{"id":2317,"date":"2013-02-14T16:23:54","date_gmt":"2013-02-14T15:23:54","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?post_type=portfolio_cpt&#038;p=2317"},"modified":"2013-02-14T16:23:54","modified_gmt":"2013-02-14T15:23:54","slug":"sean-stone-heraus-aus-der-mentalitat-der-schuldsklaverei","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/sean-stone-heraus-aus-der-mentalitat-der-schuldsklaverei\/","title":{"rendered":"Sean Stone: Heraus aus der Mentalit\u00e4t der Schuldsklaverei!"},"content":{"rendered":"<div class=\"tabs\" id=\"tabs-6a8cfb007db62\"><ul class=\"tabs-nav\"><li class=\"active\"><a href=\"#\" onclick=\"schillerTabSwitch('tabs-6a8cfb007db62',0);return false;\">Im Wortlaut<\/a><\/li><li><a href=\"#\" onclick=\"schillerTabSwitch('tabs-6a8cfb007db62',1);return false;\">Zur Person<\/a><\/li><\/ul><div class=\"tab-content active\" style=\"display:block;\"><\/p>\n<p>Vielen Dank, da\u00df Sie an dieser \u00e4u\u00dferst wichtigen Konferenz teilnehmen. Wie Heinrich V. vor Agincourt sagte &#8211; \u201eUns wen&#8217;ge, uns begl\u00fccktes H\u00e4uflein Br\u00fcder\u201c.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Nun, unsere Aufgabe ist, denke ich, eine noch etwas gr\u00f6\u00dfere Herausforderung als die, vor der Heinrich V. stand, aber bevor wir auf die Details kommen, m\u00f6chte ich das Publikum warnen, da\u00df alle die Lobeshymnen, mit denen die Gastgeber hier die Redner \u00fcbersch\u00fctten, nicht unter Eid gehalten werden &#8211; das m\u00fcssen Sie ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Die Frage, die wir, so scheint es mir, als erste beantworten m\u00fcssen, ist: Was ist die Menschheit? Was unterscheidet die menschliche Gattung von anderen, tierischen Gattungen? Und diese Frage stellt sich ganz offensichtlich jedem, der auch nur zehn Sekunden lang Snooki oder Honeys Boo Boo anschaut, weil das so ungef\u00e4hr auf der Cro-Magnon-Stufe der Darwinschen R\u00fcck-Evolution liegt.<\/p>\n<p>Meine Definition der Menschheit, die diese Gattung von allen anderen unterscheidet, ist die Begeisterung f\u00fcr die Suche nach der Wahrheit ohne Hintergedanken. Und ich wiederhole das: die Suche nach der Wahrheit ohne Hintergedanken. Und Wahrheit ist hier nicht so etwas wie die Suche nach Newtons Bewegungsgesetzen, sondern, die Wahrheit festzustellen: Was ist &#8211;\u00a0 zwischen Asche zu Asche und Staub zu Staub &#8211; Tugend? Was macht das Leben lebenswert? Was gibt ihm W\u00fcrde? Das, was wir Toleranz nennen k\u00f6nnten, den Rechtsstaat anzuerkennen und zu wahren, unsere Sucht, zu herrschen und unsere Gel\u00fcste zu befriedigen, im Zaum zu halten, anstatt ein erwachsenes Leben zu f\u00fchren, in der Tugend und Wissen und Zur\u00fcckhaltung das\u00a0<i>summum bonum<\/i>\u00a0des Lebens sind &#8211; und nicht Reichtum, Sex, Geld, Herrschaft und Macht, die leiblichen Gen\u00fcsse.<\/p>\n<p>Das ist meiner Meinung nach die entscheidende Frage, vor der die Menschheit steht. Haben wir das Recht verwirkt, uns als M\u00e4nner und Frauen zu bezeichnen &#8211; im Gegensatz zu einer untermenschlichen Gattung, die nach dem Kitzel strebt, andere Mitglieder der menschlichen Gattung oder Tiere zu t\u00f6ten oder den gr\u00f6\u00dften Teil ihrer Zeit damit verbringt, solche Leute wie Lady Gaga oder Mike Tyson zu beneiden oder andere Jammergestalten, die zu den Ikonen der Popkultur geh\u00f6ren?<\/p>\n<p>Erinnern Sie sich daran, da\u00df das keine neue Frage ist. Mark Twain schrieb schon vor \u00fcber hundert Jahren: Der Hauptunterschied zwischen einem Hund und einem Menschen ist der, da\u00df ein Hund, wenn man ihn Hund rettet und ihm etwas zu fressen gibt, uns dann nicht in die Hand bei\u00dft.<sup>2<\/sup><\/p>\n<p>Ich halte es auch f\u00fcr falsch zu meinen, die Herausforderung, das menschliche Element der Menschheit zu erhalten &#8211; anstatt zuzulassen, da\u00df es den Gel\u00fcsten untergeordnet wird &#8211; sei \u00fcberhaupt etwas Neues f\u00fcr diese Generation. Ich verweise Sie auf das\u00a0<i>Buch der Prediger<\/i>, da hei\u00dft es: \u201eDas, was war, ist das, was sein wird. Und das, was getan wurde, ist das, was getan wird. Und es gibt nichts v\u00f6llig Neues unter der Sonne.\u201c<\/p>\n<p>Ich glaube, all unsere Untersuchungen machen uns auf die Tatsache aufmerksam, da\u00df die DNA in der Gattung vom Anfang der Zeit an unver\u00e4ndert geblieben ist. Sie kennt keine geographischen Grenzen, sie kennt keine religi\u00f6sen Grenzen, sie kennte keine Grenzen zwischen den Geschlechtern oder den sexuellen Orientierungen. Und deshalb ist dieses Streben nach der Essenz des Lebens &#8211; die Gel\u00fcste den h\u00f6heren Tugenden der Weisheit, der Kenntnis und der Zur\u00fcckhaltung unterzuordnen &#8211; meiner Meinung eine Aufgabe, mit der von Anfang an jede Generation konfrontiert war.<\/p>\n<p>Um hier mit offenen Karten zu spielen, werde ich Ihnen etwas \u00fcber meinen Hintergrund sagen. Ich wurde in Cambridge\/Massachusetts geboren, und meine erste Bekanntschaft mit der \u00e4u\u00dferen Welt waren Lexington und Concord, die Alte Nordbr\u00fccke, Paul Reveres Ritt und William Longfellows Gedicht:<sup>3<\/sup><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>\u201eListen, my children, and you shall hear<br \/>\nOf the midnight ride of Paul Revere.<br \/>\nOn the eighteenth of April in &#8217;75;<br \/>\nHardly a man is now alive<br \/>\nWho remembers that famous day and year.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe niemals Videospiele gespielt oder mich daf\u00fcr interessiert, ich habe niemals Marihuana geraucht oder Wein getrunken. Aber ich gerate in freudige Erregung bei Ralph Waldo Emersons \u201eConcord Bridge\u201c:<sup>4<\/sup><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBy the rude bridge that arched the flood,<br \/>\nTheir flag to April&#8217;s breeze unfurled,<br \/>\nHere once the embattled farmers stood,<br \/>\nAnd fired the shot heard round the world.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daf\u00fcr kann ich mich begeistern. Und die leitende Kraft in meinem Leben &#8211; das ist meiner Meinung nach die Antwort auf die Frage, ob wir die Menschheit retten k\u00f6nnen &#8211; war wirklich, da\u00df ich schon sehr fr\u00fch in meinem Leben den \u201eProze\u00df gegen Sokrates\u201c las, wo er sein Leben opfert, um die Idee eines freien Geistes und der Suche nach der Wahrheit zu verteidigen &#8211; was ist Tugend, was ist Moral, und was nicht? -, indem er den Schierlingsbecher trinkt, statt klein beizugeben und bei der Verteidigung der Freiheit zur\u00fcckzuweichen. Das ist es, was mich begeistert. Das ist das h\u00f6chste, was man im Leben erreichen kann.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu dem, was man sieht, wenn man heutzutage durch Washington geht &#8211; und das gilt nicht nur f\u00fcr die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Wer sind die Leute, die man feiert und ehrt auf den Statuen im Lafayette-Park, gegen\u00fcber dem Sitz von Pr\u00e4sident Obama im Wei\u00dfen Haus? Rechtsanw\u00e4lte, nicht wahr? Und Leute, die ber\u00fchmt wurden, indem sie andere Leute t\u00f6teten. Man wird Rodins\u00a0<i>Denker<\/i>\u00a0nicht in den Korridoren der Macht in Washington finden. Wenn wir zur\u00fcckgehen und lesen, worum es im Trojanischen Krieg ging &#8211; worum wurde da gek\u00e4mpft? Nicht um Moral &#8211; sie k\u00e4mpften um eine Frau, Helena von Troja. Das war es, was den Konflikt antrieb.<\/p>\n<p>Und die Leute, die man feiert, und die Helden &#8211; sogar in der\u00a0<i>Ilias<\/i>\u00a0und in der\u00a0<i>Odyssee,<\/i>\u00a0Hektor, Odysseus, Agamemnon -, das sind die Krieger, Nestor steht mehr im Hintergrund. Der Denker wird nicht respektiert, man gibt ihm unter all diesen anderen heroischen K\u00e4mpfern, die auf den Podesten stehen, nicht die Ehre.<\/p>\n<p>Und das ist meiner Meinung nach die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die Menschheit. Denn wenn eine Gattung sich daf\u00fcr begeistert, andere zu beherrschen und zu t\u00f6ten, dann hat sie keine lange Lebenserwartung. Und dieses Problem existierte von dem Moment an, wo die Menschheit begann, auf der Erde herumzutapsen. Sie k\u00f6nnen dar\u00fcber im Alten Testament lesen und im Neuen Testament. Ich habe 20.000 B\u00fccher gelesen &#8211; jede politische Geschichte vom Anfang aller Zeiten an &#8211; und es geht stets um dasselbe: Man hat eine Kultur, die sich aufgrund der DNA instinktiv daf\u00fcr begeistert, f\u00fcr jene Art der Chemie, jene Art der Aufregung, f\u00fcr die wir vorprogrammiert sind, der Kitzel, der mit der Herrschaft, der Kontrolle einhergeht- zum Mond zu fahren, auf die Berge zu klettern, jemanden zu t\u00f6ten, andere zu beherrschen. Wir m\u00fcssen\u00a0<i>gro\u00df<\/i>\u00a0sein, wir m\u00fcssen die ganze Welt sehen, wir k\u00f6nnen nicht zulassen, da\u00df irgend etwas geschieht, ohne da\u00df wir es steuern oder manipulieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und das Beispiel geben vor allem L\u00e4nder, die den Status eines Imperiums haben, die F\u00e4higkeit, aufgrund ihrer milit\u00e4rischen Macht anderswo relativ ungestraft zu intervenieren. Es ist weniger stark ausgepr\u00e4gt in L\u00e4ndern, die klein sind und nicht die F\u00e4higkeit haben, andere zu zwingen und zu beherrschen. Und deshalb haben wir in den Vereinigten Staaten zu\u00a0 Beginn, als wir noch ein kleines Land mit nur 13 Bundesstaaten waren, eine meiner Meinung nach angemessene Bescheidenheit gezeigt; wir hatten kein gro\u00dfes Milit\u00e4r, vielleicht sechs Fregatten, die Briten hatten 845 und segelten um die ganze Welt und f\u00fchrten, wie wir es heute tun, \u00fcberall Kriege &#8211; den Burenkrieg, die drei Afghanistan-Kriege, die Kriege in Burma und anderswo.<\/p>\n<p>Unser Glaubensbekenntnis in Bezug auf K\u00e4mpfe wurde 1821 von John Quincy Adams verk\u00fcndet, dem sechsten Pr\u00e4sidenten, der aber damals, 1821, noch Au\u00dfenminister war und in seiner Rede vor dem Kongre\u00df<sup>5<\/sup>\u00a0sagte: \u201eWir gehen nicht ins Ausland und suchen dort Monster, um sie zu zerst\u00f6ren.\u201c Der Ruhm einer Republik ist die Freiheit. Der Ruhm eines Imperiums ist Herrschaft und Kontrolle.<\/p>\n<p>Und er sagte, wenn wir es wollten, k\u00f6nnten wir zum Herrn der Welt werden, aber dann w\u00fcrde unsere Politik sich von einer Politik der Freiheit zu einer Politik der Herrschaft und des Konfliktes wandeln. Und er dachte, da\u00df dies das\u00a0<i>Ende<\/i>\u00a0des amerikanischen Experiments w\u00e4re, w\u00e4hrend wir uns durch die Gewaltenteilung von anderen L\u00e4ndern unterscheiden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Gewi\u00df, heute ist diese Idee verloren gegangen. Selbst die T\u00f6tung Osama bin Ladens &#8211; da gab es n\u00e4rrischen Applaus, als h\u00e4tten wir ein Footballspiel beim Superbowl gewonnen oder so etwas. Nicht da\u00df Osama bin Laden jemand w\u00e4re, dem man nacheifern sollte, aber es ist eine Trag\u00f6die und kein Grund zum Feiern, da\u00df ein Mensch sich in solch eine Kreatur verwandeln konnte. Und auch, weil wir uns nicht einmal die Frage gestellt haben, ob wir etwas getan haben, um eine solch schreckliche, absto\u00dfende Reaktion zu provozieren? Vielleicht provozieren wir die anderen Menschen dazu, so zu reagieren, weil wir Truppen in 180 L\u00e4ndern haben &#8211; 200.000 Soldaten, die im Ausland stationiert sind &#8211; und intervenieren, wenn es uns gef\u00e4llt. Wir verk\u00fcnden die Doktrin, da\u00df Macht vor Recht gehe. Und da\u00df wir deshalb, wenn wir es wollen, eine Predator-Drohne gegen jeden einsetzen k\u00f6nnen, den wir t\u00f6ten wollen, und da\u00df wir es heimlich tun k\u00f6nnen, selbst gegen unsere eigenen B\u00fcrger; wir k\u00f6nnten Richter, Jury, Ankl\u00e4ger und Henker gleichzeitig spielen und das entspreche dann einem ordentlichen Gerichtsverfahren.<\/p>\n<p>In unseren Augen oder denen des Wei\u00dfen Hauses mag das so sein, aber nirgendwo sonst auf der Welt betrachtet man das als rechtsstaatliches Vorgehen.<\/p>\n<p>Und warum ist das so wichtig? Warum stellen unsere unbek\u00fcmmerten Verst\u00f6\u00dfe gegen den Rechtsstaat eine Bedrohung f\u00fcr die Menschheit dar?<\/p>\n<p>In der Geschichte der Zivilisation war der Rechtsstaat die wichtigste Idee, die \u00fcber alles andere emporragt &#8211; sogar \u00fcber Newtons Bewegungsgesetze, die Gravitation und Heisenbergs Unsch\u00e4rfeprinzip, alle diese physischen Vorstellungen vom Universum. Denn erst mit dem Rechtsstaat hat die Menschheit anerkannt: Auch\u00a0<i>ich<\/i>\u00a0k\u00f6nnte mich irren. Ich mu\u00df auch die andere Seite h\u00f6ren. Darum geht es im Rechtsstaat. Ereignisse sind vielschichtig, nicht eindimensional. Andere Leute k\u00f6nnen sie auch anders sehen. Wir brauchen einen unparteiischen Richter, der entscheidet, wie die miteinander konkurrierenden Ambitionen und Spannungen aufgel\u00f6st werden. Wir k\u00f6nnen uns nicht selbst trauen, wenn wir einen Interessenkonflikt haben.<\/p>\n<p>Diese Bescheidenheit &#8211; auch\u00a0<i>ich<\/i>\u00a0k\u00f6nnte mich irren &#8211; ist die h\u00f6chste Idee in der Geschichte der Menschheit. Zu glauben, da\u00df es die Welt nur in Grundfarben gebe, ohne Halbdunkel, ohne Schattierungen &#8211; das ist es, was zu Krieg und K\u00e4mpfen f\u00fchrt. Die Menschen glauben einfach, sie h\u00e4tten die letzte Wahrheit erkannt und jeder, der nicht mit ihnen \u00fcbereinstimmt, sei ein Feind. Anstatt zu denken: \u201eNein, in der Menschheit sitzen wir alle in einem Boot.\u201c<\/p>\n<p>Erinnern Sie sich an John Donne: \u201eSo frage nicht, f\u00fcr wen die Glocke schl\u00e4gt, denn sie schl\u00e4gt f\u00fcr dich.\u201c<sup>6<\/sup>\u00a0Wir alle sind Teil der Menschheit, und wir wollen, da\u00df\u00a0<i>alle<\/i>\u00a0zu den Gewinnern geh\u00f6ren. Wir wollen die Welt nicht aufteilen durch geographische Grenzen, Sekten, Geschlechter oder den Wunsch, da\u00df einige untergeordnet und andere \u00fcberlegen sind. Jeder mu\u00df eine faire Chance im Leben haben. Jeder mu\u00df in den Genu\u00df des Rechts und des Rechtsstaats kommen. Wir haben keine Schadenfreude. Wir verspotten keine Leute, weil sie gefallen sind, oder weil sie in Umst\u00e4nde hineingeboren wurden, die weniger vorteilhaft sind als unsere eigenen.<\/p>\n<p>Und diese Idee in unserer Gattung, da\u00df wir alle St\u00e4mmen angeh\u00f6ren &#8211; es ist so, wie ich sage, das sind die Metaphern, die man benutzt; die Metaphern eines Spiels, eines Footballspiels in den Vereinigten Staaten: das blaue Team und das rote Team, der Spielmacher oder der R\u00fcckraumspieler. Ist das f\u00fcr Kinder, die im Sandkasten spielen und beschlie\u00dfen, wessen Burg die andere \u00fcberlebt? Das ist ein infantiles, kindisches Denken, aus dem man mit etwa zw\u00f6lf Jahren herauswachsen sollte, bevor man zum Teenager wird. Aber jetzt weiden sich selbst 50-, 60-, 70j\u00e4hrige an der Idee, die Politik und das Leben seien wie ein Spiel.<\/p>\n<p>Aber das stimmt nicht. Es ist etwas H\u00f6heres, wenn es mehr bedeuten soll als blo\u00df \u00dcberleben um des \u00dcberlebens willen. Und wenn wir fragen, was notwendig ist, um die Menschheit zu retten, dann geht es nicht darum, ob die Menschheit \u00fcberleben kann im Sinne ihrer Atmung. Sie ist nicht in dem Sinne ausgestorben, wie die Dinosaurier ausgestorben sind, wie haben immer noch eine Gattung, die so ausschaut wie Menschen. Aber wenn sie nicht bewegt und motiviert ist von den h\u00f6heren Tugenden des Wissens, der Weisheit und der Zur\u00fcckhaltung, dann ist das nicht mehr die Menschheit! Der Name ist vielleicht noch der gleiche, aber dem Begriff ist jegliche Substanz genommen.<\/p>\n<p>Und ich denke, wenn wir unser eigenes Leben betrachten, das Schicksal unserer Gattung, das Schicksal unseres Landes, da\u00df es falsch w\u00e4re anzunehmen, es g\u00e4be da einen Endpunkt, ein Problem, und eine Art Silberkugel, die all dieses Elend, die M\u00e4ngel, Schw\u00e4chen, Krankheiten, Pathologien der Menschheit beseitigt. Denn meine Einsch\u00e4tzung ist, da\u00df bei dieser ganzen \u00dcbung der Proze\u00df das wichtigste ist &#8211; der Proze\u00df ist das Resultat. Die Art, wie wir selbst das Leben betrachten, wie wir andere Menschen behandeln. Mit W\u00fcrde, mit R\u00fccksichtnahme, indem wir zu unseren Prinzipien stehen, andere Meinungen haben, ohne unfreundlich zu werden, den Rechtsstaat wahren, bestimmte Dinge haben, f\u00fcr die wir zu k\u00e4mpfen und zu sterben bereit sind &#8211; auch zur Selbstverteidigung. Sie m\u00f6gen gegen unsere Grundprinzipien versto\u00dfen, aber wir k\u00f6nnten uns auch irren. Unser Lebensstil gef\u00e4llt anderen vielleicht nicht so gut wie uns selbst. Und wir erlauben es dann den anderen V\u00f6lkern, eigene Wege zu gehen. Der Geist der N\u00e4chstenliebe, Vergebung, Selbstkritik, Zur\u00fcckhaltung &#8211; wir k\u00f6nnten uns irren. Nicht jene Arroganz und Hochm\u00fctigkeit, die wir in den Vereinigten Staaten jeden Tag sehen, noch markanter als anderswo, weil wir damit durchkommen, ohne jene Resonanz oder Abschreckung, die das anderen L\u00e4ndern, die kleiner sind, nicht erlauben.<\/p>\n<p>Und in diesem Proze\u00df des Lebens liegen das Herz und die Seele der Menschheit.<\/p>\n<p>Erinnern Sie sich an die ber\u00fchmten Worte von Shakespeares Hamlet?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>\u201e Was ist der Mensch,<br \/>\nWenn seiner Zeit Gewinn, sein h\u00f6chstes Gut<br \/>\nNur Schlaf und Essen ist? Ein Vieh, nichts weiter.<br \/>\nGewi\u00df, der uns mit solcher Denkkraft schuf,<br \/>\nVoraus zu schaun und r\u00fcckw\u00e4rts, gab uns nicht<br \/>\nDie F\u00e4higkeit und g\u00f6ttliche Vernunft,<br \/>\nDa\u00df ungebraucht sie in uns schimmle.\u201c<sup>7<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und das ist vielleicht Shakespeares ber\u00fchmtestes Schauspiel. Und er fragt hier: Nun, was ist der Zweck unserer Zeit hier auf der Erde, bevor unser Nachleben beginnt? Und das, scheint mir, ist es, worum es bei der Menschheit geht.<\/p>\n<p>Nun, wie k\u00f6nnen wir dann das, was wir in unserem t\u00e4glichen Leben sehen, wenigstens bessern, alle unseren gro\u00dfen Nachteile, was man \u201esuboptimales Leben\u201c nennt, da\u00df die Massen existieren, leben und gedeihen k\u00f6nnen und sich am allgemeinen Streben beteiligen?<\/p>\n<p>Thoreau<sup>8<\/sup>\u00a0schrieb in\u00a0<i>Walden<\/i>, da\u00df die Masse der Menschen ein Leben in stiller Verzweifelung f\u00fchrt. Ich bin mir nicht sicher, da\u00df dies Leben in stiller Verzweiflung sind, aber ich glaube, Sie alle hier im Publikum und wir hier auf dem Podium haben eine Verpflichtung, zu versuchen, bei der gro\u00dfen Mehrheit &#8211; die, wie ich meine, ihrer Natur nach mehr dazu neigt, ihren Gel\u00fcsten zu folgen, statt sich daf\u00fcr zu begeistern, wie Sokrates zur Verteidigung der Freiheit des Geistes den Schierlingsbecher nimmt &#8211; durch Anleitung und Vorbild und indem wir ein untadeliges Leben f\u00fchren die besseren Aspekte ihres Charakters hervorzulocken und anzuregen, sie daf\u00fcr zu begeistern und ihr einzusch\u00e4rfen, da\u00df sie sich anschlie\u00dft und dieses Land wieder auf seinen republikanischen Stand erhebt, den es trotz vieler M\u00e4ngel in seinen Anf\u00e4ngen geno\u00df.Und hier will ich etwas untersuchen, was meiner Meinung nach ein Paradox ist, wenn man so will, jedenfalls in den Vereinigten Staaten und einigen anderen L\u00e4ndern, die ich als akephal bezeichnen m\u00f6chte &#8211; f\u00fchrerlos, angef\u00fchrt durch Nicht-F\u00fchrer.<\/p>\n<p>Wenn ich mir heute hier das Publikum anschaue, dann ist das in mancher Hinsicht ein Triumph der Idee der Gleichheit, der weit \u00fcber das hinausgeht, was 1776 existierte, als der Schu\u00df abgefeuert wurde, den man in der ganzen Welt h\u00f6rte. Denn die Menschen hier mit ihren unterschiedlichen Hautfarben, die verschiedenen Geschlechter, die hier sind &#8211; das gab es 1776 nicht. Wenn eine solche Versammlung stattfand, dann waren blo\u00df wei\u00dfe M\u00e4nner, wahrscheinlich angels\u00e4chsische Protestanten im Raum. Die anderen hatten dann blo\u00df einen abgegrenzten Status.<\/p>\n<p>Und die Idee der Gleichheit vor dem Gesetz hat enorme Fortschritte gemacht gegen\u00fcber der Zeit vor Jahrhunderten. Sie machte enorme Fortschritte, trotz der Tatsache, da\u00df es am Anfang dieser Bem\u00fchungen so erscheinen mu\u00dfte, als st\u00fcnde man am Fu\u00df des Mount Everest und sagte: \u201eMein Gott, das ist ein weiter Weg nach oben, werden wir je dort ankommen?\u201c<\/p>\n<p>Boston, nahe Cambridge\/Massachusetts, war der Ort, an dem William Lloyd Garrison 1831 das Magazin\u00a0<i>Liberator<\/i>\u00a0gr\u00fcndete. Herr Garrison war ein sogenannter Abolitionist<sup>9<\/sup>, das galt damals als eine ziemlich extremistische Position. Denn alle wirtschaftlichen und politischen M\u00e4chte waren damals f\u00fcr die Sklaverei, jedenfalls im S\u00fcden w\u00fcrde sie nicht beseitigt werden. Er griff die Sklaverei an als einen Bund mit der H\u00f6lle. Und anf\u00e4nglich teerte und federte man ihn, und er wurde aus Boston vertrieben, aber er war standhaft. Ich mu\u00df hier nicht jeden einzelnen Schritt auf diesem Wege nacherz\u00e4hlen, aber die letzte Nummer des\u00a0<i>Liberator\u00a0<\/i>erschien 1865, als der 13. Verfassungszusatz, den sie vielleicht kennen, wenn Sie den Film\u00a0<i>Lincoln<\/i>\u00a0gesehen haben, ratifiziert und die Sklaverei abgeschafft wurde. Aber ich kann Ihnen sagen, da\u00df er, als er begann, als ein hoffnungsloser Tr\u00e4umer verspottet wurde. \u201eDas werden Sie\u00a0<i>niemals<\/i>erreichen, Herr Garrison.\u201c<\/p>\n<p>Und f\u00fcr die Frauen unter meinen H\u00f6rern: Sie erinnern sich vielleicht an 1848, Seneca Falls<sup>10<\/sup>, an Elizabeth Cady Stanton, Susan B. Anthony und andere. Wir mu\u00dften wirklich die Stimmen f\u00fcr etwas gewinnen, was Abigail Adams ihrem John schon fr\u00fch geraten hatte, als \u00fcber die Erkl\u00e4rung der Unabh\u00e4ngigkeit beraten wurde, aber es dauerte noch gut 70 Jahre [1920], bis der 19. Verfassungszusatz ratifiziert und das Wahlrecht f\u00fcr Frauen eingef\u00fchrt wurde. Susan B. Anthony wurde \u00fcbrigens verhaftet, weil sie das Verbrechen beging, w\u00e4hlen zu wollen. Was f\u00fcr eine Herausforderung f\u00fcr die Orthodoxie!<\/p>\n<p>\u00c4hnlich war es, als die Bem\u00fchungen begannen, die religi\u00f6se Verfolgung zu beenden, was damals unm\u00f6glich und v\u00f6llig aussichtslos erschien. Viele verloren ihr Leben auf dem Scheiterhaufen &#8211; einer von ihnen war [Giordano] Bruno, aber er war nur einer von denen, die beim Streben nach religi\u00f6ser Toleranz ums Leben kamen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns also nicht entmutigen lassen von dem, was f\u00fcr alle von uns, die nicht wie Ichabod Crane<sup>11<\/sup>\u00a0geschlafen haben, offensichtlich ist, da\u00df wir wie alle Generationen vor uns vor einer Krise stehen, um unsere Identit\u00e4t als Menschen zu bekr\u00e4ftigen &#8211; und nicht als Tiere und Wilde, die einen Kitzel darin finden, ihre Gel\u00fcste zu befriedigen, in dem instinktiven Streben nach Herrschaft und Kontrolle und leiblichen Gen\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nun, was bedeutet das? Es scheint mir, da\u00df wir in den Vereinigten Staaten von der Idee abkommen m\u00fcssen, da\u00df F\u00fchrer \u00fcberfl\u00fcssig seien, um die Menschheit vom Abgrund der Zerst\u00f6rung wegzuf\u00fchren. Wir haben in diesem Zug keine lange Lebenserwartung, wenn wir nicht umsteigen. Denn die F\u00e4higkeit, uns selbst zu vernichten, ist heute viel m\u00e4chtiger als zu Anfang, als die Schlachten begrenzt waren, einfach durch die primitive Art der Waffen. W\u00e4hrend wir heute ein verr\u00fccktes und fanatisches politisches System haben, das Menschen an der Spitze h\u00e4lt, die nach Herrschaft streben und die ganze Welt sehr schnell zerst\u00f6ren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir in den Vereinigten Staaten haben dieses Paradox. Als diese lobenswerten Dinge geschahen und die \u00dcberreste dieser Elemente einer Kaste beseitigt wurden, die die Frauen, bestimmte religi\u00f6se, ethnische, rassische Gruppen unterdr\u00fcckt hielt &#8211; wir haben jetzt eine viel gleichberechtigtere Gesellschaft unter dem Gesetz als jemals zuvor -, haben wir eine Kultur des kleinsten gemeinsamen Nenners entwickelt. Das war v\u00f6llig vorhersehbar. Denn Ideen und Talent sammeln sich im Allgemeinen an den Orten, welche die Quelle wirtschaftlichen Wohlstands und politischer Macht sind. Und um Wohlstand und politische Macht zu gewinnen, gilt es heute als vorausschauend, an den kleinsten gemeinsamen Nenner zu appellieren. Ich will hier nicht elit\u00e4r klingen, was manche heute als ein Schimpfwort betrachten, auch wenn Thomas Jefferson vor Jahrhunderten noch von einer Aristokratie der Verdienste sprechen konnte, ohne deshalb ausgelacht zu werden. Wenn Sie heute das Wort Aristokratie verwenden &#8211; oh Gott! Das ist jemand, der uns in vorbiblische Zeiten zur\u00fcckf\u00fchren will.<\/p>\n<p>Aber Tatsache ist &#8211; und das ist eine Wahrheit, die wir daraus ableiten k\u00f6nnen, wenn wir alle politischen Gesellschaften der letzten 4000 Jahre betrachten -, da\u00df es nur relativ wenige Leute au\u00dferhalb der glockenf\u00f6rmigen Kurve gibt, die ein Talent zur F\u00fchrung haben, um die besseren Seiten unserer Natur anzusprechen. Aber weil wir heute eine so egalit\u00e4re Kultur haben, gibt es den stillschweigenden, wenn nicht sogar unterbewu\u00dften Glauben, da\u00df Weisheit und Richtigkeit durch Selbstentz\u00fcndung aus der Mehrheit hervorgehen &#8211; so als k\u00f6nne die Mehrheit per Abstimmung dar\u00fcber entscheiden, was die Lichtgeschwindigkeit ist, oder \u00fcber die Newtonsche Physik abstimmen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Aber das stimmt einfach nicht. Wenn die Mehrheit irgend etwas glaubt oder behauptet, dann ist das wahrscheinlich ein guter Hinweis darauf, da\u00df es\u00a0<i>falsch<\/i>\u00a0ist. Es gab Zeiten, da glaubte die Mehrheit an Hexen und an Hexerei. Jahrhundertelang glaubte die Mehrheit an das geozentrische Weltbild, und Galileo wurde unter Hausarrest gestellt, weil er den Mut hatte, zu vermuten, da\u00df es falsch sei. Aber heute bringt die Mehrheitskultur Leute ins Rampenlicht, die nur an Vorstellungen appellieren und sie zu erf\u00fcllen suchen &#8211; \u201eIch bin eine Hockey-Mama, ich bin Joe der Klempner. Ich bin so wie ihr, deshalb solltet ihr mich w\u00e4hlen. Ich brauche nichts zu wissen.\u201c Tats\u00e4chlich ist es gef\u00e4hrlich, etwas zu wissen &#8211; fragt Rick Perry<sup>12<\/sup>. \u201eWir sollten D-Studenten [die schlechtesten] holen, das ist es, was wir wirklich wollen.\u201c Oder Sarah Palin &#8211; \u201eWir brauchen keine Zeitungen, Denken ist schlecht. Nur Elitisten denken.\u201c K\u00f6nnen Sie sich vorstellen, was Sokrates erleben w\u00fcrde, wenn er eine Sekunde vor Herrn Perry oder Sarah Palin st\u00fcnde?<\/p>\n<p>Das ist leider nur die Spitze des Eisbergs. Es ist etwas, was unsere gesamte politische Kultur durchdringt. Wir brauchen Menschen, die F\u00fchrung als das respektieren und ehren, was sie ist, Menschen, die einen George Washington zum Anf\u00fchrer w\u00e4hlen w\u00fcrden, oder Sokrates, und erkennen, da\u00df sie Anleitung brauchen. Nicht, weil sie weniger gleich w\u00e4ren vor dem Gesetz, sondern wegen der glockenf\u00f6rmigen Kurve. Die meisten Leute sind nicht dazu geeignet, Anf\u00fchrer zu sein, die anderen dazu begeistern, den h\u00f6chsten Prinzipien zu folgen, sich ohne Hintergedanken f\u00fcr die Suche nach Wissen und Wahrheit zu begeistern. Das ist etwas, wof\u00fcr unser System vorprogrammiert ist.<\/p>\n<p>Und wenn man heute die Welt \u00fcberschaut, und ich vermute, da\u00df das schon von Anfang an so war, und das berechnet, was ich den menschlichen Elends-Index nenne &#8211; Unterdr\u00fcckung, Entbehrungen und anderes &#8211; dann besteht dieser menschliche Elends-Index zum gr\u00f6\u00dften Teil daraus, da\u00df Menschen andere Menschen abschlachten, unterdr\u00fccken, t\u00f6ten, unterwerfen und einsch\u00fcchtern. Nur ein ganz, ganz kleiner Teil der Toten kommt von Tsunamis, Asteroiden, Hurrikanen. Auch wenn wir sie nicht ganz ausschlie\u00dfen k\u00f6nnen, ist ihr Anteil winzig.<\/p>\n<p>Das m\u00fcssen wir \u00e4ndern, wenn wir die Menschheit retten wollen. Und ich sage, es ist nicht so, da\u00df wir einen Endpunkt erreichen werden, wo wir sagen k\u00f6nnen: \u201eWir haben das gelobte Land erreicht, hoffen wir, da\u00df wir darauf nicht 40 Jahre lang warten m\u00fcssen wie Moses.\u201c Sondern es ist der Proze\u00df, das Wissen und das Ringen. Ja, wir m\u00f6gen in unserem Leben scheitern, aber das ist die einzige Art zu leben, die es wert ist, gelebt zu werden. So will ich leben, wegen dem, was es \u00fcber uns als Menschen und uns als Individuen und \u00fcber das aussagt, wof\u00fcr man sich an uns erinnern wird.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte schlie\u00dfen mit einem Verweis auf die Rede des Thukydides zum Tode des Perikles. Er ermahnte die Menschen, nicht zu glauben, das h\u00f6chste und beste Grab sei irgend ein napoleonisches Mausoleum oder ein Mausoleum wie das Lenins, das f\u00fcr immer auf dem Roten Platz steht &#8212; er sagt, das Grabmal, nach dem wir alle streben sollten, ist es, f\u00fcr immer im Leben und im Herzen der Menschen weiterzuleben, die leben und die noch geboren werden.<\/p>\n<p>Und das m\u00fcssen wir tun, wenn wir die Menschheit retten wollen. Diese Begeisterung ist es, f\u00fcr die wir leben und die wir unseren Kindern einimpfen m\u00fcssen, den Teenagern, den Erwachsenen. Und wenn das geschieht, dann werden wir alle \u00dcbel der Menschheit schon bald \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Sogar in Bezug auf die Armut. Wie schon Seneca sagte: Ein Mensch, der nach mehr Reichtum strebt, selbst wenn er ein Mike Bloomberg ist, ist eigentlich sehr arm. Ein Mensch, der zufrieden ist mit seinem sp\u00e4rlichen Besitz, ist eigentlich sehr reich. Das war es, was K\u00f6nig Lear entdeckte, nachdem er sein K\u00f6nigreich und sein Schlo\u00df an Gonerill und Regan verloren hatte, und Cordelia entdeckte. Er wurde reich, als er allen Besitz verlor.<\/p>\n<p>Vielen Dank.<\/p>\n<p><hr class=\"shortcode-hr\"><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p>1. William Shakespeare,\u00a0<i>Heinrich V<\/i>., 4. Aufzug, 3. Szene (\u00dcbersetzung von August Wilhelm Schlegel):<\/p>\n<p>\u201eDer wackre Mann lehrt seinem Sohn die M\u00e4re,<br \/>\nUnd nie von heute bis zum Schlu\u00df der Welt<br \/>\nWird Krispin-Krispian vor\u00fcbergehn,<br \/>\nDa\u00df man nicht uns dabei erw\u00e4hnen sollte,<br \/>\nUns wen&#8217;ge, uns begl\u00fccktes H\u00e4uflein Br\u00fcder.\u201c<\/p>\n<p>2. Mark Twain,\u00a0<i>Pudd\u2019nhead Wilson<\/i>\u00a0(dt.\u00a0\u201eKnallkopf Wilson\u201c): \u201eWenn man einen verhungernden Hund aufliest und ihn wieder aufp\u00e4ppelt, dann wird er dich nicht bei\u00dfen. Das ist der Hauptunterschied zwischen einen Hund und einem Menschen.\u201c<\/p>\n<p>3. William Longfellow,\u00a0<i>Paul Reveres Ride<\/i>, ungef\u00e4hr:<\/p>\n<p>\u201eH\u00f6rt zu, meine Kinder, und h\u00f6ret die M\u00e4r<br \/>\nVom n\u00e4chtlichem Ritt des Paul Revere<br \/>\nIm Jahr 75, am 18. April;<br \/>\nKaum ein Mensch ist jetzt noch am Leben,<br \/>\nDer heute noch k\u00f6nnt\u2019 davon Kunde geben.\u201c<\/p>\n<p>4. Waldo Emersons\u00a0<i>Concord Hymn<\/i>, ungef\u00e4hr:<\/p>\n<p>\u201eAn der rohen Br\u00fcck\u2019, die den Flu\u00df \u00fcberspannt,<br \/>\nDie Flagg\u2019 in der muntren Aprilbrise wallt,<br \/>\nStanden hier die Farmer, zum Kampfe gespannt,<br \/>\nZu feuern den Schu\u00df, der die Welt umhallt.\u201c<\/p>\n<p>5. Originaltext siehe\u00a0<i>http:\/\/millercenter.org\/scripps\/archive\/speeches\/detail\/3484<\/i><\/p>\n<p>6. John Donne (1572-1631),\u00a0<i>Meditation 17<\/i>\u00a0(\u201eNiemand ist eine Insel\u201c).<\/p>\n<p>7. William Shakespeare, Hamlet, 4.\u00a0Akt, 4. Szene., \u00dcbersetzung von August Wilhelm Schlegel.<\/p>\n<p>8. Henry David Thoreau (1817-1862), US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph.<\/p>\n<p>9. Er trat ein f\u00fcr die Abschaffung der Sklaverei.<\/p>\n<p>10. Am 19.-20. Juli 1848 fand in Seneca Falls\/New York die erste gro\u00dfe Versammlung der westlichen Hemisph\u00e4re statt, die eine Resolution f\u00fcr das Wahlrecht der Frauen beschlo\u00df.<\/p>\n<p>11.\u00a0Ichabod Crane\u00a0ist die Hauptfigur in Washington Irvings Novelle\u00a0<i>The Legend of the Sleepy Hallow<\/i>\u00a0(dt.\u00a0\u201eDie Sage von der schl\u00e4frigen Schlucht\u201c) (1820).<\/p>\n<p>12. Der Nachfolger George W. Bushs als Gouverneur von Texas.<\/p>\n<p><\/div><div class=\"tab-content\" style=\"display:none;\"><\/p>\n<p>Bruce Fein ist Verfassungs- und B\u00fcrgerrechtler und war unter Pr\u00e4sident Ronald Reagan (1981-82) Unterstaatssekret\u00e4r im US-Justizministerium. Er verfa\u00dfte eine Anklageschrift f\u00fcr ein Absetzungsverfahren gegen Pr\u00e4sident Barack Obama. Bei der Konferenz des Schiller-Instituts am 26.1. 2013 in New York City hielt er den folgenden Vortrag.<\/p>\n<p><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":2233,"menu_order":120,"template":"","meta":{"footnotes":""},"portfolio_category":[87,88],"class_list":["post-2317","portfolio_cpt","type-portfolio_cpt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio_category-ny20130126","portfolio_category-vormittag-ny20130126"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/2317","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt"}],"about":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portfolio_cpt"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/2317\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2233"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"portfolio_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_category?post=2317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}