{"id":35449,"date":"2016-07-04T09:34:49","date_gmt":"2016-07-04T07:34:49","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/de\/media\/talal-moualla-repositioning-of-the-cultural-variable-towards-a-new-modern-cultural-approach\/"},"modified":"2016-07-13T10:44:20","modified_gmt":"2016-07-13T08:44:20","slug":"talal-moualla-repositioning-of-the-cultural-variable-towards-a-new-modern-cultural-approach","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/talal-moualla-repositioning-of-the-cultural-variable-towards-a-new-modern-cultural-approach\/","title":{"rendered":"Talal Moualla: Neuorientierung der kulturellen Variablen \u2014 Auf dem Weg zu einem modernen kulturellen Ansatz"},"content":{"rendered":"<div class=\"title-big\"><h2 class=\"title-big-title\">Talal Moualla<\/h2><\/div>\n<hr class=\"shortcode-hr\">\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Talal Moualla \u2013 Neuorientierung der kulturellen Variablen...\" width=\"860\" height=\"484\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/sPGj19c8RJ4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Audio (mp3):<\/h3>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-35449-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Talal-Moualla-DE.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Talal-Moualla-DE.mp3\">http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Talal-Moualla-DE.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Talal-Moualla-DE.mp3\" style=\"display:inline-block;padding:10px 24px;background:#0693e3;color:#ffffff;border-radius:4px;text-decoration:none;font-weight:600;margin:5px;transition:opacity 0.2s;\" onmouseover=\"this.style.opacity=0.85\" onmouseout=\"this.style.opacity=1\">herunterladen<\/a>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Neuorientierung der kulturellen Variablen:\u00a0Auf dem Weg zu einem modernen kulturellen Ansatz<\/h3>\n<p>Nachdem wir den Film \u00fcber Aleppo mit all seinen Details gesehen und den Beitrag von Frau Dr. Buthaina Shaaban geh\u00f6rt haben, ist es jetzt schwierig, Worte zu finden. Ich bin vor allem K\u00fcnstler, aber auch Forscher \u00fcber moderne \u00c4sthetik sowie Organisator internationaler Kunst- und Kulturveranstaltungen.<\/p>\n<p>Ich habe das letzte Vierteljahrhundert au\u00dferhalb von Syrien verbracht, aber nach Ausbruch des Krieges bin ich zur\u00fcckgekehrt. Der Krieg hat auf einfache Weise begonnen, aber er wurde immer komplizierter, und je komplizierter er wurde, desto mehr glaubte ich, bleiben zu m\u00fcssen und etwas dagegen zu unternehmen. [Applaus] Ich arbeite deshalb als unabh\u00e4ngiger, freischaffender K\u00fcnstler, und ich bin auch anerkannter Experte des Kulturerbes bei der UNESCO.<\/p>\n<p>Ich habe nie daran gedacht, \u00fcber mich selbst zu sprechen, denn ich spreche immer \u00fcber andere; meine Gem\u00e4lde und meine Schriften waren Ausdruck meiner selbst. Doch je mehr sich die Krise in Syrien zuspitzte, desto gr\u00f6\u00dfer wurde mein Interesse an den Anstrengungen der Gesellschaft.<\/p>\n<p>In Syrien glauben wir, da\u00df unser Erbe und unsere Kultur gezielt angegriffen werden. Dieser Terrorismus f\u00fchrt zur Demontage der Gesellschaft von innen. Als Intellektuelle glauben wir, da\u00df der gegen uns gerichtete Terrorismus zwei Seiten hat. Die eine ist intellektueller Terrorismus, und die andere ist ein Terrorismus, der sich gegen die Moral und die Ethik insgesamt richtet.<\/p>\n<p>Ich dachte, da\u00df ich nie beschreiben m\u00fc\u00dfte, was ich in diesem Krieg gesehen und erlebt habe. Aber es liegt nahe, da\u00df meine Erz\u00e4hlungen und Erl\u00e4uterungen mein kreatives Mittel sind, um die Lage zu verdeutlichen &#8211; mein Mittel der intellektuellen, kulturellen und k\u00fcnstlerischen Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4ch mit den Mitgliedern meiner Gesellschaft ist sehr wichtig, um die kulturelle Identit\u00e4t unserer Gesellschaft wiederherzustellen. Dieses Konzept beginnt mit der Suche nach Sicherheit und endet damit, sich dem Terrorismus entgegenzustellen. Als Intellektuelle innerhalb oder au\u00dferhalb Syriens bem\u00fchen wir uns deshalb, auf Treffen, zu denen wir zusammenkommen, und vor Institutionen, die die Identit\u00e4t unserer Kulturen zu bewahren helfen, Syriens kulturelles Erbe darzustellen.<\/p>\n<p>Der Terrorismus hat in Syrien vor allem die Kultur zum Ziel, und dar\u00fcber haben Sie bereits viel gesehen und geh\u00f6rt. Er zielt aber auch gegen das Erinnern. Deswegen werden Museen und arch\u00e4ologische St\u00e4tten angegriffen und zerst\u00f6rt, und man geht gezielt gegen Menschen vor, die aus ihren Wohnorten mit all ihren Werten &#8211; Kultur, Tradition, Gewohnheiten usw. &#8211; vertrieben werden.<\/p>\n<p>\u00dcber Politik zu sprechen, ist nat\u00fcrlich eine lange Angelegenheit, aber wir haben es hier mit einer politischen Krise zu tun, die sich auf die Kultur und alle anderen Aspekte auswirkt. Sie ber\u00fchrt die Identit\u00e4t, die gesellschaftliche Zugeh\u00f6rigkeit und die Kommunikation in der Gesellschaft.<\/p>\n<p>Als Intellektuelle glauben wir deshalb, da\u00df man mit diesem Problem nur umgehen kann, wenn man mehr Kreativit\u00e4t verlangt &#8211; k\u00fcnstlerische Kreativit\u00e4t und einen Dialog der Kulturen sowie die F\u00f6rderung kreativer Bet\u00e4tigung von K\u00fcnstlern in der Gesellschaft.<\/p>\n<p>Wenn wir klug sind, m\u00fcssen wir als erstes die Menschen in Syrien wiederherstellen &#8211; die Menschen zuerst, und alles andere kommt danach. Die Krise in Syrien ist keine Krise des Staates, wie es gew\u00f6hnlich dargestellt wird. Sie ist eine Krise der Gesellschaft, die daran gew\u00f6hnt ist, Kultur und Zivilisation f\u00fcr die gesamte Welt zu erzeugen. Es gibt viele Fragen, die beantwortet werden m\u00fcssen, aber ihre Beantwortung h\u00e4ngt auch von der Position der internationalen Gemeinschaft, der \u00f6ffentlichen Meinung, von internationalen Organisationen und dem V\u00f6lkerrecht ab, das die Werte der Menschheit bef\u00f6rdern mu\u00df.<\/p>\n<p>Wir leiden unter der Massenabwanderung von Intellektuellen, und die daraus resultierenden Gefahren sind vielf\u00e4ltig. Jene, die fl\u00fcchten, sind der Geist Syriens, denn die Kultur ist immer der Geist von Nationen.<\/p>\n<p>Inmitten der Zerst\u00f6rung aller gro\u00dfen Kulturbereiche in Syrien erlebte ich auch, wie die Terroristen mein Atelier und Hunderte meiner Gem\u00e4lde in Brand steckten, aber das bedeutet nichts, denn das gewaltt\u00e4tige Verhalten der Terroristen zielt darauf ab, in den Menschen die Idee der Anwendung von Gewalt einzupr\u00e4gen. Durch ihren Barbarismus entfernen sie die Menschlichkeit aus dem Inneren der Menschen. In ihren Angriffen auf die Kultur ist ihnen sehr bewu\u00dft, was sie anrichten, n\u00e4mlich die Einheit der Gesellschaft zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Alle L\u00e4nder haben Erfahrungen mit Krieg. Das sind immer Momente der Transformation f\u00fcr die Menschheit. Wir alle m\u00fcssen aber optimistisch in unserem Glauben bleiben, da\u00df die Kreativit\u00e4t immer eine wichtige Rolle spielt, um Frieden zu schaffen.<\/p>\n<p>Ich danke dem Schiller-Institut f\u00fcr diese Einladung und spreche meinen besonderen Dank der gesch\u00e4tzten Vorsitzenden des Instituts, Frau Helga Zepp-LaRouche, und Herrn Ulf Sandmark aus, den ich in Damaskus traf, und auch Hussein Askary, der meine Gedanken f\u00fcr Sie \u00fcbersetzt hat. Ich mu\u00df Sie jetzt verlassen und hoffe, Sie in meinem Heimatland Syrien wiederzutreffen.<\/p>\n<p>Vielen Dank.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krieg hat auf einfache Weise begonnen, aber er wurde immer komplizierter, und je komplizierter er wurde, desto mehr glaubte ich, bleiben zu m\u00fcssen und etwas dagegen zu unternehmen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":35217,"menu_order":13,"template":"","meta":{"footnotes":""},"portfolio_category":[375,378],"class_list":["post-35449","portfolio_cpt","type-portfolio_cpt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio_category-berlin-june-2016-de","portfolio_category-panel-3-berlin-june-2016-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/35449","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt"}],"about":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portfolio_cpt"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/35449\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/35217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35449"}],"wp:term":[{"taxonomy":"portfolio_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_category?post=35449"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}