{"id":35586,"date":"2016-07-02T12:21:39","date_gmt":"2016-07-02T10:21:39","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/de\/media\/alain-gachet-how-new-space-technologies-can-change-the-groundwater-geopolitical-balance-case-studies-in-kenya-and-iraq\/"},"modified":"2016-08-08T12:12:53","modified_gmt":"2016-08-08T10:12:53","slug":"alain-gachet-how-new-space-technologies-can-change-the-groundwater-geopolitical-balance-case-studies-in-kenya-and-iraq","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/alain-gachet-how-new-space-technologies-can-change-the-groundwater-geopolitical-balance-case-studies-in-kenya-and-iraq\/","title":{"rendered":"Alain Gachet: Wie neue Weltraumtechniken das geopolitische Gleichgewicht des Grundwassers \u00e4ndern k\u00f6nnen \u2014 Fallstudien in Kenia und dem Irak"},"content":{"rendered":"<div class=\"title-big\"><h2 class=\"title-big-title\">Alain Gachet<\/h2><\/div>\n<hr class=\"shortcode-hr\">\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Alain Gachet \u2013 Wie neue Weltraumtechniken das geopolitische Gleichgewicht...\" width=\"860\" height=\"484\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/G1L2yH3QyEs?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Audio (mp3):<\/h3>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-35586-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Alain-Gachet-DE.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Alain-Gachet-DE.mp3\">http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Alain-Gachet-DE.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Alain-Gachet-DE.mp3\" style=\"display:inline-block;padding:10px 24px;background:#0693e3;color:#ffffff;border-radius:4px;text-decoration:none;font-weight:600;margin:5px;transition:opacity 0.2s;\" onmouseover=\"this.style.opacity=0.85\" onmouseout=\"this.style.opacity=1\">T\u00e9l\u00e9charger<\/a>\n<hr class=\"shortcode-hr\">\n<h3>Wie neue Weltraumtechniken das geopolitische Gleichgewicht des Grundwassers \u00e4ndern k\u00f6nnen \u2014 Fallstudien in Kenia und dem Irak<\/h3>\n<p>Ich befasse mich nicht mit politischen Fragen; ich bin einfach Wissenschaftler. Ich m\u00f6chte Ihnen eine etwas merkw\u00fcrdige Geschichte erz\u00e4hlen, aber eine wahre Geschichte, die ich erlebt habe. Sie begann vor fast 15 Jahren.<\/p>\n<p>Wie Sie wissen, haben heute 1,1 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, und bis 2050 werden 5,3 Mrd. Menschen, das sind zwei Drittel der Weltbev\u00f6lkerung, in Gebieten mit gro\u00dfem Wassermangel leben.<\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>Man h\u00f6rt st\u00e4ndig vom Klimawandel, aber ist das wirklich etwas Neues? Seine Folgen kann man heute deutlich sp\u00fcren. S\u00e4mtliche Grundwasserspiegel auf der Welt gehen immer weiter zur\u00fcck, und gleichzeitig w\u00e4chst die Bev\u00f6lkerung dramatisch an. Klimawandel und Bev\u00f6lkerungswachstum bedeuten somit steigenden Wasserbedarf und sinkende Wasserversorgung.<\/p>\n<p>Eine solche Lage hat die Menschheit zuvor noch nie erlebt. Anfangs, etwa 10.000 Jahre v. Chr. bestand die Menschheit aus etwa 5 Mio. Personen, und nach der Einf\u00fchrung des Ackerbaus um die Zeit von Jesus Christus wuchs sie auf 250 Mio. an. Dann, am Ende des 19. Jahrhunderts, gab es einen pl\u00f6tzlichen Anstieg, der in der Menschheitsgeschichte ohne Beispiel ist <em>(Abbildung 1<\/em>)<em>.<\/em> Wie gehen wir damit um?<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-half last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_36974\" aria-describedby=\"caption-attachment-36974\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-36974\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet1.jpg\" alt=\"gachet1\" width=\"460\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet1.jpg 1276w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet1-300x191.jpg 300w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet1-768x490.jpg 768w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet1-1024x653.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-36974\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Der Ackerbau und die industrielle Revolution f\u00fchrten zu einem starken Anstieg der Weltbev\u00f6lkerung.<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>Das ist typisch f\u00fcr die Art Paradox, das durch einen Paradigmenwechsel ausgel\u00f6st wird, wof\u00fcr sich das Schiller-Institut bekannterma\u00dfen einsetzt. Vor allem m\u00fcssen wir erkennen, da\u00df es in der menschlichen Evolution immer entscheidend war, Schwierigkeiten in Chancen zu verwandeln. Doch wir sind in einer gl\u00fccklichen Lage, denn aufgrund von NASA-Daten von Erdbeobachtungssatelliten w\u00e4hrend der letzten 30 Jahre hat man festgestellt, da\u00df s\u00e4mtliches vom Menschen verbrauchtes Wasser lediglich eine kleine Blase ist (<em>Abbildung 2<\/em>).<\/p>\n<p>Die Menschheit hat sich anfangs vor allem an Seen und Fl\u00fcssen entwickelt, doch der gr\u00f6\u00dfte Teil des S\u00fc\u00dfwassers befindet sich unter der Erdoberfl\u00e4che, 33 mal mehr als das gesamte Wasser, das wir bisher verbraucht haben. Das bedeutet einen gro\u00dfen Gl\u00fccksfall f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Menschheit. Das ist das Wasser f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-half last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_36984\" aria-describedby=\"caption-attachment-36984\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-36984\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet2.jpg\" alt=\"TEDxMinesNancy\" width=\"460\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet2.jpg 4000w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet2-300x169.jpg 300w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet2-768x432.jpg 768w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet2-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-36984\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Gr\u00f6\u00dfenvergleich des bisher verbrauchten Wassers mit den vorhandenen Grundwasserreserven im Verh\u00e4ltnis zur Erdkugel.<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<p>Aber die gro\u00dfe Herausforderung ist, wo und wie man es findet.<\/p>\n<p>Ich komme eigentlich aus der \u00d6lindustrie. Ich hatte nie etwas mit Wasser zu tun. Und wie Sie wissen, wird Wasser nicht an der B\u00f6rse gef\u00fchrt; Wasser hat keinen Wert, au\u00dfer wenn man verdurstet&#8230; aber dann ist es zu sp\u00e4t.<\/p>\n<div class=\"one-third\">\n<p>2001 arbeitete ich an einem \u00d6lexplorationsprojekt von Shell in der libyschen W\u00fcste, als ich auf einem Radarbild, das aus 800 km H\u00f6he aufgenommen wurde, ein gro\u00dfes Wasserleck an einer gro\u00dfen Pipeline &#8211; dem Great-Man-Made-River, den Gaddafi vor mehreren Jahren bauen lie\u00df &#8211;\u00a0 entdeckte (<em>Abbildung 3&amp;4<\/em>). Es war also in gewisser Weise reiner Zufall, da\u00df ich im Rahmen meiner \u00d6lexplorationsarbeit auf dieses Bild stie\u00df.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-third\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_36994\" aria-describedby=\"caption-attachment-36994\" style=\"width: 294px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-36994\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet3.jpg\" alt=\"gachet3\" width=\"294\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet3.jpg 593w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet3-300x243.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-36994\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: Radarbild eines Teils der libyschen W\u00fcste<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-third last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_37004\" aria-describedby=\"caption-attachment-37004\" style=\"width: 294px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37004\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet4.jpg\" alt=\"gachet4\" width=\"294\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet4.jpg 593w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet4-300x243.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37004\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 4: Im gleichen Radarbild sichtbare Wasseraustritte aus dem Great-Man-Made-River-Projekt in Libyen.<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dadurch kam ich auf die Idee, ob es nicht m\u00f6glich w\u00e4re, mit Hilfe von Radar unterirdisches Wasser zu finden. Um das zu erreichen, mu\u00dfte ich eine M\u00f6glichkeit finden, die Signale der Details auf der Oberfl\u00e4che herauszufiltern und nur jene abzubilden, die die Bodenfeuchtigkeit im Untergrund darstellen. Das war die eigentliche Herausforderung. Es bedeutete, Bilder aus dem Weltraum, aus der Geophysik, aus der Geologie und allem, was von der Erde bekannt ist, zu kombinieren und dann mit einem besonderen mathematischen Algorithmus die Unebenheitseffekte zu eliminieren, um nur die Feuchtigkeitssignale zu behalten, die auf eine tiefer liegende Wasserader schlie\u00dfen lassen<em>.<\/em><\/p>\n<h4>Wasser in Darfur finden<\/h4>\n<p>Ich verwendete darauf zwei Jahre intensiver Arbeit, und als der Algorithmus entwickelt war, brach zwei Monate sp\u00e4ter die Darfur-Krise aus. Das war im Februar 2004. Ich erhielt einen Anruf vom UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerk (UNHCR) in Genf, denn man wu\u00dfte dort von der Arbeit, die ich machte. Man sagte mir: \u201eAlain, es sind derzeit 250.000 Menschen auf der Flucht aus dem Sudan, und wir versuchen, sie in Lagern unterzubringen. Wir m\u00fcssen Millionen von Dollar ausgeben, um mit Tankwagen Wasser zu den Fl\u00fcchtlingen zu bringen. Kannst Du uns helfen, Wasser zu finden?\u201c Ich antwortete: \u201eIch wei\u00df nicht. Ich habe damit keine Erfahrung; ich habe gerade eben dieses System entwickelt. Aber in dieser Situation ist keine Zeit zu verlieren. Wir m\u00fcssen es versuchen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"one-third\">\n<p>Hier sehen Sie ein allgemein zug\u00e4ngliches Radarbild des ganzen Sudan <em>(Abbildung 5).<\/em> Die Provinz Darfur im Westen ist eine Gegend von nahezu 200.000 km\u00b2, wo damals 3 Mio. Vertriebene in Lagern untergebracht waren. Was konnten wir tun, um ihnen zu helfen?<\/p>\n<p>Mit meinem System konnte ich nun zwischen beiden Bildern der gleichen Zone hin und herspringen, wobei man rechts (<em>Abbildung 6<\/em>) mit Hilfe des Algorithmus-Filters sieht, da\u00df sich in 20 m Tiefe ein breit verzweigtes Netz unterirdischer Fl\u00fcsse befindet. Die hellen Stellen bedeuten, da\u00df dort tats\u00e4chlich Feuchtigkeit ist, und die Feuchtigkeit l\u00e4\u00dft auf ein gro\u00dfes unterirdisches Wassersystem schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-third\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_37014\" aria-describedby=\"caption-attachment-37014\" style=\"width: 294px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37014\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet5.jpg\" alt=\"gachet5\" width=\"294\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet5.jpg 894w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet5-300x188.jpg 300w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet5-768x480.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37014\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 5: Zwei Karten der gleichen Region von Darfur. Links sind die Unebenheiten auf der Erdoberfl\u00e4che zu sehen, rechts die Wasserreserven tief im Boden. (source: RTI)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-third last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_37024\" aria-describedby=\"caption-attachment-37024\" style=\"width: 294px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37024\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet6.jpg\" alt=\"gachet6\" width=\"294\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet6.jpg 800w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet6-300x195.jpg 300w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet6-768x499.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37024\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 6 (source: RTI)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>Wie kann man also diese Menschen verdursten lassen, wenn man so hoffnungsvolle Dinge sieht? Aber der Beweis vor Ort stand noch aus. Und wenn man dann vor Ort ankommt, \u00e4ndert sich das eigene Leben v\u00f6llig. Man wird selbst zum Fl\u00fcchtling. Es gibt keinen Schutz, und man ist allen m\u00f6glichen Gefahren ausgesetzt. Ich w\u00fcrde sagen, man befindet sich in einer v\u00f6llig anderen Umgebung. Nat\u00fcrlich lauern st\u00e4ndig \u00fcberall Gefahren. Ich wurde von den UN-Friedenstruppen besch\u00fctzt, und f\u00fcr nur einen Kerl wie mich mu\u00dfte eine ganze Armada aufgeboten werden (<em>Abbildung 7<\/em>).<\/p>\n<p>Letztlich wurden in zwei Jahren 1700 Brunnen gebohrt. Wir hatten eine Erfolgsquote, die von 33% auf 98% hochsprang &#8211; genug Wasser, um nicht nur 3 Mio. Menschen, sondern 33 Mio. Menschen zu versorgen. Obendrein sparten wir eine halbe Milliarde Dollar f\u00fcr den Wassertransport.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-half last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_37034\" aria-describedby=\"caption-attachment-37034\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37034\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet7.jpg\" alt=\"gachet7\" width=\"460\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet7.jpg 688w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet7-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37034\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 7: Als Wasserexperte ist man Gefahren ausgesetzt. Alain Gachet (in der Mitte mit den wei\u00dfen Haaren) wurde von den UN-Friedenstruppen besch\u00fctzt. (source: RTI)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<p>Ich mu\u00df Ihnen sagen, da\u00df dies das Ergebnis eines Traums war. Als ich das Wasserleck in Libyen sah, sagte ich zu mir: \u201eWenn man das Problem l\u00f6sen kann, s\u00e4mtliche Oberfl\u00e4chensignale zu entfernen und nur die Feuchtigkeitseffekte aufzufangen, w\u00fcrde man einen Vorhang zerrei\u00dfen; man tritt durch eine Art Tor und entdeckt eine neue Welt auf der anderen Seite.\u201c<\/p>\n<h4>Die D\u00fcrre am Horn von Afrika<\/h4>\n<p>Danach hatte ich immer mehr mit Wasserfragen zu tun, und besonders erneut 2011. Damals wurde das Horn von Afrika von einer schrecklichen D\u00fcrre heimgesucht, von der 33 Mio. Menschen in \u00c4thiopien, Kenia und Somalia betroffen waren. Ich mu\u00df dazu sagen, kurze Zeit zuvor, im Jahre 2007, war der n\u00f6rdliche Teil Syriens von einer \u00e4hnlichen D\u00fcrre betroffen; das Vieh starb, Ernten wurden zerst\u00f6rt und die Menschen verarmten, die sich in die St\u00e4dte schleppten, um Hilfe zu bekommen. Der Beginn des Arabischen Fr\u00fchlings hatte wahrscheinlich etwas mit diesen Ph\u00e4nomenen zu tun.<\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>Diese massive D\u00fcrre [am Horn von Afrika] war die reine H\u00f6lle. Ich erreichte die Gegend nur wenige Monate danach, um die dortige Geologie zu untersuchen und um Wasser zu finden. Diese Gegend am Schnittpunkt des S\u00fcdsudan, \u00c4thiopiens, Ugandas und Kenias nennt sich die Turkana. Wieder fand ich eine verzweifelte Lage vor, und als man mich bat, dort Wasser zu finden, war ich selbst verzweifelt. Denn auf dem Bild war alles schwarz, absolut kein Wasser zu sehen. Wenn \u00fcberhaupt, war es Brackwasser (<em>Abbildung 8<\/em>).<\/p>\n<p>Wie sollte man dort Wasser finden? In dem gro\u00dfen Fl\u00fcchtlingslager Kakuma waren fast 200.000 Menschen untergebracht. Zuallererst mu\u00dfte sichergestellt werden, da\u00df es f\u00fcr sie genug Wasser gab. Ich mu\u00dfte also die Geologie dieser Gegend erkunden, um der UNO zu best\u00e4tigen, da\u00df das Fl\u00fcchtlingslager Kakuma genug Wasser hatte. Das war die Hauptaufgabe.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-half last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_37045\" aria-describedby=\"caption-attachment-37045\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37045\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet8.jpg\" alt=\"gachet8\" width=\"460\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet8.jpg 1451w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet8-300x196.jpg 300w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet8-768x501.jpg 768w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet8-1024x668.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37045\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 8: Radarbild der Region Turkana. \u00dcberall Trockenheit (source: RTI)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>Aber als ich alles abgebildet hatte, entdeckte ich etwas weitaus wichtigeres als nur Wasser f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge. Als erstes springe ich von diesem optischen Bild (Abbildung 8) zu dem speziell aufbereiteten Bild ohne Oberfl\u00e4chen-Unebenheiten (<em>Abbildung 9<\/em>), und man entdeckt schwarze L\u00f6cher. Diese schwarzen L\u00f6cher sind ein gutes Zeichen. Es bedeutet, da\u00df dort Wasser in gro\u00dfer Tiefe ist. Wasser steigt hoch, doch es verschwindet mittendrin. Das hei\u00dft, es wird im Untergrund absorbiert.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-half last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_37055\" aria-describedby=\"caption-attachment-37055\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37055\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet9.jpg\" alt=\"gachet9\" width=\"460\" height=\"299\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet9.jpg 1456w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet9-300x195.jpg 300w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet9-768x500.jpg 768w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet9-1024x666.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37055\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 9: Gefiltertes Bild der Turkana mit mehreren schwarzen L\u00f6chern sichtbar (source:\u00a0RTI)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>Damit bietet sich uns die M\u00f6glichkeit, in gro\u00dfer Tiefe Wasser zu finden. Mit Hilfe von geophysikalischen und anderen geologischen Daten gelang es, dieses Bild in ein weiteres zu verwandeln (<em>Abbildung 10<\/em>), auf dem f\u00fcnf gro\u00dfe Zielfl\u00e4chen zu sehen sind. Es sind lediglich Zielfl\u00e4chen, d.h. Konzepte. Mit Hilfe dieser Technik hatten wir ein Konzept entwickelt.<\/p>\n<p>Die eine Zielfl\u00e4che [Lotikipi] ist halb so gro\u00df wie Belgien. Dort wurde noch nie gebohrt! Und in der N\u00e4he von Lodwar, der Hauptstadt der Turkana, liegen wahrscheinlich bis zu 10 Mrd. m\u00b3 Wasser. [In Lotipiki] sind es sogar 200 <em>Milliarden<\/em> m\u00b3 &#8211; doppelt soviel wie der Genfer See. Noch nie angetastet! Aber oben dr\u00fcber sieht es sehr nach W\u00fcste aus.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-half last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_37065\" aria-describedby=\"caption-attachment-37065\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37065\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet10.jpg\" alt=\"gachet10\" width=\"460\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet10.jpg 1452w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet10-300x196.jpg 300w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet10-768x501.jpg 768w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet10-1024x668.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37065\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 10: Unerwartete tiefe Wasservorkommen wurden am Rande von Uganda, in S\u00fcdsudan und \u00c4thiopien entdeckt (source:\u00a0RTI)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>Als ich darum bat, dort zu bohren, erkl\u00e4rten mich die Leute von der UNO f\u00fcr verr\u00fcckt. Ich erwiderte: \u201eMag sein, da\u00df ich verr\u00fcckt bin, aber wenn wir dort Wasser finden, wird alles in der Gegend auf den Kopf gestellt!\u201c Es mu\u00dfte also geschehen.<\/p>\n<p>Der Preis hierf\u00fcr waren die Kosten f\u00fcr das Bohren eines Brunnens bis in 400 m Tiefe, wo das Tiefenwasser vermutet wurde. Ich hatte auch einige Echographien von \u00d6lgesellschaften, so da\u00df es mir sehr zugute kam, einmal mit der \u00d6lsuche zu tun gehabt zu haben. Auf Grundlage dieser seismischen Querschnitte zusammen mit den schwarzen L\u00f6chern der Radarbilder war ich davon \u00fcberzeugt, tief im Untergrund Wasser finden zu k\u00f6nnen. Und ich fand das Wasser! (<em>Abbildung 11<\/em>) Es war tats\u00e4chlich da. 200 <em>Milliarden<\/em> m\u00b3 S\u00fc\u00dfwasser warteten auf uns.<\/p>\n<p>Die Frauen dort mu\u00dften bisher jeden Tag 40 km laufen, um ihr Vieh und ihre Kinder mit Wasser zu versorgen, und das war Brackwasser! Angesichts dieser unerme\u00dflichen F\u00fclle &#8211; obwohl man mich f\u00fcr verr\u00fcckt erkl\u00e4rte, dort zu bohren &#8211; ist jetzt ein gewaltiges, bedeutsames Potential entstanden.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-half last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_37075\" aria-describedby=\"caption-attachment-37075\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37075\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet11.jpg\" alt=\"gachet11\" width=\"460\" height=\"582\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet11.jpg 1172w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet11-237x300.jpg 237w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet11-768x972.jpg 768w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet11-809x1024.jpg 809w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37075\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 11: Die Bohrstelle, bei der man auf Wasser traf (source: RTI)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<h4>Auf nach Lodwar<\/h4>\n<p>Doch gehen wir weiter nach Lodwar, der Hauptstadt der Turkana, mit 10.000 Einwohnern. Lodwar ist die Stadt der Armut und des Drecks, wo Frauen den M\u00fcll am Rande der Stadt durchw\u00fchlen, um f\u00fcr ihre Kinder etwas zu essen zu finden. Ich entdeckte dort nur 5 km von der Stadt entfernt eine gro\u00dfe Struktur, ein schwarzes Loch (<em>Abbildung 10<\/em> unten). Niemand war bisher auf die Idee gekommen, dort 100 oder 200 m tief zu bohren.<\/p>\n<p>Auch auf einer seismischen Karte war eine sehr bedeutsame Senke zu erkennen, wo sehr viel Wasser gespeichert sein konnte, etwa 10-12 Mrd. m\u00b3 S\u00fc\u00dfwasser in nur 200 m Tiefe. Das Becken ist 4 km tief, so da\u00df sich daraus ein erhebliches Potential ergibt. Und tats\u00e4chlich war auch dort Wasser vorhanden. Die Kinder dort haben wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben S\u00fc\u00dfwasser gesehen.<\/p>\n<p>Dadurch haben wir einen Sprung aus der H\u00f6lle zum Wohlergehen gemacht. Die Frauen, die im M\u00fcll w\u00fchlten, besitzen jetzt ein eigenes St\u00fcck Land, sie k\u00f6nnen ihre Kinder ern\u00e4hren, und das Wasser gibt ihnen ihre W\u00fcrde zur\u00fcck. Sie k\u00f6nnen jetzt Tiere halten und Milch von den Ziegen bekommen. Ihre Familien sind gerettet, und sie brauchen keine internationale Hilfe mehr. Der Reichtum liegt im Untergrund, und der ist massiv. Obendrein ist das Wasser erneuerbar, was sehr, sehr wichtig ist. All dies sind Quellen, die sich wieder auff\u00fcllen.<\/p>\n<h4>Beispiel Irak<\/h4>\n<p>Letztes Kapitel meiner Geschichte: Irak &#8211; der schwierigste Teil. Ich begann vor f\u00fcnf Jahren, zur Zeit von [Ministerpr\u00e4sident Nouri] Al Maliki, mit den irakischen Beh\u00f6rden Gespr\u00e4che zu f\u00fchren. Das Wasserprogramm im Irak wurde von der Europ\u00e4ischen Union unter Leitung der UNESCO finanziert und von meiner Firma durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wir kamen \u00fcberein, den <em>gesamten<\/em> Irak zu erfassen. Das ist kein so kleiner Bereich wie die Turkana. Ich mu\u00df sagen, der ganze Irak war schon ein gro\u00dfes St\u00fcck zum Verdauen. Da kamen einige Pixel zusammen, denn ein Pixel erfa\u00dft 6,5 m des Irak. Dadurch erhielten wir eine extrem hohe Aufl\u00f6sung des gesamten Irak.<\/p>\n<div class=\"one-third\">\n<p>Wie schon gesagt, Radar ist sehr empfindlich f\u00fcr Oberfl\u00e4chen-Unebenheiten. Hier sieht man die Rauhigkeit der D\u00e4cher von Bagdad, Mosul, Irbil, Sulaymaniyah, Anbar und Rutbah, man sieht den Euphrat und den Tigris &#8211; also eine Mischung aus Rauhigkeit und Feuchtigkeit (<em>Abbildung 12 links<\/em>). Entfernt man die Rauhigkeiten, sieht man, wo \u00fcberall im Irak Feuchtigkeit im Boden zu finden ist (<em>Abbildung 12 rechts<\/em>). Das ist die Lage. Ein solches Bild haben Sie noch nie gesehen; es ist v\u00f6llig neu. Man sieht hier die Bodenfeuchtigkeit im gesamten Irak bis zu 20 m Tiefe.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-third\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_37085\" aria-describedby=\"caption-attachment-37085\" style=\"width: 294px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37085\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet12.jpg\" alt=\"gachet12\" width=\"294\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet12.jpg 551w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet12-300x256.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37085\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 12: Zwei Karten des Iraks. Vor der Filterbearbeitung (links) und danach (rechts) (source: RTI)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-third last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_37095\" aria-describedby=\"caption-attachment-37095\" style=\"width: 294px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-37095\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet13.jpg\" alt=\"gachet13\" width=\"294\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet13.jpg 555w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet13-300x292.jpg 300w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/gachet13-45x45.jpg 45w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-37095\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 12: (source: RTI)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das hat viele Konsequenzen. Ganz unmittelbar: Wenn man B\u00e4ume pflanzen bzw. die Vegetation wiederherstellen will, tue man dies nie in den schwarzen Gebieten. Denn schwarz bedeutet, das Wasser ist tiefer als 20 m, so da\u00df die Wurzeln der B\u00e4ume nie das Wasser erreichen werden &#8211; solange man sie nicht w\u00e4ssert. Man sieht auch den Euphrat und den Tigris &#8211; wie winzig sie sind! Sie sind so winzig, weil ihr Wasser durch Staud\u00e4mme in der T\u00fcrkei zur\u00fcckgehalten wird. Aber man beachte, was man in Kurdistan sieht und sich bis nach Syrien zieht. Ich habe nicht das Geld, um weiter zu suchen, aber man stelle sich nur einmal vor, was man in Syrien finden k\u00f6nnte!<\/p>\n<p>Ist Al-Anbar eine v\u00f6llige W\u00fcste? Nein, ich bedaure, nicht \u00fcberall ist W\u00fcste dort. Es gibt einige Stellen mit Feuchtigkeit. Wir versuchen immer noch herauszufinden, woher die Feuchtigkeit kommt, denn sie stammt nicht aus Fl\u00fcssen; es hat dort nie Fl\u00fcsse gegeben. Sie kommt tief aus dem Untergrund.<\/p>\n<p>Aus diesen Bildern ergeben sich alle L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Wiederaufbau des Iraks. Ich spreche hier nur vom Irak, weil ich mich gerade mit ihm befa\u00dft habe. Aber man bedenke nur die Konsequenzen auch f\u00fcr die \u00fcbrige Region. Nur eines hierzu: Betrachten wir die Gegend um Sinjar [Irak] in der N\u00e4he zu Syrien. Dort sind riesige Ebenen, sch\u00f6nstes Land, guter Boden. Man kann dort Weizen anbauen, aber die Felder sind verlassen wegen des Kriegs. Die Silos sind leer; sie m\u00fcssen repariert werden. Wir k\u00f6nnen dem Ende der Welt ein Ende bereiten. In Sinjar haben einmal 300.000 Menschen gewohnt. Alles ist dort jetzt v\u00f6llig zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich gibt es keine verzweifelte Situationen ohne L\u00f6sung. Denken wir immer daran, da\u00df es im Leben keine Probleme gibt: Es gibt nur Fragen und Antworten.<\/p>\n<p>Der neue Blick auf die Welt bringt unbekannte Grundwasserressourcen zum Vorschein. Entscheidungstr\u00e4ger haben neue M\u00f6glichkeiten, ihren Zielen Vorrang einzur\u00e4umen, der Wiederaufbau nach dem Konflikt kann geplant werden, schnelles und pr\u00e4zises Vorgehen mit hoher Effizienz ist m\u00f6glich. Die Genauigkeit dieser Bilder entspricht der Gr\u00f6\u00dfe der Pixel: 6,5 m. Wir wissen <em>genau<\/em>, wohin wir zu gehen haben.<\/p>\n<p>Die neuen Weltraumtechnologien k\u00f6nnen das geopolitische Gleichgewicht des Grundwassers \u00e4ndern. Dabei d\u00fcrfen wir aber nie vergessen, da\u00df die Wissenschaft immer im Dienste der Menschheit und deren Fortschritt stehen mu\u00df.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie Sie wissen, haben heute 1,1 Mrd. 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