{"id":3331,"date":"2013-05-11T18:10:30","date_gmt":"2013-05-11T16:10:30","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?post_type=portfolio_cpt&#038;p=3331"},"modified":"2013-05-23T20:57:51","modified_gmt":"2013-05-23T18:57:51","slug":"diane-sare-der-kampf-um-glass-steagall-in-den-vereinigten-staaten","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/diane-sare-der-kampf-um-glass-steagall-in-den-vereinigten-staaten\/","title":{"rendered":"Diane Sare: Der Kampf um Glass-Steagall in den Vereinigten Staaten"},"content":{"rendered":"<h3><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/themes\/schiller\/images\/icons\/301.png\" class=\"shortcode-icon \" alt=\"\"> Transcript<\/h3>\n<p>Ich m\u00f6chte mit den Gr\u00fc\u00dfen des Kongressabgeordneten Walter Jones anfangen, die ich f\u00fcr sehr wichtig halte, weil Walter Jones republikanischer Abgeordneter und eine wichtige Person bei zwei Gesetzentw\u00fcrfen im Kongre\u00df ist. Erstens war er der erste republikanische Mitinitiator von Marcy Kapturs Antrag zur Wiedereinf\u00fchrung des Glass-Steagall-Gesetzes. Er hat auch den Gesetzentwurf HCR 3 eingebracht, der besagt, da\u00df ein Pr\u00e4sident, der ohne Zustimmung des Kongresses einen Krieg f\u00fchrt, sich eines Vergehens schuldig macht, das mit Amtsenthebung zu ahnden ist.<\/p>\n<p>Und ich m\u00f6chte in meinem Vortrag deutlich machen, was auch Herr LaRouche und die anderen Sprecher dieser Runde gesagt haben: da\u00df der Kampf um Glass-Steagall ein politischer Krieg ist, und ein Aspekt dieses Krieges ist, da\u00df Obama gehen mu\u00df, weil er als Werkzeug der Queen dient, um alle diese Vorst\u00f6\u00dfe zu blockieren.<\/p>\n<p>Wir beginnen also mit den\u00a0<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XKD84g66yV8\" class=\"lightbox-link\" data-lightbox=\"gallery\"><span class=\"lightbox-title\">YouTube video of Congressman Walter Jones<\/span><\/a>\u00a0[Video per Mausklick \u00f6ffnen].<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte Ihnen den Hintergrund der Sache beschreiben, weil ich denke, da\u00df es schwer zu verstehen ist, worum es bei dieser Schlacht geht, wenn man nur vom hier und heute ausgeht und die Vorgeschichte dieses Kampfes nicht kennt.<\/p>\n<p>Helga [Zepp-LaRouche] sprach gestern Lyns [LaRouches] Vorhersage vom 25. Juli 2007 an, als er sagte, dies ist keine Hypothekenkrise, dies ist das Ende der Fahnenstange, dies ist das Ende. Er machte also diese schockierende Vorhersage. Und dann entwarf er das \u201eGesetz zum Schutz der Eigenheimbesitzer und Banken\u201c, und wir mobilisierten daf\u00fcr im ganzen Land. Allein im Bundesstaat Pennsylvania beschlossen mehrere Dutzend Stadtparlamente Unterst\u00fctzungsresolutionen daf\u00fcr. Insgesamt waren es vielleicht sieben Landtage, die solche Resolutionen beschlossen. Wir konnten nicht durchsetzen, da\u00df der Gesetzentwurf im US-Kongress eingebracht wurde, weil insbesondere George Soros, Felix Rohatyn und andere Druck dagegen machten, wie Helga schon erw\u00e4hnte.<\/p>\n<p>Aber ich denke, der wirkliche gro\u00dfe und h\u00e4\u00dfliche Umschwung kam dann mit der Wahl von Pr\u00e4sident Barack Obama. Lyn hat ja wiederholt darauf hingewiesen, da\u00df das Parteiensystem in den USA Gift ist. Obama wurde also gew\u00e4hlt, und zuerst wollten wir nat\u00fcrlich hoffen, da\u00df man etwas erreichen k\u00f6nnte; da\u00df man vielleicht auf Leute aus der fr\u00fcheren Regierung Clinton einwirken kann, damit dieser Kerl nicht ganz so schrecklich w\u00fcrde, wie wir das bei seiner Vorgeschichte bef\u00fcrchteten.<\/p>\n<h4>Nach London zu Besuch bei der Queen<\/h4>\n<p>Aber im April 2009, nach Obamas beiden ersten Auslandsbesuchen &#8211; ich wei\u00df nicht, ob man sich hier noch daran erinnert, wohin sie f\u00fchrten: Der erste ging nach London, ein Besuch bei der Queen! Und es gab den ber\u00fchmten Zwischenfall, als Michelle Obama die Queen ber\u00fchrte, aber das machte nichts, weil die Queen die Obamas liebt, es passierte also nichts Schlimmes.<\/p>\n<p>Und sein zweiter Besuch ging nach Saudi-Arabien.<\/p>\n<p>Er machte also als erstes einen Kotau vor den Kreisen, die hinter den Angriffen auf die Vereinigten Staaten vom 11. September 2001 stecken.<\/p>\n<p>So machte Lyn im April 2009 eine Vorhersage, als er sagte, dieser Kerl sei ein b\u00f6sartiger Narzi\u00dft, eine gescheiterte Pers\u00f6nlichkeit wie Nero oder Hitler. Und kurz danach begann Obama damit, seine Gesundheitsreform durchzusetzen. Ich wei\u00df, da\u00df in der europ\u00e4ischen Presse daf\u00fcr geworben wurde, das w\u00e4re angeblich ein Gesundheitswesen ungef\u00e4hr nach europ\u00e4ischem Vorbild. In Wirklichkeit war es ein faschistischer Plan, die \u201enutzlosen Esser\u201c loszuwerden, indem man das ganze Gesundheitswesen den privaten Versicherungen \u00fcbertr\u00e4gt und dann Aussch\u00fcsse mit Statistikern einrichtet, die entscheiden, ob es statistisch gesehen zu teuer w\u00e4re, dich am Leben zu erhalten und medizinisch zu versorgen. Das Gesetz sah vor, bei Medicare [der staatlichen Krankenversicherung f\u00fcr Rentner] 750 Milliarden Dollar zugunsten der privaten Versicherungen einzusparen.<\/p>\n<p>Deshalb fingen wir die Kampagne mit Postern von Obama mit Hitlerb\u00e4rtchen an.<\/p>\n<p>In dem Augenblick waren alle diejenigen, die mit uns f\u00fcr das Gesetz zum Schutz der Eigenheimbesitzer und Banken zusammengearbeitet hatten, pl\u00f6tzlich verschwunden, weil sie loyal zur Partei stehen wollten. Sie versteckten sich unter ihrem Schreibtisch oder unter der Bettdecke, sie knallten die T\u00fcr zu, sie sagten: \u201eRuft mich nie wieder an. Kommt nicht mehr her. Ich kann nicht glauben, da\u00df ihr so etwas sagt. Ihr \u00fcbertreibt, das ist zuviel.\u201c<\/p>\n<p>Was geschah dann? Da war diese massenm\u00f6rderische \u201eGesundheitsreform\u201c. Dann unternahm Obama diese \u201ehumanit\u00e4re\u201c Mission &#8211; Sie erinnern sich vielleicht an diese humanit\u00e4re Mission, als wir 250 Tage lang Libyen bombardierten, ohne da\u00df jemals die Genehmigung vom Kongress eingeholt wurde. Aber es war \u201ehumanit\u00e4r\u201c. Es war \u201ekein Krieg\u201c &#8211; das hat mir jemand gesagt, der bei der Vorwahl der Demokraten einer meiner Gegenkandidaten war, ein Marineinfanterist: Da\u00df das kein Krieg sei aus dem Grund, weil kein amerikanischer Soldat dabei fiel. Weil wir nur die anderen umbrachten, sei das nicht als Milit\u00e4raktion einzustufen.<\/p>\n<p>Und inzwischen hat man bekanntlich herausgefunden, da\u00df sehr wohl amerikanische Bodentruppen dort waren und da\u00df alles hinten und vorne gelogen war &#8211; was wenig \u00fcberrascht. Und dann lie\u00df man Gaddafi umbringen, als er gefangengenommen worden war.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter kam dann Bengasi, der Abgeordnete Jones hat sich schon darauf bezogen. Das Seltsame war, da\u00df unser US-Botschafter dort mehrfach Sicherheitsverst\u00e4rkung angefordert hatte. Unser Konsulat wird angegriffen und Obama bekommt einen viertelst\u00fcndigen Lage\u00fcberblick und geht dann zu Bett und schl\u00e4ft acht Stunden, w\u00e4hrend vier Amerikaner get\u00f6tet werden, weil er f\u00fcr eine Wahlkampf-Spendenveranstaltung in Las Vegas am n\u00e4chsten Tag frisch sein mu\u00dfte, was ihm offensichtlich viel wichtiger war als dieser Notstand.<\/p>\n<p>Als nun unter Obamas Aufsicht alle diese h\u00fcbschen Sachen passierten und alles sich so entwickelte, kamen einige der Leute, die sich weggeschlichen hatten, nach und nach wieder unter ihren Betten und Schreibtischen hervor. Langsam d\u00e4mmerte ihnen, da\u00df Herr LaRouche doch nicht \u00fcbertrieben hatte, was die B\u00f6sartigkeit dieses Pr\u00e4sidenten betraf, dieser Marionette der Queen, die den Planeten entv\u00f6lkern will.<\/p>\n<h4>Glass-Steagall wird eingebracht<\/h4>\n<p>Bei all dem lief nun gleichzeitig die sog. \u201equantitative Lockerung\u201c [Gelddrucken der US-Zentralbank]. Quantitative Lockerung Nummer Eins, Nummer Zwei, Nummer Drei, Nummer Vier &#8211; ich bin nicht sicher, wie viele inzwischen. Als Obama ins Amt kam, hatte diese Bankenrettung unter G.W. Bush und [Finanzminister] Paulson angefangen mit dem TARP-Fonds von 700 Mrd. Dollar, aber am Ende von Obamas erster Amtszeit war die Summe aller dieser Rettungsaktionen in etwa auf die Gr\u00f6\u00dfenordnung von 29 Billionen angewachsen!<\/p>\n<p>Deshalb gab es einen politischen Kampf um Glass-Steagall. Es gab einen \u00fcberparteilichen Vorsto\u00df von Maria Cantwell, einer Demokratin, und John McCain, einem Republikaner, dies als Zusatz zum Dodd-Frank-Gesetz [Obamas Bankenreform] durchzubringen, was ich recht am\u00fcsant finde, weil das im Grunde all den Unsinn in diesem Gesetz annulliert h\u00e4tte. Und eine Mehrheit war bereit, daf\u00fcr zu stimmen, doch Obama, der Abgeordnete Barney Frank und andere taten alles, um das zu verhindern.<\/p>\n<p>Dann erreichten wir, da\u00df Marcy Kaptur im Abgeordnetenhaus einen Gesetzentwurf dazu einbrachte &#8211; Walter Jones war Mitinitiator &#8211; und in den letzten Jahren konnten wir daf\u00fcr 84 Unterzeichner im Kongre\u00df gewinnen.<\/p>\n<p>Und was heute in den Vereinigten Staaten geschieht, ist eine revolution\u00e4re Ver\u00e4nderung. Es ist eine Folge davon, da\u00df die Bev\u00f6lkerung sich nicht selbst umbringen will und da\u00df LaRouche und unsere Organisation seit Jahren und Jahrzehnten eine Orientierung bieten und die Menschen sehen, da\u00df es das richtige ist. Und wenn sie [die Abgeordneten] jetzt f\u00fcr Glass-Steagall unterschreiben, ist das nicht, weil sie nicht w\u00fc\u00dften, da\u00df wir vor ihren B\u00fcros Obama auf riesigen Postern mit Hitlerb\u00e4rtchen zeigen. Das wissen sie sehr wohl. Es ist ein Diskussionsthema. Doch sie entscheiden sich zur Unterschrift.<\/p>\n<p>Was hat nun diese Ver\u00e4nderung bewirkt? Sie haben von den automatischen Haushaltsk\u00fcrzungen f\u00fcr alle Bereiche geh\u00f6rt. Sie erinnern sich vielleicht daran, da\u00df Standard &amp; Poors und Moody\u2019s die Kreditw\u00fcrdigkeit der amerikanischen Staatsschulden herabgestuft haben. Es mu\u00dften 4,1 oder 4,2 Bio. Dollar aus dem Haushalt gestrichen werden. Das ist Obamas Politik. Dies hatte zur Folge, da\u00df in der letzten Woche 750.000 Arbeitspl\u00e4tze verlorengingen. Viele \u00c4rzte nehmen keine Patienten von Medicare [einheitliche Krankenversicherung f\u00fcr Rentner] mehr an, weil Medicare den \u00c4rzten und Krankenh\u00e4usern nicht mehr die Kosten deckt. Deshalb werden viele Rentner, auch Leute mit schweren Krankheiten wie Krebs, weggeschickt und nicht behandelt, wir h\u00f6ren davon st\u00e4ndig, wenn wir organisieren. Unsere Unterst\u00fctzer erz\u00e4hlen uns schreckliche pers\u00f6nliche Geschichten, wie jemand aus ihrer Familie zur \u00fcblichen Chemotherapie geht und es hei\u00dft: \u201eEs tut uns leid, das zahlt die Kasse nicht mehr. Wenn Sie die Behandlung wollen, m\u00fcssen wir Ihre Kreditkarte damit belasten.\u201c<\/p>\n<p>Es gibt eine Krebsklinik in New York, in der 16.000 Patienten Chemotherapie bekamen. 5000 von ihnen wurde gesagt: \u201eWir k\u00f6nnen Sie nicht mehr behandeln.\u201c Und es gibt auch eine neue Methode, besser gesagt eine alte: das Schuldgef\u00e4ngnis. Die Inkassoagenturen kommen zu den Leuten, und wenn man die Strafen nicht zahlen kann, dann kann das Gef\u00e4ngnis bedeuten.<\/p>\n<p>Diese Krise und die Tatsache, da\u00df wir seit Jahrzehnten mit den L\u00f6sungen pr\u00e4sent sind, haben eine Dynamik geschaffen, die den jetzigen Kampf antreibt. Wie der Abgeordnete Jones sagt, haben wir inzwischen 53 Unterzeichner f\u00fcr den [2013 erneuerten] Glass-Steagall-Gesetzentwurf im Abgeordnetenhaus. Wir werden eine riesige Schlacht schlagen, damit er auch im Senat eingebracht wird. Es liegen Resolutionen daf\u00fcr in 15 Landtagen vor. Wie Jones sagte, ist Nord-Carolina der neueste unter den 15 Staaten, und zwei haben sie schon beschlossen, n\u00e4mlich Maine und S\u00fcd-Dakota.<\/p>\n<p>Im Staat Maine stimmten der Landtag und der Landessenat sogar einstimmig daf\u00fcr. Und der Abgeordnete, der das vorangetrieben hat, wei\u00df, da\u00df wir den US-Senat hier zum Handeln zwingen m\u00fcssen; deshalb formulierte er eine sehr scharfe Presseerkl\u00e4rung dazu, was sich an Angus King richtet, den neu gew\u00e4hlten unabh\u00e4ngigen Senator aus Maine, der viel Stunk um die Finanzkrise gemacht hat. Er forderte aggressiv Glass-Steagall, bis er in den Senat kam, aber seitdem schweigt er. Daher benutzt der Landtag von Maine diesen Beschlu\u00df als Druckmittel gegen ihn.<\/p>\n<p>Der andere Bundesstaat, wo eine Resolution beschlossen wurde, ist S\u00fcd-Dakota, und das betrifft die Abgeordnete, von der wir gleich h\u00f6ren werden. Sie sollten wissen, da\u00df die Resolution im Abgeordnetenhaus mit 67:2 Stimmen beschlossen wurde, dabei hat unsere Organisation in diesem Bundesstaat, genau wie in Maine, gar kein B\u00fcro. Es kam von einer Gruppe langj\u00e4hriger LaRouche-Aktivisten und Unterst\u00fctzer, die meisten davon Farmer. H\u00f6ren wir nun die Landtagsabgeordnete Patty Miller. (<i>Das Video wird eingespielt, den Text ihrer Botschaft finden Sie im nebenstehenden Kasten<\/i>.)<\/p>\n<p>Sie war so motiviert, da\u00df sie nach Minnesota fuhr, um uns zu helfen, die Resolution auch dort einzubringen. Es gibt einen anderen Landtagsabgeordneten, Tom Jackson [aus Alamaba], der zur Konferenz des Schiller-Instituts in Virginia [am 23.3.] kam. Er traf sich nicht nur mit Kongre\u00dfpolitikern, sondern als er wieder zur\u00fcck war, versuchte er am Telefon andere Abgeordnete zu mobilisieren.<\/p>\n<p>Dieser Kampf wird jetzt also wirklich mit Leidenschaft gef\u00fchrt, weil klar ist, da\u00df wir nicht ewig Zeit haben. Wir haben nur Tage oder Wochen. Ich denke, Jacques Cheminade sagte das eingangs richtig: Es ist eine Zeit, in der sich die Lage \u00fcber Nacht \u00e4ndern kann und dann ist die Welt eine ganz andere &#8211; und danach m\u00fcssen wir handeln.<\/p>\n<h4>Stimmungswandel im Land<\/h4>\n<p>Ich will Ihnen nur ein paar Beispiele der verschiedenen Interventionen geben, die wir machen, um Ihnen eine Vorstellung davon zu vermitteln, was die qualitative Ver\u00e4nderung in der amerikanischen Bev\u00f6lkerung ist, die diesen Wandel in den Landtagen und im Kongre\u00df antreibt &#8211; hoffentlich bald auch im Senat.<\/p>\n<p>Jemand hat uns von Senator Ron Wyden berichtet. Das war der einzige Demokrat, der den Filibuster von Senator Rand Paul unterst\u00fctzte, als der eine Antwort auf die Frage forderte, ob Obama es f\u00fcr verfassungsm\u00e4\u00dfig legal h\u00e4lt, Amerikaner in Amerika ohne ordentliches Gerichtsverfahren mit Drohnen zu t\u00f6ten. Die Regierung hat diese Frage erst nach sechs Wochen und nach einem Filibuster beantwortet &#8211; man fragt sich, warum dauerte das so lange. Man k\u00f6nnte also denken, da\u00df Ron Wyden recht mutig ist. Er unterst\u00fctzte als Demokrat den Filibuster und brach aus der Parteilinie aus.<\/p>\n<p>Nun veranstaltete er also eine B\u00fcrgerversammlung in Oregon mit mehreren hundert Menschen, darunter 200 Obersch\u00fclern. Einer meiner Kollegen der LaRouche-Kandidaten, Davie Christie, war dort, und jemand am Telefon im B\u00fcro in Seattle hatte eine Liste der Leute, die wir in diesem Teil Oregons auf der Stra\u00dfe getroffen hatten, und versuchte welche zu finden, die zu der Versammlung mitgehen w\u00fcrden. Es fanden sich auf Anhieb zwei, die sagten: \u201eJa, ich werde hingehen.\u201c Und sie kamen.<\/p>\n<p>Auf der Veranstaltung wurde in einer Lotterie entschieden, welche Fragen beantwortet w\u00fcrden. Damit hatte man eine Chance von vielleicht 1:400, da\u00df die eigene Frage ausgew\u00e4hlt wird. Damit wollte sich dieser Aktivist nicht abfinden. Da ist also ein Mann, der uns nur einmal getroffen hatte, doch er entschied, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. In dem Augenblick, in dem Wyden zum Ende seiner Rede kommt, springt er also von seinem Sitz auf und ruft: \u201eEinen Augenblick! Ich will das wissen. Sie waren f\u00fcr Dodd-Frank. Sie waren nicht f\u00fcr Glass-Steagall. Wissen Sie, da\u00df Dodd-Frank besagt, da\u00df die unser Geld stehlen k\u00f6nnen, wie es gerade in Zypern passiert ist? Sind Sie daf\u00fcr, da\u00df die unser Geld stehlen?\u201c<\/p>\n<p>Dave Christie beschrieb darauf \u00fcberzeugend, was Glass-Steagall ist usw. Am Ende wollten dann die Sicherheitsleute Dave nat\u00fcrlich nicht in die N\u00e4he des Senators lassen, um ihm Informationsmaterial zu geben, aber das war nicht schlimm, weil der andere Unterst\u00fctzer, den wir an diesem Tag angerufen hatten, sich geistesgegenw\u00e4rtig in die Schlange stellte, um mit Senator Wyden pers\u00f6nlich zu reden.<\/p>\n<p>Es gibt also einen Grad der Selbstaktivierung, wo man den Leuten nicht mehr in allen Einzelheiten sagen mu\u00df, was sie tun sollen.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Lage gibt es jetzt im Staat Connecticut, weil ein Unterst\u00fctzer, ein Erfinder, der uns auf der Stra\u00dfe traf, zu verschiedenen Versammlungen kam. Und er kam dann zu der Auftaktveranstaltung meines Wahlkampfs, wo es am Anfang viel Musik gab, und er sagte: \u201eWi\u00dft ihr, ich f\u00fchle mich wie im Himmel. Das ist die Organisation, nach der ich mein ganzes Leben lang gesucht habe.\u201c<\/p>\n<p>Dann fuhr er zur\u00fcck nach Connecticut und beschlo\u00df, eine B\u00fcrgerversammlung zu organisieren. Er schuftete enorm und ging zu vielleicht 150 Verwandten und Freunden. Und er sagte uns: \u201eLieber Gott, Leute, ihr arbeitet sehr hart. Ich hatte keine Ahnung, da\u00df das so anstrengend ist.\u201c Also halfen wir ihm und zusammen organisierten wir eine sehr gute Versammlung und es waren auch andere da, die wir kurz davor auf der Stra\u00dfe getroffen hatten. Das ist jetzt eine Kerngruppe, um den Staat Connecticut zu organisieren.<\/p>\n<p>Der ziemlich schmierige Kongre\u00dfabgeordnete Jim Himes sprach dort auf einem Treffen und machte einen Haufen Ausfl\u00fcchte, warum Glass-Steagall unn\u00f6tig w\u00e4re. Dort waren acht von unseren neuen Leuten, dazu mein Mann und noch ein Vollzeitaktivist, die in der Frage Dodd-Frank und Glass-Steagall st\u00e4ndig Druck auf ihn machten. Und er sagte: \u201eAber wir tun jetzt etwas mit den systemrelevanten Banken. Wir werden sie aufspalten.\u201c Und mein Mann Chris, der hinten stand, rief: \u201eEs geht nicht um die Gr\u00f6\u00dfe, sondern um die Funktion\u201c, und das ganze Publikum applaudierte.<\/p>\n<p>Und anschlie\u00dfend berichtete die Lokalzeitung, die B\u00fcrgerversammlung mit diesem ekligen Politiker habe sich ganz um Glass-Steagall gedreht. Die gesamte Presseberichterstattung bezog sich auf Glass-Steagall. Das ist also f\u00fcr den Kerl nicht besonders gut gelaufen.<\/p>\n<h4>Eine andere Dynamik<\/h4>\n<p>Wir veranstalten jetzt jede Woche am Donnerstagabend einen Konferenzanruf f\u00fcr Aktivisten. Der Grund ist, da\u00df es sehr viele Gebiete gibt, in denen wir keine B\u00fcros mit Vollzeitmitarbeitern haben, wo aber Leute sind, die etwas tun wollen. Die Beteiligung an den Anrufen wird immer mehr, zuletzt waren es \u00fcber 200 Leute. Wir mu\u00dften auf ein neues technisches System umsteigen, damit wir auch tausend oder mehr bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unmittelbar nach dem Ausbruch der Zypernkrise beschlossen wir, einen zus\u00e4tzlichen Anruf zu veranstalten. Das wurde mit E-Mails an all die verschiedenen Stellen angek\u00fcndigt. Und 500 Menschen wollten an dem Anruf teilnehmen. Leider gibt es bei dem technischen System immer ein unangenehmes Piepsen, wenn eine neue Person sich einklinkt, deshalb gab das, als Paul Gallagher den Lagebericht machen wollte, ein st\u00e4ndiges Piepsen. Wir mu\u00dften es dann bei etwa 340 Leuten belassen. Aber man sieht das Potential f\u00fcr eine wahre Explosion von Aktivismus.<\/p>\n<p>Und dann noch etwas zu der ver\u00e4nderten Einstellung zu Obama: Eine afro-amerikanische Kongre\u00dfabgeordnete, Karen Bass, veranstaltete in Kalifornien eine B\u00fcrgerversammlung, und als das Thema Glass-Steagall aufkam und die Frage der automatischen Haushaltsk\u00fcrzungen, mu\u00dfte sie zugeben: \u201eDas kommt von Obama, das ist Obamas Politik.\u201c<\/p>\n<p>Man sieht also, da\u00df sich bei diesen Leuten etwas ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Wir haben ein Team zu einem B\u00fcchertisch nach Manhattan (New York) geschickt, an eine sonst recht schwierige Stelle. Letzte Woche nahm das Team dort am Stand an der Wall Street an einem Tag 700 Dollar ein und sie sagten, die Reaktionen seien extrem polarisiert gewesen: Die schlechten Leute waren wirklich \u00fcbel und b\u00f6sartig und die Aktivisten sahen sich durch deren st\u00e4ndiges Gebr\u00fcll gest\u00e4rkt. Aber die guten Leute waren wirklich gut und wollten k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Wir hatten einen Einsatz im zentralen Stadtteil Midtown in Manhattan, und ein Mann, der bei der Citibank arbeitete, kam aus der Bank heraus und brachte uns eine Kopie eines langen internen Berichtes der Citibank, noch warm aus dem Kopierer, weil er wollte, da\u00df wir die geheimen Informationen dazu erhalten, was die Ziele der Citibank in dieser Krise sind.<\/p>\n<p>Es ist also wirklich eine neue Dynamik.<\/p>\n<h4>Pelosi zur Rede gestellt<\/h4>\n<p>Und gerade gestern abend wurde mir vom Parteitag der Demokraten in Kalifornien berichtet, wo mehrere unserer Aktivisten sind. Herr LaRouche hat ja betont, da\u00df die politischen Parteien v\u00f6llig auseinanderfallen und sich mit dieser albernen Wiederwahl Obamas selbst zerst\u00f6rt haben. So bekamen sie nicht mehr genug Stimmen zusammen, um uns von der Veranstaltung auszuschlie\u00dfen. Da gab es bei dem Parteitag eine Veranstaltung mit [der Fraktionsvorsitzenden der Demokraten im Kongre\u00df] Nancy Pelosi, an der wir teilnahmen. Pelosi wollte nur \u00fcber das Thema Homosexuellen-Ehe reden. Deshalb fragte eine unserer Aktivistinnen: \u201eWarum reden wir \u00fcber das hier? Die k\u00fcrzen die Renten, die k\u00fcrzen die Krankenversicherung f\u00fcr Rentner. Wir werden bald alle tot sein. K\u00f6nnen wir nicht mal \u00fcber etwas Reales reden?\u201c Da brach der ganze Saal in Applaus aus und hinterher kamen viele Leute zu ihr, um Videointerviews dazu mit ihr aufzunehmen, weil sie das auf ihre Facebook-Seiten stellen wollten.<\/p>\n<p>Beim Treffen der Gewerkschaftsgruppe wurde eines unserer Mitglieder, Michael Steger, eingeladen, \u00fcber Glass-Steagall zu sprechen. Und schlie\u00dflich wurde uns noch berichtet, da\u00df bei der Seniorengruppe jemand, der gar nicht von uns kam, sagte: \u201eWarum reden wir hier \u00fcberhaupt nicht \u00fcber Obamas Absetzung? Er streicht die Renten zusammen. Er wird uns umbringen.\u201c<\/p>\n<p>Das sind nur ein paar Schnappsch\u00fcsse der Dynamik. Ich denke aber, das erkl\u00e4rt schon, warum Lyn j\u00fcngst bei einem politischen Gespr\u00e4ch sagte, wir haben zwar noch nicht gewonnen, aber wir k\u00f6nnen gewinnen. Es gibt viel Arbeit f\u00fcr uns, aber wir k\u00f6nnen gewinnen. Der Kampf in Amerika geht jetzt darum, die notwendige Masse zu schaffen, um die schreckliche Blockade im Senat zu \u00fcberwinden. Und das Entscheidende ist dabei, glaube ich, da\u00df man diesen Senatoren beibringen mu\u00df, sich nicht l\u00e4nger vor dem Teufel, sondern vor Gott zu f\u00fcrchten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Transcript Ich m\u00f6chte mit den Gr\u00fc\u00dfen des Kongressabgeordneten Walter Jones anfangen, die ich f\u00fcr sehr wichtig halte, weil Walter Jones republikanischer Abgeordneter und eine wichtige Person bei zwei Gesetzentw\u00fcrfen im Kongre\u00df ist. 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