, um unseren Erfolg zu f\u00f6rdern, und schlie\u00dflich faire Handelsabkommen f\u00fcr den Wettbewerb auf den internationalen M\u00e4rkten schaffen.<\/p>\n<p>Unsere Vorfahren waren mit ihren begrenzten Technologien und Standards in der Lage, diesen wichtigen Handelsweg \u00fcber mehr als 1000 Jahre aufrecht zu erhalten. Deshalb sollten<\/p>\n<p>wir heute in der Lage sein, ihn nicht nur wieder aufzubauen, sondern ihn zu einer wirtschaftlichen und kulturellen Fernstra\u00dfe f\u00fcr das kommende Millenium zu machen.<\/p>\n<p>Wenn wir uns heute eine solche, bessere Zukunft vorstellen, dann k\u00f6nnen wir sie gemeinsam zur Realit\u00e4t von morgen machen.<\/p>\n<p>Ich will hier keine lange Rede halten, aber abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich noch eine Bemerkung machen zu einem Thema, das in letzter Zeit sehr wichtig geworden ist: die Fl\u00fcchtlinge. Ich komme aus einem Land, das seit Anfang der 1980er Jahre, nach der sowjetischen Invasion, zu einem Land geworden ist, aus dem die junge Generation und ganze Familien weggehen. Sie gehen, obwohl alle diese Menschen ausgebildet wurden und Afghanistan sie sehr dringend braucht.<\/p>\n<p>Nun lautet meine Frage an die internationale Gemeinschaft: Warum ist Afghanistan, trotz all der Milliarden von Dollars an Unterst\u00fctzung und Beitr\u00e4gen aus den Vereinigten Staaten, der Europ\u00e4ischen Union, von regionalen M\u00e4chten wie China, Indien und Katar, immer noch unruhig, und warum verl\u00e4\u00dft die junge Generation das Land? Und das sogar noch viel schlimmer als zur Zeit der sowjetischen Invasion Afghanistans! W\u00e4hrend der sowjetischen Invasion betrug die Zahl der Fl\u00fcchtlinge, die nach Deutschland kamen, 46.000 &#8211; innerhalb eines ganzen Jahrzehnts. Jetzt kamen allein innerhalb von anderthalb Jahren oder einigen Monaten mehr als 185.000 Afghanen nach Deutschland. Das kann man nicht abstreiten. Aber was ist der Grund daf\u00fcr? Warum kommt die junge Generation?<\/p>\n<p>Ich erlebe es jeden Tag &#8211; jeden Tag! -, da\u00df Hunderte von jungen Menschen zu uns in die Botschaft kommen, um neue P\u00e4sse zu beantragen. Wir helfen ihnen nat\u00fcrlich. Und es sind einige unter ihnen, die langweilen sich hier in Deutschland und wollen gerne zur\u00fcck, und wir geben ihnen einen Passierschein.<\/p>\n<p>Aber auf die Frage, die ich jedem von ihnen stelle, gibt es immer nur eine Antwort: Sie gehen nicht wegen der Armut aus Afghanistan weg, sie gehen nicht aus Afghanistan weg aus Mangel an Arbeit. Sie gehen weg wegen der Sicherheit. Eltern verkaufen ihre H\u00e4user und ihr Eigentum, und \u00fcbergeben es den Mafias, damit sie ihre Kinder aus dem Land bringen.<\/p>\n<p>Seit mehr als 40 Jahren ist Afghanistan im Krieg. Die Zeit der Sowjetunion ist vor\u00fcber. Aber was ist jetzt? Wie kommt es, da\u00df wir seit dem Abzug der Sowjets aus Afghanistan nicht zu einem normalen Leben zur\u00fcckgefunden haben? Ich denke, die internationale Gemeinschaft hat ihre Augen verschlossen und will die Realit\u00e4t dessen, was vor sich geht, nicht wahrnehmen. Welche L\u00e4nder beherbergen Terroristen, welche L\u00e4nder schaffen Madrasas [Koranschulen, d. Red.] f\u00fcr diese Terroristen? Welche L\u00e4nder haben die Ausbildungslager? Und welche L\u00e4nder geben diesen Leuten Waffen und schicken sie zu uns?<\/p>\n<p>Jeden Tag verlieren in Afghanistan Hunderte von jungen Menschen im Namen der Taliban oder unter irgendeinem anderen Namen ihr Leben.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich, wo sind diese Terroristen? Wo findet sie die internationale Gemeinschaft? Jeder wei\u00df es, aber niemand versucht, das Problem in unserer Region zu l\u00f6sen. Vielleicht sind all diese Probleme, die \u00fcber Afghanistan kommen, der Grund daf\u00fcr, da\u00df diese Menschen davonlaufen. Ich hoffe, da\u00df die internationale Gemeinschaft eines Tages eine wirkliche L\u00f6sung findet, und einen wirklichen Grund, warum dies so ist.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, ich danke f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Vision ist es, ein sicheres und friedliches Leben in unserer Region zu schaffen und damit Tausenden von Fl\u00fcchtlingen zu erlauben, in ihre Heimat zur\u00fcckzukehren und ihre Gemeinden wiederaufzubauen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":34638,"menu_order":9,"template":"","meta":{"footnotes":""},"portfolio_category":[375,378],"class_list":["post-36023","portfolio_cpt","type-portfolio_cpt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio_category-berlin-june-2016-de","portfolio_category-panel-3-berlin-june-2016-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/36023","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt"}],"about":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portfolio_cpt"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/36023\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36023"}],"wp:term":[{"taxonomy":"portfolio_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_category?post=36023"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}