{"id":36017,"date":"2016-06-29T15:08:35","date_gmt":"2016-06-29T13:08:35","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/de\/media\/ren-lin-the-new-silk-road-win-win-perspective\/"},"modified":"2016-07-18T12:24:52","modified_gmt":"2016-07-18T10:24:52","slug":"ren-lin-the-new-silk-road-win-win-perspective","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/ren-lin-the-new-silk-road-win-win-perspective\/","title":{"rendered":"Ren Lin: \u201eEin G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe\u201c im weltweiten Kontext"},"content":{"rendered":"<div class=\"title-big\"><h2 class=\"title-big-title\">Ren Lin<\/h2><\/div>\n<hr class=\"shortcode-hr\">\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Dr. Ren Lin \u2014 Die Win-Win-Perspektive der Neuen Seidenstra\u00dfe\" width=\"860\" height=\"484\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/XkIxHBEhVf0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u201eEin G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe\u201c im weltweiten Kontext<\/h3>\n<p>Ich m\u00f6chte zun\u00e4chst dem Schiller-Institut meinen besten Dank abstatten, weil mich diese Konferenz nach Berlin zur\u00fcckgebracht hat, denn ich kann sagen, \u201eBerlin ist meine zweite Heimatstadt\u201c. Hier in der N\u00e4he ist meine Universit\u00e4t, die Freie Universit\u00e4t Berlin, und ich freue mich sehr, hier \u00fcber \u201eEin G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe\u201c (One Belt, One Road, OBOR) sprechen zu k\u00f6nnen. Und ich m\u00f6chte auch dem Publikum danken, da\u00df Sie, auch wenn es hier zu hei\u00df ist, doch aufmerksam zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Mein Hintergrund ist, da\u00df ich mich mit der Globalisierung befasse, mit der wirtschaftlichen Integration, der regionalen Integration, etc., und mit OBOR, \u201eOne Belt, One Road\u201c. Bevor ich mit meinen Vortr\u00e4gen beginne, gebe ich immer gerne mein Forschungsergebnis an meine akademischen Freunde weiter, n\u00e4mlich da\u00df ein gem\u00e4\u00dfigtes Niveau der Globalisierung und Regionalisierung der wirtschaftlichen Entwicklung n\u00fctzen w\u00fcrde. Aber als ich gestern aus dem Flugzeug kam und h\u00f6rte, da\u00df der \u201eBrexit\u201c Erfolg hatte, da versetzte mir das einen Schock. Es schockierte mich und \u00fcberraschte mich, denn ich begann mich zu fragen, ob meine bisherige Forschung falsch war? Dies ist etwas neues. Bedeutet es den R\u00fcckzug der Globalisierung? Bedeutet es, da\u00df wirtschaftliche Integration und Zusammenarbeit nicht die richtige L\u00f6sung sind f\u00fcr die globalen Herausforderungen und Fragen, mit denen wir konfrontiert sind?<\/p>\n<p>Aber ich will heute doch wieder f\u00fcr eine wirtschaftliche Integration wie OBOR argumentieren, und ich m\u00f6chte die Bedeutung der wirtschaftlichen Kooperation zwischen den L\u00e4ndern verteidigen, auch wenn wir mit dem Ph\u00e4nomen des Brexit konfrontiert sind. Es ist leicht zu verstehen, warum L\u00e4nder die Integration anstreben, manchmal eine regionale Integration wie die EU, manchmal eine Integration in einer Gruppe \u00fcber L\u00e4nder und Regionen hinweg, wie OBOR, One Belt One Road. Das ist der Kampf gegen die st\u00e4rkeren Herausforderungen, die uns die Globalisierung bringt. Und sie ist immer noch ein Teil der Globalisierung, m\u00f6chte ich sagen. Es bedeutet viel, insbesondere f\u00fcr jene L\u00e4nder, die weniger entwickelt sind oder sich in einer schweren wirtschaftlichen Krise befinden, gemeinsam und regional in einer Gruppe zusammenzuarbeiten. Es sch\u00fctzt sie vor st\u00e4rkeren Konkurrenten von au\u00dfen, aber auch vor nicht-neutralen Regeln, den unfairen Regeln und Vorschriften. Deshalb<\/p>\n<p>sollte es der Fokus sein, warum die wirtschaftliche Integration und \u201eEin G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe\u201c und die Zusammenarbeit wichtig und notwendig sind, und wie man sie verbessern und mit der Globalisierung koordinieren kann.<\/p>\n<h4>Neun Herausforderungen f\u00fcr die Welt<\/h4>\n<p>Bevor ich hier weiter argumentiere, m\u00f6chte ich einige Hintergrundinformationen zu dem mitteilen, womit wir heute konfrontiert sind. Warum brauchen wir solche Projekte zur wirtschaftlichen Integration, wie OBOR? Und warum m\u00fcssen wir gemeinsam und zusammen arbeiten?<\/p>\n<p>Ich komme auf neun Herausforderungen, mit denen wir in dieser Welt konfrontiert sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Die erste ist, da\u00df globale Abschw\u00e4chungen der Wirtschaft stattfinden. Es ist notwendig, gemeinsam nach neuen Quellen des Wirtschaftswachstums zu suchen &#8211; nicht nur f\u00fcr die aufstrebenden und die Entwicklungsl\u00e4nder, sondern auch f\u00fcr die entwickelten. Seit etwa 50 Jahren konnte der Handel kaum etwas zum globalen Wirtschaftswachstum beitragen, aber haben wir andere L\u00f6sungen? Wir wissen es noch nicht.<\/li>\n<li>Die zweite Schwierigkeit, mit der wir heute konfrontiert sind, ist, da\u00df die aufstrebenden und Entwicklungsl\u00e4nder immer noch vor dem Problem der Entwicklung stehen und vor dem Problem, die Armut zu reduzieren. Soweit wir wissen, sollten die Milleniums-Entwicklungsziele (2000-2015) bereits erreicht sein, denn es ist ja bereits 2016, wir sind bereits \u00fcber 2015 hinaus. Das ist die zweite Herausforderung: Entwicklungsprobleme bei der \u00dcberwindung der Armut.<\/li>\n<li>Die dritte Herausforderung, w\u00fcrde ich sagen, ist, da\u00df die globalen finanziellen Risiken die regionale finanzielle und wirtschaftliche Stabilit\u00e4t gef\u00e4hrden k\u00f6nnen. Als Gruppe zusammenzuarbeiten, k\u00f6nnte daher die F\u00e4higkeit st\u00e4rken, diese \u00e4u\u00dferen Risiken und Sch\u00e4den, wie sie die Globalisierung mit sich bringt, zu verhindern.<\/li>\n<li>Was ist die vierte Schwierigkeit, der wir uns stellen m\u00fcssen? L\u00e4nder wie die aufstrebenden und Entwicklungsl\u00e4nder m\u00fcssen immer noch herausfinden, wie der Bau von Infrastruktur den Austausch zwischen den L\u00e4ndern wirksam unterst\u00fctzen kann, und die Erneuerung der Infrastruktur ist auch in Europa eine dringende Aufgabe. Haben wir genug Erfahrungen damit? Noch nicht.<\/li>\n<li>Die f\u00fcnfte Schwierigkeit ist, da\u00df es manchmal zu Handelsdefiziten kommt, und da\u00df dies dann auch benachbarte L\u00e4nder abschreckt, zusammenzuarbeiten. Das kann zwischen China und anderen Nachbarstaaten geschehen, oder zwischen Deutschland und anderen Mitgliedstaaten der EU. Gibt es eine L\u00f6sung daf\u00fcr? Das ist die f\u00fcnfte Schwierigkeit.<\/li>\n<li>Die sechste ist, da\u00df wir immer noch geopolitische Sicherheitsfragen haben, die geregelt werden m\u00fcssen, und die ansonsten dem Aufbau von Vertrauen und Zuversicht und der normalen Kooperation zwischen den L\u00e4ndern im Wege stehen. Das ist die sechste Schwierigkeit, die viel Unsicherheit und viel Instabilit\u00e4t weltweit schafft.<\/li>\n<li>Was ist die siebte Schwierigkeit? In vielen L\u00e4ndern sind Strukturreformen dringend notwendig. Wir m\u00fcssen die Verteilung der Industrien besser koordinieren. Einige Industrien genie\u00dfen aufgrund der Arbeitskosten etc. keine Vorteile mehr. Gibt es bessere L\u00f6sungen, um unsere Industrien wiederaufzubauen?<\/li>\n<li>Die achte ist, da\u00df wir viele regionale und partielle Krisen und Instabilit\u00e4t haben, die heute mehrere Regionen der Welt plagen, wie die Krise in Teilen des Nahen Ostens, wie die Fl\u00fcchtlingskrise hier in Europa und der Brexit, ein relativ neues Ph\u00e4nomen.<\/li>\n<li>Last but not least ist da die Schwierigkeit, die vielen regionalen und globalen Institutionen zu integrieren. Wir haben zahlreiche Institutionen &#8211; manche sind bilateral, manche multilateral, manche regional und manche global. Manchmal m\u00f6chte ich sagen: Es sind zu viele! Wie k\u00f6nnen wir alle diese Institutionen koordinieren und erreichen, da\u00df sie effizienter zusammenarbeiten?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich habe alle diese neun Schwierigkeiten, neun Herausforderungen erw\u00e4hnt, aber es gibt sogar noch mehr. Sie k\u00f6nnen einfach dar\u00fcber nachdenken und noch weitere finden. Wie gehen wir mit allen diesen Schwierigkeiten um? Wie k\u00f6nnen wir unsere gemeinsamen Erfahrungen mitteilen und f\u00fcr eine globale L\u00f6sung zusammenarbeiten, anstatt einer unilateralen L\u00f6sung?<\/p>\n<h4>Gegenma\u00dfnahmen durch Kooperation<\/h4>\n<p>Ich m\u00f6chte hier im zweiten Teil meines Vortrags mehrere generelle Gegenma\u00dfnahmen vorschlagen, die wir in den Rahmen bzw. den Inhalt von OBOR &#8211; One Belt, One Road &#8211; stellen k\u00f6nnen:<\/p>\n<ol>\n<li>Die erste, m\u00f6chte ich sagen, ist, Entwicklungsprobleme zu l\u00f6sen, indem wir den Bau von Infrastruktur effizient finanzieren &#8211; das bedeutet nachhaltige Fortschritte, die die Lebensbedingungen der Menschen verbessern. Das ist die erste L\u00f6sung.<\/li>\n<li>Die zweite ist, gemeinsam neue Quellen wirtschaftlicher Entwicklung zu suchen, wie Infrastrukturinvestitionen. Aber nun ist auch das Weitergeben von Erfahrungen stark gefragt, etwa wie man ein Infrastruktur-Investitionsprojekt wirksam steuert. Ebenso ist es notwendig, bessere Erfahrungen beispielsweise hier in Europa zu teilen, etc.<\/li>\n<li>Die dritte Gegenma\u00dfnahme ist die regionale und \u00fcberregionale finanzielle Zusammenarbeit. Sie ist sehr wichtig, und wir m\u00fcssen Mechanismen zur Krisenpr\u00e4vention schaffen. Auch die Weitergabe von Informationen ist stark gefragt. Dann m\u00fcssen wir herausfinden, wie die Infrastruktur-Investitionsprojekte mit allen diesen unterst\u00fctzenden Ma\u00dfnahmen wirksam gesteuert werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Was ich auch noch erw\u00e4hnen m\u00f6chte, ist die Anpassung der globalen Wertsch\u00f6pfungskette: Dies ist nicht blo\u00df ein akademischer Ausdruck, er hat einen konkreten Inhalt. Er bedeutet, da\u00df man die richtigen Verbindungspunkte sucht, beispielsweise einen Teil der industriellen Kette verlagert, wegen der \u00dcberalterung der Bev\u00f6lkerung oder anderer Nachteile, weil andere L\u00e4nder demographische Vorteile haben. Das ist die vierte.<\/li>\n<li>Als f\u00fcnfte Gegenma\u00dfnahme w\u00fcrde ich die gegenseitige Komplementarit\u00e4t nennen. Ich erinnere mich an ein Wort des Konfuzius im Chinesischen, das auf Deutsch bedeutet: \u201eWenn ich mit zwei anderen zusammen wandere, k\u00f6nnen Sie mir als Lehrer dienen. Ich w\u00fcrde ihre guten Eigenschaften w\u00e4hlen und ihnen folgen, und ihre schlechten Eigenschaften vermeiden.\u201c Das ist gegenseitige Komplementarit\u00e4t. Europa beispielsweise hat mehr Vorteile in der Technologie, wie etwa saubere Energie, und Europa hat mehr Erfahrung mit Projektfinanzierung, mit nachhaltiger Finanzierung, wie etwa PPP (\u00f6ffentlich-private Partnerschaften) zur Durchf\u00fchrung von Infrastruktur-Investitionsprojekten. Auch in anderen Bereichen, wie dem Dienstleistungssektor, hat Europa mehr Erfahrung, und au\u00dferdem haben Sie hier in Deutschland die \u201eIndustrie 4.0\u201c [ein Projekt zur Verzahnung der industriellen Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik]. China und auch einige andere asiatische L\u00e4nder w\u00fcrden gerne dar\u00fcber sprechen, wie man innovative Pl\u00e4ne am besten verwirklicht.<\/li>\n<li>Weil wir dar\u00fcber gesprochen haben, da\u00df das Handelsdefizit Probleme schafft, w\u00e4re die n\u00e4chste Frage: Gibt es Ma\u00dfnahmen dagegen? Ich m\u00f6chte sagen, da\u00df wir in den Ziell\u00e4ndern einige Sonderwirtschaftszonen (SEZ) schaffen und die Erfahrungen mit dem Betrieb von SEZ teilen k\u00f6nnten. Dies w\u00e4re einer von zahlreichen Wegen, um das Handelsdefizit zu reduzieren, weil die Produkte, die in den SEZ hergestellt werden, nach China, nach Deutschland und in die \u00fcbrige Welt exportiert werden k\u00f6nnten. Das ist eine weitere Gegenma\u00dfnahme.<\/li>\n<li>Die n\u00e4chste ist, koordinierte innere Strukturreformen durchzuf\u00fchren, und wir m\u00fcssen die Ressourcen innerhalb einer Gruppe neu verteilen und die Produktionskapazit\u00e4ten nutzen.<\/li>\n<li>Die n\u00e4chste Gegenma\u00dfnahme ist, da\u00df wir unfaire und einseitige Institutionen vermeiden und einen Dialog zwischen den neugeschaffenen Plattformen wie den G-20 etc. und den bestehenden Institutionen und Organisationen &#8211; der Weltbank, dem Weltw\u00e4hrungsfonds etc. &#8211;\u00a0herbeif\u00fchren m\u00fcssen, und zus\u00e4tzlich eine Koordinierung zwischen all diesen Institutionen schaffen m\u00fcssen, damit sie alle gemeinsam effizienter arbeiten k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Das letzte, was ich hier anf\u00fchren m\u00f6chte, ist die Vertrauensbildung. Die Wirtschaft und die Sicherheitsmechanismen sind asymmetrisch. Das Fehlen eines Sicherheitsmechanismus f\u00fchrt zu einem Mangel an Vertrauen und Zuversicht, was auch den Proze\u00df der wirtschaftlichen Integration blockiert. F\u00f6rdert Initiativen zur Vertrauensbildung wie CICA, die Treffen der Konferenz f\u00fcr Austausch und Vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen in Asien!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn wir alle diese Gegenma\u00dfnahmen haben, geht es anschlie\u00dfend vor allem um Kooperation und Dialog. Eine Gruppenl\u00f6sung und eine globale L\u00f6sung w\u00e4re sehr willkommen, weil wir, um mit globalen Fragen, globalen Schwierigkeiten umgehen zu k\u00f6nnen, eine globale L\u00f6sung brauchen, anstelle einer unilateralen.<\/p>\n<h4>Was tut China?<\/h4>\n<p>Nun, was hat China in den letzten Jahren geleistet? Wie Sie gesehen haben, hat China eine Menge zum Gemeinwohl und zur globalen Regierungsf\u00fchrung beigetragen. Und was sind die chinesischen Gegenma\u00dfnahmen zur Koordinierung der zahlreichen Organisationen und zur besseren F\u00f6rderung der wirtschaftlichen Integration und globalen Regierungsf\u00fchrung?<\/p>\n<p>Hier ist meine pers\u00f6nliche Antwort: Zun\u00e4chst einmal ist das entscheidende Wort \u201einklusive Institutionen\u201c, was alle Institutionen ablehnt, die andere ausschlie\u00dfen. OBOR ist begleitet von der AIIB &#8211; der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank -, die 2013 von China vorgeschlagen und Anfang 2016 offiziell er\u00f6ffnet wurde, mit mehr als 57 Gr\u00fcndungsmitgliedern aus Asien, Europa, Afrika, Amerika und Ozeanien. Sie ist dazu bestimmt, die bestehenden globalen finanziellen Steuerungsmechanismen weiter zu verbessern und den finanziellen Bedarf der L\u00e4nder zu ber\u00fccksichtigen, beispielsweise den von Entwicklungsl\u00e4ndern. Das ist der erste Schl\u00fcsselbegriff: \u201einklusive Institution\u201c.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste, zweite, ist \u201einklusiver Integrationsplan\u201c. 2016 trat China in seinen 13. F\u00fcnfjahresplan ein. Der 13. F\u00fcnfjahresplan ist klar darauf ausgelegt, sich aktiv an der globalen wirtschaftlichen Regierungsf\u00fchrung zu beteiligen, die makro\u00f6konomische Koordinierung zu st\u00e4rken, die finanzielle Sicherheit zu f\u00f6rdern, wirtschaftliche Stabilit\u00e4t und Wachstum, ein ausgewogenes multilaterales Handelssystem, sozusagen eine \u201eWin-Win-Situation\u201c und inklusive Entwicklung zu f\u00f6rdern. Die Umsetzung der Strategie der Freihandelszone wird beschleunigt, regionale umfassende wirtschaftliche Partnerschaften, Vereinbarungen, Verhandlungen wie RCEP [Freihandelsabkommen der ASEAN-Staaten], FTAAP [Freihandelsabkommen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation] etc. werden gef\u00f6rdert. Das ist das zweite.<\/p>\n<p>Die dritte: eine inklusive globale Agenda zu erreichen. Wenn wir \u00fcber globale Fragen reden, \u00fcber globale Regierungsf\u00fchrung, dann brauchen wir eine globale Agenda. China dient als vorsitzendes Land des G20-Gipfels, der noch stattfinden wird. Der siebte G20-Gipfel wird im September dieses Jahres in Hangszhou stattfinden. Und dieser Gipfel hat als Titel die \u201eVier I\u201c. Wof\u00fcr stehen diese \u201evier I\u201c? Erstens, innovative (innovativ). Zweitens, invigorated (gest\u00e4rkt). Drittens: interconnected (vernetzt), und schlie\u00dflich, inclusive (inklusiv).<\/p>\n<p>Und das wird und soll der Geist der ganzen OBOR-Initiative sein. Sie vereint mehrere Bereiche: das Wachstumsmodell der Innovation, sie verst\u00e4rkt das wirtschaftliche Wachstumspotential und verbessert die globalen finanziellen Regierungsf\u00fchrungen, verst\u00e4rkt die Konzentration auf die aufstrebenden und Entwicklungsl\u00e4nder, verst\u00e4rkt die F\u00e4higkeit, sich den Risiken zu widersetzen, die Handel und Investitionen zum globalen Wirtschaftswachstum mit sich bringen k\u00f6nnen, und achtet auf eine inklusive und vernetzte Entwicklung und die Beseitigung von Armut. All diese Inhalte sind vom Geist der Inklusivit\u00e4t und der Vernetzung getragen.<\/p>\n<p>Mein letzter Punkt ist, da\u00df OBOR eine Initiative ist. Warum m\u00fcssen wir erw\u00e4hnen, da\u00df es eine Initiative ist? Es ist eine Initiative, weil sie kein abgeschlossener Plan ist, sondern ein offenes Projekt, das weitere Unterst\u00fctzung und Ideen begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Es besteht also eine gro\u00dfe Nachfrage nach globalen \u00f6ffentlichen Beitr\u00e4gen. Nicht nur in China, sondern auch hier, in den L\u00e4ndern Europas, in Amerika etc. sind wir alle mitverantwortlich f\u00fcr diese globalen Herausforderungen, mit denen wir heute konfrontiert sind. Wir brauchen eine globale L\u00f6sung, um mit globalen Fragen und Krisen umzugehen. Kein einzelnes Land sollte andere ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Vielen Dank nochmals an das Schiller-Institut, und vielen Dank f\u00fcr diese Konferenz. Ich m\u00f6chte Sie zu weiteren Kommentaren ermutigen und begr\u00fc\u00dfe alle Vorschl\u00e4ge. Vielen Dank. (Applaus.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Hintergrund ist, da\u00df ich mich mit der Globalisierung befasse, mit der wirtschaftlichen Integration, der regionalen Integration, etc., und mit OBOR, \u201eOne Belt, One Road\u201c&#8230;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":34617,"menu_order":8,"template":"","meta":{"footnotes":""},"portfolio_category":[375,378],"class_list":["post-36017","portfolio_cpt","type-portfolio_cpt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio_category-berlin-june-2016-de","portfolio_category-panel-3-berlin-june-2016-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/36017","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt"}],"about":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portfolio_cpt"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/36017\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34617"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36017"}],"wp:term":[{"taxonomy":"portfolio_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_category?post=36017"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}