{"id":35733,"date":"2016-07-07T12:54:07","date_gmt":"2016-07-07T10:54:07","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/de\/media\/col-ret-alain-corvez-will-the-american-hubris-come-to-an-end-or-will-it-disappear-with-us-in-a-universal-combustion\/"},"modified":"2016-07-13T09:55:39","modified_gmt":"2016-07-13T07:55:39","slug":"col-ret-alain-corvez-will-the-american-hubris-come-to-an-end-or-will-it-disappear-with-us-in-a-universal-combustion","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/col-ret-alain-corvez-will-the-american-hubris-come-to-an-end-or-will-it-disappear-with-us-in-a-universal-combustion\/","title":{"rendered":"Col. (ret.) Alain Corvez: Wird die amerikanische Hybris enden &#8211; oder wird sie mit uns in Flammen aufgehen?"},"content":{"rendered":"<div class=\"title-big\"><h2 class=\"title-big-title\">Col. (ret.) Alain Corvez<\/h2><\/div>\n<hr class=\"shortcode-hr\">\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Col. (ret.) Alain Corvez \u2014 Wird die amerikanische Hybris enden...\" width=\"860\" height=\"484\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ImAGhe5TYHg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>\u201eWird die amerikanische Hybris enden &#8211; oder werden wir alle mit ihr in Flammen aufgehen?\u201d<\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst einmal m\u00f6chte ich dem Schiller-Institut dazu gratulieren, da\u00df es in einem kritischen Moment, wo aufgrund der Konzentration von Waffen im Herzen Europas, die den Planeten innerhalb von Sekunden zerst\u00f6ren k\u00f6nnen, die Gefahr eines Nuklearkrieges, der zur Ausl\u00f6schung der Menschheit f\u00fchren w\u00fcrde, von Tag zu Tag deutlicher wird, diese Konferenz veranstaltet. Um auf die Verst\u00e4rkung der amerikanischen strategischen Kr\u00e4fte in der NATO auf europ\u00e4ischem Boden zu antworten, mu\u00dfte Ru\u00dfland zur Abschreckung ein entsprechendes Arsenal an seiner Westgrenze aufbieten. Es ist h\u00f6chste Zeit, da\u00df die Strategen der verschiedenen L\u00e4nder &#8211; auch jene, die weit vom europ\u00e4ischen Schauplatz entfernt sind &#8211; von den Staatschefs der ganzen Welt Zur\u00fcckhaltung und mehr Weisheit fordern.<\/p>\n<p>Das ist der Zweck dieser n\u00fctzlichen Initiative von Frau Helga Zepp-LaRouche, der ich ganz pers\u00f6nlich mein Kompliment aussprechen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend wir uns im humanistischen Denken Schillers vertiefen, m\u00f6chte ich daran erinnern, wie ihn Nietzsche in seiner Vorrede zu der Schrift \u201e\u00dcber die Zukunft unserer Bildungsanstalten\u201c charakterisiert hat:<\/p>\n<p>\u201eZwischen diesen ,Selbstverst\u00e4ndlichen\u2019 und den Einsamen stehen aber die K\u00e4mpfenden, das hei\u00dft die Hoffnungsreichen, als deren edelster und erhabener Ausdruck unser gro\u00dfer Schiller vor unsern Augen steht, so wie ihn uns Goethe in seinem Epilog zur Glocke schildert:<\/p>\n<blockquote><p>Nun gl\u00fchte seine Wange rot und r\u00f6ter<br \/>\nVon jener Jugend, die uns nie entfliegt,<br \/>\nVon jenem Muth, der, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter,<br \/>\nDen Widerstand der stumpfen Welt besiegt,<br \/>\nVon jenem Glauben, der sich stets erh\u00f6hter,<br \/>\nBald k\u00fchn hervordr\u00e4ngt, bald geduldig schmiegt,<br \/>\nDamit da\u00df Gute wirke, wachse, fromme,<br \/>\nDamit der Tag dem Edlen endlich komme.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>In seinem ersten Werk, \u201eDie Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen\u201c, schreibt Nietzsche \u00fcber Heraklit:<\/p>\n<p>\u201eViel wichtiger aber&#8230; ist eine weitere \u00dcbereinstimmung: er glaubt wie jener an einen periodisch sich wiederholenden Weltuntergang und an ein immer erneutes Hervorsteigen einer anderen Welt aus dem alles vernichtenden Weltenbrande. Die Periode, in der die Welt jenem Weltenbrande und der Aufl\u00f6sung in das reine Feuer entgegeneilt, wird von ihm in h\u00f6chst auffallender Weise als ein Begehren und Bed\u00fcrfen charakterisiert, das volle Verschlungensein im Feuer als die Sattheit.\u201c Und weiter: \u201eSattheit gebiert den Frevel: Hybris.\u201c<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich machen der \u00dcberflu\u00df der Mittel, der Exze\u00df, der unerme\u00dfliche Stolz die Hybris zu einem Verbrechen an der Menschheit, einer Menschheit, die Vorsicht und Ma\u00df braucht.<\/p>\n<p>Nietzsche zufolge ist Heraklit, der \u201eweinende Philosoph\u201c, wie ihn das sp\u00e4tere Altertum nannte. \u201eIst jetzt nicht der ganze Weltproze\u00df ein Bestrafungsakt der Hybris? Die Vielheit das Resultat eines Frevels? &#8230; Wird jetzt nicht die Schuld in den Kern der Dinge verlegt, und somit zwar die Welt des Werdens und der Individuen von ihr entlastet, aber zugleich ihre Folgen zu tragen immer von Neuem wieder verurteilt?\u201c<\/p>\n<p>Wir wissen, da\u00df Heraklit sp\u00e4ter glaubte, da\u00df \u201ealles Widerstrebende in eine Harmonie zusammenl\u00e4uft&#8230; unsichtbar zwar f\u00fcr das gew\u00f6hnliche Menschenauge, doch dem verst\u00e4ndlich, der, wie Heraklit, dem beschaulichen Gotte \u00e4hnlich ist. Vor seinem Feuerblick bleibt kein Tropfen von Ungerechtigkeit in der um ihn ausgegossenen Welt zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Dies ist weit von der nihilistischen Vision Schopenhauers entfernt, der glaubte, wir b\u00fc\u00dfen unsere Schuld erst durch unser Leben und dann nochmals durch unseren Tod.<\/p>\n<h4>Kernwaffen &#8211; Faktor des Krieges oder des Friedens?<\/h4>\n<p>Unsere Welt hat die Akkumulation gigantischer Vernichtungsmittel erlebt, seit dem Auftauchen der Atombombe in unseren Arsenalen &#8211; eine t\u00f6dliche Waffe, die, wie General de Gaulle sagte, nicht blo\u00df ein einfacher Fortschritt in der Waffentechnik war, sondern ein technologischer Sprung, der die traditionellen Regeln des Krieges \u00fcber den Haufen wirft. Denn erstmals in der Geschichte erfand der Mensch eine Waffe, die man nicht mehr einsetzten konnte, sobald mehr als ein Land sie besa\u00df. Sie ist ausschlie\u00dflich eine Abschreckungswaffe, und deshalb ist jedes Land, das sie besitzt, sicher, da\u00df keine feindliche Macht das Risiko eingehen kann, vernichtet zu werden, wenn es angreift. Deshalb ist es unm\u00f6glich, sie vern\u00fcnftig einzusetzen, weshalb sie auch als \u201eNichtgebrauchswaffe\u201c bezeichnet wird.<\/p>\n<p>Im Bereich der Wissenschaft glaubte de Gaulle, da\u00df das Elektronenmikroskop einen \u00e4hnlichen Sprung darstelle:<\/p>\n<p>\u201eSehen Sie, ich glaube nicht, da\u00df das Elektronenmikroskop blo\u00df ein enormes Vergr\u00f6\u00dferungsglas ist &#8211; das, was es uns zu entdecken erlaubt, ist nicht das, wonach wir suchen. Es l\u00f6st einige unserer Probleme, aber es schafft auch neue. Wir sind mit der Atombombe noch nicht am Ende. Das m\u00e4chtigste Mittel des Krieges begann, indem es Frieden brachte &#8211; einen seltsamen Frieden, aber doch einen Frieden. Warten wir es ab.\u201c<\/p>\n<p>Der k\u00fcrzlich verstorbene gro\u00dfe franz\u00f6sische Anthropologe und Philosoph Ren\u00e9 Girard, der die Mimetische Theorie erfand, schrieb in \u201eDie unbekannte Stimme des Realen\u201c unter Bezug auf Nietzsche:<\/p>\n<p>\u201eWahre Vergeltung [im Sinne der Nietzscheschen Mi\u00dfgunst] holt uns ein in Form der absoluten Kernwaffen, die unseren Planeten auf die Gr\u00f6\u00dfe eines primitiven Dorfes reduzieren, in dem wir wieder von der Aussicht eines Krieges bis zum Tode geschreckt sind. Wahre Vergeltung ist so schrecklich, da\u00df ihre hartn\u00e4ckigsten Unterst\u00fctzer nicht wagen, sie freizusetzen, da sie genau wissen, da\u00df alle Greueltaten, die sie an ihren Gegnern ver\u00fcben k\u00f6nnen, von ihren Gegnern auch ihnen selbst zugef\u00fcgt werden k\u00f6nnen.\u201c<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Theorie h\u00e4tte wohl Heraklit formuliert, wenn er von der M\u00f6glichkeit gewu\u00dft h\u00e4tte, da\u00df die Menschheit die Kernfusion entfesselt, wenn er schon von einem \u201ealles vernichtenden Weltenbrande\u201c sprach?<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer franz\u00f6sischer Stratege, General Pierre-Marie Gallois, der mich ehrte, indem er mich in seine Denkfabrik aufnahm, erz\u00e4hlte mir von seinen Gespr\u00e4chen mit General de Gaulle \u00fcber die Atomwaffen, und dar\u00fcber, da\u00df nur sehr wenige Menschen, selbst unter den Spezialisten, dieses neue Konzept verstanden. So denken weiterhin in den Begriffen des milit\u00e4rischen Zwangs, w\u00e4hrend es in Wirklichkeit darum ging, jemanden davon abzuschrecken, uns anzugreifen.<\/p>\n<p>Ich zitiere ihn:<\/p>\n<p>\u201ePl\u00f6tzlich in das atomare Zeitalter gest\u00fcrzt, argumentierten die Menschen immer noch so, als k\u00f6nne man dies vern\u00fcnftigerweise weiter im klassischen Stil tun. Sie dachten in Begriffen des Zwangs, wo es um Abschreckung ging. Sie verglichen die verf\u00fcgbaren Kr\u00e4fte zahlenm\u00e4\u00dfig, wo sie die Sch\u00e4den h\u00e4tten einsch\u00e4tzen sollen, die der St\u00e4rkste erleiden w\u00fcrde &#8211; egal, wie m\u00e4chtig er ist &#8211; wenn er die Existenz des Schw\u00e4chsten bedrohte.\u201c<sup>2<\/sup><\/p>\n<h4>Umkehrung der Rollen<\/h4>\n<p>Derzeit engagiert sich die NATO in einem unerh\u00f6rten, klassischen und nuklear-milit\u00e4rischen Aufmarsch in Europa, vor allem an den Grenzen Ru\u00dflands, in Polen und den baltischen Staaten, zus\u00e4tzlich zu den Kr\u00e4ften, die in Rum\u00e4nien, Italien, Deutschland und Polen stationiert sind. Ich will hier nicht auf die Details der eingesetzten Truppen eingehen, die von zahlreichen Experten genau geschrieben wurden. Diese Kr\u00e4fte des Atlantikpaktes umfassen auch nukleare Streitkr\u00e4fte, im Rahmen des globalen Aegis-Systems der Vereinigten Staaten, von dem man urspr\u00fcnglich sagte, es richte sich gegen die Bedrohung aus dem Iran, obwohl f\u00fcr jeden klar ersichtlich war, da\u00df sein Zweck war, das wiederaufkommende Ru\u00dfland zu bedrohen. Dieses System, das auch im Atlantik und im Pazifik aufgeboten wird, umfa\u00dft seegest\u00fctzte, luftgest\u00fctzte und landgest\u00fctzte mobile Einrichtungen. Auch wenn es als Verteidigungssystem gegen eine hypothetische russische oder chinesische Bedrohung dargestellt wird, ist es tats\u00e4chlich auch offensiv, und seine Marschflugk\u00f6rper oder ballistischen Raketen k\u00f6nnen auch offensiv eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Frankreich, das unter Pr\u00e4sident Sarkozy leider wieder in die milit\u00e4rische Organisation der NATO zur\u00fcckgekehrt ist, ist an diesem kriegsartigen Einsatz beteiligt und hat erst j\u00fcngst beschlossen, die Stationierung von NATO-Streitkr\u00e4ften auf seinem Territorium zuzulassen, auch wenn sie im Prinzip nur den milit\u00e4rischen St\u00e4ben angeh\u00f6ren, in denen sich unsere h\u00f6heren Offiziere und Unteroffiziere inzwischen daran gew\u00f6hnen, brillante Karrieren machen zu k\u00f6nnen, und die daher nicht dazu neigen, die NATO als ein milit\u00e4risches Instrument der USA zu betrachten, sondern eher als ein B\u00fcndnis der freien und rechtschaffenen Welt, das den Liberalismus und die Menschenrechte verteidigt gegen eine Welt, die dies nicht tut.<\/p>\n<p>Das AEGIS-System ist ein weltweites System, das in der Lage ist, \u00fcberall auf dem Planeten einen Nuklearangriff durchzuf\u00fchren. Es wird der \u00d6ffentlichkeit bisher verlogenerweise als ein Verteidigungssystem pr\u00e4sentiert, aber sein Zweck ist es, der Welt deutlich zu machen, da\u00df die Vereinigten Staaten die Herren des Planeten sind und beabsichtigen, jedem Land zu diktieren, wie es zu leben hat, welche Regeln es zu befolgen hat, welche Gepflogenheiten es einzuhalten und welche es aufzugeben hat, und da\u00df es einen v\u00f6lligen Freihandel einzuf\u00fchren hat, durch die Beseitigung von Schutzz\u00f6llen und vielleicht sogar von Grenzen. Die USA wollen ihr Modell durchsetzen &#8211; auf das Risiko, dadurch einen Nuklearkrieg auszul\u00f6sen, der die Apokalypse des alles vernichtenden Weltbrandes ausl\u00f6sen w\u00fcrde, von dem Heraklit im 6. Jahrhundert vor Christus gesprochen hat. Die Europ\u00e4ische Union hat in ihrem Grundlagenvertrag die Regeln des unbegrenzten Liberalismus, des freien und unverzerrten Handels, der Beseitigung der Binnengrenzen ebenso in Stein gemei\u00dfelt wie sie ihre Verteidigung strukturell in die milit\u00e4rische Organisation der NATO eingebunden hat.<\/p>\n<p>Das gesamte amerikanische Milit\u00e4rsystem &#8211; mit seinem unvergleichlichen Budget von mehr als 700 Mrd. Dollar, wenn man alle Mittel f\u00fcr die Verteidigungs- und Geheimdienstorganisationen zusammenrechnet &#8211; richtet sich nun gegen Ru\u00dfland und China, wegen ihrer angeblichen Hegemonialambitionen in Europa einerseits und Asien andererseits &#8211; womit die Rollen vertauscht sind.<sup>3<\/sup> Diese Strategie bezieht auch ihre Verb\u00fcndeten mit ein &#8211; insbesondere die EU mit ihrem Weihrauchtr\u00e4ger Frankreich -, die aber mit Sicherheit vor dem Zerbrechen zu stehen scheint, mit Hilfe unserer britischen Freunde, die das Schiff verlassen wollen, bevor es sinkt.<\/p>\n<p>China hat durch seine m\u00fchsamen und flei\u00dfigen Anstrengungen enorme wirtschaftliche Fortschritte gemacht, den Hunger beseitigt und die Unterentwicklung der Mehrheit seiner Bev\u00f6lkerung \u00fcberwunden. Es hat eine gro\u00dfe wohlhabende Klasse geschaffen, den Lebensstandard allgemein gehoben und bedeutende finanzielle Reserven angeh\u00e4uft, und gleichzeitig die Zentralisierung des kollektivistischen Kommunismus beibehalten, was ihm den gro\u00dfen Vorteil verschaffte, die zentrale Kontrolle \u00fcber die \u00d6ffnung seiner immensen Bev\u00f6lkerung f\u00fcr den Welthandel und die Kontrolle \u00fcber die gro\u00dfen anpassenden Reformen zu behalten. Das Gegenteil geschah in der Sowjetunion, die sich unter der Perestroika eines Gorbatschow, der gute Absichten hatte, aber die Kontrolle \u00fcber den Reformproze\u00df verlor, sehr schnell aufl\u00f6ste.<\/p>\n<p>China wird von den Vereinigten Staaten als Rivale betrachtet, der zu zerst\u00f6ren ist, bevor er zu m\u00e4chtig wird. Deshalb bestreitet es ihm das Recht, seine Lebensinteressen zu verteidigen, insbesondere in den benachbarten Meeren, indem es feindliche B\u00fcndnisse der L\u00e4nder schafft, die Wert auf den Schutz durch die USA legen.<\/p>\n<p>Tatsache ist jedoch, da\u00df die wohlabgestimmte chinesische Diplomatie eine wachsende Zahl von L\u00e4ndern in der Region \u00fcberzeugt hat, da\u00df China keine imperialen Absichten verfolgt und vielmehr eine internationale Kooperation bevorzugt, um wirtschaftliche Projekte zu realisieren, die f\u00fcr alle von Vorteil sind. Die gewaltigen Projekte in dem Programm, das den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern vorgeschlagen wurde, das aber auch der \u00fcbrigen Welt offensteht und als \u201eStra\u00dfe und G\u00fcrtel\u201c der Neuen Seidenstra\u00dfe bezeichnet wird, haben bereits viele L\u00e4nder \u00fcberzeugt, die sich den Institutionen angeschlossen haben, die diese Projekte vorschlagen und finanzieren. So wie die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) und die Shanghaier Kooperation (SCO), die BRICS, ASEAN &#8211; der sich auch der Iran angeschlossen hat, am Kreuzungspunkt zwischen den Nahen Osten und dem kaukasischen Asien mit 400 Mio. Einwohnern in seiner unmittelbaren Umgebung -, ALBA (die Bolivarische Allianz f\u00fcr Amerika) und UNASUR (Union S\u00fcdamerikanischer Staaten) in Lateinamerika.<\/p>\n<p>Einige L\u00e4nder spielen auf beiden Seiten mit und bleiben freundlich gegen\u00fcber Amerika, w\u00e4hrend sie mit China und Ru\u00dfland handeln, aber der Eindruck ist, da\u00df ihre wirtschaftlichen und sogar ihre strategischen Interessen sie n\u00e4her an das Win-Win-System heranziehen, soda\u00df wir erleben, da\u00df selbst bisher rivalisierende Parteien ihre Forderungen hintanstellen, um Partner dieser heuen Weltordnung zu werden. Indien und China sind ein Beispiel daf\u00fcr, aber nicht das einzige.<\/p>\n<p>Die amerikanische Diplomatie stellt Ru\u00dfland als eine imperiale Macht dar, die bereit ist, in Europa einzumarschieren. Aber das ist so offensichtlich falsch, da\u00df man sich fragt, wie die europ\u00e4ischen L\u00e4nder diese Idee akzeptieren k\u00f6nnen &#8211; wenn der Grund nicht ist, sich mit den USA zu verb\u00fcnden, um nicht selbst mehr f\u00fcr ihre Verteidigung ausgeben zu m\u00fcssen. Aber diese Falschheiten scheinen in j\u00fcngster Zeit in Br\u00fcssel an Boden zu verlieren, wo man unter dem Druck der verschiedenen V\u00f6lker und L\u00e4nder erkennt, da\u00df die Sanktionen den EU-Mitgliedstaaten mehr schaden als Ru\u00dfland, das Optionen in Asien und in seinem eigenen riesigen Territorium entwickelt.<\/p>\n<p>Am 8. Juni hat der franz\u00f6sische Senat f\u00fcr einen Vorschlag gestimmt, die Sanktionen schrittweise aufzuheben, nachdem das Parlament dies bereits im April getan hatte. Und der Pr\u00e4sident der EU, Herr Juncker, nahm am Petersburger Wirtschaftforum teil, da er dem st\u00e4ndigen Druck nicht l\u00e4nger widerstehen konnte, der tief aus dem wahren Europa kommt, das kein Problem hat, zu verstehen, da\u00df Entente und Kooperation mit dem riesigen Ru\u00dfland f\u00fcr seine Zukunft notwendig ist.<\/p>\n<p>Dies l\u00f6st nat\u00fcrlich in Washington Sorgen aus, das Westeuropa seit 1945 als ein Glacis zum Schutz vor dem sowjetischen Ru\u00dfland betrachtete. Nach dem Sieg \u00fcber den sowjetischen Kommunismus 1989 und der Aufl\u00f6sung der UdSSR hat eine gewisse Hybris, ein \u00fcbersteigertes Selbstbewu\u00dftsein, Amerika dazu verleitet, das neue Ru\u00dfland zu zerst\u00f6ren, indem es Politiker und Oligarchen kaufte und den tschetschenischen Terrorismus in verschiedener Art und Weise unterst\u00fctzte. Putin, ein scharfsinniger Stratege, der die Arbeitsweise des Kr\u00e4ftegleichgewichts versteht, wollte seinerseits dem Zerfall seines Landes ein Ende setzen und zu einem Verst\u00e4ndnis mit der gr\u00f6\u00dften Macht der Erde gelangen, und akzeptierte Zugest\u00e4ndnisse, zu denen er aufgrund seiner Schw\u00e4che gezwungen war, ist jedoch immer weniger dazu bereit, die lebenswichtigen Interessen Ru\u00dflands zu opfern, die durch die imperiale Hysterie der USA bedroht sind, die den Angegriffenen als Angreifer darstellen.<\/p>\n<p>Offen gesagt, welcher ernsthafte Stratege k\u00f6nnte sich vorstellen, da\u00df russische Divisionen in Osteuropa einmarschieren w\u00fcrden, um die fr\u00fcheren Satellitenstaaten zur\u00fcckzuerobern? Wozu, zu welchen Zweck? Um ihre Rohstoffe oder industriellen Werte zu gewinnen, oder sie zum orthodoxen Glauben zu bekehren?<\/p>\n<p>Alle Experten wissen, da\u00df der Putsch im August 2008 in Georgien zu dem Zweck gestoppt wurde, um deutlich zu machen, wo die Grenzen der Osterweiterung der NATO (unter Verletzung fr\u00fcherer Versprechungen) liegen, nachdem das US-Au\u00dfenministerium die Provokationen gegen die Regierung in Tiflis angef\u00fchrt hatte. Die R\u00fcckkehr der Krim zum Vaterland 2014 nach einem fast einstimmigen Votum der Bev\u00f6lkerung war die Folge eines \u201eoffenen Staatsstreichs\u201c (wie es der amerikanische Stratege George Friedman genannt hat), der in Kiew eine Regierung an die Macht gebracht hatte, die der Bev\u00f6lkerung im Osten und Moskau feindlich gesonnen ist. Die Abstimmung erfolgte nach den Regeln der Vereinten Nationen \u00fcber das Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker.<\/p>\n<p>Putins wiederaufkommendes Ru\u00dfland versuchte lange Zeit, zu einer Einigung mit den Vereinigten Staaten und seinen europ\u00e4ischen Nachbarn zu gelangen, aber die hegemonialen Absichten der Oligarchie in Washington konnten es nicht akzeptieren, da\u00df die Welt multipolar werden k\u00f6nnte und da\u00df Amerika die F\u00fchrung des Planeten mit neuen Partnern teilen k\u00f6nnte. Scheinbar hofft der Kandidat Donald Trump, mit diesem kurzsichtigen System zu brechen. Wir k\u00f6nnen nur hoffen, da\u00df ihm dies gelingt, um der Welt und um Amerikas willen, da er vorschl\u00e4gt, dem milit\u00e4rischen Interventionismus ein Ende zu setzen, mit Ru\u00dfland zu kooperieren und mit China zu sprechen, um sich auf die Entwicklung der nationalen Wirtschaft konzentrieren zu k\u00f6nnen, indem er die Pensionsfonds, die in die Globalisierung investiert wurden, um mehr Profite zu machen, zur\u00fcckholt, um sie in die amerikanische Wirtschaft zu investieren und Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen. Deshalb wird er in den westlichen Medien als Clown dargestellt, auch wenn die amerikanischen B\u00fcrger seine Botschaft verstanden haben und f\u00fcr ihn stimmen.<\/p>\n<p>Es ist irref\u00fchrend, Ru\u00dfland vorzuwerfen, da\u00df es an seinen Grenzen zu Polen und zu den baltischen Staaten Truppen versammelt, weil Moskau seine Truppen dort als Reaktion auf die wiederholten Drohungen der NATO vor seiner T\u00fcrschwelle aufbaut, insbesondere in den baltischen Staaten. Der fr\u00fchere US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat wiederholt erkl\u00e4rt, der Truppenaufmarsch der NATO nahe Ru\u00dfland sei ein Fehler und kontraproduktiv.<\/p>\n<p>Deshalb habe ich von der Hybris der Vereinigten Staaten gesprochen, denn sie scheinen nicht zu erkennen, da\u00df ihre milit\u00e4rische Eskalation gegen Ru\u00dfland die ganze Welt in gro\u00dfe Angst versetzt, weil dabei Kernwaffen im Spiel sind. Es ist offensichtlich, da\u00df Ru\u00dfland nicht hinnehmen wird, vernichtetet zu werden, ohne im gleichen Ausma\u00df zur\u00fcckzuschlagen. Das w\u00e4re dann nicht der Dritte Weltkrieg, sondern das Ende der Menschheit.<\/p>\n<p>Es ist an der Zeit, da\u00df die &#8211; zumindest milit\u00e4risch &#8211; wichtigste Weltmacht, was ihre Arsenale und die Zahl ihrer St\u00fctzpunkte in aller Welt angeht, ma\u00dfvoll wird und aufh\u00f6rt, sich der Erkenntnis zu verweigern, da\u00df sich die Welt \u00e4ndert, da\u00df das Gleichgewicht sich ver\u00e4ndert, da\u00df die aufstrebenden Nationen sich behaupten. Es ist an der Zeit, da\u00df diese M\u00e4chte beschlie\u00dfen, eine Kooperation zum Vorteil aller einzugehen, wobei die m\u00e4chtigsten den \u00e4rmsten beistehen, und der wissenschaftliche Fortschritt der gesamten Menschheit dient.<\/p>\n<p>Das Drama unserer Zeit ist, da\u00df Exzesse und Blindheit der Vereinigten Staaten das Resultat einer messianischen Vorstellung sind, die Politiker an die Macht gebracht hat, die seit dem Kollaps des Kommunismus in der Sowjetunion \u00fcberzeugt sind, die Vereinigten Staaten seien mit der g\u00f6ttlichen Mission betraut, die Welt zu f\u00fchren &#8211; weil das h\u00f6chste Gut, der Liberalismus, das absolute B\u00f6se, den totalit\u00e4ren Kollektivismus, besiegt habe.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es die Interessen der Finanzm\u00e4chte, die in den Washingtoner Lobbies organisiert sind, deren Besitz einen gro\u00dfen Teil des Planeten umfa\u00dft, wozu auch die Medien und ihre Propagandamittel geh\u00f6ren. Diese Netzwerke sind die eigentlichen Entscheidungstr\u00e4ger der amerikanischen Politik, und zwar so sehr, da\u00df die Regierung oft gar nicht in der Lage ist, ihre eigenen Beschl\u00fcsse durchzusetzen, wenn sie diesen Interessen nicht entsprechen. In dieser Hinsicht ist es der Regierung Obama zwar gelungen, einige Reformen durchzusetzen, wie die allgemeine Krankenversicherung oder das Nuklearabkommen mit dem Iran, aber sie sind immer noch da.<\/p>\n<p>Gegen Ende seiner Amtszeit scheint der US-Pr\u00e4sident ihren Forderungen nachzugeben, insbesondere in Syrien, wo die Aktionen am Boden trotz der Bekanntgabe von Vereinbarungen mit Ru\u00dfland zur Beendigung des Blutbades die K\u00e4mpfe weiterhin anheizen. \u00dcberrascht durch Ru\u00dflands Milit\u00e4rintervention im September 2015, die die Akteure zwang, ihre Masken abzunehmen und sich zu entscheiden, die islamischen Terroristen zu bek\u00e4mpfen oder nicht, halten Amerikas F\u00fchrer weiter fest an der Politik der Regimewechsel gegen jede Regierung, die ihre Politik nicht akzeptiert, was insbesondere einem Israel sehr n\u00fctzt, das die Gelegenheit nutzt, den Pal\u00e4stinensern noch mehr Rechte und Land zu nehmen, unter klarem Versto\u00df gegen die Vorschriften der UN.<\/p>\n<p>Ru\u00dfland hat mit seiner Intervention in Syrien gezeigt, da\u00df es eine Armee geschaffen hat, deren Technologie mit den USA mithalten kann und in einigen Bereichen sogar noch moderner ist. Auch wenn die russische Armee nicht so gro\u00df ist und keine ausl\u00e4ndischen St\u00fctzpunkte hat &#8211; was beweist, da\u00df es keine imperiale Agenda hat -, ist es in der Lage, mit jedem vors\u00e4tzlichen Angriff auf seine vitalen Interessen umzugehen. Ru\u00dfland hat gezeigt, da\u00df es hofft, mit den Vereinigten Staaten, den Europ\u00e4ern, China, Indien und Asien insgesamt zu kooperieren. Die Konfrontationshaltung der US-Regierung &#8211; die sich weigert, anzuerkennen, da\u00df ihre weltweite Suprematie beendet ist, die mit anderen L\u00e4ndern zusammenarbeiten k\u00f6nnte, statt Spannungen und Kriege zu sch\u00fcren, wie sie es seit 2001 schon tut &#8211; kann gegen die Pl\u00e4ne der \u00fcbrigen Welt keinen Erfolg bringen.<\/p>\n<p>Die Weigerung, die neuen Realit\u00e4ten anzuerkennen, der Wunsch, eine veraltete Ordnung aufrecht zu erhalten, illustriert durch ein Papiergeld, mit dem sie ihre Schulden finanziert, aber keine wirtschaftliche Entwicklung, droht der Welt in einer nuklearen Apokalypse ein Ende zu bereiten. Alle L\u00e4nder, in denen die Vereinigten Staaten interveniert haben &#8211; von Afghanistan bis Libyen &#8211; wurden zerst\u00f6rt, w\u00e4hrend der Nahe Osten in ein dramatisches Chaos gest\u00fcrzt wurde. Ihre Politik in Syrien ist unklar, weil sie gleichzeitig mehrere Karten ausspielt und gleichzeitig rivalisierende Kr\u00e4fte unterst\u00fctzt, an dem einen Tag mit Ru\u00dfland Vereinbarungen schlie\u00dft, am n\u00e4chsten Tag eine m\u00f6gliche L\u00f6sung verweigert und st\u00e4ndig die religi\u00f6sen Feindseligkeiten unterst\u00fctzt, die von Saudi-Arabien gesch\u00fcrt werden.<\/p>\n<p>Diese Widerspr\u00fcche zeigen sich auch in der Politik gegen\u00fcber dem Iran, einem gro\u00dfen, f\u00fcr die Stabilit\u00e4t des Nahen Ostens und des Kaukasus unverzichtbaren Akteur. Sie unterzeichnete die Vereinbarung, den Iran wieder in das Konzert der Nationen aufzunehmen, droht aber gleichzeitig, ihn wieder auszuschlie\u00dfen und sogar finanzielle Vergeltungsma\u00dfnahmen gegen L\u00e4nder zu ergreifen, die zu schnell mit Teheran zusammenarbeiten.<\/p>\n<h4>Der Neue Warschauer Pakt<\/h4>\n<p>Wir wissen, da\u00df die NATO Anfang Juli einen Gipfel in Warschau veranstalten wird, nach dem gro\u00dfen ANAKONDA-Man\u00f6ver unter der F\u00fchrung der USA mit Beteiligung von 24 L\u00e4ndern, darunter Makedonien und sogar Albanien, nat\u00fcrlich die baltischen Staaten, die T\u00fcrkei, Kanada und Finnland &#8211; aber zum Gl\u00fcck ohne Frankreich. Das hat symbolische Bedeutung, denn der Warschauer Pakt h\u00f6rte nach der Aufl\u00f6sung der Sowjetunion und dem, wie wir hofften, Ende des Kalten Krieges auf zu existieren. Ein solcher Gipfel an einem solchen Ort klingt wie eine nutzlose und gef\u00e4hrliche Herausforderung, insbesondere angesichts der Verst\u00e4rkung der Nuklearwaffen der NATO in Europa. Ru\u00dfland ist f\u00fcr niemanden eine Bedrohung. Es organisiert einfach eine wirtschaftliche und strategische Kooperation mit den Asiaten und mit Afrika und Lateinamerika. Es w\u00e4re auch bereit, dies mit den USA und Europa zu tun, aber letztere sind immer noch zu unterw\u00fcrfig gegen\u00fcber Washington, um das Angebot anzunehmen, obwohl man aufgrund des Drucks der Bev\u00f6lkerung einige Versuche sehen kann, die Ketten dieser Sklaverei abzusch\u00fctteln.<\/p>\n<p>Deshalb w\u00fcrde ich mir als franz\u00f6sischer Patriot w\u00fcnschen, da\u00df sich Frankreich aus der NATO zur\u00fcckzieht und sich weigert, an dem Warschauer Gipfel teilzunehmen, dessen Zweck es lediglich ist, Ru\u00dfland zu provozieren. Ich werde auf verschiedenen Internetseiten in Artikeln und B\u00fcchern als pro-russisch, pro-chinesisch, pro-iranisch oder w\u00fctend anti-amerikanisch bezeichnet, aber tats\u00e4chlich bin ich einfach pro-franz\u00f6sisch und \u00fcberzeugt, da\u00df es im Interesse meines Landes liegt, jegliches Blockdenken aufzugeben und die Souver\u00e4nit\u00e4t der Staaten zu respektieren. Ich m\u00f6chte, da\u00df Frankreich seine eigene Souver\u00e4nit\u00e4t zur\u00fcckgewinnt und seine unabh\u00e4ngige Politik wieder aufnimmt, die seit General de Gaulle seine Tradition war, was Vereinbarungen mit unseren Nachbarn nicht ausschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Unsere \u00c4ra erlebt die R\u00fcckkehr zu nationalen Gef\u00fchlen in Europa, w\u00e4hrend der Eindruck entsteht, da\u00df die verschiedenen V\u00f6lker, wenn sie nicht in einem gestaltlosen Eintopf verschwinden wollen, ihr Erbe sch\u00fctzen und durch den Austausch mit anderen bereichern m\u00fcssen. Ein Europa der Nationen ist dazu aufgefordert, die Technokraten der EU abzul\u00f6sen, die unf\u00e4hig sind, mit den gro\u00dfen Herausforderungen unserer Zeit fertigzuwerden. Selbst seine ernsthaften Anh\u00e4nger fangen an zu erkennen, da\u00df es nicht ausreicht, \u201ewie eine Ziege auf dem Stuhl herumzuh\u00fcpfen und Europa, Europa, Europa zu schreien\u201c &#8211; wie es de Gaulle einmal gesagt hat -, und da\u00df das \u00fcberhaupt nicht weiterhilft.<\/p>\n<p>Ich glaube nicht, da\u00df Robert F. Kennedy, Jr. als antiamerikanisch oder als Verr\u00e4ter betrachtet werden sollte. Aber in einem Artikel in <em>Politico<\/em> vom 24. Februar 2016 (\u201eWarum die Araber uns in Syrien nicht wollen\u201c) beurteilt er die Politik seines Landes genauso wie ich:<\/p>\n<p>\u201eSie hassen nicht ,unsere Freiheiten\u2019, sie hassen es, da\u00df wir unsere Ideale in ihren L\u00e4ndern verraten &#8211; wegen des \u00d6ls.\u201c Er f\u00fchrt in seiner Auflistung auch die Iraner auf und erinnert an den Sturz Mossadeghs, der 1952 von der CIA gest\u00fcrzt wurde, nachdem dies dem britischen MI6 nicht gelungen war.<sup>4<\/sup><\/p>\n<h4>Schlu\u00dffolgerung<\/h4>\n<p>Es ist h\u00f6chste Zeit, da\u00df die amerikanische Hybris ersetzt wird durch einen Geist der Zusammenarbeit, den die ganze Welt mit Erleichterung begr\u00fc\u00dfen w\u00fcrde. Eine Zusammenarbeit aller L\u00e4nder auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts und gemeinsamer Interessen &#8211; in einem solchen friedlichen Umfeld zwischen den Nationen k\u00f6nnte eine vollkommene nukleare Abr\u00fcstung auf die Tagesordnung kommen, und die nuklearen M\u00e4chte k\u00f6nnten vereinbaren, sie gleichzeitig durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Frankreich, da\u00df seine Gr\u00f6\u00dfe in der Vergangenheit in der Verteidigung universeller Werte gezeigt hat, k\u00f6nnte zu diesem Proze\u00df beitragen, wenn andere betroffene Nationen ihre Drohungen zur\u00fcckgenommen haben. Aber die Abschreckung, die bisher einen neuen, t\u00f6dlichen Weltkrieg verhindert hat, wird auch weiterhin in der einen oder anderen Form fortgesetzt werden m\u00fcssen, um den Frieden auf dem Planeten zu garantieren.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich noch einen gro\u00dfen franz\u00f6sischen Philosophen zitieren, der auch ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Staatsmann war &#8211; General de Gaulle. In seiner Rede vor Studenten der Universit\u00e4t von Mexiko sagte er 1964:<\/p>\n<p>\u201eTats\u00e4chlich bleibt jenseits der schrumpfenden Distanzen, der schw\u00e4cher werdenden Ideologien und der politischen Systeme, die ihren Schwung verlieren &#8211; und wenn sich die Menschheit nicht eines Tages in einer monstr\u00f6sen Akt der Selbstzerst\u00f6rung vernichtet &#8211; als Tatsache, die unsere Zukunft beherrschen wird, die Einheit des Universums: eine Sache &#8211; die des Menschen; eine Notwendigkeit &#8211; die des Fortschritts der Welt und daher auch der Unterst\u00fctzung all jener L\u00e4nder, die dies w\u00fcnschen, um sich zu entwickeln; eine Pflicht &#8211; die des Friedens. Diese bilden f\u00fcr unsere Gattung die Grundlage unserer Existenz.\u201c<\/p>\n<hr class=\"shortcode-hr\">\n<p>Anmerkungen<\/p>\n<ol>\n<li>Ren\u00e9 Girand, \u201e<em>Nietzsche<\/em> contre le Crucifi\u00e9\u201d, in <em>La voix m\u00e9commue du r\u00e9el; Une th\u00e9orie des mythes archaiques et modernes<\/em>, Grasset, 2002.<\/li>\n<li>Vortrag von General Gallois 1984 bei einem Kolloquium, das vom Institut Charles de Gaulle und der Universit\u00e4t de Franche-Comt\u00e9 in Arc-et-Senans veranstaltet wurde.<\/li>\n<li>Nach Angaben des britischen IISS (International Institute for Strategic Studies) betragen die Verteidigungsausgaben sch\u00e4tzungsweise: Vereinigte Staaten 597,5 Mrd.$, China 145,8 Mrd.$, Saudi-Arabien 81,9 Mrd.$, Ru\u00dfland 65,5 Mrd.$, Gro\u00dfbritannien 56,2 Mrd.$, Indien 48 Mrd.$ und Frankreich, an siebter Stelle, 46,8 Mrd.$.<\/li>\n<li>Siehe <em>http:\/\/www.politico.eu\/article\/why-the-arabs-dont-want-us-in-syria-mideast-conflict-oil-intervention\/<\/em><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um auf die Verst\u00e4rkung der amerikanischen strategischen Kr\u00e4fte in der NATO auf europ\u00e4ischem Boden zu antworten, mu\u00dfte Ru\u00dfland zur Abschreckung ein entsprechendes Arsenal an seiner Westgrenze aufbieten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":34815,"menu_order":2,"template":"","meta":{"footnotes":""},"portfolio_category":[375,376],"class_list":["post-35733","portfolio_cpt","type-portfolio_cpt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio_category-berlin-june-2016-de","portfolio_category-panel-1-berlin-june-2016-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/35733","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt"}],"about":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portfolio_cpt"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/35733\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34815"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35733"}],"wp:term":[{"taxonomy":"portfolio_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_category?post=35733"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}