{"id":30365,"date":"2015-06-19T14:36:03","date_gmt":"2015-06-19T12:36:03","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/media\/30340-2\/"},"modified":"2015-07-03T16:10:28","modified_gmt":"2015-07-03T14:10:28","slug":"30340","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/30340\/","title":{"rendered":"Prof. Safieeldin Mohamed Metwally : Der Wiederaufbau \u00c4gyptens"},"content":{"rendered":"<div class=\"title-big\"><h2 class=\"title-big-title\">Prof. Safieeldin Mohamed Metwally<\/h2><\/div>\n<hr class=\"shortcode-hr\">\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/62U30US42nU?rel=0&amp;showinfo=0\" width=\"1280\" height=\"720\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine halbe Million Hektar Landgewinnung in der Westlichen W\u00fcste in \u00c4gypten h\u00e4ngt vom Grundwasser ab.<\/p>\n<p>Das untersuchte Gebiet liegt westlich des Nils im s\u00fcdlichen Teil des alten Nildeltas aus dem Mesozoikum. Es ist begrenzt von der Oase El Bahariya im Westen, dem Nil im Osten, der Stra\u00dfe von El Bahariya nach Kairo im Norden und der Stadt Asyut im S\u00fcden. Es erstreckt sich von 29 Grad 5 Minuten (29\u00b0 05\u2019) bis 30\u00b0 39\u2019 \u00f6stlicher L\u00e4nge und von 27\u00b0 23\u2019 bis 28\u00b0 58\u2019 n\u00f6rdlicher Breite, und es umfa\u00dft ein Gebiet von etwa 11.443 km<sup>2<\/sup>.<\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>Das bodengeologische Umfeld zeigt, da\u00df das untersuchte Gebiet von einer Sanddecke bedeckt ist, dazu etwas Kies und einige Kalksteinh\u00e4nge. Die Geofraktur wurde mit geologischen und TM-Landsat-Bildern und Radarbildern per Satellit erkundet (<i>Abbildung 1<\/i>). Diese Elemente der Bodenstruktur zeigen Verl\u00e4ufe in die Richtungen NW-SO (Nordwest-S\u00fcdost), NO-SW und WNW-ONO.<\/p>\n<p>Um das Grundwasserpotential des untersuchten Gebiets zu beurteilen, wurden verschiedene geologische und geophysikalische Techniken verwendet, um die bodennahen Eigenschaften wiederzugeben &#8211; man nutzte Weltraumradar und Bodenradar, um diese Eigenschaften zu ermitteln. Satellitenradar entdeckte die bodennahen Wasserschichten, die dann mit Bodenradar (GPR) in gr\u00f6\u00dfere Tiefen weiter verfolgt wurden. Die angenommenen bodennahen Kan\u00e4le lie\u00dfen sich auf den Weltraumradarbildern und auf den Radarprofilen ausmachen.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-half last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_31114\" aria-describedby=\"caption-attachment-31114\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-31114\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally1-300x153.jpg\" alt=\"metwally1\" width=\"460\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally1-300x153.jpg 300w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally1-768x391.jpg 768w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally1.jpg 894w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-31114\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Aufgrund von Satellitenbildern erstelltes Bild der Geofraktur in der untersuchten Region \u00c4gyptens. (NCDR\/Prof. Metwally )<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<p>Um die Strukturtrends des untersuchten Gebiets zu best\u00e4tigen, wurden die verf\u00fcgbaren Daten \u00fcber Gravitationsanomalien nach Bouguer gefiltert, um die tieferen und flacheren Strukturen besonders hervorzuheben.<\/p>\n<p>Die aus der so gefilterten Karte gewonnene Karte der Bodenverwerfungen zeigt, da\u00df das Gebiet zwei gr\u00f6\u00dfere Verwerfungsrichtungen aufweist; diese sind NO-SW (der \u201eSyrische Bogen\u201c) und NW-SO. Im n\u00f6rdlichen Teil des untersuchten Gebiets ist die Erhebung Kairo-Mahariya eingezeichnet. Der Block dieser Erhebung k\u00f6nnte die Ausbreitung des alten Nilarms nach Norden unterbrechen und die Verlagerung der Nilarme nach Osten verursachen. Eine Grabenstruktur verl\u00e4uft von NW nach SO und k\u00f6nnte mit dem unterirdischen nat\u00fcrlichen Kanal zusammenh\u00e4ngen, auf den Raum- und Bodenradar schlie\u00dfen lassen. Die NW-SO- und SO-SW-Verwerfungen lassen sich erkl\u00e4ren, wenn man die Bewegungsrichtung zwischen Afrika und Eurasien umkehrt, von der Linksrichtung im Mitteljura zur Rechtsrichtung im sp\u00e4teren Kreidezeitalter. Den Tiefenabstand zum Grundgebirge berechnete man mit Analysetechniken und \u00dcbertragung des zweidimensionalen Modellprofils, das die Grundstrukturen und -tiefen wiedergibt.<\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>74 vertikale elektrische Widerstandsmessungen (VES) und vier Widerstandsmessungen mit zweidimensionalen Bildern wurden im untersuchten Gebiet durchgef\u00fchrt (<i>Abbildung 2<\/i>). Die Leitf\u00e4higkeit (AB\/2) liegt zwischen 700 und 2000 Metern f\u00fcr die maximale Tiefe zur Abgrenzung der Grundwasserschicht in dem Gebiet. Die gewonnenen Daten wurden mit modernsten analytischen und numerischen Techniken interpretiert.<\/p>\n<p>Ein Modell besteht aus vier Schichten, sie ergaben sich aus der analytischen Interpretation, die als Ausgangsmodell f\u00fcr das numerische Modellverfahren diente. Mit Hilfe der Auswertung der VES-Daten wurden 13 geoelektrische Profile in Ost-West- sowie drei in Nord-S\u00fcdrichtung erstellt. Dann wurde eine Reihe von Karten, Leitf\u00e4higkeit, Dicke und Tiefe betreffend, erstellt.<\/p>\n<p>Ein Geographisches Informationssystem (GIS) ist ein computergest\u00fctztes System, das dazu dient, geographische Informationen zu speichern und zu manipulieren, um die M\u00f6glichkeiten der Datennutzung zu erweitern; dazu liefert es Werkzeuge f\u00fcr die Verwaltung, Umklassifizierung, Kombination und \u00dcberlagerung der erfa\u00dften Daten. Mit Hilfe des GIS erstellte Modelle lieferten viele Szenarien f\u00fcr die erste und zweite wasserf\u00fchrende Schicht, die darauf schlie\u00dfen lassen, da\u00df im Gro\u00dfteil des Gebiets Grundwasser so existiert, wie es die Widerstandsmessungen nahegelegt hatten.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-half last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_31124\" aria-describedby=\"caption-attachment-31124\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-31124\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally2-284x300.jpg\" alt=\"metwally2\" width=\"460\" height=\"485\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally2-284x300.jpg 284w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally2-768x810.jpg 768w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally2-971x1024.jpg 971w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally2.jpg 1412w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-31124\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Karte der weiteren aufgrund der Satellitenbilder durchgef\u00fchrten Untersuchungen am Boden. (NCDR\/Prof. Metwally)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>Der s\u00fcdliche Teil des untersuchten Gebiets ist f\u00fcr die Grundwasserexploration lohnender (<i>Abbildung 3<\/i>). Die h\u00f6here Priorit\u00e4t des s\u00fcdlichen Teils ist auf die besseren geeigneten Widerst\u00e4nde und Dicken der Sandstein- und Kalkstein-Wasserschicht zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus reduziert der Nachflu\u00df aus dem Nil \u00fcber die s\u00fcdliche und \u00f6stliche Grenze des untersuchten Gebiets den Salzgehalt in dem Gebiet. Die Karten der GIS-Modelle ergaben folgendes:<\/p>\n<p>1. Es gibt einen ausgepr\u00e4gten Verlauf alter, \u00fcberdeckter Wasserfl\u00fcsse in NW-SO-Richtung, der mit Zonen h\u00f6herer Priorit\u00e4t der GIS-Modellkarte \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n<p>2. Die Spuren der \u00fcberdeckten Wasserfl\u00fcsse stimmen mit den Strukturen \u00fcberein, die aus den Messungen zu Geologie, Gravit\u00e4t und elektrischem Widerstand abgeleitet und best\u00e4tigt wurden.<\/p>\n<p>3. Die Lagen der alten nat\u00fcrlichen Kan\u00e4le k\u00f6nnen als die vielversprechendsten Standorte f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Bohrung von Wasser in der Sandstein-Grundwasserschicht betrachtet werden.<\/p>\n<p>4. Die Kalkstein-Grundwasserschicht erstreckt sich \u00fcber das gesamte Gebiet und zeigt h\u00f6here Priorit\u00e4t in der N\u00e4he des Verlaufs des \u00fcberlagerten Kanals, wo die Bruchintensit\u00e4t zunehmen kann.<\/p>\n<p><\/div><br \/>\n<div class=\"one-half last\"><\/p>\n<figure id=\"attachment_31134\" aria-describedby=\"caption-attachment-31134\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-31134\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally3-240x300.jpg\" alt=\"metwally3\" width=\"460\" height=\"575\" srcset=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally3-240x300.jpg 240w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally3-768x960.jpg 768w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally3-819x1024.jpg 819w, https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/metwally3.jpg 1325w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-31134\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: Aufgrund der Untersuchungen identifizierte Bereiche, in denen die Grundwasserexploration lohnend ist. (NCDR\/Prof. Metwally)<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/div><div class=\"clear\"><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Eine halbe Million Hektar Landgewinnung in der Westlichen W\u00fcste in \u00c4gypten h\u00e4ngt vom Grundwasser ab. Das untersuchte Gebiet liegt westlich des Nils im s\u00fcdlichen Teil des alten Nildeltas aus dem Mesozoikum. Es ist begrenzt von der Oase El Bahariya im Westen, dem Nil im Osten, der Stra\u00dfe von El Bahariya nach Kairo im Norden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":30357,"menu_order":21,"template":"","meta":{"footnotes":""},"portfolio_category":[307,286,299,283],"class_list":["post-30365","portfolio_cpt","type-portfolio_cpt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio_category-panel-3-2-de","portfolio_category-panel-3-de-3","portfolio_category-paris-conference-2015-en-de","portfolio_category-paris-konferenz-2015-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/30365","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt"}],"about":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portfolio_cpt"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/30365\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30357"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30365"}],"wp:term":[{"taxonomy":"portfolio_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_category?post=30365"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}