{"id":30208,"date":"2015-06-19T16:51:25","date_gmt":"2015-06-19T14:51:25","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/media\/h-h-s-viswanathan-un-nouveau-paradigme-pour-un-monde-mondialise-2\/"},"modified":"2015-06-23T11:43:40","modified_gmt":"2015-06-23T09:43:40","slug":"h-h-s-viswanathan-un-nouveau-paradigme-pour-un-monde-mondialise","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/h-h-s-viswanathan-un-nouveau-paradigme-pour-un-monde-mondialise\/","title":{"rendered":"H.H.S. Viswanathan : BRICS &#8211; Ein neues Paradigma f\u00fcr eine globalisierte Welt"},"content":{"rendered":"<h2>H.H.S. Viswanathan<\/h2>\n<p><em><span style=\"color: #000000;\">Forschungsleiter der Observer Research Foundation in New Delhi und Koordinator aller Aktivit\u00e4ten im Zusammenhang mit BRICS und IBSA (Indien, Brasilien, S\u00fcdafrika). <\/span><\/em><\/p>\n<hr class=\"shortcode-hr\">\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"1280\" height=\"720\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/qqS2gEHwRBk\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Es war bekanntlich Jim O\u2019Neill von Goldman Sachs, der 2001 in einer epochemachenden Schrift vier Staaten &#8211; Brasilien, Ru\u00dfland, Indien und China, BRIC &#8211; als die am schnellsten wachsenden gro\u00dfen Volkswirtschaften und damit auch als die besten Investitionsziele identifizierte. Aber in den letzten 14 Jahren hat sich die Liste der guten Investitionsziele weiterentwickelt. S\u00fcdafrika wurde 2011 aufgenommen und damit ein Mitglied aus dem afrikanischen Kontinent hereingeholt. Heute steht BRICS f\u00fcr 40% der globalen Landfl\u00e4che, 30% der globalen Bev\u00f6lkerung, 25% der globalen Wirtschaftsleistung und 20% des globalen Marktkapitals.<\/p>\n<p>Anfangs hatte die BRICS drei Hauptagenden: Kooperation zwischen den BRICS-Staaten, Reform der globalen Finanzinstitutionen sowie Fragen der Weltordnung und der globalen Ordnungspolitik. Ihre Errungenschaften an allen drei Fronten sind beeindruckend. Es gibt eine stabile Zusammenarbeit in Bereichen des gemeinsamen Interesses wie Gesundheit, inklusives und nachhaltiges Wachstum, Geschlechterfragen, Bildung, Urbanisierung, Nahrungs- und Energiesicherheit, Innovationen und Qualifikationen. Der Handel zwischen den BRICS-Staaten ist zwischen 2001 und 2011 auf das 15fache angestiegen und wird in diesem Jahr 250 Mrd.$ \u00fcbersteigen. Dennoch ist das immer noch nur ein sehr kleiner Teil des existierenden Potentials. Die f\u00fcnf L\u00e4nder tauschen Informationen aus und lernen von den Erfahrungen und Methoden der anderen.<\/p>\n<p>Zur Frage der Reform der Bretton-Woods-Institutionen (BWI) Weltw\u00e4hrungsfonds und Weltbank wurde 2010 beim Gipfeltreffen der G-20 in Seoul ein kleiner Anfang gemacht. Weitere Fortschritte wurden vom US-Kongre\u00df blockiert.<\/p>\n<p>Die Evolution der BRICS in den letzten 14 Jahren kann man am besten wie folgt beschreiben: Sie begann als aufstrebende Gruppe und wurde im Lauf der Zeit zu einer beratenden Gruppe. Langsam entwickelte sie sich weiter zu einer verhandelnden Gruppe und nun m\u00f6chte sie eine die Agenda setzende Gruppe werden.<\/p>\n<p>BRICS ist nicht blo\u00df eine Aktivit\u00e4t zwischen den Regierungen. Neue Ideen der Zusammenarbeit entstehen in unterst\u00fctzenden Mechanismen wie dem Akademischen Forum der BRICS, dem BRICS-Rat der Denkfabriken, dem BRICS-Wirtschaftsrat und dem gesellschaftlichen Austausch zwischen den BRICS.<\/p>\n<h3>Was h\u00e4lt die BRICS zusammen?<\/h3>\n<p>Was h\u00e4lt die BRICS zusammen? Diese Frage wird oft gestellt, insbesondere von jenen, denen das Konzept der BRICS nicht klar ist. Diese Konfusion entsteht, weil man diese Gruppe in alten Paradigmen betrachtet. Bisher kannte die Welt Gruppen auf der Grundlage der Geographie (EU, ASEAN, SAARC, etc.), Ideologie (OECD, COMECON), Produkten (OPEC, der Kaffee-Club, Club der Eisenexporteure etc.), Technologien (NSG, MTCR etc.), ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit (Arabische Liga) und Religionen (OIC). Die BRICS f\u00e4llt in keine dieser Kategorien. Trotzdem gibt es zwischen den f\u00fcnf L\u00e4ndern Gemeinsamkeiten: Sie alle spielten das Spiel der Globalisierung nach den von den entwickelten L\u00e4ndern gesetzten Regeln und waren dabei erfolgreich. Sie haben alle gemeinsame Probleme der Entwicklung und neue Probleme aufgrund der Globalisierung, wie unausgewogenes Wachstum. Sie alle glauben an Multilateralismus und Inklusivit\u00e4t. Sie haben gemeinsame Zukunftsbestrebungen und eine Vision, eine gewichtigere Stimme in den globalen Angelegenheiten zu haben, damit sie positiv zu Frieden, Stabilit\u00e4t und Entwicklung auf der Welt beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00dcber f\u00fcnf Kontinente verteilt, streben die f\u00fcnf L\u00e4nder an, eine geographieneutrale globale Architektur aufzubauen. In den letzten 200 Jahren waren die entwickelten L\u00e4nder die gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften. 200 Jahre lang war auch Modernisierung gleichbedeutend mit Verwestlichung. Mit der Globalisierung und dem Aufstieg der Schwellenl\u00e4nder hat sich das ge\u00e4ndert. Ja, es gibt in einigen Fragen unterschiedliche Ansichten der f\u00fcnf BRICS-Staaten. In welcher plurilateralen Gruppe gibt es keine solchen Unterschiede? Vielleicht erinnern Sie sich, da\u00df es in der Bl\u00fctezeit der OECD einen intensiven Wettbewerb zwischen den USA, Europa und Japan gab. Trotzdem arbeiteten sie in verschiedenen strategischen Fragen effektiv zusammen. Warum k\u00f6nnen die BRICS es nicht genauso machen? Genau das ist es, was sie versuchen &#8211; sich auf das Verbindende konzentrieren und das Trennende reduzieren.<\/p>\n<h3>BRICS und eine neue Weltordnung<\/h3>\n<p>Welches sind die \u00c4nderungen in der Weltordnung, die die BRICS gerne sehen w\u00fcrden? Sie wollen mit Sicherheit nicht das ganze System umst\u00fcrzen. Warum sollten sie ein System zerst\u00f6ren, von dem sie alle in gro\u00dfem Ma\u00dfe profitiert haben? Aber Tatsache bleibt, da\u00df die Weltordnung Reformen und \u00c4nderungen braucht. Die Ordnung aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ist \u00fcberholt durch den Aufstieg neuer M\u00e4chte, die das Gef\u00fchl haben, da\u00df in die bestehende Ordnung gewisse Voreingenommenheiten und Bevorzugungen der entwickelten L\u00e4nder in das System eingebaut sind. Die Welt hat sich ver\u00e4ndert, und deshalb m\u00fcssen wir die Ordnung modifizieren, sie sollte fair und gerecht sein und auch so gesehen werden. Die Realit\u00e4t ist, da\u00df die geo\u00f6konomische Macht der BRICS sich in der geopolitischen Arena nicht widerspiegelt.<\/p>\n<p>Wie Ian Bremmer aufzeigt: \u201eDie Welt ist in eine Phase der geopolitischen kreativen Zerst\u00f6rung eingetreten.\u201c Sowohl die Nachkriegsordnung als auch die Ordnung nach dem Kalten Krieg sind irrelevant geworden. Dmitrij Trenin sagt richtig: \u201eDie Lebenserwartung von Weltordnungen ist unterschiedlich, aber wie die Menschen selbst sind sie sterblich.\u201c Viele Ordnungen in der Geschichte wurden als Resultat von Kriegen und gewaltt\u00e4tigen Umw\u00e4lzungen ver\u00e4ndert. Diesmal wird es hoffentlich ein friedlicher Proze\u00df sein, da die Globalisierung eine solche gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit geschaffen hat, da\u00df gewaltt\u00e4tige \u00c4nderungen der Ordnung undenkbar sind.<\/p>\n<p>Die BRICS m\u00f6chten sich mit einigen fundamentalen Aspekten der Weltordnung befassen. Es handelt sich dabei um anerkannte grundlegende Werte, Normen und Regeln. Der einzige und beste Weg, da\u00df diese universell anerkannt werden, ist ein gesunder Proze\u00df des Multilateralismus. Hoffen wir, da\u00df wir durch diese Prozesse gemeinsam auf eine wirklich multipolare oder polyzentrische Weltordnung hinarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eng verbunden mit der Frage einer neuen Weltordnung ist die Frage der Lasten\u00fcbernahme durch die Schwellenl\u00e4nder, die von den M\u00e4chten des Status Quo oft gefordert wird. Nun, das ist wie die Sache mit dem Huhn und dem Ei. Das Argument der Status-Quo-M\u00e4chte ist, die aufstrebenden M\u00e4chte sollten vorangehen und mehr Lasten \u00fcbernehmen, bevor sie mehr Anteil an der F\u00fchrung verlangen. Das ist aber ein Widerspruch. Die aufstrebenden M\u00e4chte haben keine Absicht, Lasten zu \u00fcbernehmen, wenn dies nur dazu dient, die bestehende Ordnung oder bestehende Agenda zu f\u00f6rdern. Warum sollten sie das tun, wenn es nur die bestehenden Ungleichheiten des Systems aufrechterhalten w\u00fcrde?<\/p>\n<h3>Globale Institutionen: Legitimit\u00e4t kontra Effizienz<\/h3>\n<p>Lassen Sie mich als Beispiel die drei globalen Institutionen nehmen, die als v\u00f6llig anachronistisch herausstechen: Weltw\u00e4hrungsfonds (IWF), Weltbank und UN-Sicherheitsrat.<\/p>\n<p>Die ersten beiden, gemeinhin als die \u201eBretton-Woods-Institutionen\u201c bezeichnet, haben veraltete Stimmengewichte, Entscheidungsstrukturen und Auswahlmechanismen f\u00fcr die F\u00fchrung dieser Organisationen. Der Stimmenanteil der BRICS im IWF liegt zusammengenommen bei 11%, obwohl sie nominell 25% und gemessen an der Kaufkraftparit\u00e4t 32% des Weltwirtschaftsprodukts beitragen. Der kollektive Anteil der BRICS an der Weltbank liegt bei 14%. Joseph Stiglitz hat die Unzul\u00e4nglichkeiten des IWF und der Weltbank in seinem Buch <i>Die Schatten der Globalisierung <\/i>eloquent dargelegt.<\/p>\n<p>In diesem Kontext gewinnen die mutigen Initiativen der BRICS zur Schaffung zweier neuer Institutionen, der Neuen Entwicklungsbank (New Development Bank, NDB) und des Notfall-Reserve-Arrangements (Contingent Reserve Arrangement, CRA), besondere Bedeutung. Dies ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie die BRICS von sich aus einen Teil der Lasten \u00fcbernehmen. Die NDB war eine unmittelbare Konsequenz davon, da\u00df immer weniger Mittel der Weltbank und anderer multilateraler Entwicklungsbanken f\u00fcr Infrastrukturprojekte in den Entwicklungsl\u00e4ndern verf\u00fcgbar waren. In \u00e4hnlicher Weise soll das CRA helfen, kurzfristige Liquidit\u00e4ts- und Zahlungsbilanzschwierigkeiten von Entwicklungsl\u00e4ndern ohne die Einmischung durch die IWF-Konditionen zu \u00fcberwinden. Beide sind als zus\u00e4tzliche Einrichtungen konzipiert, sie sollen Weltbank und IWF erg\u00e4nzen und nicht ersetzen.<\/p>\n<p>Trotzdem liegt in der Gr\u00fcndung der NDB und des CRA eine wichtige politische Botschaft. Sie sind Finanzinstitute und werden nat\u00fcrlich nach wirtschaftlichen Prinzipien arbeiten, um erfolgreich sein zu k\u00f6nnen &#8211; Tatsache bleibt aber, da\u00df dies das erste Mal seit 200 Jahren ist, da\u00df eine globale Institution ohne die Beteiligung des entwickelten Westens geschaffen wurde. Das an sich ist schon bedeutend. Viele sehen darin einen Weckruf f\u00fcr andere, veraltete globale Institutionen. Einige behaupten sogar, es h\u00e4tte gar kein Bedarf f\u00fcr die NDB und das CRA bestanden, wenn die Weltbank und der IWF sich an die ver\u00e4nderten Umst\u00e4nde angepa\u00dft h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die andere anachronistische Institution ist der UN-Sicherheitsrat (UNSC). Selbst wenn man einr\u00e4umt, da\u00df der UNSC unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg seine Berechtigung hatte, in der heutigen Realit\u00e4t ist er vollkommen veraltet. Es besteht kein Zweifel, da\u00df er inklusiver gemacht werden mu\u00df, mit einer gr\u00f6\u00dferen Rolle f\u00fcr die Schwellenl\u00e4nder.<\/p>\n<p>Das bringt mich zu der Frage von Legitimit\u00e4t kontra Effizienz. Manche verwenden das tr\u00fcgerische Argument, globale Gremien m\u00fc\u00dften klein sein, um effizient sein zu k\u00f6nnen. Dieses Argument widerspricht dem Prinzip der Legitimit\u00e4t, das neben der Effizienz die zweite S\u00e4ule bildet. Effizienz ohne Legitimit\u00e4t wird letztendlich zu einem Zerfall der Organisation f\u00fchren, und Legitimit\u00e4t ohne Effizienz wird sie ineffektiv machen. Idealerweise m\u00fcssen, wie Langenhove sagt, \u201ein allen globalen Institutionen drei Gleichgewichte herrschen, n\u00e4mlich, Gleichgewicht der Macht, Gleichgewicht der Verantwortung und Gleichgewicht der Repr\u00e4sentation\u201c. Von allen heute existierenden globalen Institutionen scheint mir die G-20 hinsichtlich der Beteiligung die legitimste zu sein. Diese 20 L\u00e4nder tragen 85% des Weltwirtschaftsprodukts bei.<\/p>\n<h3>Was sind die Optionen f\u00fcr die BRICS?<\/h3>\n<p>Im Umgang mit der globalen Ordnung und den globalen Institutionen haben die BRICS vier Optionen: 1. sich anpassen, d.h. sich mit den Strukturen abzufinden, die einigerma\u00dfen fair sind; 2. reformieren, beispielsweise die Bem\u00fchungen, \u00c4nderungen in den BWI zu erreichen; 3. umgehen, d.h., jene Normen, die sich einseitig zuungunsten der Entwicklungsl\u00e4nder auswirken, zu ignorieren, solange dies keine Verletzung des anerkannten internationalen Rechts bedeutet; und 4. neuerschaffen, wof\u00fcr NDB und CRA Beispiele sind &#8211; und hoffentlich noch weitere in der Zukunft.<\/p>\n<h3>Wahrnehmung der BRICS durch Au\u00dfenstehende<\/h3>\n<p>Die Wahrnehmung der BRICS durch Au\u00dfenstehende ist f\u00fcr die Zusammenarbeit innerhalb der BRICS ohne Bedeutung. Aber was die globale Ordnung und Weltordnungspolitik betrifft, wird sie wichtig, weil die BRICS einen konstruktiven Dialog mit anderen f\u00fchren mu\u00df. Erfreulicherweise sehen viele im Westen die BRICS in einem positiven Licht.<\/p>\n<p>Die Skeptiker hingegen lassen sich in drei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe ist neugierig; sie fragen: \u201eWas ist dieses neue Tier namens BRICS?\u201c Die zweite Gruppe ist mi\u00dftrauisch; sie mi\u00dftraut den Absichten der BRICS und den Auswirkungen ihrer Initiativen auf die eigenen Interessen. Die dritte Gruppe legt Feindseligkeit an den Tag; ihr Argument ist, die BRICS k\u00f6nnten eine gef\u00e4hrliche Gruppierung sein, weil sie einige der bestehenden Normen in Frage stellt. Es ist die Pflicht der BRICS-Staaten, sich allen diesen drei Gruppen zuzuwenden und ihren Standpunkt darzulegen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Skeptiker w\u00e4re es n\u00fctzlich, zu beherzigen, was Jacques Barzun einst sagte: \u201eUns selbst so zu sehen, wie uns andere sehen, ist zweifellos eine seltene und wertvolle Gabe. Aber in den internationalen Beziehungen ist es noch seltener und noch weit n\u00fctzlicher, die anderen so zu sehen, wie sie sich selbst sehen.\u201c<\/p>\n<h3>\u201eDer Westen gegen alle anderen\u201c?<\/h3>\n<p>Immer wenn von der Notwendigkeit von Reformen einiger Aspekte der Weltordnung die Rede ist, wird das leider auf eine Debatte \u201eder Westen gegen alle anderen\u201c (<i>The West against the Rest<\/i>) reduziert. Aber das mu\u00df nicht so sein. Hinterfragen sollte nicht als Konfrontation verstanden werden. Viele verwechseln einen Mangel an \u00c4nderungen in der bestehenden Ordnung mit Stabilit\u00e4t. Aber Ordnungen brechen zusammen, wenn sich relevante Akteure ausgeschlossen f\u00fchlen (Volker Perthes). Wenn wir eine inklusive und faire Ordnung anstreben, dann m\u00fcssen alle daran beteiligt werden. Die Realit\u00e4t in der heutigen Welt ist, da\u00df der Westen die anderen braucht. Daher ist es h\u00f6chste Zeit, da\u00df wir dieses Syndrom \u201eWir gegen die anderen\u201c \u00fcberwinden.<\/p>\n<h3>Was ist die Zukunft der BRICS?<\/h3>\n<p>Derzeit sieht die Zukunft der BRICS gl\u00e4nzend aus. Aber die eigentliche Grundlage f\u00fcr die Bedeutung der BRICS wird die wirtschaftliche Leistung der f\u00fcnf L\u00e4nder sein. In letzter Zeit hat sich ihr Wachstum um einige Punkte verringert. Die BRICS werden weiterhin exzellente Wachstumsraten aufweisen m\u00fcssen, damit die Welt ihr Interesse an der Gruppe beh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Die BRICS werden praktisch, schrittweise, stufenweise vorgehen. Ihre f\u00fcnf Staatsf\u00fchrer sind sich in diesem Punkt einig. Deshalb ist es, so wie es vielleicht nicht ratsam ist, die BRICS abzuschreiben, ebensowenig notwendig, die Gruppe zu sehr aufzubauschen. Beides l\u00e4\u00dft sich vermeiden, wenn man die BRICS als das betrachtet, was sie ist &#8211; n\u00e4mlich in Arbeit und noch kein Endprodukt. Die Zusammenarbeit zwischen den BRICS wird sich vertiefen und auf neue Bereiche ausweiten. Wenn sie zunehmend ihre Positionen in globalen Fragen koordinieren, dann werden die BRICS auch in der Lage sein, wertvolle alternative Sichtweisen anzubieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H.H.S. Viswanathan Forschungsleiter der Observer Research Foundation in New Delhi und Koordinator aller Aktivit\u00e4ten im Zusammenhang mit BRICS und IBSA (Indien, Brasilien, S\u00fcdafrika). Es war bekanntlich Jim O\u2019Neill von Goldman Sachs, der 2001 in einer epochemachenden Schrift vier Staaten &#8211; Brasilien, Ru\u00dfland, Indien und China, BRIC &#8211; als die am schnellsten wachsenden gro\u00dfen Volkswirtschaften und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":29679,"menu_order":9,"template":"","meta":{"footnotes":""},"portfolio_category":[284,289,290,283],"class_list":["post-30208","portfolio_cpt","type-portfolio_cpt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio_category-panel-1-de-3","portfolio_category-panel-1-fr-2-de","portfolio_category-paris-2015-de","portfolio_category-paris-konferenz-2015-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/30208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt"}],"about":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portfolio_cpt"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/30208\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29679"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"portfolio_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_category?post=30208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}