{"id":3364,"date":"2013-05-15T15:53:22","date_gmt":"2013-05-15T13:53:22","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?post_type=portfolio_cpt&#038;p=3364"},"modified":"2013-06-14T00:05:52","modified_gmt":"2013-06-13T22:05:52","slug":"natalia-witrenko-eurasische-integration-als-uberlebenschance-in-der-globalen-wirtschaftskrise","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/natalia-witrenko-eurasische-integration-als-uberlebenschance-in-der-globalen-wirtschaftskrise\/","title":{"rendered":"Natalia Witrenko: Eurasische Integration als \u00dcberlebenschance in der globalen Wirtschaftskrise"},"content":{"rendered":"<h3><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/themes\/schiller\/images\/icons\/301.png\" class=\"shortcode-icon \" alt=\"\"> Im Wortlaut<\/h3>\n<p>Liebe Konferenzteilnehmer! Wir Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher politischer Ansichten, Repr\u00e4sentanten verschiedener L\u00e4nder und Kontinente, haben eines gemeinsam: Unsere Sorge um das Schicksal der Menschheit. Wir k\u00f6nnen vor unseren Augen sehen, wie das Fundament der menschlichen Existenz, die Weltwirtschaft, zerst\u00f6rt wird.<\/p>\n<p>Damit die Weltwirtschaft vern\u00fcnftig funktionieren kann, m\u00fcssen bestimmte Grunds\u00e4tze befolgt werden:<\/p>\n<p>1. Das Geld sollte in der Welt dem Austausch von G\u00fctern entsprechen und sollte der Bewegung von Werten als Umsetzung der Beziehungen zwischen L\u00e4ndern dienen.<\/p>\n<p>2. Das Weltfinanzsystem sollte entsprechend der Funktion des Geldes auf der Welt verschiedenartigen Beziehungen zwischen den L\u00e4ndern dienen, wie Kapitalfl\u00fcssen, Investitionen, Anleihen und Subventionen, dem Au\u00dfenhandel mit G\u00fctern und Dienstleistungen usw. Diese Beziehungen sollten vor allem die Modernisierung bestehender und die Schaffung neuer produktiver Kapazit\u00e4ten f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>3. Das weltweite Bankensystem sollte die effektive Nutzung der Kreditressourcen und die Entwicklung der Produktion in jedem Land f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>4. Der Welthandel sollte eine wirksame weltweite Arbeitsteilung und den f\u00fcr beide Seiten n\u00fctzlichen Warenaustausch zwischen den L\u00e4ndern f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Die katastrophale Versch\u00e4rfung der Weltkrise ist mit der Verzerrung dieser Grundfunktionen in allen Kategorien verbunden.<\/p>\n<p>Erstens diente der US-Dollar seit 1944 als Weltw\u00e4hrung. Nach 1971 verlor er seine Deckung durch reale Produkte oder Gold und war seither kein reales Ma\u00df f\u00fcr den Wert von G\u00fctern und Dienstleistungen mehr. Das Drucken von Dollars liegt ganz in der Hand des Federal-Reserve-Systems, einer privaten Organisation, und die Weltgemeinschaft hat keinerlei Einflu\u00df darauf. Dadurch hat sich eine Dollar-Pyramide aufgebaut, die zwangsl\u00e4ufig kollabieren und die gesamte Weltwirtschaft mit sich rei\u00dfen wird.<\/p>\n<p>Zweitens, anstatt Anreize f\u00fcr die Realwirtschaft zu geben, hat das jetzige Weltfinanzsystem zum Entstehen eines riesigen fiktiven Geldmarktes gef\u00fchrt. Milliardenstr\u00f6me von Dollar bestimmen, ob Marktpreise steigen oder fallen, und dadurch k\u00f6nnen nicht nur einzelne Firmen oder Industriebereiche, sondern sogar ganze L\u00e4nder ausgel\u00f6scht werden. L\u00e4nder und Regierungen, die dabei nicht mitmachen wollen, werden mit finanzieller Kriegf\u00fchrung \u00fcberzogen. Offshore-Zonen wurden eingerichtet, wohin Billionen von Dollar an Kapital am Fiskus vorbei verschoben werden; den Volkswirtschaften entgehen damit die Mittel zum Wachstum. Die Kreditvergabe durch den IWF ist an strenge Auflagen gekoppelt und l\u00e4\u00dft die L\u00e4nder noch weiter in der Verschuldung versinken.<\/p>\n<p>Drittens, das Weltbankensystem hat sich in eine kriminelle Vereinigung verwandelt, die der Realwirtschaft das Blut entzieht, die Regierungen paralysiert und die Bev\u00f6lkerung ganzer L\u00e4nder ausraubt, nur damit jene, die das Bankkapital besitzen, Superprofite einstreichen k\u00f6nnen. Das Bankengeheimnis dient dabei als Bastion, um solche Aktivit\u00e4ten zu sch\u00fctzen. Die regelm\u00e4\u00dfige Aussch\u00fcttung astronomischer Bonuszahlungen ist zur akzeptierten Norm geworden, w\u00e4hrend die internationale Gemeinschaft und die nationalen Regierungen keinerlei Aufsicht \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der Banken mehr aus\u00fcben k\u00f6nnen. Billiarden von Dollar an Derivaten wirken wie eine Boa Constrictor auf die Weltwirtschaft, wodurch diese letztlich kollabieren wird.<\/p>\n<p>Viertens und letztens, das bestehende Welthandelssystem, auch \u201eFreihandel\u201c oder Liberalisierung genannt, dient nur dazu, die M\u00e4rkte von L\u00e4ndern in der Zweiten und Dritten Welt zu \u00f6ffnen, damit sich transnationale Konzerne ihrer bem\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Die Rohstoffe in den peripheren L\u00e4ndern werden von den f\u00fchrenden L\u00e4ndern in Besitz genommen. Das l\u00e4\u00dft ganze Volkswirtschaften bankrott gehen und soziale Probleme anwachsen.<\/p>\n<p>Wenn die Fundamente der Weltwirtschaft zerst\u00f6rt werden, entsteht daraus zwangsl\u00e4ufig eine Krise mit Chaos und Instabilit\u00e4t, Kriegen, Seuchen, Katastrophen, Massensterben von Bev\u00f6lkerungen und der Zerst\u00f6rung von Volkswirtschaften und der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t. Die Vernichtung von Volkswirtschaften ist ein unvermeidlicher Teil der Globalisierung, um eine neue globale Weltordnung zu errichten. Die Mechanismen der Globalisierung verlaufen \u00fcber den Weltw\u00e4hrungsfonds (IWF), die Welthandelsorganisation (WTO), die Weltbank und die Europ\u00e4ische Bank f\u00fcr Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD).<\/p>\n<h3>Die Ukraine als Opfer der Globalisierung<\/h3>\n<p>Ein dramatisches Beispiel ist die Ukraine. Ich m\u00f6chte Ihnen diese Katastrophe in Zahlen aus den letzten 20 Jahren vorf\u00fchren.<\/p>\n<p>Sechs Monate nach ihrer Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung trat die Ukraine am 3. Juni 1992 dem IWF bei, erhielt erste Kredite und akzeptierte die Auflagen. 1995 kam Lyndon LaRouche auf unsere Einladung in die Ukraine, ebenso Helga Zepp-LaRouche und andere Vertreter des Schiller-Instituts. LaRouche kam mit dem ukrainischen Parlamentspr\u00e4sidenten Alexander Moroz zusammen; er traf sich mit Abgeordneten der Sozialistischen Partei; er traf sich mit Wissenschaftlern und \u00d6konomen und sagte ihnen, was getan und was unterlassen werden sollte, sowie welche Reformen erforderlich seien, um eine Erholung und Renaissance der Wirtschaft zu bewirken.<\/p>\n<p>LaRouche strahlt eine Liebe f\u00fcr die Menschheit aus; der IWF hingegen kam mit Dollars und bestach Politiker, Beamte und Abgeordnete. Anstatt auf LaRouche zu h\u00f6ren, begann die Ukraine somit alles zu tun, was der IWF verlangte: Deregulierung, Privatisierung und \u201emakro\u00f6konomische Stabilisierung\u201c.<\/p>\n<p>Was bedeutete Deregulierung? Das bedeutete einen gleitenden Wechselkurs, w\u00e4hrend alle staatlichen und Handelsbanken freigesetzt wurden und sich alleine durchschlagen mu\u00dften. Dann folgte die Privatisierung, wodurch die im Grunde gesamte Wirtschaft f\u00fcr ein paar Peanuts versteigert wurde &#8211; die Landwirtschaftskollektive, die Industriebetriebe usw. Makro\u00f6konomisch sank die Ukraine zu einem Billiglohnland herab, wobei auch die Sozialleistungen gek\u00fcrzt und die Subventionen f\u00fcr Mieten und Versorgungsbetriebe gestrichen wurden.<\/p>\n<p>2008 trat die Ukraine der WTO bei, mit \u00e4hnlichen Ergebnissen, angefangen mit dem Niedergang der realen Produktion in der Ukraine.<\/p>\n<p>In\u00a0<i>Abbildung 1<\/i>\u00a0sieht man, wie in den zwei Jahrzehnten von 1991 bis 2012 das BIP und die Produktionsleistung in wichtigen Industriebereichen sank. Ich sage gleich noch etwas \u00fcber das BIP, doch schauen wir uns erst einmal die zweite Spalte an, die Stromproduktion: Sie sank um 35%. Die Erzeugung von Walzstahl sank um mehr als die H\u00e4lfte. 2012 betrug die Produktion von Traktoren nur noch 5% von dem, was sie 1990 einmal war &#8211; und das in einem Land, das \u00fcber 20% der Schwarzerde weltweit verf\u00fcgt und in dem ein Drittel der Bev\u00f6lkerung auf dem Lande lebt. Die Werkzeugmaschinenindustrie brach praktisch v\u00f6llig zusammen, obgleich die Ukraine zuvor \u00fcber 16 gro\u00dfe Werkzeugmaschinenbetriebe verf\u00fcgte, die 1990 noch 37.000 Werkzeugmaschinen produzierten. Jetzt sind davon nur noch drei \u00fcbrig, die sich kaum mehr \u00fcber Wasser halten k\u00f6nnen, und sie produzieren nur noch 40 Werkzeugmaschinen im Jahr.<\/p>\n<table width=\"203\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"E1-cheminade_jacques_0117.jpg\" src=\"http:\/\/schillerinstitute.org\/conf-iclc\/2013\/0413_frankfurt\/images\/vitrenko\/ukraine-economic_decline-graph.gif\" width=\"595\" height=\"367\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Von 50.000 privatisierten Betrieben h\u00f6rten 49% auf zu bestehen. Sie wurden geschlossen. 1990 war der Maschinenbau der Kernbereich der ukrainischen Wirtschaft. Es gab 360 Maschinenbaubetriebe, die in 20 spezialisierten Industriesparten t\u00e4tig waren. Die Ukraine hatte einen modernen milit\u00e4r-industriellen Sektor, Maschinenbaubetriebe f\u00fcr die Schwerindustrie und die Kraftwerksindustrie, Raketenbau, eine Luftfahrtindustrie, Schiffbau, Auto-, Lokomotiven-, Traktoren- und Werkzeugmaschinenbau. Der Maschinenbau machte 31% des BIP aus, was die Ukraine zu einem der zehn f\u00fchrenden L\u00e4nder in der Welt machte.<\/p>\n<p>Die Ukraine repr\u00e4sentierte 2% des weltweiten BIP und lag 11% \u00fcber dem weltweiten Durchschnitt des Pro-Kopf-BIP. 2012 produzierte die Ukraine nur noch 0,2% des weltweiten BIP. Pro Kopf liegen wir 40% unter dem weltweiten Durchschnitt und noch unterhalb von Namibia.<\/p>\n<p>Die Basis, auf der die ukrainische Wirtschaft w\u00e4chst, ist Wissenschaft. Wir waren immer stolz auf die sowjetische Wissenschaft und insbesondere auf die ukrainische Wissenschaft. Was die St\u00e4rke unseres Wissenschaftsbereiches angeht, standen wir einmal an 7. Stelle in der Welt, doch in<i>Abbildung 2<\/i>\u00a0sieht man die Zerst\u00f6rung der ukrainischen Wissenschaft. Folgendes hat die ukrainische Wissenschaft in den letzten 20 Jahren durchgemacht.<\/p>\n<table width=\"203\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"E1-cheminade_jacques_0117.jpg\" src=\"http:\/\/schillerinstitute.org\/conf-iclc\/2013\/0413_frankfurt\/images\/vitrenko\/ukraine-science_decline-graph.gif\" width=\"675\" height=\"349\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Es haben einmal 500.000 Menschen in der Wissenschaft gearbeitet. Die Begabtesten haben das Land verlassen &#8211; Zehntausende. Hunderttausende von Wissenschaftlern landeten auf der Stra\u00dfe; sie bet\u00e4tigten sich als Kleinsth\u00e4ndler, verkauften Sachen auf den Flohm\u00e4rkten, arbeiteten in ihren Schreberg\u00e4rten oder gingen in den Ruhestand. Hunderttausende junge Leute, die Wissenschaftler werden wollten, konnten es nicht. Man sieht, da\u00df sich die Zahl der Menschen, die im System der Nationalen Akademie der Wissenschaften besch\u00e4ftigt sind, um 50% zur\u00fcckgegangen ist. Und dann die Gesamtzahl der Wissenschaftler. Sie betr\u00e4gt nur ein Drittel gegen\u00fcber fr\u00fcher. Die Zahl der Besch\u00e4ftigten in innovativen Industriebereichen liegt bei etwa einem Drittel des fr\u00fcheren Stands. Die Forschung in den technischen Wissenschaften betr\u00e4gt noch 28% von fr\u00fcher. Und die Zahl industrienaher Forschungsinstitute ist nur noch 9,5% von fr\u00fcher. Die Einf\u00fchrung und Umsetzung neuer Technologien erfolgt nur noch bei 7,6% der Rate von 1990. Es sei festgestellt, da\u00df diese Zerst\u00f6rung der Wissenschaft ebenfalls bedeutet, da\u00df der Anteil von Firmen, die innovative Forschung betreiben, nur noch 28% von fr\u00fcher betr\u00e4gt. Der Anteil des BIP-Wachstums, der auf neue Technologien zur\u00fcckgeht, betr\u00e4gt in der Ukraine nur noch 0,7% gegen\u00fcber 60-90% in den Industriel\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Das ist ein Skandal, eine Schande f\u00fcr die Ukraine!<\/p>\n<p>In den Jahren der \u201eUnabh\u00e4ngigkeit\u201c hat die Ukraine 12 Mio. Arbeitspl\u00e4tze verloren. Nach Darstellung der ILO (Internationale Arbeitsorganisation) ist unsere Arbeitslosigkeit etwa 10%, aber das ist nicht das gesamte Bild, sondern nur die Spitze des Eisberges. Sie liegt viel h\u00f6her.<\/p>\n<p>Was sich in der Ukraine in diesen Jahren angeh\u00e4uft hat, sind Auslandsschulden. Wir haben jetzt eine direkte ausl\u00e4ndische Staatsverschuldung von 24,5 Mrd. $ oder das Doppelte der Gold- und Devisenreserven des Landes, und unsere gesamte Auslandsverschuldung n\u00e4hert sich 80% des BIP.<\/p>\n<p>Das Schlimmste daran ist, da\u00df die Bev\u00f6lkerung aufgrund des Wirtschaftskollapses verarmt. Der Mindestlohn in der Ukraine betr\u00e4gt 118 \u20ac im Monat. Die Mindestrente ist 86 \u20ac im Monat. Aber wir leben nicht in Afrika. Das Klima ist bei uns ziemlich kalt: Man mu\u00df heizen, man mu\u00df warme Kleidung haben usw. Diese Betr\u00e4ge sind f\u00fcr Mitteleuropa absolut untragbar. Sie sind nur ein Drittel von dem, was man zum Leben braucht. Der f\u00fcr den Mindestlohn festgelegte Betrag f\u00fchrt direkt zum Tod vieler Menschen und zum Abbau der Bodensch\u00e4tze. Der Anteil der L\u00f6hne bei der Wertsch\u00f6pfung ist in der Ukraine im Schnitt nur 6,3%, verglichen mit 40% in der EU. 80% der Bev\u00f6lkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.<\/p>\n<p>Angestiegen sind die Drogenabh\u00e4ngigkeit, der Alkoholkonsum, die extreme Ausbeutung der Arbeiter, der psychologische Stre\u00df, die Kriminalit\u00e4t und die Umweltbelastung. Das sind die Hauptfaktoren f\u00fcr die gesunkene Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr die Mehrheit der ukrainischen Bev\u00f6lkerung. Unsere durchschnittliche Lebenserwartung ist von 71 auf 68,8 Jahre gesunken und liegt 15 Jahre unter dem europ\u00e4ischen Durchschnitt. M\u00e4nner leben im Schnitt nur 62 Jahre, dennoch hat sich die Ukraine den IWF-Forderungen nach einer Rentenreform gebeugt, wonach das Renteneintrittsalter f\u00fcr Frauen von 55 auf 60 Jahre und f\u00fcr M\u00e4nner auf bis zu 62 Jahre in einigen Berufsgruppen heraufgesetzt wurde.<\/p>\n<p><i>Abbildung 3<\/i>\u00a0zeigt die Ver\u00e4nderungen in der Bev\u00f6lkerungszahl. Daran wird deutlich, wor\u00fcber Lyndon LaRouche in bezug auf bewu\u00dften V\u00f6lkermord sprach.<\/p>\n<table width=\"203\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"E1-cheminade_jacques_0117.jpg\" src=\"http:\/\/schillerinstitute.org\/conf-iclc\/2013\/0413_frankfurt\/images\/vitrenko\/ukraine-population.gif\" width=\"671\" height=\"572\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>1990 gab es 52,1 Mio. Einwohner in der Ukraine. Nominell haben wir jetzt, 2012, 45,6 Mio. Aber weitere 7 Mio. haben das Land verlassen und leben aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden im Ausland und sind somit nicht mehr in der Ukraine. Sie leben jetzt in Ru\u00dfland, weil sie in der Ukraine keine Arbeit mehr gefunden haben. Aus diesem Grund steht die Ukraine heute auch an der Weltspitze, was Drogenabh\u00e4ngigkeit und Alkoholismus unter Jugendlichen angeht.<\/p>\n<p>Wir hatten einmal Aus den 52 Mio. Einwohner, die wir einmal hatten sind, heute nominell 45,6 Mio. geworden. Doch tats\u00e4chlich haben wir nur 39 Mio. Einwohner. Im Gro\u00dfen Patriotischen Krieg, dem Zweiten Weltkrieg, verlor die Ukraine 5,5 Mio. Menschen, und 2 Mio. mu\u00dften f\u00fcr Deutschland Zwangsarbeit leisten. Insgesamt verloren wir 7,5 Mio. Menschen w\u00e4hrend des Krieges. W\u00e4hrend der letzten 20 Jahre Reform sind 6,5 Mio. gestorben und 7 Mio. sind abgewandert, d.h. fast 14 Mio. Das ist fast doppelt soviel wie die Verluste w\u00e4hrend des Krieges.<\/p>\n<p>Der wei\u00dfe Bereich zeigt als Extrapolation, wie gro\u00df die ukrainische Bev\u00f6lkerung ohne die massiven Zerst\u00f6rungen gewesen w\u00e4re. H\u00e4tte sich das langsame Wachstum zwischen 1970 und 1990 mit Vollbesch\u00e4ftigung, kostenloser Bildung und kostenloser Gesundheitsversorgung fortgesetzt, w\u00e4re unsere Bev\u00f6lkerung jetzt 56,6 Mio., d.h. fast 57 Mio. Somit hat unser Land ein Drittel seiner Bev\u00f6lkerung verloren! Das ist ein Verbrechen, das ist tats\u00e4chlich eine Politik des V\u00f6lkermordes.<\/p>\n<p>Infolgedessen n\u00e4hert sich die Ukraine wie andere L\u00e4ndern auch der gef\u00e4hrlichen Grenze zum totalen Wirtschaftskollaps, sozialer Explosion, st\u00e4ndiger politischer Umst\u00fcrze, Verlust der Souver\u00e4nit\u00e4t, Chaos und der Gefahr eines B\u00fcrgerkrieges.<\/p>\n<h3>Rettung durch regionale Integration<\/h3>\n<p>Der Nobelpreistr\u00e4ger Joseph Stiglitz sagte im Februar diesen Jahres, man k\u00f6nne von der Gruppe der 7 oder der Gruppe der 8 oder der Gruppe der 20 sprechen, doch in Wirklichkeit sei alles eine Gruppe der null, ein gro\u00dfes Nichts. Dem stimme ich zu. Die f\u00fchrenden L\u00e4nder der Welt haben sich als v\u00f6llig unf\u00e4hig erwiesen, Vorschl\u00e4ge zur Rettung der Menschheit zu unterbreiten. Dabei sehen wir das Erbeben der Weltwirtschaft, die menschenfeindliche Natur des britischen Wirtschaftsmodells und die Unf\u00e4higkeit der f\u00fchrenden L\u00e4nder, die Menschheit vor dem Tod von Milliarden Menschen zu bewahren.<\/p>\n<p>Was mu\u00df die Menschheit somit tun? Die Menschheit kann sich nicht auf den Humanismus und die Uneigenn\u00fctzigkeit der f\u00fchrenden kapitalistischen L\u00e4nder verlassen, sondern mu\u00df lokale Allianzen und eine regionale Integration anstreben. Dieser Versuch wird angetrieben durch die ungeheure Schuldenkrise der f\u00fchrenden Volkswirtschaften, der EU und der USA.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen integrativen Ansatz in der Weltwirtschaft gibt es heute keine Alternative. Nur wirtschaftliche Verb\u00fcnde mit 250-300 Mio. Bewohnern k\u00f6nnen unter den heutigen Bedingungen \u00fcberleben. Regionale Allianzen k\u00f6nnen Anreize f\u00fcr eigene Binnenm\u00e4rkte schaffen, ihre eigene Produktion steigern, Modernisierung bewirken, neue Technologien einf\u00fchren, f\u00fcr ein stabiles Besch\u00e4ftigungswachstum sorgen und die Lebensqualit\u00e4t und die Lebenserwartung erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Dr. Galloni hat uns eine hervorragende Perspektive f\u00fcr regionale Integration in Europa aufgezeigt. Andere Teilnehmer aus Argentinien hatten \u00e4hnliche Ideen, die drauf basieren, da\u00df L\u00e4nder ihre Anstrengungen b\u00fcndeln, wie LaRouche es vorgeschlagen hat. Je mehr regionale Integration wir haben, desto besser k\u00f6nnen wir die L\u00e4nder vor den Fehlern des heutigen Wirtschaftssystems sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Wir brauchen deshalb globale Reformen, um die vier von mir eingangs erw\u00e4hnten Kategorien normal aufeinander abzustimmen.<\/p>\n<p>1. Wir brauchen regionale W\u00e4hrungen, die durch die reale Produktion und Gold gest\u00fctzt werden. Wir brauchen Souver\u00e4nit\u00e4t in der W\u00e4hrungspolitik und eine Wiedereinf\u00fchrung von Devisenkontrollen. Geld darf nur gedruckt werden, wenn damit realwirtschaftliches Wachstum gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<p>2. Wir brauchen ein regionales Finanzsystem, welches die Zusammenarbeit zwischen den L\u00e4ndern auf ein qualitativ neues Niveau der Partnerschaft und gegenseitigen Hilfe hebt. Wir brauchen unsere eigenen Quellen des Geldumlaufs und sogenannter langfristiger Gelder f\u00fcr unsere Volkswirtschaften. Die derzeitigen M\u00e4rkte sind als Investitionseinrichtungen absolut inakzeptabel. Der Dow Jones, der NASDAQ und entsprechende B\u00f6rsenbarometer sollten zugunsten unserer eigenen Ratingagenturen abgeschafft werden, um eine wirkliche Bewertung von Kreditrisiken vornehmen zu k\u00f6nnen. Hedgefonds und Offshorezonen m\u00fcssen weg. Mit der Steuerpolitik der integrierten Volkswirtschaften m\u00fcssen Arbeitspl\u00e4tze in der Realwirtschaft geschaffen werden, usw.<\/p>\n<p>3. Das Bankensystem mu\u00df reformiert werden, um eine Bankentrennung entsprechend dem Glass-Steagall-Modell zu erm\u00f6glichen, spekulatives Kapital abzuschreiben und leistungsstarke Kreditlinien f\u00fcr langfristige Investitionen in kapitalintensive Infrastrukturprojekte zu schaffen. Das Bankgeheimnis geh\u00f6rt abgeschafft, und wir brauchen volle Transparenz der T\u00e4tigkeit von Nationalbanken in jedem Land. Au\u00dferdem m\u00fcssen sich L\u00e4nder zusammenschlie\u00dfen, um Aufsicht \u00fcber die Zentralbanken regionaler Allianzen auszu\u00fcben. Ebenfalls erforderlich ist die Schaffung regionaler Entwicklungsbanken zur Finanzierung gro\u00dfer Gemeinschaftsprojekte.<\/p>\n<p>4. Wir m\u00fcssen uns an die Worte Hamiltons erinnern: Protektionismus ist eine Notwendigkeit. Hamilton sagte, ein Nationalbanksystem und Handelsprotektionismus seien Mittel, um die Binnenm\u00e4rkte zu sch\u00fctzen. Die Deregulierung des interregionalen Handels sollte nur zugelassen werden, wenn dadurch die Entwicklung von Industrie und Infrastruktur in jedem Land gef\u00f6rdert wird. Deswegen brauchen wir eine neue Qualit\u00e4t der internationalen Wirtschaftskooperation auf Grundlage der Prinzipien von Produktionspartnerschaft und technologischer Kooperation als Alternative zum Freihandel. F\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung souver\u00e4ner Nationalstaaten mu\u00df Chancengleichheit hergestellt werden.<\/p>\n<p>Die nationale Souver\u00e4nit\u00e4t l\u00e4\u00dft sich erreichen, wenn wir die Rolle des Staates in der Wirtschaft st\u00e4rken. Wir haben gestern eine Diskussion \u00fcber schwache Regierungen gef\u00fchrt. Schwache Regierungen in den einzelnen L\u00e4ndern ist der Traum der englischen K\u00f6nigin und ihres Machers Barack Obama. Wenn aber Reformen zur Modernisierung der Produktion und zur Einf\u00fchrung neuer Technologien durchgesetzt werden sollen, sind daf\u00fcr starke Regierungen erforderlich. Herr Kotegawa nannte dies einen Krieg, und wir m\u00fcssen diesen Krieg gewinnen. Stellen Sie sich einen wehleidigen Nichtsnutz wie zum Beispiel Gorbatschow vor: H\u00e4tte der den Zweiten Weltkrieg gewonnen? Nur eine starke sowjetische Regierung erzwang den Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg und rettete die Menschheit vor dem Faschismus. Darunter versteht man eine starke F\u00fchrung und eine starke Regierung.<\/p>\n<p>Das ist meine Sicht, wie man radikale \u00c4nderungen in der Weltwirtschaft durch regionale Integration erreichen kann.<\/p>\n<h3>Die Ukraine und die Eurasische Union<\/h3>\n<p>Ich m\u00f6chte zum Schlu\u00df noch etwas zu den Aussichten der Ukraine in der Eurasischen Union sagen. F\u00fcr uns w\u00e4re es eine einzigartige Chance, das Land zu retten, wenn wir der Zollunion mit Ru\u00dfland, Wei\u00dfru\u00dfland und Kasachstan und der neuen Eurasischen Union beitr\u00e4ten. Es war f\u00fcr die F\u00fchrungen dieser drei L\u00e4nder eine objektive Notwendigkeit, diesen gemeinsamen Markt zu bilden und ihre produktiven Kapazit\u00e4ten zu vereinigen. W\u00e4re das nicht geschehen, h\u00e4tte sich der globale Kampf um die Ressourcen vom Nahen zum Fernen Osten verlagert und h\u00e4tte gesamt Eurasien betroffen. In diesem Gebiet sind wir durch eine gemeinsame Kultur vereint.<\/p>\n<p>Die Integration mit Ru\u00dfland ist der Ausweg f\u00fcr die Ukraine, Wei\u00dfru\u00dfland und Kasachstan. Wei\u00dfru\u00dfland hat sich organisch in diese Richtung bewegt, w\u00e4hrend die Ukraine all die Jahre ihrer sogenannten Unabh\u00e4ngigkeit von Washington und Br\u00fcssel gesteuert wurde, und das hindert die ukrainische Regierung daran, sich f\u00fcr die Integration zu entscheiden, die einzige Politik, die vom wirtschaftlichen und zivilisatorischen Standpunkt Sinn macht: Der Zollunion und dem einheitlichen Wirtschaftsraum mit Ru\u00dfland, Wei\u00dfru\u00dfland und Kasachstan beitreten.<\/p>\n<p>Im Gegenteil, die ukrainischen Beh\u00f6rden haben eine Politik der Euro-Integration, einer Freihandelszone mit der EU und eines Nato-Beitritts angek\u00fcndigt. F\u00fcr die Ukraine &#8211; f\u00fcr unsere Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und politische Stabilit\u00e4t &#8211; ist dies eine Sackgasse und eine ruin\u00f6se Perspektive. Nach Erkenntnissen des Nationalen Vorhersageinstituts der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften w\u00fcrde eine Freihandelszone mit der EU zu einem R\u00fcckgang des ukrainischen BIP f\u00fchren, da unsere einheimische Produktion aus den M\u00e4rkten gedr\u00e4ngt w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Unsere Energiekosten pro Einheit BIP ist das Vierfache des EU-Durchschnitts, so da\u00df unsere Betriebe unter diesen Bedingungen einfach bankrott gingen. Die Ukraine h\u00e4tte nach einem EU-Beitritt mehr Probleme als Zypern, Griechenland, Spanien, Italien oder Portugal heute. Wenn die Ukraine jedoch der Eurasischen Zollunion beitr\u00e4te, erh\u00f6hte sich das BIP um etwa 1,5-6%. Das hat Pr\u00e4sident Putin im letzten Monat Pr\u00e4sident Janukowitsch mitgeteilt. Das Institut f\u00fcr Wirtschaftsprognosen der Russischen Akademie der Wissenschaften hat berechnet, da\u00df die ukrainische Wirtschaft nach einem Beitritt zur Zollunion einen Gewinn von 7 Mrd. $ j\u00e4hrlich erzielen werde, und ihre Exporte w\u00fcrden um 60% oder 9 Mrd. $ j\u00e4hrlich steigen.<\/p>\n<p>Wenn gen\u00fcgend Zeit w\u00e4re, k\u00f6nnte man analysieren, welche Vorteile sich f\u00fcr die Ukraine in jedem einzelnen Sektor erg\u00e4ben, wenn wir der Eurasischen Zollunion beitr\u00e4ten. Das Komitee f\u00fcr Fragen der Wirtschaftszusammenarbeit zwischen Ukraine und Ru\u00dfland hat Input-Output-Berechnungen mit 2008 als Ausgangsjahr angestellt, um die direkten und indirekten Auswirkungen einer solchen Zusammenarbeit zu bewerten. Bei allen Berechnungen w\u00fcrden die Industrieproduktion und das BIP ansteigen. Insbesondere w\u00fcrde der Maschinenbau zulegen, der stets der Kernbereich des ukrainischen BIP gewesen ist. Fr\u00fcher kamen 31% des BIP vom industriellen Maschinenbau. Wenn wir uns Ru\u00dfland und den anderen anschlie\u00dfen, bedeutete dies einen Auftragsanstieg f\u00fcr unsere Industrie.<\/p>\n<p>2011 fand eine Konferenz \u00fcber die ukrainischen Aussichten einer eurasischen Integration statt, auf der auch Sergej Glasjew, damals Sekret\u00e4r der Zollunion, gesprochen hat. Er sagte, die Bestrebungen der Ukraine, der EU beizutreten, w\u00fcrden das BIP-Wachstum schwer beeintr\u00e4chtigen und die Wirtschaftsstruktur sch\u00e4digen, w\u00e4hrend die Ukraine zu einem Pool von Billigarbeit verk\u00e4me und seine wirtschaftliche Souver\u00e4nit\u00e4t einb\u00fc\u00dfte. Wenn die Ukraine jedoch dem eurasischen Wirtschaftsraum beitr\u00e4te, so Glasjew, w\u00e4re dies makro\u00f6konomisch vorteilhaft und w\u00fcrde das BIP in den n\u00e4chsten 10 Jahren um 200 Mrd.$ ansteigen lassen und die ukrainische Wirtschaft wettbewerbsf\u00e4higer machen. Glasjew sagte: \u201eEin Beitritt zur Zollunion verletzt die Souver\u00e4nit\u00e4t ihrer Mitgliedsl\u00e4nder kein bi\u00dfchen.\u201c<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte hervorheben, da\u00df ein Beitritt der Ukraine zur Zollunion und sp\u00e4ter der Eurasischen Union dem Land Zugang zu umfangreichen Investitionsressourcen zur Schaffung gro\u00dfer Infrastrukturprojekte er\u00f6ffnete. Uns steht kein anderer Weg offen. Die Ukraine in die von Ru\u00dfland und anderen postsowjetischen L\u00e4ndern geschaffene Eurasische Union zu integrieren, ist die einzige M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Ukraine, ihre Eigenstaatlichkeit zu bewahren, die Volkswirtschaft auf ein neues qualitatives Niveau zu heben, den zivilisatorischen Weg unseres Volkes zu erhalten und das Land vor Destabilisierung, einem faschistischen Umsturz und einem B\u00fcrgerkrieg zu bewahren.<\/p>\n<p>In der Diskussionsrunde gestern kam das Thema Liebe auf &#8211; was man unter Liebe f\u00fcr seine Familie, f\u00fcr sein Land und f\u00fcr die gesamte Erde versteht. Aggression ist b\u00f6sartig, Hunger ist b\u00f6sartig, Dollarpyramiden, Finanzspekulation und die Diktatur des Britischen Empire sind b\u00f6sartig! Wir m\u00fcssen uns mit Hilfe der Liebe gegen das B\u00f6se verteidigen. Deswegen w\u00fcnsche ich uns allen Erfolg bei dieser edlen Aufgabe, die Liebe zu bewahren. M\u00f6gen Lyndon und Helga LaRouche noch viele Jahre haben, um mit Liebe f\u00fcr die Menschheit f\u00fcr diese L\u00f6sungen zu arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Wortlaut Liebe Konferenzteilnehmer! Wir Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher politischer Ansichten, Repr\u00e4sentanten verschiedener L\u00e4nder und Kontinente, haben eines gemeinsam: Unsere Sorge um das Schicksal der Menschheit. Wir k\u00f6nnen vor unseren Augen sehen, wie das Fundament der menschlichen Existenz, die Weltwirtschaft, zerst\u00f6rt wird. Damit die Weltwirtschaft vern\u00fcnftig funktionieren kann, m\u00fcssen bestimmte Grunds\u00e4tze befolgt werden: 1. 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