{"id":3319,"date":"2013-05-11T17:46:02","date_gmt":"2013-05-11T15:46:02","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?post_type=portfolio_cpt&#038;p=3319"},"modified":"2013-05-15T15:18:14","modified_gmt":"2013-05-15T13:18:14","slug":"jason-ross-sde-profit","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/jason-ross-sde-profit\/","title":{"rendered":"Jason Ross: Warum die Verteidigung des Planeten realen Profit abwirft"},"content":{"rendered":"<h3><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/themes\/schiller\/images\/icons\/301.png\" class=\"shortcode-icon \" alt=\"\"> Im Wortlaut<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Name ist Jason Ross. Ich arbeite in Lyndon LaRouches Basement-Team in Virginia. Au\u00dferdem bin ich Chefredakteur des Magazins\u00a0<i>21st Century Science &amp; Technology,<\/i>\u00a0dessen letzte Ausgabe sich mit der Frage der planetaren Verteidigung besch\u00e4ftigte. Ich freue mich, nach dem ausgezeichneten Vortrag meines Vorredners \u00fcber den Schutz des Planeten und die russischen Vorschl\u00e4ge f\u00fcr internationale Zusammenarbeit sprechen zu k\u00f6nnen. Er hat bereits viele der technischen Aspekte sowie die Gefahr von Asteroiden angesprochen.<\/p>\n<p>In den Mittelpunkt meines Vortrags m\u00f6chte ich LaRouches Sicht der Wirtschaft stellen, die dem urspr\u00fcnglichen Vorschlag f\u00fcr die SDI (Strategische Verteidigungsinitiative) zugrunde lag. Aus seiner Sicht menschlicher Kreativit\u00e4t &#8211; als eigentlichem Ursprung wirtschaftlicher Wertsch\u00f6pfung und seiner Betrachtung eines globalen wirtschaftlichen Wertma\u00dfstabes im Gegensatz zu einer Summe lokaler Wirtschaftswerte &#8211; war die Entwicklung der SDI kein Kostenfaktor, keine Belastung, sondern eine gro\u00dfe wirtschaftliche Profitquelle. \u00dcberlegen Sie den Unterschied hiervon zum derzeitigen US-Raketenabwehrsystem, das hohe Kosten verschlingt, aber keine nennenswerten Spinoff-Technologien abwirft, wie es die Strategische Verteidigungsinitiative getan h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Zum besseren Verst\u00e4ndnis hiervon werde ich \u00fcber das Konzept der Energieflu\u00dfdichte sprechen, wie es auf die SDI und heute auf die SDE (Strategische Verteidigung der Erde) anzuwenden ist. Herr LaRouche schlug in den 80er Jahren keine kinetischen\u00a0<i>kill vehicles\u00a0<\/i>vor, sondern die Entwicklung \u201eneuer physikalischer Prinzipien\u201c, so u.a. Durchbr\u00fcche in der Laser- und Teilchenstrahltechnik sowie in der Kernfusion. Es gibt seither zwar einige Fortschritte bei den Raketenabwehrsystemen, wie wir bei der letzten Konferenz des Schiller-Instituts in den USA geh\u00f6rt haben, aber diese sind nicht im Sinne des SDI-Programms. Zweck der SDI war nicht nur die Abwehr von Raketen, sondern vor allem die Zusammenarbeit mit der damaligen Sowjetunion und neue Technologien, die die Wirtschaft revolutionieren &#8211; \u00e4hnlich, aber in noch gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab als Pr\u00e4sident Kennedys Mondlande-Programm.<\/p>\n<p>Das Apollo-Programm war teuer, doch wegen des Nutzens neuer Technologien hatte es letztlich negative Kosten. Bei der Strategischen Verteidigungsinitiative und auch bei der heutigen Strategischen Verteidigung der Erde sind nicht nur technologische, sondern auch wissenschaftliche Entwicklungen erforderlich, so u.a. bei der Kernfusion. Hier liegt ein riesiges Potential.<\/p>\n<p>Worum geht es also bei der Energieflu\u00dfdichte? Das Problem beginnt mit der skalaren Metrik, bei der man eine Art Ma\u00dfstab f\u00fcr viele verschiedene Prozesse verwendet. Wenn ein \u00d6konom beispielsweise die Wirtschaft mit dem \u00fcblichen Ma\u00dfstab \u201eGeld\u201d mi\u00dft, untersucht er im Grunde gar nicht die Wirtschaft. Oder betrachten wir in der Physik den Begriff \u201eEnergie\u201d: Energie hat zwar etwas Reales, doch es geht viel vom Verst\u00e4ndnis verloren, wenn man die Energie allein betrachtet. Bei dem Konzept der Energieflu\u00dfdichte geht es aber vor allem um die\u00a0<i>Qualit\u00e4t<\/i>\u00a0und nicht um die Quantit\u00e4t der Energiequellen.<\/p>\n<p>Mit Qualit\u00e4t meine ich keine teure Schweizer Uhr; ich meine das Gegenteil von Quantit\u00e4t. Wenn etwa ein Wissenschaftler einen Stein untersucht, so pr\u00fcft er gew\u00f6hnlich Parameter wie Masse, Dichte, Temperatur oder elektrische Leitf\u00e4higkeit; wenn er aber einen Hund vor sich hat, ber\u00fccksichtigt er noch nicht einmal viele Dinge, nach denen ein Tierarzt schauen w\u00fcrde wie Herzfrequenz, Stoffwechselumsatz, Ern\u00e4hrung usw. Und ein reiner Biologe w\u00fcrde nicht verstehen, was ein Mensch ist; ohne eine Vorstellung von Kultur w\u00fcrde er wahrscheinlich versuchen, alle sozialen Probleme mit Medikamenten zu bek\u00e4mpfen, anstatt die Kultur, in der die Menschen leben, oder ihr Denken zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>In der Physik und in der \u00d6konomie ist die Energieflu\u00dfdichte entscheidend, um die verschiedenen Energiequellen zu verstehen. Wenn man lediglich menschliche oder tierische Muskelkraft einsetzt, ist der Effekt sehr begrenzt und besteht nur in mechanischer Bewegung. Verbrennt man Kohle, um eine Dampfmaschine zu betreiben, erreicht man auch nur mechanische Bewegungen, doch die sind viel st\u00e4rker als das, was beispielsweise ein Pferd leisten k\u00f6nnte. Beim Strom kann man die elektrische Leistung in Pferdest\u00e4rken als physikalischer Einheit messen, aber mit elektrischem Strom kann man erheblich mehr Dinge tun als mit einem Tier. Jeder kann sich daf\u00fcr viele Beispiele einfallen lassen. Ein Pferd kann man nicht dazu bringen, da\u00df die Kopfh\u00f6rer, die man tr\u00e4gt, funktionieren. Es ist eine andere Energieform.<\/p>\n<p>Mit der Kernspaltung und besonders mit der Kernfusion, wenn sie erst einmal entwickelt ist, wird elektrischer Strom praktisch umsonst verf\u00fcgbar sein, und der andere Vorteil ist, da\u00df ganz neue Qualit\u00e4ten wirtschaftlicher Aktivit\u00e4ten m\u00f6glich werden. So lie\u00dfe sich zum Beispiel eine Fusionsfackel f\u00fcr Recyclingzwecke einsetzen, um einzelne Stoffe in ihre Elemente zu zerlegen &#8211; ganz \u00e4hnlich wie man heute Erd\u00f6lprodukte in verschiedene Bestandteile aufspaltet.<\/p>\n<p>F\u00fcr die SDI bzw. die SDE brauchen wir die Kernfusion als Energiequelle. Asteroiden kann man nicht mit Windm\u00fchlen oder mit Solarspiegeln ablenken oder indem wir 15 Cent Pfand auf leere Getr\u00e4nkeflaschen wiederbekommen! Mit einer solchen Einstellung k\u00f6nnen wir uns nicht gegen die Gefahren aus dem Weltraum verteidigen. Doch mit Fusionsenergie, f\u00fcr die gegenw\u00e4rtig viel weniger ausgegeben wird, als man f\u00fcr Solaranlagen vergeudet, wird sich unser Verh\u00e4ltnis zur realen Welt grundlegend ver\u00e4ndern!<\/p>\n<p>Aufbauend auf der Idee der relativen Bev\u00f6lkerungsdichte hat Herr LaRouche eine wissenschaftliche Methode entwickelt, die er auf die Volkswirtschaft angewendet hat. Die\u00a0<i>potentielle\u00a0<\/i>Bev\u00f6lkerungsdichte ist ein Ma\u00dfstab, wie viele Menschen in einem bestimmten Gebiet leben\u00a0<i>k\u00f6nnten<\/i>. Wie gro\u00df ist das Potential? Wie hat es sich in den letzten Jahren ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Betrachten wir hierzu die Kurve der Bev\u00f6lkerungsentwicklung in Europa \u00fcber die Jahrhunderte und Jahrtausende (<i>Abbildung 1<\/i>). Man sieht, wie sich die Zahl der Menschen, die hier leben k\u00f6nnen, dramatisch erh\u00f6ht hat. Das liegt nicht daran, da\u00df die Leute mehr Kinder h\u00e4tten, sondern wir haben uns als Gattung ver\u00e4ndert &#8211; genauso wie sich die Lebewesen insgesamt in der Evolution ver\u00e4ndert haben. Der Mensch ist so zu einer neuen Spezies geworden und steht auf immer neuen Plattformen wissenschaftlicher Entwicklung.<\/p>\n<p>Als sich die Lebewesen vom Wasser aufs Land bewegten, erh\u00f6hte sich deren Macht \u00fcber die Erde dramatisch. Das gleiche geschieht, wenn wir uns neue Energiequellen erschlie\u00dfen, etwa in der Landwirtschaft oder in der Medizin.<\/p>\n<p>Das ist f\u00fcr den Menschen ganz nat\u00fcrlich. Es w\u00e4re \u201eunnat\u00fcrlich\u201d, wenn wir diesen Trend nicht fortsetzten. Das w\u00e4re so, als w\u00fcrde ein Dinosaurier die S\u00e4ugetiere \u201eunnat\u00fcrlich\u201d nennen oder ein Stein bezeichnete eine Eidechse als \u201eunnat\u00fcrlich\u201d, weil sie nicht immer an einem Ort bleibt, sondern \u00fcberall heruml\u00e4uft. Aber Eidechsen sind keine Steine, und Menschen sind keine Tiere.<\/p>\n<p>Man kann auch verschiedene Kulturen miteinander vergleichen. China verfolgt mehrere ehrgeizige Programme. Vor einigen Jahren wurde ein dreistufiges Mondprogramm eingeleitet, wo in Phase 2 Ger\u00e4te auf dem Mond landen; und in Phase 3 werden Materialproben vom Mond zur Erde zur\u00fcckgeholt, was bisher nur die USA und die Sowjetunion geschafft haben. Auch Indien treibt sein Raumfahrtprogramm voran. 2008 wurde eine Sonde zum Mond geschickt, und in diesem Jahr soll ein indischer Satellit zum Mars fliegen, womit Indien die dritte Nation ist, die so etwas macht. Wir haben gerade etwas \u00fcber die russischen Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Zusammenarbeit bei der Raketenabwehr geh\u00f6rt. Ja, wenn Kernwaffen [zur Ablenkung von Himmelsk\u00f6rpern] eingesetzt werden, mu\u00df das unbedingt international abgestimmt sein. Das hat zivile wie milit\u00e4rische Aspekte, etwas, das die NASA verstehen mu\u00df.<\/p>\n<p>In den USA hingegen verfolgt die NASA eine Mission, bis 2021 einen Menschen auf einen Asteroiden zu bringen. Das ist ein Witz. Keiner nimmt das ernst. Es macht \u00fcberhaupt keinen Sinn, sich als Mensch auf einen Asteroiden zu stellen. Man br\u00e4uchte dazu wahrscheinlich Spezialschuhe, denn die Anziehung dort ist so gering, da\u00df man sofort abhebt, wenn man nur einmal niest! Bei den automatischen Haushaltsk\u00fcrzungen in den USA k\u00f6nnen NASA-Wissenschaftler derzeit noch nicht einmal zu wichtigen Konferenzen fahren. Die NASA kann im Augenblick keinen Menschen auf den Mond, geschweige denn auf den Mars schicken. Sie kann noch nicht einmal jemanden zu einer Konferenz in Paris, Berlin oder Tokio schicken!<\/p>\n<p>Deshalb brauchen wir einen v\u00f6lligen Kurswechsel bei unseren Aktivit\u00e4ten und Priorit\u00e4ten sowie eine Revolution, wie wir Wissenschaft betreiben.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte hierzu kurz etwas anmerken. LaRouches Basement-Team hat sich ausf\u00fchrlich mit der Geschichte der Wissenschaften befa\u00dft, angefangen mit dem ersten neuzeitlichen Wissenschaftler Johannes Kepler \u00fcber Fermat, Leibniz, Gau\u00df, Riemann, Planck, Einstein bis Wernadskij. Ich m\u00f6chte Ihnen eines der erstaunlichen Resultate dieser Studien zeigen. (<i>Siehe Video unten<\/i>)<\/p>\n\n<p>Das ist vielleicht etwas schwer zu verstehen, aber ich versuche, es zu erl\u00e4utern. Man sieht hier ein bewegtes Bild der Massezentren der Asteroidenbahnen. Die Animation ver\u00e4ndert sich, wenn man Asteroiden ausw\u00e4hlt, die weiter und weiter von der Sonne entfernt sind.<\/p>\n<p>Stellt man sich dabei auf den Standpunkt von Kepler und Gau\u00df, so mu\u00df es einen Grund daf\u00fcr geben, warum sich das Universum so und nicht anders verh\u00e4lt. Mit Leibniz k\u00f6nnte man sagen: Ja, Gott ist allm\u00e4chtig, aber Er ist auch so weise, da\u00df Er nichts ohne zureichenden Grund tut.<\/p>\n<p>Wir haben also damit begonnen, mit Hilfe von Keplers Methode die Asteroiden als System zu betrachten und eine Struktur im Asteroideng\u00fcrtel zu entdecken. Warum gibt es die Asteroidenschw\u00e4rme, wie Herr Benediktow sagte, d.h. warum erscheinen sie mit einem Mal in gro\u00dfer Zahl? Wenn man eine Hypothese \u00fcber die Struktur der Asteroidenverteilung hat, lie\u00dfen sie sich wahrscheinlich besser aufsp\u00fcren, und wom\u00f6glich lie\u00dfen sie sich besser fortbewegen.<\/p>\n<p>Damit besch\u00e4ftigt sich LaRouches Wissenschaftsteam, und wir diskutieren dar\u00fcber auch mit NASA-Wissenschaftlern, denen dieses Ph\u00e4nomen ganz unbekannt ist. Das sind also neue Beobachtungen, und Kepler w\u00e4re dar\u00fcber sehr froh.<\/p>\n<p>Das geh\u00f6rt alles zur strategischen Verteidigung der Erde, und der Weg in die Zukunft, den das SDE-Konzept f\u00fcr die gemeinsamen Ziele der Menschheit er\u00f6ffnet, l\u00e4\u00dft uns ein wunderbares Geschenk an die Zukunft machen. Wenn in ein oder zwei Generationen die ersten Marsbesucher und vielleicht Siedler ihre einw\u00f6chige Reise zum Roten Planeten antreten, werden sie sich fragen, wie wir zu Anfang des 21. Jahrhunderts so n\u00e4rrisch sein konnten, Banken mit der Realwirtschaft zu verwechseln, oder warum wir so darauf fixiert waren, Energie zu sparen, anstatt neue Energiequellen zu entwickeln, oder warum wir unseren M\u00fcll in 15 verschiedenfarbigen Tonnen trennten, anstatt ihn mit einer Fusionsfackel zu recyceln.<\/p>\n<p>Frau Zepp-LaRouche hat mir neulich von einem Bericht erz\u00e4hlt, den sie gelesen hatte, wonach die jungen Deutschen am wenigsten gl\u00fccklich sind; aber das liege nicht an materieller Armut. Ich denke, schuld daran ist zu einem gro\u00dfen Teil die hier allgegenw\u00e4rtige gr\u00fcne Weltsicht, wo man schon den Kindern beibringt, sie seien ein Krebsgeschw\u00fcr auf der Erde, und es w\u00e4re das beste, gar nicht zu existieren! Der Mensch k\u00f6nne ohnehin nichts bewirken &#8211; wir kommen und gehen, als wenn wir niemals da gewesen w\u00e4ren. Das ist nicht gerade eine optimistische Weltsicht!<\/p>\n<p>Was ist das im Vergleich zu einer Mission zum Mars oder zur Entdeckung neuer Energiequellen wie zum Beispiel von Materie-Antimaterie-Reaktionen. Das wirklich gr\u00f6\u00dfte Geschenk, das eine Nation, eine Gesellschaft ihren Mitglieder und ihrer Zukunft machen kann, ist die Gewi\u00dfheit, da\u00df ihre Menschen ein Leben leben, das nicht nur gut, sondern f\u00fcr die Zukunft\u00a0<i>notwendig\u00a0<\/i>war. Wir brauchen eine notwendige Richtung, in die wir uns als Menschen orientieren, anstatt uns als Last zu empfinden und wir alte Menschen, wenn sie das 70. Lebensjahr erreicht haben, zu euthanasieren. Indem wir der SDE-Methode folgen und sofort ein Trennbanken- und ein Kreditsystem organisieren, um dies zu erm\u00f6glichen, machen wir der Zukunft ein wahrhaft sch\u00f6nes Geschenk!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Wortlaut &nbsp; Meine Name ist Jason Ross. 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