{"id":1270,"date":"2012-12-17T19:54:55","date_gmt":"2012-12-17T18:54:55","guid":{"rendered":"http:\/\/schillerinstitut.com\/?post_type=portfolio_cpt&#038;p=1270"},"modified":"2012-12-17T22:04:49","modified_gmt":"2012-12-17T21:04:49","slug":"s-e-ali-reza-sheik-attar-die-globalen-konsequenzen-von-instabilitat-im-mittleren-osten","status":"publish","type":"portfolio_cpt","link":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/portfolio\/s-e-ali-reza-sheik-attar-die-globalen-konsequenzen-von-instabilitat-im-mittleren-osten\/","title":{"rendered":"S.E. Ali Reza Sheik Attar: Die globalen Konsequenzen von Instabilit\u00e4t im Mittleren Osten"},"content":{"rendered":"<div class=\"tabs\" id=\"tabs-6a8cfef460300\"><ul class=\"tabs-nav\"><li class=\"active\"><a href=\"#\" onclick=\"schillerTabSwitch('tabs-6a8cfef460300',0);return false;\">Vortrag &amp; Folien<\/a><\/li><li><a href=\"#\" onclick=\"schillerTabSwitch('tabs-6a8cfef460300',1);return false;\">Sprecher kontaktieren<\/a><\/li><li><a href=\"#\" onclick=\"schillerTabSwitch('tabs-6a8cfef460300',2);return false;\">mehr von diesem Author<\/a><\/li><\/ul><div class=\"tab-content active\" style=\"display:block;\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/2.schillermeet.de\/wp-content\/themes\/schiller\/images\/icons\/301.png\" class=\"shortcode-icon \" alt=\"\"><em>Text bald verf\u00fcgbar!<\/em><\/p>\n<p><hr class=\"shortcode-hr\"><\/p>\n<p>Die globalen Konsequenzen von Instabilit\u00e4t im Mittleren Osten<\/p>\n<p>Von Botschafter Ali Reza Sheikh Attar<\/p>\n<p>Der Botschafter der Islamischen Republik Iran in Deutschland, Ali Reza Sheikh Attar, ging am 25. 11. 2012 in seinem Beitrag zur Konferenz des Schiller-Instituts auf die Nahost-Region als geographische und kulturelle Verbindung zwischen den drei Kontinenten Asien, Europa und Afrika ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Namen Gottes. Sehr geehrte Damen und Herren, zun\u00e4chst einmal m\u00f6chte ich gerne meine Dankbarkeit gegen\u00fcber dem Schiller-Institut daf\u00fcr zum Ausdruck bringen, da\u00df es diese Konferenz veranstaltet, insbesondere gegen\u00fcber Frau LaRouche und ihren Kollegen. Zweitens begr\u00fc\u00dfe und bewundere ich die informative Rede, die Frau LaRouche hier gehalten hat, weil sie mir einen Teil dessen abgenommen hat, was ich hier sagen wollte; und ich m\u00f6chte alle diese Dinge hier nicht wiederholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Thema meiner Rede sind die globalen Konsequenzen von Instabilit\u00e4t im Mittleren Osten, und es schlie\u00dft an das an, was Frau LaRouche gesagt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bevor ich auf das komme, was ich sagen m\u00f6chte, sollten wir zun\u00e4chst einmal verstehen: Was ist der Mittlere Osten? Denn nach den klassischen Texten ist der Mittlere Osten, kurz gesagt, die arabische Welt und der Iran. Und nach einigen Kategorien geh\u00f6rt auch die T\u00fcrkei zum Mittleren Osten. Aber wenn man heutzutage sieht, was in Afghanistan und in Pakistan geschieht, und welche Konsequenzen diese Gruppen &#8211; im ganzen Mittleren Osten &#8211; haben, die in diesem Gebiet aktiv waren und ausgebildet wurden, dann kann man, denke ich, Afghanistan und Pakistan nicht aus dem Mittleren Osten ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Bedeutung des Mittleren Ostens liegt ein einer Reihe von Gebieten. Der Mittlere Osten ist eine Br\u00fccke zwischen drei Kontinenten &#8211; Asien, Afrika und Europa. Und es existieren im Mittleren Osten wichtige Durchgangsstrecken, die vielleicht wichtigsten der Welt: der Suezkanal, die Stra\u00dfe von Hormus, der Persische Golf, sogar Gibraltar, Bab-el-Mandeb. Sie alle sind f\u00fcr die Weltwirtschaft entscheidend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine weitere Bedeutung des Mittleren Ostens ist seine wirtschaftliche Wichtigkeit. Fast zwei Drittel der Energie, die in die Welt exportiert wird, wird im Mittleren Osten erzeugt oder durch ihn transportiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die kulturelle Bedeutung des Mittleren Ostens ist nicht zu ignorieren: Der Mittlere Osten ist die Wiege der Zivilisation; die wichtigsten Zivilisationen der Menschheit wurden schon vor Tausenden von Jahren im Mittleren Osten geboren &#8211; in Mesopotamien, im Iran, in verschiedenen L\u00e4ndern des Mittleren Ostens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und nicht zuletzt ist er politisch bedeutend, denn heutzutage, und seit dem 20. Jahrhundert stammen die wichtigsten Krisen, politische Krisen, aus dem Mittleren Osten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun, nach dieser kurzen Einf\u00fchrung, m\u00f6chte ich auf die Hauptprobleme in dieser Region eingehen, die zugrundeliegenden Ursachen der Instabilit\u00e4t im Mittlere Osten, die globalen und regionalen Konsequenzen der Instabilit\u00e4ten, die doppelten Ma\u00dfst\u00e4be. Und ich m\u00f6chte auf zwei wichtige Themen im Mittleren Osten hinweisen, mit denen sich heute Intellektuelle in aller Welt befassen &#8211; die regionale Krise, die Ursachen der Konflikte, und die iranische Atomfrage.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Mittlere Osten ist der Ursprung vieler Religionen und Zivilisationen. Alle abrahamitischen Religionen beruhen auf dem Frieden, und jahrhundertelang lebten die Anh\u00e4nger der verschiedenen Religionen friedlich miteinander im Nahen Osten. Es ist f\u00fcr uns alle interessant zu wissen, da\u00df w\u00e4hrend der Kreuzz\u00fcge die Christen, Juden und Moslems dieser Region Jerusalem gemeinsam gegen die damaligen Invasoren aus Europa verteidigten. Die Kreuzz\u00fcge waren also eigentlich gar keine Religionskriege, denn im Mittleren Osten verteidigten alle Religionen gemeinsam ihre Identit\u00e4t, ihre Zivilisation und ihr Land.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich erinnere mich an eine Konferenz mit Samuel Huntington, der diese seltsame Theorie vom \u201eKampf der Kulturen\u201c aufgestellt hat. Er sprach \u00fcber Konflikte zwischen den christlichen und j\u00fcdischen Zivilisationen &#8211; was ihm zufolge in die gleiche Kategorie f\u00e4llt -, und der islamischen und buddhistischen Tradition. Ich habe mich zu Wort gemeldet und ihm gesagt: \u201eHerr Professor, warum erw\u00e4hnen Sie nicht, da\u00df die w\u00e4hrend der Kreuzz\u00fcge die Juden und Christen im Mittleren Osten ihr Land gemeinsam, Schuler an Schulter, mit den Moslems verteidigt haben?\u201c Und er antwortete mir etwas sehr seltsames, er sagte: \u201eWenn wir \u00fcber die Christenheit reden, dann meinen wir die Christen im Westen.\u201c [Heiterkeit.] In anderen Worten, die Christen in anderen Teilen der Welt sind demnach Christen zweiten Klasse oder gar keine Christen. Das hat er gesagt &#8211; ich habe ihn zitiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Atmosph\u00e4re &#8211; die urspr\u00fcngliche, historische Atmosph\u00e4re des Mittleren Ostens war also kein Wettstreit mit Zusammenst\u00f6\u00dfen und Krisen, sondern ein friedlicher Wettbewerb.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun, warum ist es nicht dabei geblieben? Die Ursache der Instabilit\u00e4ten im Mittleren Osten geht zur\u00fcck auf die Politik des \u201eTeile und Herrsche\u201c, die von den globalen M\u00e4chten in der Region verfolgt wurde, insbesondere von den Briten, seit Anfang des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach dem Ersten Weltkrieg war eines der Hauptziele der verb\u00fcndeten Kr\u00e4fte, insbesondere der Briten und der Franzosen, das Osmanische Reich aufzuteilen und zu beseitigen. Nun, sie hatten seit dem 16. Jahrhundert ihre historischen Probleme mit ihm gehabt, und nachdem das Osmanische Reich zum \u201eKranken Mann Europas\u201c geworden war, nutzten sie die Gelegenheit und glaubten, es sei an der Zeit, sich f\u00fcr alle die Unannehmlichkeiten zu r\u00e4chen, die sie mit dem Osmanischen Reich hatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daher planten sie gleich nach dem Ersten Weltkrieg neue Grenzen und k\u00fcnstliche Teilungen im Mittleren Osten. Nat\u00fcrlich spielte bei dieser Entscheidung auch die Erinnerung an die Kreuzz\u00fcge eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n<p>Sykes, der britische Experte, und Picot, der franz\u00f6sische, zogen Anfang des 20. Jahrhunderts neue Grenzen im Mittleren Osten, die v\u00f6llig k\u00fcnstlich waren und \u00fcberhaupt nicht mit den historischen Gegebenheiten \u00fcbereinstimmten. Sie schufen k\u00fcnstliche L\u00e4nder! Der Irak ist eines von ihnen. Auch wenn Bagdad, wie Frau LaRouche erw\u00e4hnt hat, schon vor Tausend Jahren eine der glorreichen Hauptst\u00e4dte der Kultur auf der ganzen Welt gewesen war, insbesondere der muslimischen Welt, hatte der Irak in der Form, wie wir ihn heute kennen, niemals diese historische Echtheit und Urspr\u00fcnglichkeit. Auch die T\u00fcrkei. Die T\u00fcrkei, wie sie heute existiert &#8211; wenn man durch die Geschichte geht, war sie niemals so. Syrien, der Libanon, Jordanien, sogar Saudi-Arabien &#8211; alle diese Grenzen wurden k\u00fcnstlich gezogen, mit dem Ziel des \u201eteilen und herrschen\u201c.<\/p>\n<p>Und\u00a0<em>das<\/em>\u00a0war der Grund daf\u00fcr, da\u00df verschiedene Ethnien, verschiedene Minderheiten, in alle diese L\u00e4nder eingepflanzt wurden. So wurden die ethnischen Probleme, die inter-ethnischen Probleme in diesem Teil der Welt geschaffen &#8211; zwischen Kurden und Arabern, Schiiten und Sunniten, Drusen und Sunniten, Wahabiten und anderen Sunniten, etc. etc. Und es scheint, da\u00df diejenigen, die diese Grenzen gezogen haben, an der gleichen Schule (Teilen und Herrschen) gelernt haben, denn als Stalin die Grenzen der Republiken in der ehemaligen Sowjetunion festlegte, da tat er genau dasselbe: Er zerteilte Tadschikistan, trennte einen Teil davon ab und gab ihn an Usbekistan, und noch heute ist dies eine Frage, die Konflikte zwischen diesen L\u00e4ndern schafft, oder zwischen Armenien und Aserbeidschan.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich haben diese k\u00fcnstlichen Grenzen neben den ethnischen Problemen noch ein anderes sehr wichtiges Problem geschaffen, dessen Bedeutung sich im Lauf der Zeit immer deutlicher zeigt, und das ist das Wasserproblem. Die Fl\u00fcsse, die seit Hunderten oder Tausenden von Jahren die L\u00e4nder des Mittleren Ostens ohne Probleme bew\u00e4ssert hatten, wurden zwischen verschiedenen L\u00e4ndern aufgeteilt. Und heute sieht man: Was ist die Ursache der Probleme zwischen Syrien und der T\u00fcrkei und dem Irak und der T\u00fcrkei? Es sind der Tigris und der Euphrat.<\/p>\n<p>Eine weitere Ursache der Instabilit\u00e4t im Mittleren Osten ist die Schaffung Israels, und da\u00df man ihm bedingungslose Unterst\u00fctzung gibt. Nun, man hat versucht, eine ideologische Begr\u00fcndung f\u00fcr die Schaffung Israels zu finden. Hier ist nicht der richtige Zeitpunkt und Ort, um auf die historische Argumentation dagegen einzugehen, aber ich denke, es wurde genug dar\u00fcber diskutiert &#8211; auch zwischen den Juden selbst -, da\u00df die Gr\u00fcndung des Staates Israel nicht das ist, was ihnen der Prophet Moses versprochen hat.<\/p>\n<p>Die Schaffung Israels erfolgte durch die Balfour-Deklaration des damaligen britischen Au\u00dfenministers im Jahr 1917, und sie haben die Juden Osteuropas ermutigt &#8211; interessanterweise nicht die Juden Westeuropas, denn die Juden Westeuropas hatten eine gute wirtschaftliche Lage, und die Juden Osteuropas konnten ihnen Probleme bereiten, f\u00fcr ganz Westeuropa, insbesondere nach der Schaffung des Kommunismus in Ru\u00dfland. Sie ermutigten also die Juden Osteuropas, in den Mittleren Osten zu gehen, und Einwanderung erfolgte nicht in nat\u00fcrlicher Weise. Zun\u00e4chst kauften sie nur Land, aber nachdem sie eine Gemeinschaft gebildet hatten, kam es zu Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen dieser Gemeinschaft und den urspr\u00fcnglichen Einwohnern des Landes. Und seit jener Zeit, das war Mitte der zwanziger Jahre, bis heute, also etwa 90 Jahre lang, sind diese Zusammenst\u00f6\u00dfe immer intensiver geworden.<\/p>\n<p>Eine weitere Ursache f\u00fcr die Instabilit\u00e4t im Mittleren Osten ist die Unterst\u00fctzung korrupter und ineffizienter Diktaturen in dieser Region durch den Westen. Der Iran im Mittleren Osten geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten Wiegen der Demokratie. 1905 kam es im Iran zu einer konstitutionellen Revolution, und die Monarchie des Iran wurde zu einer konstitutionellen Monarchie. Aber leider entwickelte sich w\u00e4hrend der Pahlawi-Dynasti im Iran durch die Unterst\u00fctzung Gro\u00dfbritanniens eine Diktatur. Aber das wiederholte sich nicht an anderen Orten. Sogar in der T\u00fcrkei war es anders.<\/p>\n<p>Im Mittleren Osten waren fast alle L\u00e4nder au\u00dfer dem Libanon unter einer Diktatur, obwohl man im Westen behauptet, da\u00df die Demokratie ein Grundwert innerhalb der westlichen Welt sei. Nun, das ist f\u00fcr alle klar zu sehen. Und die westlichen M\u00e4chte &#8211; eine Weile die Briten, dann die Amerikaner und nat\u00fcrlich die Franzosen &#8211; taten ihr bestes, um sich den Stimmen f\u00fcr Demokratie und Unabh\u00e4ngigkeit anzubiedern, im gesamten Mittleren Osten. Wenn man die Geschichte vergleicht, kann man eine Menge in dieser Hinsicht finden.<\/p>\n<p>Selbst die Sowjetunion, die mit dem Westen rivalisieren wollte und ebenfalls im Mittleren Osten pr\u00e4sent sein wollte, unterst\u00fctzte Diktatoren, und sie unterst\u00fctzten keine Demokratie. Interessanterweise unterst\u00fctzten sie die Diktaturen, die die Mitglieder der Kommunistischen Parteien in ihren L\u00e4ndern massakrierten, wie den Irak, Syrien und \u00c4gypten. Sie unterst\u00fctzten die Ba\u2019ath-Partei. Die Ba\u2019ath-Partei ist eine Partei mit einer besonderen Ideologie, aber der Architekt der Ba\u2019ath-Partei war Michael Aflaq, ein christlicher Syrer, der vom Westen unterst\u00fctzt wurde und in Frankreich studiert hatte, und die Ba\u2019ath-Partei wurde stets sowohl von der Sowjetunion als auch vom Westen unterst\u00fctzt &#8211; eine wirkliche Ironie.<\/p>\n<h3>Beherrschung der nat\u00fcrlichen Ressourcen<\/h3>\n<p>Eine weitere Ursache sind die Interventionen und Besetzungen zur Beherrschung der nat\u00fcrlichen Ressourcen, denn, wie ich schon sagte: die Mehrheit der \u00d6lproduktion der Welt ist im Mittleren Osten. Der Mittlere Osten ist wie das Herz des K\u00f6rpers, das das Blut pumpt, und der Mittlere Osten pumpt den Treibstoff in die Wirtschaft. Und f\u00fcr die westlichen L\u00e4nder war es ganz entscheidend, die Kontrolle \u00fcber die nat\u00fcrlichen Ressourcen und Energieressourcen des Mittleren Ostens zu haben.<\/p>\n<p>Die erste Bewegung gegen diese Kontrolle war im Iran. 1951 kam im Iran die Regierung von Dr. Mossadegh an die Macht, eine v\u00f6llig demokratisch gew\u00e4hlte Regierung, und nationalisierte die \u00d6lindustrie. Nach zwei Jahren wurde er mit Hilfe der Briten und Amerikaner durch einen Milit\u00e4rputsch &#8211; und nicht durch eine Wahl &#8211; gest\u00fcrzt. Und viele seiner Anh\u00e4nger wurden inhaftiert und get\u00f6tet. Und nat\u00fcrlich hat Madeleine Albright, die Au\u00dfenministerin der Vereinigten Staaten, vor einigen Jahren gesagt: \u201eJa, das tut uns sehr leid.\u201c<\/p>\n<p>Es gab viele \u00e4hnliche F\u00e4lle zur Beherrschung von \u00d6lressourcen. Einer war die Unterst\u00fctzung des Irak im Krieg gegen den Iran. Saddam Hussein wurde von den Amerikanern provoziert, und inzwischen wurde enth\u00fcllt, da\u00df der damalige Sonderbotschafter Pr\u00e4sident Reagans f\u00fcr den Mittleren Osten, Donald Rumsfeld, der in der Regierung Bush Junior Verteidigungsminister wurde, in den Irak ging, dort Saddam Hussein traf, und nun wurden alle diese Dokumente, sogar ein Film, enth\u00fcllt. Und leider haben selbst in einem Land wie Deutschland, diesem Land, Unternehmen Saddam Hussein mit der Technologie f\u00fcr chemische Waffen unterst\u00fctzt. Und es war Saddam Hussein, der chemische Waffen gegen den Iran einsetzte &#8211; das war das erste Mal seit dem Ersten Weltkrieg -, mit Hunderttausend Opfern; heute hat die Mehrheit von ihnen verschiedene Formen von Krebs, und es sterben auch nach 20 Jahren noch jeden Tag Menschen daran.<\/p>\n<p>Der zweite Fall in j\u00fcngster Zeit war die Besetzung von Irak und Afghanistan im 21. Jahrhundert. Frau LaRouche hat einige der Gr\u00fcnde daf\u00fcr genannt, ich brauche das nicht zu wiederholen. Aber jetzt ist es f\u00fcr jeden offensichtlich, da\u00df das alles aufgrund von Dokumenten geschah, die gef\u00e4lscht waren, um einen Krieg gegen sie zu beginnen, entweder wegen des 11. September, oder wegen angeblicher Massenvernichtungswaffen im Irak. Und diese Trag\u00f6die geschah, die etwa eine Million Opfer unter den dortigen Menschen forderte. Frau LaRouche hat die Opfer unter den Amerikanern erw\u00e4hnt, ich will das nicht wiederholen. Aber eine Million Menschen im Irak und in Afghanistan wurden get\u00f6tet &#8211; direkt oder indirekt, durch die Sanktionen, durch Waffen, durch radioaktive Waffen, schwach radioaktive Waffen, die die Vereinigten Staaten gegen sie einsetzten, und durch vieles andere.<\/p>\n<h3>Unterst\u00fctzung f\u00fcr Separatisten<\/h3>\n<p>Eine weitere Ursache ist die Unterst\u00fctzung von sektiererischen und separatistischen Gruppen. Ich habe die k\u00fcnstlichen Grenzen schon erw\u00e4hnt: Ethnische Gruppen wurden zusammengeworfen, und diese ethnischen Probleme wurden provoziert und gesch\u00fcrt. Ein Beispiel f\u00fcr die Unterst\u00fctzung extremistischer Gruppen: Die Briten waren sehr hilfreich und unterst\u00fctzten die Schaffung des Wahabismus oder Salafismus im 19. Jahrhundert. Dar\u00fcber wurden bereits viele Dokumente ver\u00f6ffentlich, u.a. auch das Buch von Herrn Humphrey, einem britischen Diplomaten, in dem er beschreibt, wie er Abdul Wahab gef\u00f6rdert hat und ihm half, eine neue Str\u00f6mung im Islam zu schaffen &#8211; eine extremistische Fraktion, und noch heute, mehr als anderthalb Jahrhunderte sp\u00e4ter, haben wir Probleme mit dem Salafismus und Al-Kaida, durch diesen Ursprung.<\/p>\n<p>Man unterst\u00fctzt separatistische Gruppen im Iran, im Irak, in der T\u00fcrkei etc., wie die Kurden, Arabern, Belutschen. Wiederum ist es kein Geheimnis, da\u00df beispielsweise die F\u00fchrer der separatistischen Kurdengruppen in der T\u00fcrkei oder dem Iran, wie z.B. die PKK, hier in Deutschland friedlich leben. Und immer wenn es eine Terroroperation im Iran oder in der T\u00fcrkei gibt, dann sagen diese Anf\u00fchrer, die in Deutschland leben: \u201eJa, das ist geschehen.\u201c Und niemand fragt sie: \u201eWarum ist es geschehen, wer seid ihr, was sind eure Verbindungen dazu?\u201c Ich hoffe, da\u00df der Verfassungsschutz seine Bem\u00fchungen einmal Verschw\u00f6rungen dieser Art zuwendet.<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich wurde das Konzept des \u201eSchiitischen Halbmonds\u201c geschaffen, eine neue Spielart des Teile und Herrsche, um die religi\u00f6sen Unterschiede auszunutzen. Sie erinnern sich vielleicht, da\u00df K\u00f6nig Abdullah von Jordanien vor einigen Jahren sagte: \u201eEs besteht die gro\u00dfe Gefahr, da\u00df die Schiiten, die von Libanon \u00fcber Syrien, den Irak, Teile Saudi-Arabiens, Jemen, Iran, Bahrain, Pakistan und Afghanistan leben &#8211; das ist wie ein Halbmond, und dieser Halbmond ist die eigentliche Ursache der Instabilit\u00e4t und der Kriege in der Region.\u201c Das war das erste Mal, da\u00df er das erw\u00e4hnt hat. Ironischerweise waren die Vorfahren von K\u00f6nig Abdullah selbst Schiiten.<\/p>\n<p>Diese Ansicht wurde von Saudi-Arabien unterst\u00fctzt, obwohl Saudi-Arabien scheinbar herzliche Beziehungen zum Iran hatte, dem gr\u00f6\u00dften schiitischen Land. Aber in F\u00e4llen, in denen man sich leicht h\u00e4tte einigen k\u00f6nnen, wie im libanesischen B\u00fcrgerkrieg oder dem B\u00fcrgerkrieg im Irak, haben sie aufgrund dieser Phobie &#8211; ich nenne es eine Phobie, eine Phobie vor dem \u201eSchiitischen Halbmond\u201c jede Verst\u00e4ndigung abgelehnt. Und Sie sehen, was jetzt die Lage in der Region ist.<\/p>\n<h3>Zweierlei Ma\u00dfstab<\/h3>\n<p>Einer der wichtigsten Gr\u00fcnde f\u00fcr die Instabilit\u00e4t im Mittleren Osten sind die doppelten Ma\u00dfst\u00e4be des Westens. Nun, die Werte sind dieselben! Wenn man glaubt, da\u00df Demokratie oder Menschenrechte ein Wert sind, dann sind diese nicht auf bestimmte L\u00e4nder beschr\u00e4nkt. Menschenrechte sollten in jedem Land ein Wert sein und respektiert werden, und man sollte gegen ihre Verletzung protestieren. Jemanden zu enthaupten, dem kriminelle Aktivit\u00e4ten vorgeworfen werden, oder ihm die Hand abzuschneiden, verst\u00f6\u00dft nach den Normen des Westens definitiv gegen die Menschenrechte, gegen diesen Wert. Aber der beste Verb\u00fcndete des Westens in unserer Region enthauptet Menschen. Ich rate ihnen nicht, sich diese\u00a0<em>Twitter<\/em>-Episode anzuschauen. Es gab einen Film \u00fcber eine Frau, die in Saudi-Arabien als Dienstm\u00e4dchen f\u00fcr eine Saudische Familie arbeitete. Es wurde behauptet, sie habe ihren Dienstherren get\u00f6tet. Sie wurde auf einem der Pl\u00e4tze der Stadt enthauptet und ein Hubschrauber flog mit ihrem Kopf \u00fcber der Stadt, um den Menschen eine Lehre zu erteilen. Das war in\u00a0<em>Twitter<\/em>. Aber niemand in irgendeinem der westlichen L\u00e4nder sagte auch nur ein einziges Wort!<\/p>\n<p>Das ist ein doppelter Ma\u00dfstab.<\/p>\n<p>Demokratie ist ein universeller Wert. Jeder liebt die Demokratie. Sogar der Islam steht ganz im Einklang mit der Demokratie. Aber ironischerweise sehen wir, da\u00df das Geld der L\u00e4nder, die noch nie Demokratie gekostet haben und sie niemals in ihren L\u00e4ndern aufkommen lie\u00dfen, jetzt die Opposition in Syrien bezahlt, \u201eum die Demokratie zu sch\u00fctzen\u201c, und dieses Geld flie\u00dft auf Anweisung des Westens, die behaupten, sie wollten, da\u00df sich die Demokratie in Syrien durchsetzt. Das ist wirklich ein Witz.<\/p>\n<p>Ich habe einmal, in einer \u00e4hnlichen Konferenz, erw\u00e4hnt, da\u00df wir im 21. Jahrhundert zwei sehr lustige Witze erleben: Der eine ist, da\u00df Israel, mit seinen 300 atomaren Sprengk\u00f6pfen, besorgt ist \u00fcber die atomaren Aktivit\u00e4ten des Iran, der nicht einmal eine kleine Atomwaffe hat &#8211; und niemand behauptet, da\u00df er welche habe! Und zweitens, da\u00df L\u00e4nder wie Katar und Saudi-Arabien eine Menge Geld ausgeben, um die Opposition in Syrien zu unterst\u00fctzen, um dort Demokratie zu schaffen! Das ist wirklich sehr witzig.<\/p>\n<p>Das sind F\u00e4lle und Beispiele eines doppelten Ma\u00dfstabs. Als in Bahrain die Mehrheit aufstand und gegen die Diktatur und Diskriminierung durch ihre Regierung protestierte, und dann die Saudis mit ihren Truppen und bewaffneten Brigaden kamen und sich in diesem winzigen Land niederlie\u00dfen, da hat\u00a0<em>niemand<\/em>\u00a0protestiert. Niemand protestiert; im Gegenteil, man unterst\u00fctzt sie. Und das, obwohl der Opposition in Bahrain keine Demonstrationen oder Konferenzen erlaubt sind.<\/p>\n<p>Sie werden sich erinnern, was in den letzten Wochen in Gaza geschehen ist: Die Israelis vermuteten, da\u00df es in Gaza einige &#8211; wie sie es nennen &#8211; Terrorgruppen oder Widerstandsgruppen gibt. Sie bombardierten einige H\u00e4user, und es wurden einige Kinder get\u00f6tet. Gaza und die Hamas reagierten, indem sie einige Raketen zur\u00fcckschossen. Und dann bombardierten die Israelis immer mehr. Wer waren die Opfer des Bombardements? Die Militanten? Nein. Kinder, Frauen, alte M\u00e4nner, aber keine Militanten! Sie bombardierten sogar ein hohes Geb\u00e4ude, das man gar nicht verwechseln konnte, das was das Geb\u00e4ude der Massenmedien, und dort waren die Journalisten. Aber niemand machte ihnen Vorw\u00fcrfe! Vielmehr sagte man hier im Westen, es sei das \u201eRecht Israels, seine Sicherheit zu verteidigen!\u201c Aber gilt dieses Recht nur f\u00fcr Israel? Haben die Pal\u00e4stinenser kein Recht, ihre Sicherheit zu erhalten?<\/p>\n<p>Was jetzt in Syrien geschieht, ist ein Beispiel f\u00fcr einen doppelten Ma\u00dfstab &#8211; da\u00df man extremistische Gruppen unterst\u00fctzt und bewaffnet, von denen die meisten ausl\u00e4ndische Gruppen sind. Sie wissen, da\u00df dort derzeit, nach authentischen Dokumenten, mehr als 5000 S\u00f6ldner im Einsatz sind. Ausl\u00e4ndische S\u00f6ldner k\u00e4mpfen in Syrien unter den Fahnen Al-Kaidas oder der Dschihadisten &#8211; denn die Dschihadisten unterscheiden sich in mancher Hinsicht von Al.-Kaida, Und sie werden bewaffnet und finanziell unterst\u00fctzt von den L\u00e4ndern, die ich erw\u00e4hnt habe, und vom Westen. In diesem Fall ist scheinbar der Dschihadismus und Al-Kaidaismus nichts Schlechtes &#8211; man soll ihn sogar bewundern! Aber in den Vereinigten Staaten oder in Europa soll jeder verhaftet werden, der einen langen Bart hat, weil man vermutet, da\u00df er Al-Kaida angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich will ich hier keine langen B\u00e4rte verteidigen &#8211; mein Bart ist nicht lang! Und ich will auch gar nicht diejenigen verteidigen, die verhaftet wurden, ich will mich in dieser Hinsicht gar nicht einmischen. Aber ich rede hier \u00fcber zweierlei Ma\u00dfst\u00e4be.<\/p>\n<h3>Die Konsequenzen<\/h3>\n<p>Das sind die Ursachen der Probleme im Mittleren Osten.<\/p>\n<p>Nun, was sind die Konsequenzen der Strategie des \u201eTeile und Herrsche\u201c? Eine Akkumulation regionaler Konflikte, vor allem von Konflikten aus der Vergangenheit, die von den Kolonialm\u00e4chten seit dem Zweiten Weltkrieg geschaffen und noch nicht beigelegt wurden, und es wurden neue geschaffen, wie der Konflikt in Pal\u00e4stina, der kurdische Konflikt, der B\u00fcrgerkrieg in Afghanistan, die inneren Auseinandersetzungen im Libanon und jetzt der B\u00fcrgerkrieg in Syrien, die Instabilit\u00e4t Pakistans, die Lage im Jemen. Dies ist eine Ansammlung von Krisen.<\/p>\n<p>Zweitens die langfristige Herrschaft korrupter Diktaturen. Die globalen M\u00e4chte unterst\u00fctzen die Diktaturen, um ihre Interessen zu sch\u00fctzen, und das ist wirklich eine Schande. Wir alle erinnern uns daran, da\u00df Hosni Mubarak bis zu den letzten Tagen, als noch eine kleine Hoffnung bestand, da\u00df er sich an der Macht halten k\u00f6nnte, von der Regierung der Vereinigten Staaten und sogar von Europ\u00e4ern unterst\u00fctzt wurde.<\/p>\n<p>Eine weitere Konsequenz ist die Akkumulation sozialer, politischer und wirtschaftlicher Probleme. Frau LaRouche hat bereits einige Zahlen erw\u00e4hnt, aber es gibt noch viel mehr \u00fcber die Armut, das Analphabetentum und die soziale R\u00fcckst\u00e4ndigkeit in Mittleren Osten. Man kann es mit Afghanistan vergleichen. Selbst in Saudi-Arabien, das ein sehr reiches Land ist &#8211; die Unterschiede zwischen den verschiedenen Klassen. Im Jemen, der ein sehr armes Land ist. In \u00c4gypten.<\/p>\n<p>Der Verlust von einer Million Menschenleben in inneren und regionalen Konflikten &#8211; wie ich schon sagte, haben im Irak und in Afghanistan rund eine Million Menschen ihr Leben verloren. Hinzu kommen die Verletzungen, Behinderungen etc. Milliarden von Dollars wurden von der Region und vom Westen daf\u00fcr ausgegeben.<\/p>\n<p>Und woher kommt diese tiefe Entt\u00e4uschung? Diese Entt\u00e4uschung ist ein wirklich gef\u00e4hrliches Ph\u00e4nomen; nach Ansicht der soziologischen und psychologischen Experten ist der Hauptgrund daf\u00fcr, da\u00df sich die junge Generation extremistischen Gruppen anschlie\u00dft, die Frustration, die Hoffnungslosigkeit, der Verlust der Hoffnung auf die Zukunft. Und das ist eine Realit\u00e4t, die dort stattfindet. Warum sehen wir jetzt in Libyen, das von einem sehr starken Diktator wie Gaddafi regiert wurde, da\u00df jetzt Al-Kaida und Extremismus an Macht gewinnen? Was geschah dort mit dem amerikanischen Botschafter? Oder was geschah dort mit den iranischen \u00c4rzten? Sieben iranische \u00c4rzte, die dort waren, um dort nach dem Konflikt den armen Menschen zu helfen, wurden von Pro-Al-Kaida-Gruppen entf\u00fchrt. Nun, aufgrund des Imperiums der Massenmedien wurde in den Massenmedien\u00a0<em>nicht<\/em>\u00a0\u00fcber die Geiselnahme dieser iranischen \u00c4rzte berichtet. Es wurde zensiert!<\/p>\n<p>Warum geschieht dies in Libyen? Wer konnte sich vorstellen, da\u00df in Libyen, das kein armes Land ist, Extremismus geschaffen wird und w\u00e4chst? Das liegt an der Frustration der jungen Menschen. Sie waren frustriert unter dem Gaffafi-Regime, sie waren noch st\u00e4rker frustriert nach seinem Zusammenbruch und nach der Invasion des Westens dort.<\/p>\n<p>Eine weitere Konsequenz ist, da\u00df in den letzten Jahren das unipolare System, das von Blair und Georg Bush nach dem Kollaps der Sowjetunion erfunden wurde &#8211; diese Theorie wurde widerlegt. Sie wird nicht mehr akzeptiert, und es kommen aufstrebende M\u00e4chte auf die B\u00fchne. Eine von ihnen ist Ru\u00dfland selbst, eine andere ist China, und nat\u00fcrlich sind da noch andere, wie Indien. Diese aufstrebenden M\u00e4chte sind nicht nur wirtschaftliche M\u00e4chte. Sie wollen vielmehr auch ihren Anteil in der politischen Arena, auf der politischen B\u00fchne. Sie sehen, was in den Vereinten Nationen in Bezug auf Syrien geschieht. Ich bin sicher, da\u00df weder die Russen noch die Chinesen die Syrer lieben, und sie lieben auch nicht Baschar Assad. Aber sie haben neue Interessen f\u00fcr sich selbst definiert, und das ist eine weitere Konsequenz: da\u00df die aufstrebenden M\u00e4chte, indem sie ihre Interessen neu definieren, die Konflikte intensivieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte an dieser Stelle auf zwei Themen eingehen.<\/p>\n<p>Kommen wir zuerst zum syrischen Konflikt. Der syrische Konflikt wird von zwei Gruppen unterst\u00fctzt: einerseits von den alten Kolonialm\u00e4chten, n\u00e4mlich dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Frankreich, und den Vereinigten Staaten. Und andererseits von ihren urspr\u00fcnglich sektiererischen und ehrgeizigen Verb\u00fcndeten: Saudi-Arabien und Katar, die sektiererisch sind, und der T\u00fcrkei, einer ambitionierten aufstrebenden Macht. Diese L\u00e4nder haben die Phobie vor dem \u201eSchiitischen Halbmond\u201c, weil die ganze syrische Regierung zum gro\u00dfen Teil alewitisch und mit dem Iran befreundet ist, und deshalb gest\u00fcrzt werden sollte. Ihre Sorge ist nicht die Demokratie, denn es gab in Syrien viel mehr Demokratie als in \u00c4gypten oder im Jemen.<\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei ist eine aufstrebende Macht mit vielen Ambitionen, und was ihnen vorschwebt, ist ihre Geschichte. Sie wollen ihren Einflu\u00df in der Region zur\u00fcckgewinnen.<\/p>\n<p>Der syrische Konflikt destabilisiert die gesamte Region: Libanon, Irak, T\u00fcrkei, Jordanien und Saudi-Arabien. Und man darf nicht vergessen, da\u00df die erste Region, die von der Destabilisierung dieser L\u00e4nder betroffen sein wird, Europa ist. Man kann sich vorstellen, was in der T\u00fcrkei geschehen kann, nach der Destabilisierung Syriens. Der t\u00fcrkisch-kurdische Konflikt reicht Jahrzehnte zur\u00fcck, und selbst jetzt ich die t\u00fcrkische Armee darin verwickelt. K\u00f6nnen Sie sich vorstellen, was die Wirkungen sein wird, wenn es &#8211; was Gott verh\u00fcten m\u00f6ge &#8211; in der T\u00fcrkei zu einem B\u00fcrgerkrieg kommt?<\/p>\n<p>Der Konflikt mit den Extremisten in \u00c4gypten, in Libyen, in Nordafrika wird sich intensivieren, wenn sie in Syrien einen Sieg erringen. K\u00f6nnen Sie sich vorstellen, was geschehen wird, wenn sich das Afghanistan-Szenario wiederholt?<\/p>\n<p>Sehen Sie sich die heutige Lage in Afghanistan und Pakistan an! Pakistan war Unterst\u00fctzer der extremistischen Taliban-Gruppen und ist jetzt ein Opfer der Taliban! Sie sehen ja, wie die Lage in Pakistan ist.<\/p>\n<p>Jordanien k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung einiger Analysten das erste Opfer der Instabilit\u00e4t werden, die Menschen sind frustriert, und inzwischen haben die extremistischen Gruppen auch dort Wurzeln geschlagen. Dort sind Pal\u00e4stinenser. Man kann sich vorstellen, was in Jordanien geschehen wird.<\/p>\n<p>Die Diskriminierung von Schiiten im \u00f6lreichen \u00f6stlichen Teil Saudi-Arabiens kann durch die Instabilit\u00e4t in Syrien zu mehr Konflikten f\u00fchren.<\/p>\n<p>In Syrien werden Terroristengruppen ausgebildet, die sich dann \u00fcber die ganze Welt ausbreiten werden, vor allem nach Europa.<\/p>\n<h3>Das Nuklearprogramm des Iran<\/h3>\n<p>Eine weitere Frage, als ein Beispiel f\u00fcr eine regionale Krise, ist die Frage des iranischen Atomprogramms. Ich will hier nicht auf die Details eingehen, dazu habe ich nicht genug Zeit, sondern nur auf einige Aspekte dieser Frage eingehen. Die Ursache des Nuklearproblems zwischen dem Iran und dem Westen geht ebenfalls auf einen doppelten Ma\u00dfstab zur\u00fcck. Vor der Gr\u00fcndung der Islamischen Republik im Iran waren es die Vereinigten Staaten, die dem Iran dazu rieten, Kernkraftwerke zu bauen &#8211; nicht blo\u00df eines, sondern 20! Dieser Plan wurde unter Gerald Fords Pr\u00e4sidentschaft gefa\u00dft. Und auf Anraten der Amerikaner begannen deutsche Unternehmen das erste Projekt in Buschehr, und das zweite wurde von franz\u00f6sischen Unternehmen in Chusistan begonnen, nahe der Grenze zum Irak. Unmittelbar nachdem durch einen Volksaufstand die Islamische Republik gegr\u00fcndet und das diktatorische Regime des Schah gest\u00fcrzt wurde, wurden alle diese Projekte gestoppt.<\/p>\n<p>Nun, wenn man sich die Akten anschaut, dann war zu jener Zeit sogar die Anreicherung Teil dieses Projektes. Ich denke, selbst ein kleines Kind kann hier die Frage stellen: Warum ist die Atomenergie, die nuklearen Aktivit\u00e4ten f\u00fcr ein diktatorisches Regime ein legaler und logischer Teil der Entwicklung, aber f\u00fcr eine demokratisch gew\u00e4hlte Regierung ist sie illegal und gef\u00e4hrlich und verursacht Sicherheitsprobleme? Das Buschehr-Projekt war von den deutschen Unternehmen zu 85% fertiggestellt, und sie haben es aufgegeben.<\/p>\n<p>Die Nuklearpolitik des Iran beruht auf unserem Glaubenssystem, und das ist der Islam. Und diese Basis ist erstens die Gerechtigkeit. Wir wollen unsere Rechte nach dem Atomwaffensperrvertrag wahrnehmen; wir geh\u00f6rten 1968 zu seinen ersten Unterzeichnern.<\/p>\n<p>Zweitens der Widerstand gegen Diskriminierung: Wir verteidigen unsere Rechte und widersetzen und Druck.<\/p>\n<p>Drittens, Gleichheit: Friedliche Nukleartechnik f\u00fcr alle, und Kernwaffen f\u00fcr niemanden, ohne Diskriminierung.<\/p>\n<p>Das sind unsere \u00dcberzeugungen und die ideologischen Aspekte, die die Nuklearpolitik des Iran bestimmen, und wir haben schon mehrfach betont, da\u00df wir bereit sind f\u00fcr jede Form der legalen \u00dcberwachung &#8211; aber nicht zu einer diskriminierenden. Anreicherung ist Teil des Atomwaffensperrvertrages! Wir k\u00f6nnen nicht verstehen, warum Brasilien die Anreicherung haben darf, aber nicht der Iran.<\/p>\n<h3>Ein Neues Paradigma<\/h3>\n<p>Aufgrund des Themas dieser Konferenz, bei dem es um ein \u201eneues Paradigma\u201c geht, und dem, was Frau LaRouche gesagt hat, m\u00f6chte ich dieses Konzept des \u201eneuen Paradigma\u201c mit anderen Worten ausdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Dieses neue Paradigma kann geschaffen werden, wenn die folgenden Prinzipien eingehalten werden:<\/p>\n<p><strong>1.\u00a0<\/strong>Durch Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist eines der f\u00fcnf Prinzipien unseres Glaubenssystems. Das sind der Glaube an Gott und seine Einheit; der Glaube an die Propheten und den Propheten Mohammed; der Glaube an das Leben nach dem Tod; der Glaube an die F\u00fchrung des Imam; und an die Gerechtigkeit. Die Bedeutung der Gerechtigkeit ist wie die der Einzigartigkeit Gottes.<\/p>\n<p><strong>2.\u00a0<\/strong>Durch den Glauben an den Frieden und die Gerechtigkeit f\u00fcr alle politischen, religi\u00f6sen und ethnischen Gruppen in der Region. Wenn das neue Paradigma darauf beruht, dann kann es Erfolg haben. Es sollte keine Diskriminierung geben in Bezug auf Gerechtigkeit, Menschenrechte, Demokratie und Entwicklung, unter den verschiedenen religi\u00f6sen und ethnischen Gruppen und verschiedenen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Diese Werte sind menschliche Werte; sie sind keine \u201ewestlichen\u201c Werte, sie sind keine ethnischen Werte, sie sind keine nationalen Werte, und in dieser Hinsicht sollte es keine Diskriminierung geben.<\/p>\n<p>Im Iran hatten wir ein gutes Beispiel f\u00fcr das friedliche Zusammenleben verschiedener ethnischer, religi\u00f6ser und politischer Gruppen &#8211; Jahrhunderte lang. Wir hatten niemals religi\u00f6se K\u00e4mpfe im Iran, wie es sie hier in Europa gab, wie z.B. im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg etc. Selbst heute, obwohl wir sehr kleine Minderheiten haben &#8211; wir haben etwa 300.000 Christen, etwa 25.000 Juden und etwa 25.000 Zoroastrier. Die Christen haben drei Abgeordnete im Parlament. Ich sollte Ihnen vielleicht sagen, da\u00df es in \u00c4gypten zwar viel mehr Christen gibt als im Iran, aber sie haben dort keinen einzigen Abgeordneten im Parlament. Warum? Weil sie keine Quote haben.<\/p>\n<p>Im Iran haben diese religi\u00f6sen Minderheiten eine Quote, die sogar viel gr\u00f6\u00dfer und gewichtiger ist als f\u00fcr die Muslime. Denn nach unseren Gesetzen haben jeweils 250.000 Iraner einen Abgeordneten im Parlament, aber die etwa 300.000 Christen haben drei, die 25.000 Juden haben einen und die 20.000 Zoroastrier haben einen Abgeordneten.<\/p>\n<p>Ein gutes Beispiel f\u00fcr das friedliche Zusammenleben der Juden und Muslime im Iran ist ein gemeinn\u00fctziges Krankenhaus, das den Juden in Teheran geh\u00f6rt. Es geh\u00f6rt allein den Juden, aber die Juden sind reiche Leute, und deshalb brauchen sie nicht in ein gemeinn\u00fctziges Krankenhaus zu gehen, und dieses Krankenhaus liegt in einem armen Stadtbezirk im S\u00fcden von Teheran. 100% aller Patienten, die in dieses Krankenhaus gehen, sind Muslime, und fast alle \u00c4rzte dieses Krankenhauses sind Juden. Und der Vorsitzende dieser Stiftung ist der j\u00fcdische Abgeordnete des Parlaments, der vor einigen Monaten in Deutschland war. Er bat um ein Treffen mit dem Zentralrat der Juden, mit Dr. Graumann, aber man weigerte sich, ihm einen Termin zu geben.<\/p>\n<p>So ist das Leben im Iran. Alle Touristen, die in den Iran gehen, k\u00f6nnen die Lage der Kirchen im Iran sehen. Wir hatten niemals religi\u00f6se Konflikte im Iran!<\/p>\n<p><strong>3.\u00a0<\/strong>Die westlichen L\u00e4nder sollen aufh\u00f6ren, mit zweierlei Ma\u00dfstab zu messen.<\/p>\n<p><strong>4.\u00a0<\/strong>Die Rechte und die W\u00fcrde aller Pal\u00e4stinenser (Muslime, Christen und Juden) m\u00fcssen respektiert und gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p><strong>5.\u00a0<\/strong>Ein Frieden, der durch Bombardements und Drohnenangriffe durchgesetzt wird, wird nicht von Dauer sein. In Afghanistan und Pakistan hat sich das nicht als erfolgreich erwiesen.<\/p>\n<p><strong>6.\u00a0<\/strong>\u00dcber das Schicksal Syriens sollte das syrische Volk selbst entscheiden, in demokratischer Weise. Das Regierungssystem kann ihnen nicht aufgezwungen werden. Wenn wir hier vom syrischen Volk reden, dann reden wir nicht von der Regierung oder dem Regime, sondern vom Volk, und es gibt verschiedene Mechanismen daf\u00fcr, und sogar die M\u00f6glichkeit internationaler Beobachter. Ausl\u00e4ndische Interventionen haben noch nie zu Frieden und Demokratie gef\u00fchrt, und sie widersprechen diesem Ziel.<\/p>\n<p><strong>7.<\/strong>\u00a0Das islamische Erwachen ist eine Realit\u00e4t. Die Legitimit\u00e4t und Glaubw\u00fcrdigkeit des Westens leidet unter seiner bisherigen und derzeitigen Politik &#8211; das kann nicht bestritten werden. Sehen Sie sich die Wahlergebnisse in den L\u00e4ndern an, die diesen sogenannten Arabischen Fr\u00fchling hatten, der in Wirklichkeit ein Erwachen des Islam war.<\/p>\n<p><strong>8.<\/strong>\u00a0Auch alle Menschen in Saudi-Arabien und Bahrain sollten die gleichen Rechte und W\u00fcrde genie\u00dfen. Sehen Sie sich die Rechte der Schiiten an, und wie man ihnen verbietet, dort irgendwelche Posten innezuhalten.<\/p>\n<p><strong>9.<\/strong>\u00a0Die EU ist der Hauptverlierer der Instabilit\u00e4t in ihrer Nachbarschaft &#8211; ich meine, im Mittleren Osten. Diese Instabilit\u00e4t wird auf die EU selbst \u00fcbergreifen, durch Immigration und Terrorismus. Wir leben in einem multipolaren globalen System, und die Fortsetzung der regionalen Instabilit\u00e4ten n\u00fctzt den aufstrebenden M\u00e4chten.<\/p>\n<h3>Entwicklungsprojekte<\/h3>\n<p>Bevor ich zum Schlu\u00df meiner Rede komme, m\u00f6chte ich nochmals auf einige Punkte hinweisen, die Frau LaRouche erw\u00e4hnt hat, in Bezug auf diese Wasserprojekte. Ich sollte klarstellen, da\u00df es ein gewaltiges Projekt im Iran gibt, an dem jetzt eine Arbeitsgruppe arbeitet, und man hat sogar schon eine Machbarkeitsstudie durchgef\u00fchrt \u00fcber die Verbindung vom Kaspischen Meer zum Persischen Golf.<\/p>\n<p>Anders als die arabischen L\u00e4nder ist der Iran kein W\u00fcstenland. Nur ein Drittel fast 30%, des iranischen Territorium, sind W\u00fcste. Diese W\u00fcsten liegen in der Mitte und im S\u00fcdosten des Iran, und wenn man einen Kanal bauen kann vom Kaspischen Meer zum Persischen Golf, dann werden das flie\u00dfende Wasser und die Feuchtigkeit und alle ihre Konsequenzen dazu f\u00fchren, da\u00df dieses Gebiet gr\u00fcn wird. Dieses Projekt wurde vom Iran best\u00e4tigt, und jetzt werden die Details des Plans ausgearbeitet.<\/p>\n<p>Ein weiteres Projekt ist der Transfer von Wasser aus Tadschikistan &#8211; denn wir wissen, da\u00df es in Tadschikistan in Zentralasien gro\u00dfe Wasserquellen gibt &#8211; \u00fcber Afghanistan in den Nordosten des Iran, der eine wichtige Region f\u00fcr Landwirtschaft und Tourismus ist. Im Nordosten des Iran haben wir eine sehr wichtige Stadt, Maschhad. Maschhad ist eine Pilgerstadt: Jedes Jahr reisen 20 Millionen Pilger nach Maschhad, und sie brauchen definitiv Wasser, sie brauchen Fr\u00fcchte, sie brauchen Nahrungsmittel. Und das ist ein dreiseitiges Projekt zwischen Tadschikistan, Afghanistan und dem Iran.<\/p>\n<p>Der Ausbau des Eisenbahnnetzes im Iran ist eine Priorit\u00e4t. Derzeit arbeitet der Iran an der Fertigstellung zweier Eisenbahnen zur Verbindung des Persischen Golfs mit Zentralasien. Dieses Projekt ist fast fertiggestellt worden. Pakistan ist bereits mit unserem Eisenbahnnetz verbunden, und unser Netz wurde auch mit dem Eisenbahnnetz der T\u00fcrkei verbunden. Das Projekt der Verbindung zum Irak ist fast fertiggestellt, und der Iran profitiert aufgrund seiner geographischen und geopolitischen Lage von dieser Durchgangssituation.<\/p>\n<p>Frau LaRouche, Sie haben die Entwicklung von Gebieten erw\u00e4hnt, die sich jetzt in einer Krise befinden. Ich kann Ihnen ein gutes Beispiel geben &#8211; Afghanistan. In Afghanistan haben wir eine Menge Geld ausgegeben f\u00fcr die Entwicklung der Grenzregion Afghanistans mit dem Iran, die Herat hei\u00dft. Nun, jeder, der in Afghanistan war, sagt, da\u00df Herat scheinbar in einem anderen Land liegt als das \u00fcbrige Afghanistan, denn in Herat gibt es Asphaltstra\u00dfen, Autobahnen, sie haben genug Strom, sie haben kleine Industrien. All das wurde mit Hilfe des Iran geschaffen.<\/p>\n<p>Vielen Dank.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><\/div><div class=\"tab-content\" style=\"display:none;\"><\/p>\n<p><a title=\"Eine Email schicken\" href=\"mailto:info@schillerinstitut.com?subject=An S.E. Attar\" target=\"_blank\">Contact Helga Zepp-LaRouche<\/a><\/p>\n<p><\/div><div class=\"tab-content\" style=\"display:none;\"><\/p>\n<p>Noch keine weiteren Artikel verlinkt.<\/p>\n<p><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":935,"menu_order":124,"template":"","meta":{"footnotes":""},"portfolio_category":[41,43],"class_list":["post-1270","portfolio_cpt","type-portfolio_cpt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio_category-konferenz2012","portfolio_category-thema-1"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/1270","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt"}],"about":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portfolio_cpt"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_cpt\/1270\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/935"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"portfolio_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2.schillermeet.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_category?post=1270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}