Internetkonferenz: Der Oasenplan: Die LaRouche-Lösung für Frieden durch Entwicklung

Der Oasenplan: Die LaRouche-Lösung für Frieden durch Entwicklung zwischen Israel und Palästina sowie der gesamten Region Südwestasien

Internetkonferenz des Schiller-Instituts

13. April 2024

Hier können Sie sich Panel 1 und Panel 2 im Englischen Original ansehen. Die deutsche Übersetzung der Videos und Transkripte finden Sie unter “Reden der Konferenz”.

Ein Bericht “Eine konkrete Perspektive für Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung in Eurasien” über die Konferenz „Der Oasenplan – die LaRouche-Lösung für Frieden durch Entwicklung zwischen Israel und Palästina und ganz Südwestasien“, die am 13. 4. 2024 vom Schiller-Institut veranstaltet wurde.

Am 18. Februar 2024 veröffentlichte die LaRouche-Organisation ein 14-minütiges Video unter dem Titel: „Der Oasenplan: LaRouches Lösung für den Nahen Osten“.

Darin heißt es: „Die ganze Welt ist Zeuge der Grausamkeiten, die dem palästinensischen Volk angetan werden und uns jeden Tag in Form von Videos vor Augen geführt werden. … Aber die Zerstörung geht weiter, aktiv unterstützt von den Vereinigten Staaten und einer schwindenden Zahl anderer Länder. Die moralische Überlebensfähigkeit der Menschheit wird auf die Probe gestellt. Die Horrorshow muß ein Ende haben, angefangen mit einem sofortigen bedingungslosen Waffenstillstand.“ Gleichzeitig muß massive humanitäre Hilfe für den Gazastreifen geleistet und auf eine politische Lösung der Krise hingearbeitet werden, wozu auch die Existenz eines souveränen palästinensischen Staates und dessen uneingeschränkte internationale Anerkennung gehören.

„Aber ohne wirtschaftliche Entwicklung“ heißt es in dem Video weiter, „ohne einen gangbaren und sinnvollen Weg des Fortschritts in die Zukunft, sind bloße politische Vereinbarungen nicht tragfähig. Die Menschen in der Region müssen wissen, daß ihre Kinder eine bessere Zukunft, ein besseres Leben haben werden. Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung ist die einzige erfolgreiche Grundlage für einen dauerhaften, gerechten Frieden in der Region. Zu dieser Erkenntnis gelangte auch der damalige israelische Ministerpräsident Jitzhak Rabin: Es gibt keine rein militärische Grundlage für Frieden oder Sicherheit, nur wirtschaftliche Entwicklung führt dorthin.“

Wie werden Israelis und Palästinenser nach allem, was geschehen ist, jemals Frieden schließen können? Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Vorsitzende des internationalen Schiller-Instituts, verweist darauf, daß dieser oder jeder andere Konflikt nicht lösbar ist, ohne aus der Ebene des Konflikts herauszukommen. Mit Hilfe eines Konzepts von Nikolaus von Kues (1401-1464), dem „Zusammenfall der Gegensätze“ (Coincidentia Oppositorum), fordert Zepp-LaRouche uns auf, uns über die Ebene der Verzweiflung, des Hasses und der Rache zu erheben und ein gemeinsames Interesse am Wohlergehen aller Menschen durch die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region zu definieren.

Eine inspirierende Vision einer Zukunft, in der Israelis und Palästinenser Seite an Seite leben können, ist dringlicher denn je. „Frieden durch Entwicklung“ heißt das Konzept, das Lyndon LaRouche (1922-2019) und seine Mitarbeiter seit 1975 vorschlagen, und dies nicht begrenzt auf den Oasenplan und die Region Südwestasien, sondern in Form der Weltlandbrücke für den gesamten Globus.

Das Konzept des Oasenplans konzentriert sich in erster Linie darauf, das größte Hindernis bei der Entwicklung der Region – den Mangel an Süßwasser – durch den Bau eines Netzes von Kanälen und Wasserentsalzungsanlagen zu beseitigen, die idealerweise mit Kernkraft betrieben werden und das reichlich vorhandene Meerwasser in Süßwasser umwandeln. Diese Anlagen sollten nicht nur an der Mittelmeerküste, sondern auch entlang zweier neuer Hauptkanäle gebaut werden: je einen vom Mittelmeer und einen vom Roten Meer, die beide ins Tote Meer münden.
Indem sie zusammenarbeiten, um gegen die Wüste anstatt gegeneinander zu kämpfen, werden die Menschen der Region zueinander finden und die Menschlichkeit im jeweils anderen erkennen, sowie die gemeinsame Fähigkeit aller Menschen nutzen, die Prinzipien der Natur zu entdecken und unsere Beziehung zur Umwelt aktiv zu gestalten.
Es gibt keine menschlichen Tiere!

Der Oasenplan gilt nicht nur für Israel und Palästina, sowie deren unmittelbar angrenzende Länder, sondern für die gesamte südwestasiatische Region, einschließlich der vom Krieg zerstörten Länder Afghanistan, Syrien und Jemen. Er wird nur zustande kommen, wenn wir der Geopolitik eine endgültige Absage erteilen und damit beginnen, ein neues Paradigma der internationalen Beziehungen aufzubauen – eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur.

Viele sprechen „vom Tag danach“. Aber der einzige Weg dorthin besteht darin, den Menschen sofort Hoffnung zu geben. Jetzt ist es unabdingbar notwendig, die Zukunftsvision des Oasenplans kennenzulernen, weiterzuentwickeln und zu unterstützen, um einen Weg aus Tod und Zerstörung hin zu einer für alle Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit zwischen souveränen Nationen zu finden.

Wie Helga Zepp-LaRouche in einem Webcast am 6. März 2024 sagte: „Man muß Hoffnung haben. Man muß den jungen Menschen eine Perspektive geben, eine anständige Zukunft zu haben, in der sie Familien gründen können, in der sie ein normales Leben führen können, in der sie studieren können, in der sie nützliche Dinge in ihrem Leben tun können. Wenn man das nicht auf die Tagesordnung setzt, wird es selbst dann, wenn es zu einer Teillösung oder einem Waffenstillstand kommt, ohne daß man eine Perspektive der Hoffnung hat, zu neuen Konfliktwellen, zu Terrorismus, zu allen Arten von Krieg kommen. Sind wir nun die intelligente Spezies oder nicht? Und das ist die eigentliche Frage….“

„Aber ich denke, wenn wir alle mobilisieren“, fuhr sie fort, „wenn wir einige Länder, einige Staatsoberhäupter, einige frühere Staatsoberhäupter, einige Nobelpreisträger oder eine beliebige Kombination von wirklich hochrangigen religiösen Führern dazu bringen würden, sich öffentlich dazu zu bekennen, daß der einzige Weg zum Frieden der durch Entwicklung ist, der neue Name für Frieden Entwicklung heißt, und hier der Oasenplan ist, der das erreichen kann, dann würde das jeden inspirieren. Es würde die Menschen in der Region inspirieren, es würde die Nachbarländer inspirieren, es würde wirklich – und ich habe viel darüber nachgedacht, und der Vorschlag, den mein verstorbener Ehemann Lyndon LaRouche schon 1975 gemacht hat, ist immer noch der einzige Weg, um Frieden im Nahen Osten zu schaffen!“

Im Gedenken an diejenigen, die umgekommen sind, und um den Lebenden Hoffnung zu geben, müssen wir den Mut aufbringen, Frieden durch Entwicklung zu erreichen.

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